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Mordgeschrei - More

Bild 61.1042: Mordgeschrei - More
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11 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Mordgeschreis. Gerüst. / 3
Mordkellers. Kasematten. / 3
Mordoré(frz.), goldkäferfarbig. / 3
MordraupenRaupen, die andere angreifen und verzehren; viele thun dies nur in der Gefangenschaft, manche / 47
Mordschlagkleine, in fester Einschließung befindliche Pulverladung, die so angebracht ist, daß sie unversehe / 70
Mordversuchs. Mord. / 3
Mordwas. Mordwinen. / 3
Mordwespens. Grabwespen. / 3
MordwinenMordwa, zur wolgaischen Gruppe der finn. Völkerfamilie (s. Finnen) gehöriger Volksstamm, hauptsäc / 184
More# (spr. mohr), Hannah, engl. Schriftstellerin, geb. 2. Febr. 1745 zu Stapleton bei Bristol. 1763 / 194
More _2(spr. mohr; latinisiert Morus), Sir Thomas, engl. Staatsmann und Humanist, Kanzler Heinrichs / 363

Seite 61.1042

Mordgeschrei - More



Mordgeschrei,

s. Gerüst. ^[= oder Zetergeschrei, in deutscher Vorzeit der Ruf zu den Waffen, wie er in dringenden ...]

Mordkeller,

s. Kasematten. ^[= (alte deutsche Bezeichnung: ), sämtliche aus Mauerwerk ausgeführte und mit einer ...]

Mordoré

(frz.), goldkäferfarbig.

Mordraupen,

Raupen, die andere angreifen und verzehren;

viele thun dies nur in der Gefangenschaft, manche aber auch in der Freiheit.

Besonders sind es die Raupen gewisser Eulenarten (z. B. Orthosia gothica L., trapezina L., u. a.), die in der Regel auch einen auffallend dicken Kopf und starke Freßwerkzeuge aufweisen.

Mordschlag,

kleine, in fester Einschließung befindliche Pulverladung, die so angebracht ist, daß sie unversehens zur Explosion gelangt. So brachte man früher kurze, mit mehrern Kugeln und Pulver geladene Flintenläufe oder geladene Hohlgeschosse mit einer Perkussionszündung als Mordschlag unmittelbar unter dem Erdboden an, so daß der darauf tretende Gegner die Explosion hervorrufen mußte.

Besonders beliebt war die Anbringung von in Leuchtkugeln in der Absicht, den Feind vom Verschütten derselben abzuhalten.

Mordversuch,

s. Mord. ^[= die Tötung mit Vorsatz und Überlegung, im Gegensatz zu Totschlag, der vorsätzlichen, nicht ...]

Mordwa,

s. Mordwinen. ^[= zur wolgaischen Gruppe der finn. Völkerfamilie (s. Finnen) gehöriger Volksstamm, hauptsäc ...]

Mordwespen,

s. Grabwespen. ^[= (Sphegidae), eine Familie der stacheltragenden Hautflügler mit Arten von sehr verschiede ...]

Mordwinen,

Karyopse - Kasan [unko

Bild 60.209: Karyopse - Kasan [unkorrigiert]
* 2 Kasan.

Mordwa, zur wolgaischen Gruppe der finn. Völkerfamilie (s. Finnen) gehöriger Volksstamm, hauptsächlich wohnend in den russ. Gouvernements Simbirsk, Pensa, Saratow, Samara, Nishegorod und Tambow, in geringerer Anzahl auch in den Gouvernements Kasan, [* 2] Orenburg, Ufa und Astrachan. Sie zerfallen in die Stämme Ersa (Hauptort das Dorf Terjuschewo im Gouvernement und Kreis [* 3] Nishegorod) und Mokscha (Hauptort die Kreisstadt Krasnoslobodsk im Gouvernement Pensa); ein dritter Stamm, die Karatajen, ist bis auf geringe Reste in den Gouvernements Simbirsk und Kasan verschollen.

Die Gesamtzahl wird auf rund 800.000 Köpfe angegeben. Sie sind sehr rege und arbeitsam und beschäftigen sich besonders mit Ackerbau, Viehzucht, [* 4] Fischerei [* 5] und Bienenzucht. [* 6] Die Sprache [* 7] der Mordwinen wurde zuerst wissenschaftlich bearbeitet von H. C. von der Gabelentz (in der «Zeitschrift für die Kunde des Morgenlandes», 2. Jahrg., Gött. 1839, S. 235-285).

Vgl.   ferner Ahlquist, Versuch einer mokscha-mordwinischen Grammatik (Petersb. 1801);

Wiedemann, Grammatik der ersa-mordwinischen Sprache (ebd. 1865);

Budenz, Mokscha- und ersa-mordwinische Grammatik (ungarisch, Budapest [* 8] 1876);

ders., Ersa-mordwinische Fabeln und Lieder (ungarisch, ebd. 1867).

In ethnolog. und anthropol. Beziehung: Melnikow in «Ruskij Věstnik» (1867); Majnow, Anthropol. Messungen (russisch, Petersb. 1883); ders., Juridische Gebräuche (russisch, ebd. 1885).

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(spr. mohr),

Hannah, engl. Schriftstellerin, geb. 2. Febr. 1745 zu Stapleton bei Bristol. 1763 trat sie als Dichterin auf mit einem Schäferspiel «The search after happiness» (gedruckt 1773),

London

Bild 10.896a: London
* 9 London.

das in kurzer Zeit drei Auflagen erlebte, und dem 1774 das Trauerspiel «The inflexible captive» folgte. Sie ging 1774 nach London, [* 9] wo sie in Garrick einen treuen Freund fand, und wo ihr Trauerspiel «Percy» 1777 in Drury-Lane mit großem Beifall aufgeführt wurde; 1779 schrieb sie ihr drittes Trauerspiel «The fatal falsehood», das wenig Anklang fand. Nachdem sie noch mehrere dichterische Werke herausgegeben, entwickelte sie große Fruchtbarkeit in Schriften über Religion, Sittlichkeit und Erziehung, die sie zum Teil in das Gewand des Romans kleidete. Hervorzuheben sind: «Thoughts on the importance of the manners of the Great to general society» (1788),

«Coelebs in search of a wife» (1809) und «Hints towards forming the character of a young princess» (1805), geschrieben mit Bezug aus die Prinzessin Charlotte. Eine Sammlung ihrer Werke erschien in 11 Bänden (Lond. 1853). Sie starb 7. Sept. 1833 in Clifton. -

Vgl.   Roberts, Life and correspondence of Mrs. Hannah More (4 Bde., Lond. 1834) und Letters of Hannah More to Zachary Macaulay (ebd. 1860).

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Oxford (geolog.) - Oxf

Bild 12.580: Oxford (geolog.) - Oxford (Stadt)
* 10 Oxford.

(spr. mohr; latinisiert Morus), Sir Thomas, engl. Staatsmann und Humanist, Kanzler Heinrichs VIII. von England, war der Sohn eines Richters der King's Bench und wurde 7. Febr. 1478 zu London geboren. Er lebte einige Zeit als Page im Hause des Kardinals Morton und studierte in Oxford [* 10] humanistische Wissenschaften und Rechtskunde. Als Sachwalter und Untersheriff von London trat er im Parlament 1503 gegen die Auflagen Heinrichs VII. auf, mußte deshalb nach Frankreich entweichen und kehrte erst nach dem Tode des Königs zurück.

Unter Heinrich VIII. ward er Mitglied des Geheimen Rats, Schatzmeister der Krone, Kanzler von Lancaster und 1523 Sprecher des Parlaments. In diesen Würden bewährte er sich als Hauptstütze des Kardinals Wolsey, während seine gewandte Feder die kath. Politik Heinrichs gegen die Angriffe der reformatorischen Geister, so auch gegen Luther verteidigte. Nach den Friedensverhandlungen zu Cambrai (s. d.) 1529 erhob ihn der König an Wolseys Stelle zum Lordkanzler und übergab ihm die Staatssiegel. More verwaltete sein hohes Amt mit großer Uneigennützigkeit, bewies aber gegen die Anhänger der Reformation als eifriger Katholik unerbittliche Strenge.

Als Heinrich VIII., um seine Ehescheidung durchzusetzen, 1532 mit dem röm. Stuhle völlig brach, legte More seine Ämter nieder und zog sich nach Chelsea zurück. Als er 1534 das neue Successionsstatut, das zugleich die erste Ehe des Königs für nichtig erklärte, beschwören sollte, war er bereit, die Erbfolge zu beschwören, wies aber die übrigen Punkte zurück. Der König ließ ihn deshalb mit dem Bischof Fisher verhaften und in einem richterlichen Scheinverfahren verurteilen. More endete 6. Juli 1535 auf dem Schafott. 1886 wurde er von Papst Leo XIII. selig gesprochen. Seine sämtlichen Werke wurden zuerst in zwei Bänden herausgegeben, von denen der erste (Lond. 1559) die englisch abgefaßten Schriften, der andere (Bas. 1563) die lat. Werke enthält. Am bekanntesten ist seine fast in alle Sprachen übersetzte Schrift «De optimo reipublicae statu deque nova insula Utopia» (Löwen [* 11] 1516 u. ö.). Sein Bildnis hat Hans Holbein [* 12] der Jüngere mehrmals gemalt. -

Vgl.   Rudhart, Thomas Morus (Nürnb. 1829; 2. Aufl., Augsb. 1852);

Mackintosh, Life of Th. More (2. Aufl., Lond. 1844);

Baumstark, Thomas Morus (Freib. i. Br. 1879);

Seebohm, The Oxford Reformers (3. Aufl., Lond. 1887);



Bridgett, Life and writings of Sir Thomas More (ebd. 1891). ¶


Verzeichnis der Abbild

Bild 61.1042a: Verzeichnis der Abbildungen und Karten zum elften Bande
* 13 Seite 61.1042a.
 

Abbildungen im Texte:

Seite
Liechtenstein (Landeswappen) 162
Liegnitz (Stadtwappen) 165
Liliifloren (5 Figuren) 172
Lille (Stadtwappen) 174
Lille (Situa­tionsplan) 174
Limburg (Stadtwappen) 176
Lindau (Stadtwappen) 182
Lindenschwärmer 186
Linse (8 Figuren) 194
Linsenkombination (8 Figuren) 195 bis 197
Linz (Stadtwappen) 197
Lippe (Stadtwappen) 201
Lippstadt (Stadtwappen) 205
Lissa (Stadtwappen) 213
Lissabon (Stadtwappen) 214
Lissajousche Figuren (10 Figuren) 217
Liverpool (Stadtwappen) 231
Liverpool (Situa­tionsplan) 232
Livorno (Stadtwappen) 237
Livorno (Situa­tionsplan) 237
Löbau (Stadtwappen) 242
Lochmaschine (2 Figuren) 246
Log 251
Lokomobile (4 Figuren) 264. 265
London (Stadtwappen) 275
London (Polizeibezirk) 277
Lotos (2 Figuren) 308
Lötrohr (2 Figuren) 309
Löwen (Stadtwappen) 318
Lübben (Stadtwappen) 323
Lübeck (Landeswappen) 324
Lucca (Stadtwappen) 330
Luckenwalde (Stadtwappen) 333
Lüdenscheid (Stadtwappen) 335
Ludwigsburg (Stadtwappen) 357
Ludwigshafen (Stadtwappen) 358
Luftelektricität 361
Luftpumpe (2 Figuren) 362. 363
Luftspiegelung (2 Figuren) 366
Luftwirbel 367
Lüneburg (Stadtwappen) 376
Lünette 377
Lunulae Hippocratis 385
Lurche (11 Figuren) 387
Lüttich (Stadtwappen) 397
Lüttich (Situa­tionsplan) 398
Luxemburg (Stadtwappen) 405
Luzern (Stadtwappen) 408
Lyck (Stadtwappen) 412
Lyon (Stadtwappen) 418
Lysimachia 423
Mäander (2 Figuren) 426
Maastricht (Stadtwappen) 427
Madrid (Stadtwappen) 450
Magdeburg (Stadtwappen) 456
Magnetische Doppelschale 471
Mahlmaschinen (3 Figuren) 481
Mailand (Stadtwappen) 491
Mainz (Stadtwappen) 498
Malaga (Stadtwappen) 515
Malmö (Stadtwappen) 527
Manchester (Stadtwappen) 538
Mandau 542
Mannesmannsches Röhrenwalz­verfahren (4 Figuren) 555. 556
Mannheim (Stadtwappen) 556
Manometer (3 Figuren) 559
Manövrieren im Wirbelsturm 560
Mantua (Stadtwappen) 566
Marabu 572
Maranta 573
Marburg (Stadtwappen) 575
Marienburg (Stadtwappen) 598
Marienwerder (Stadtwappen) 599
Markasit (2 Figuren) 606
Markirch (Stadtwappen) 610
Mars 626
Marseille (Stadtwappen) 629
Maschine (2 Figuren) 644
Maßstab 657
Mauerläufer 674
Maya (2 Figuren) 693
Mayen (Stadtwappen) 694
Mechanische Gesteinsbohrmaschi­nen (3 Figuren) 700. 701
Mecheln (Stadtwappen) 703
Mecklenburg (Landewappen) 708
Meerane (Stadtwappen) 726
Mehlwurm (2 Figuren) 734
Mehlzünzler 734
Meiningen (Stadtwappen) 738
Meißel (2 Figuren) 740
Meißen (Stadtwappen) 740
Memel (Stadtwappen) 759
Memmingen (Stadtwappen) 760
Meran (Stadtwappen) 784
Mergentheim (Stadtwappen) 784
Meridiankreis 788
Merseburg (Stadtwappen) 795
Mesembryanthemum 799
Messina (Stadtwappen) 806
Messina (Situa­tionsplan) 807
Metacentrum 812
Mettmann (Stadtwappen) 833
Metz (Stadtwappen) 833
Mexikanische Hieroglyphen (6 Figuren) 840
Mexiko (Landeswappen) 842
Mikrobarometer (3 Figuren) 870
Mikrometerschraube 872
Mikrometerzirkel 872
Mikrophon (3 Figuren) 872. 873
Mikroskop 873
Mikrotelephon 875
Millefiori (5 Figuren) 895
Minden (Stadtwappen) 905
Miskolcz (Stadtwappen) 928
Mistkäfer 937
Mitau (Stadtwappen) 937
Mole 970
Molukkenkrebse 982
Monaco (Situa­tionsplan) 985
Moncriefflafette 989
Monddistanzen 990
Mondfinsternis 991
Moniersystem 996
Mons (Stadtwappen) 1003
Montalemberts Befesti­gungsmanier 1006
Montevideo (Situa­tionsplan) 1018
Montpellier (Stadtwappen) 1025
Montreal (Situa­tionsplan) 1026

-



Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig [* 14] ¶

Ende More
→ weiter zu Seite 62.1: - ⟹
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 11. Band, Seite 1040 [Suche = 61.1042] im Internet seit 2005; Text geprüft am 4.1.2012; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//61_1042

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