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Seite 99.54 Schlüssel

Unterelsa

2 Wörter, 0 Zeichen



Unterelsaß.

Straßburg, Kreis u. Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Bischheim *

-- Dorf in Elsaß-Lothringen, Bezirk Unterelsaß, Landkreis Straßburg, am Rhein-Marn

    Brumath

-- (Brumpt), Stadt in Elsaß-Lothringen, Bezirk Unterelsaß, Landkreis Straßburg,

    Stephansfeld

-- Irrenanstalt, s. Brumath.

    Hochfelden

-- Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Landkreis Straßburg, an

    Killstädt

    Schiltigheim

-- (Schilken), Dorf und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Landkreis

    Wanzenau

-- Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Landkreis Straßburg, an der Ill,

Erstein, Kreis und Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Benfeld

-- ehedem befestigte Stadt in Elsaß-Lothringen, Kreis Erstein, an der Ill und

    Ehnheim, s. Oberehnheim

-- Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Erstein, an der Ehn

    Geispolsheim

-- Flecken und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Erstein,

    Hüttenheim

-- Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Erstein, an der Ill, hat eine

    Illkirch-Grafenstaden

-- Gemeinde im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Erstein, an der Ill, an der

    Oberehnheim

-- Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Erstein, an der Ehn

Hagenau, Kreis und Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Bischweiler

-- Stadt im Niederelsaß, Kreis Hagenau, an der Moder und der Eisenbahn von Straßbur

    Dambach

-- Otto, namhafter Rechtsgelehrter, geb. 16. Dez. 1831 zu Querfurt, studierte

    Drusenheim

    Herrlisheim

    Marienthal, s. Hagenau

-- Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, an der Moder und

    Niederbronn

-- Kantonstadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, an der Eisenbahn Hagenau-Beningen,

    Reichshofen

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Hagenau, am Schwarzbach und der

    Sesenheim

-- Dorf, s. Sessenheim.

    Sufflenheim ¶

-- Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Hagenau, am Eberbach, hat Fabriken


 

Molsheim, Kreis u. Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Dorlisheim

-- Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim, an der Eisenbahn

    Mutzig

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim, am Eingang in das Breuschth

    Rosheim

-- Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim,

    Schirmeck

-- Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim,

    Sulzbad

-- Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim, an der Eisenbahn Zabern-Schl

    Wasselnheim

-- Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim,

    Westhofen

-- Stadt im preuß. Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Hörde, an der Ruhr u. der

Schlettstadt, Kreis u. Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Andlau

-- (spr. angdloh), Gaston Hardouin Joseph, Graf d', franz. General, geb. 1. Jan.

    Barr

-- Stadt in Elsaß-Lothringen, Kreis Schlettstadt, an der Kirneck, dem Fuß des

♦ bei paläontolog. Namen Abkürzung für J. Barrande (s. d.).

    Châtenois, s. Kestenholz

-- (franz. Châtenois), Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis und Kanton

    Ebersheim

-- Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, an der Eisenbahn

    Epfig

-- Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, am Fuß der Vogesen

    Hilsenheim

    Hohwald

-- Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, in reizender Lage

    Kestenholz

-- (franz. Châtenois), Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis und Kanton

    Markolsheim

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, am Rhein-Rhônekanal,

    Müttersholz

    Scherweiler

-- Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Schlettstadt, an der Scher und

    Weiler

-- 1) (W. bei Schlettstadt) Flecken und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsa

Weißenburg, Kreis und Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Lauterburg

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Weißenburg, Knotenpunkt der

    Selz

-- Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Weißenburg, an der

    Sulz 3)

-- 1) Oberamtsstadt im württemberg. Schwarzwaldkreis, am Neckar und an der Linie

    Surburg

-- Flecken im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Weißenburg, im N. des Hagenauer

    Weißenburger Linien

-- ehemals eine Kette zusammenhängender Verschanzungen im Kreis Weißenburg

Zabern, Kreis und Stadt

-- (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie

♦ die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck

    Bouxviller, s. Buchsweiler

-- Stadt in Elsaß-Lothringen, Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, am Wasgenwald

    Buchsweiler

-- Stadt in Elsaß-Lothringen, Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, am Wasgenwald

    Drulingen

-- Kantonshauptstadt im Kreis Zabern des deutschen Bezirks Unterelsaß, ist Sitz

    Elsaßzabern, s. Zabern

-- (Z. im Elsaß, Saverne), Kreis- und Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk

    Ingweiler

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, am Fuß der Vogesen und

    Lichtenberg

-- Georg Christoph, ausgezeichneter deutscher Satiriker und bedeutender Physiker,

    Lützelstein

-- (La Petite-Pierre), Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, in

    Lupstein

-- (Lupfstein), Dorf im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, am Rhein-Marnekan

    Marmoutier, s. Maursmünster

-- (franz. Marmoutier), Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern,

    Maursmünster

-- (franz. Marmoutier), Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern,

    Neuweiler

-- Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, an den Vogesen und der

    Petite-Pierre, s. Lützelstein

-- (La Petite-Pierre), Stadt im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, in

    Saarunion

-- Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Zabern, an

    Saverne, s. Zabern

-- (Z. im Elsaß, Saverne), Kreis- und Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk

Verweis zu Kreis auf Seite 10.184

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 3 Seite 10.184.

Titel
Elemente zu Kreis:

1) Eine gerade Linie schneidet den K. in höchstens zwei Punkten und heißt dann eine Sekante

11) Die Größe eines Bogens von w Grad ist = rπ

[10.185] Kreis die geographische Abteilung oder Unterabteilung

Kreis

[* 3] (lat. Circulus, daher auch veraltet Circul, jetzt meist Zirkel), in der Geometrie eine ebene, geschlossene, krumme Linie, deren Punkte alle gleich weit von einem festen Punkte, dem Mittelpunkt (Zentrum), entfernt sind. Diese Entfernung heißt der Halbmesser (Radius) des Kreises, das Doppelte derselben der Durchmesser (Diameter). Die wichtigsten Eigenschaften des Kreises sind folgende:

1) Eine gerade Linie schneidet den in höchstens zwei Punkten und heißt dann eine Sekante, während man das zwischen den beiden Schnittpunkten liegende begrenzte Stück eine Sehne (chorda) nennt. Eine durch den Mittelpunkt gehende Sehne ist ein Durchmesser.

2) Fällt man vom Mittelpunkt des Kreises eine Senkrechte auf die Sehne, so wird dieselbe halbiert. Zwischen dem Radius r, der Sehne s und ihrem senkrechten Abstand d vom Mittelpunkt besteht daher nach dem Pythagoreischen Lehrsatz die Gleichung r² = ¼s² + d².

3) Errichtet man im Halbierungspunkt einer Sehne ein Perpendikel, so geht dieses durch den Mittelpunkt des Kreises.

4) Man kann daher den Mittelpunkt eines Kreises finden, sobald drei Punkte desselben bekannt sind; ist der Kreis selbst oder ein Stück desselben gegeben, so kann man die drei Punkte beliebig wählen. Man verbindet dann geradlinig den ersten und zweiten sowie den ersten und dritten Punkt, halbiert die Verbindungslinien und errichtet in den Halbierungspunkten Senkrechte, deren Schnittpunkt der Mittelpunkt ist.

Fallbach - Fallen (zum

Bild 56.546: Fallbach - Fallen (zum Fangen) [unkorrigiert]
* 4 Fallen.

5) Fallen [* 4] die beiden Schnittpunkte des Kreises mit einer Geraden in einen einzigen Punkt zusammen, so sagt man, die Gerade berühre oder tangiere den in diesem Punkt; sie ist eine Tangente und der Punkt der Berührungspunkt. Die Kreistangente steht senkrecht auf dem Halbmesser, der durch den Berührungspunkt geht.

6) Im Gegensatz zu der umschlossenen Fläche, der Kreisfläche, bezeichnet man die Kreislinie auch mit dem Namen Umfang oder Peripherie; ein beliebiges Stück des Umfanges heißt ein Bogen [* 5] (arcus). Die beiden Radien, welche nach den Endpunkten des Bogens gehen, bilden den Zentriwinkel, der über diesem Bogen steht. Da der ganze Umfang in 360 gleiche Teile geteilt wird, die man Grade nennt, und jeder solche Grad in 60 Minuten, jede Minute in 60 Sekunden zerfällt, so hat jeder Bogen ebensoviel Grade etc. wie sein Zentriwinkel. Darauf beruht in der Praxis die Messung der Winkel [* 6] mit Hilfe eines geteilten Kreises.

7) Verbindet man die Endpunkte eines Bogens A und B [* 3] (Fig. 1) durch gerade Linien mit irgend einem Punkt P auf dem übrigen Teil der Peripherie, so erhält man



Kreis

Bild 10.185: Kreis
* 7 Seite 10.185.

[* 3] ^[Abb.: Fig. 1. Kreis mit Radien und Sehnen] ¶

mehr

einen Peripheriewinkel. Derselbe ist halb so groß als der Zentriwinkel AOB, der auf demselben Bogen steht. Mithin sind alle Peripheriewinkel über demselben Bogen einander gleich, und jeder Peripheriewinkel über dem Halbkreis ist ein rechter Winkel.

8) Ein Vieleck heißt einem Kreis eingeschrieben, wenn seine Ecken auf dem Kreisumfang liegen, dagegen dem Kreis umschrieben, wenn die Seiten den Kreis berühren. Ein reguläres Vieleck läßt sich stets sowohl als ein eingeschriebenes wie auch als ein umschriebenes betrachten. Beschreibt man in und um einen Kreis zwei reguläre Vielecke [* 8] von gleicher Seitenzahl, so ist die Fläche des eingeschriebenen kleiner, die des umschriebenen größer als die Kreisfläche; da aber der Unterschied beider Flächen um so kleiner wird und sich mehr und mehr der Null nähert, je größer die Anzahl der Seiten ist, so kann man mit Hilfe solcher Vielecke die Kreisfläche beliebig genau berechnen.

Elbeteinitz - Elbing

Bild 5.505: Elbeteinitz - Elbing
* 9 Elbing.

Wenn r den Radius bedeutet, so ist diese Fläche r²π, wobei π (pi) den Wert 3,1415927 hat. Archimedes wußte, daß diese Zahl zwischen 3 1/7 und 3 10/71 liegt; Ludolf van Ceulen (s. d.) berechnete von 1586 an erst 20, dann aber 35 Dezimalstellen, nämlich π = 3,14159 26535 89793 23846 26433 83279 50288. Von ihm heißt sie die Ludolfsche Zahl, sonst nennt man sie auch die Kreisumfangszahl. Mit den Hilfsmitteln der höhern Analysis hat man sie neuerdings noch genauer berechnet; Dase (s. d.) fand 200, der Astronom Th. Clausen (s. d.) 250, endlich Professor Richter in Elbing [* 9] 500 Dezimalen (s. Grunerts »Archiv der Mathematik und Physik«, XXV, S. 472). 9) Da man den als ein reguläres Vieleck von unendlich vielen Seiten auffassen kann, und da die Fläche eines regulären Vielecks gleich dem halben Umfang desselben, multizipliert mit dem Radius des eingeschriebenen Kreises, ist, so ist der Kreisumfang = 2rπ.

10) Ist von den drei Größen: Halbmesser = r, Kreisumfang = u, Kreisfläche = k eine die gegebene, so findet man die beiden andern mittels der Formeln

u = 2rπ k = r²π
r = u­/(2π) k = u²­/(4π)
r = xx k ↗ n u = 2 xx kπ

^[img]

11) Die Größe eines Bogens von w Grad ist = rπ(w/180).

12) Der Teil der Kreisfläche, welcher von zwei Halbmessern und einem Bogen begrenzt wird, heißt ein Sektor oder Kreisausschnitt; wenn w die Größe des Zentriwinkels in Graden bedeutet, so ist die Fläche des Sektors = r²π(w/360).

13) Die Fläche zwischen einer Sehne und ihrem Bogen heißt ein Segment oder Kreisabschnitt; sie ist = r²(πw/360 - ½ sin w). 14) Eine geometrische Konstruktion zur genauen Darstellung der Länge des Kreisumfanges in Gestalt einer geraden Linie (Rektifikation des Kreises) ist nicht bekannt; für die Praxis ist folgende von dem polnischen Jesuiten Kochanski 1685 angegebene ausreichend, welche 3,1415333 statt π gibt: Man setze den Zirkel im Endpunkt A [* 7] (Fig. 2) des Durchmessers AB ein und schlage einen durch den Mittelpunkt O gehenden Bogen, der den in C schneidet;

sodann schlage man um C einen durch A gehenden Bogen, der den ersten Bogen in D schneidet, und ziehe die Gerade OD.

Man lege nun in A die Tangente (senkrecht zu AB) an den Kreis, welche die Gerade OD in E trifft, trage EF gleich dem dreifachen Halbmesser des Kreises ab und ziehe zuletzt die Gerade FB, welche nahezu gleich dem halben Umfang ist.

15) Um die Länge eines Bogens AD [* 7] (Fig. 3) geradlinig darzustellen, lege man an A die Tangente AT und ziehe den Durchmesser AB, den man um das Stück BC gleich dem Halbmesser verlängert; zieht man zuletzt noch die Gerade CD, welche die Tangente in E schneidet, so ist AE sehr nahe gleich dem Bogen AD, solange derselbe 45° nicht überschreitet.

[* 7] ^[Abb.: Fig. 2. Rektifikation des Kreises.

Fig. 3. Bogenrektifikation.]

Kreis,

Kreisabschnitt - Kreis

Bild 10.186: Kreisabschnitt - Kreisinstrumente
* 10 Kreise.

[* 3] die geographische Abteilung oder Unterabteilung eines Landes, welche zum Zweck der Verwaltung abgegrenzt ist. So zerfallen insbesondere in der preußischen Monarchie die Provinzen in Regierungsbezirke und diese wiederum in Kreise, [* 10] entsprechend den französischen Arrondissements und den englischen Shires oder Grafschaften. In Österreich [* 11] entspricht der »Bezirk« dem preußischen in Rußland der Ujesd, Län in Schweden, [* 12] Liwa in der Türkei, [* 13] Komitat in Ungarn [* 14] etc. In Deutschland [* 15] ist der Umfang und die Bedeutung der Kreise in den einzelnen Staaten eine sehr verschiedene. In manchen Staaten ist die politische Landeseinteilung der preußischen Kreiseinteilung entsprechend, wenn auch, z. B. in Sachsen-Weimar, statt Kreis der Ausdruck Bezirk der offizielle ist. In Württemberg [* 16] dagegen zerfällt das Landesgebiet in vier Kreise, welche unter Kreisregierungen stehen.

Königreich Sachsen

Bild 14.126a: Königreich Sachsen
* 17 Sachsen.

Diese Kreise zerfallen dann in Oberämter mit Oberamtmännern an der Spitze. Ebenso ist die bayrische Monarchie in Regierungsbezirke oder Kreise eingeteilt, an deren Spitze Kreisregierungen stehen. Der bayrische Regierungsbezirk bildet eine Kreisgemeinde mit einem Organ der Selbstverwaltung, welches die Bezeichnung »Landrat« führt. Die Regierungsbezirke aber zerfallen in Verwaltungsdistrikte, welche den Bezirksämtern unterstellt sind. Das Königreich Sachsen [* 17] zerfällt in vier Regierungsbezirke oder Kreishauptmannschaften, welch letztere wiederum in Amtshauptmannschaften eingeteilt sind.

Das Großherzogtum Baden [* 18] ist in Bezirke mit Bezirksämtern eingeteilt. Es besteht aber dort die Einrichtung, daß mehrere Bezirke zu einem Kommunalverband unter dem Namen Kreis vereinigt sind. Wie in Preußen, [* 19] ist der Kreis auch in den meisten Kleinstaaten nicht nur ein politischer Bezirk der innern Landesverwaltung, an dessen Spitze der Landrat (in Hessen [* 20] Kreisrat, in Waldeck [* 21] Kreisamtmann, in Braunschweig [* 22] und Anhalt [* 23] ebenso wie in Elsaß-Lothringen [* 24] der Kreisdirektor) steht, sondern zugleich ein Gemeindeverband zum Zweck der kommunalen Selbstverwaltung (s. Kreisverfassung). - Die älteste Kreiseinteilung in Deutschland war diejenige, welche unter Kaiser Maximilian I. behufs Erhaltung des Landfriedens und zu militärischen Zwecken stattfand. Die damaligen zehn Kreise waren: der bayrische, burgundische, fränkische, kurrheinische, ober- oder kursächsische, niedersächsische, oberrheinische, österreichische, schwäbische u. niederrheinisch-westfälische Kreis. ¶

Ende Kreis
→ weiter zu Seite 10.186: Kreisabschnitt ⟹ Kreisausschnitt, s. Kreis, S. 185.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 10. Band, Seite 184 im Internet seit 2005; Text geprüft am 1.8.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//Unterelsa

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* 24 Bilder dazu:

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