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Elektrotonus - Element

Bild 5.543: Elektrotonus - Elemente
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Elemente# die Ur- oder Grundstoffe, aus welchen die zusammengesetzten Körper bestehen, und in welche / 2133
Elemente _2# in der Mathematik (und ebenso auch in andern Wissenschaften) s. v. w. Grundlehren, z. B. Euklids / 266

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Elemente

4 Seiten, 2'399 Wörter, 15'919 Zeichen

Mathematik — Allgemeines


Titel
Elemente zu Elemente:

Übersicht der Elemente.

Die Hauptgruppen der chemischen Elemente.

[5.546] Elemente in der Mathematik

Elemente,



Elemente (chemische)

Bild 5.544: Elemente (chemische)
* 4 Seite 5.544.

die Ur- oder Grundstoffe, aus welchen die zusammengesetzten Körper bestehen, und in welche sie zerlegt werden können, die aber selbst einer weitern Zerlegung nicht mehr fähig sind. Schon die alten Naturphilosophen von der ionischen Schule haben sich vielfach mit der Frage nach den Urstoffen beschäftigt und bald ein, bald mehrere Elemente als die letzten Bestandteile aller Dinge angenommen. Von größtem Einfluß auf die Naturanschauung vieler Jahrhunderte war die Lehre [* 3] des Aristoteles von seinen vier Elementen: Wasser, Feuer, Luft und Erde, welche durch Zweijochung der Grundeigenschaften auf dem völlig prädikatlosen Urstoff entstehen (s. Chemie) und sich im populären Sprachgebrauch bis in die neueste Zeit erhalten haben. Die Chemiker aber haben besonders im Zeitalter der Alchimie vielfach sich bemüht, die Aristotelische Lehre auszubilden, und es bezeichnete einen tiefgreifenden Umschwung, als man endlich alle Spekulationen aufgab und als Elemente solche Körper auffaßte, welche durch keins der bekannten ¶

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Mittel weiter zerlegt werden können. Diese Ansicht ist noch heute die herrschende, und indem man eine Reihe von Körpern als einfache oder Elemente bezeichnet, verzichtet man auf jede Theorie und spricht nur eine Thatsache aus, nämlich, daß es bisher nicht gelungen ist, jene Körper weiter zu zersetzen. Man kennt gegenwärtig über 60 solcher Elemente, von denen aber nur etwa 14 allgemein verbreitet sind. Die Hauptmasse der Erdrinde besteht aus Gesteinen, welche wesentlich aus nur 8 Elementen zusammengesetzt sind, und zwar enthalten diese Gesteine [* 5] jene Elemente in folgenden Gewichtsverhältnissen:

Sauer­stoff 44.0-48.7 Proz.
Silicium 22.8-36.2 Proz.
Aluminium 9.9-6.1 Proz.
Ei­sen 9.9-2.4 Proz.
Calcium 6.6-0.9 Proz.
Magnesium 2.7-0.1 Proz.
Natrium 2.4-2.5 Proz.
Kalium 1.7-3.1 Proz.

Außerdem ist Stickstoff (mit Sauerstoff) der Hauptbestandteil der Atmosphäre; Wasserstoff bildet mit Sauerstoff das Wasser, Kohlenstoff ist (mit Sauerstoff und Wasserstoff) der Hauptbestandteil der Pflanzen und Tiere, und auch Schwefel, Phosphor und Chlor gehören zu den verbreitetsten Elementen. Die meisten übrigen Elemente kommen nur an wenigen Orten und oft in geringen Mengen vor, auch finden sich nur wenige Elemente vorwiegend frei; die meisten treten in der Regel nur in Verbindungen auf und besitzen Eigenschaften, welche ihre Existenz im freien Zustand in der Natur unmöglich machen. Mit den bisherigen Entdeckungen ist die Zahl der noch keineswegs erschöpft, fast jedes Jahr bringt neue Elemente; doch gehören dieselben stets zu den sehr selten oder in sehr geringer Menge vorkommenden, und häufig haben sich angeblich neue Elemente bei genauerer Untersuchung als Mischungen erwiesen. Die folgende Aufzählung gibt eine Übersicht der Elemente mit ihren chemischen Symbolen, den Atomgewichten und der Wertigkeit.

Übersicht der Elemente.

Name Symbol des Atoms Atom­gewicht Wertig­keit
Was­ser­stoff H 1 I
Aluminium Al 27.3 II
Antimon Sb 122 III
Ar­sen As 74.9 III
Baryum Ba 136.8 II
Beryllium Be 9.0 II
Blei Pb 206.4 II
Bor B 11.0 III
Brom Br 79.75 I
Calcium Ca 39.9 II
Cäsium Cs 133.0 I
Cer Ce 141.2 II
Chlor Cl 35.37 I
Chrom Cr 52.4 II
Didym Di 147.0 II
Ei­sen Fe 55.9 II
Erbium Er 169.0 II
Fluor Fl 19.1 I
Gallium Ga 69.9 II
Gold Au 196.2 III
Indium In 113.4 II
Iridium Ir 196.7 IV
Jod J 126.52 I
Kadmium Cd 111.6 II
Kalium K 39.04 I
Kobalt Co 58.6 II
Koh­len­stoff C 11.97 IV
Kupfer Cu 63.0 II
Lanthan La 139.0 Il
Lithium Li 7.01 I
Magnesium Mg 23.94 II
Mangan Mn 54.80 II
Molybdän Mo 95.6 VI
Natrium Na 22.99 I
Nickel Ni 58.6 II
Niobium Nb 94.0 V
Osmium Os 198.6 IV
Palladium Pd 106.2 II
Phosphor P 30.96 III
Platin Pt 196.7 IV
Quecksilber Hg 199.8 II
Rhodium Rh 104.1 II
Rubidium Rb 85.2 I
Ruthenium Ru 103.5 IV
Sauer­stoff O 15.96 II
Schwefel S 31.98 II
Se­len Se 78.0 I
Silber Ag 107.66 I
Silicium Si 28.0 IV
Stick­stoff N 14.01 III
Strontium Sr 87.2 II
Tantal Ta 182.0 V
Tellur Te 128.0 II
Thallium Tl 203.6 I
Thorium Th 231.5 IV
Titan Ti 48.0 IV
Uran U 240.0 II
Vanadin V 51.2 III
Wismut Bi 210.0 III
Wolfram W 184.0 IV
Yttrium Y 93.0 II
Zink Zn 64.9 II
Zinn Sn 117.8 IV
Zirkonium Zr 90.0 IV

Gewöhnlich teilt man die Elemente in Metalle und Nichtmetalle und rechnet zu letztern die 15 Elemente: Wasserstoff, Chlor, Brom, Jod, Fluor, Sauerstoff, Schwefel, Selen, Tellur, Stickstoff, Phosphor, Arsen, Bor, Silicium, Kohlenstoff (die weitere Gruppierung der Metalle und Metalloide s. d.). Diese Einteilung ist eine rein willkürliche, weil sie hauptsächlich auf die äußerliche Form und viel zu wenig auf die chemische Natur der Elemente Wert legt. Berücksichtigt man vorwiegend die letztere, so ergeben sich folgende Gruppen:

Chlor Sauer­stoff Stick­stoff Silicium
Brom Schwefel Phosphor Koh­len­stoff
Jod Se­len Ar­sen
Fluor Tellur Bor
--
Kalium Calcium Beryllium Blei
Natrium Strontium Magnesium Thallium
Lithium Baryum Zink
Rubidium   Kadmium
Cäsium    
Kupfer Yttrium Aluminium Mangan
Silber Lanthan Indium Ei­sen
Quecksilber Cer   Kobalt
Didym   Nickel
Erbium  
Chrom Zinn Vanad Gold
Molybdän Titan Antimon Platin
Wolfram Zirkonium Wismut Ruthenium
Uran Thorium Tantal Rhodium
  Niob
Palladium  
Iridium  
Osmium  

Wasserstoff ordnet sich keiner dieser Gruppen ein, er steht allein.

Zu einem wirklichen natürlichen System der Elemente gelangt man nur unter Berücksichtigung der Atomgewichte, welche gewisse wechselseitige Beziehungen deutlich erkennen lassen. Die Annahme Prouts, der Wasserstoff, welcher das kleinste Atomgewicht besitzt, sei der einzige einfache Körper, und die Atomgewichte aller andern Elemente seien ganze Vielfache seines Atomgewichts, hat sich bei genauerer Bestimmung der Atomgewichte als irrig erwiesen. Dagegen zeigt sich eine Zunahme der Atomgewichte in fast gleichen Verhältnissen, wenn man die Elemente nach ihrer chemischen Natur in Gruppen zusammenstellt und innerhalb derselben nach der Größe der Atomgewichte ordnet; z. B.:

Unterschied
Stick­stoff 14.01
16.95
Phosphor 30.9
43.94
Ar­sen 74.90
47.10
Antimon 122.00
Fluor 19.10
16.27
Chlor 35.37
44.38
Brom 79.75
46.78
Jod 126.53

Glied (künstliches)

Bild 58.75: Glied (künstliches)
* 6 Glied.

Ordnet man sämtliche Elemente nach der Größe ihrer Atomgewichte, so sieht man beim Durchgehen der Reihe die Eigenschaften von Glied [* 6] zu Glied sich ändern, bis bei einer gewissen Differenz der Atomgewichte die Eigenschaften mehr oder weniger vollständig und zwar in derselben Reihenfolge wiederkehren. Bricht man nun die Reihe bei solchen Wiederholungspunkten ab, so erhält man eine Anzahl von kürzern Reihen, welche sich so nebeneinander stellen lassen, daß in den Horizontalreihen die Elemente nach der Größe der Atomgewichte aufeinander folgen, während in den Vertikalreihen die chemisch ähnlichen Elemente nach natürlichen Familien geordnet zusammenstehen. Die nebenstehende Tabelle (S. 545) enthält eine solche Anordnung, nach welcher die Elemente in acht Hauptgruppen zerfallen, von welchen einige wieder Untergruppen bilden. Die erste Hauptgruppe enthält zunächst die Alkalimetalle, an die sich, durch den Isomorphismus der Natrium- und Silbersalze ¶



Elemente (chemische)

Bild 5.545: Elemente (chemische)
* 7 Seite 5.545.
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Die Hauptgruppen der chemischen Elemente.

I II III IV V VI VII VIII
Was­ser­stoff 1 Lithium 7.01 - Beryllium 9.2 - Bor 11 - - - Koh­len­stoff 11.97 Stick­stoff 14.01 - Sauer­stoff 15.96 - Fluor 19.1 - - - -
- Natrium 22.99 - Magnesium 23.94 - Aluminium 27.3 - - - Silicium 28 Phosphor 30.96 - Schwefel 31.98 - Chlor 35.37 - - - -
- Kalium 39.04 - - Calcium 39.90 - - - - Titan 48 - Vanadin 51.2 - Chrom 52.4 - Mangan 54.8 Ei­sen 55.9 Nickel 58.6 Kobalt 58.6
- - Kupfer 63.1 Zink 64.9 - Gallium 69.8 - - - - Ar­sen 74.9 - Se­len 79 - Brom 79.75 - - - -
- Rubidium 85.2 - - Strontium 87.2 - Yttrium 89.6 - - Zirkonium 90 - Niobium 94 - Molybdän 95.6 - Ruthenium 103.5 Rhodium 104.1 Palladium 106.2 -
- - Silber 107.66 Kadmium 111.6 - Indium 113.4 - - - Zinn 117.8 Antimon 122 - Tellur 128 (?) - Jod 126.53 - - - -
- Cäsium 133 - - Baryum 136.8 - Lanthan 139 Cer 141.2 Didym 147 - - - - - - - - - -
- - - - - - - - Erbium 169 - - Tantal 182 - Wolfram 184 - Osmium 198.6 (?) Iridium 192.7 Gold 196.2 Platin 196.7
- - Quecksilber 199.8 - - Thallium 203.6 - - - Blei 206.4 Wismut 210 - - - - - - - -
- - - - - - - - - Thorium 231.5 - - - Uran 240 - - - - -

verknüpft, die Kupfergruppe anschließt. Beide Reihen gleichen sich auch darin, daß sie basische Oxyde von der Formel M2O bilden. Die zweite Hauptgruppe besteht ebenfalls aus zwei Unterabteilungen, den Metallen der Calciumgruppe und der Magnesiumgruppe, welche wiederum durch den Isomorphismus verschiedener Verbindungen miteinander verwandt sind. In der dritten Hauptgruppe finden wir Elemente, welche sämtlich Sesquioxyde bilden; die drei letzten sind Metalle, deren Schwefelsäuresalze sich mit den Sulfaten der Alkalimetalle zu Alaunen vereinigen. An diese schließen sich die Metalle der wahrscheinlich noch lückenhaften Cergruppe an, die ebenfalls Sesquioxyde bilden.

Dann folgt eine Gruppe vierwertiger Elemente, welche wahrscheinlich aus zwei Nebengruppen besteht. Die Stickstoffgruppe und deren Nebengruppe sind ebenfalls durch viele Beziehungen miteinander verknüpft. Die sechste Gruppe bildet zwei Unterabteilungen, welche miteinander verwandt sind durch den Isomorphismus vieler Schwefelsäure- und Selensäuresalze mit Chromsäure- und Molybdänsäuresalzen. In der siebenten Gruppe treffen wir die Chlorfamilie, an welche sich das Mangan und Ruthenium anreihen wegen des Isomorphismus der Überchlorsäure- mit den Übermangansäure- und Überrutheniumsäuresalzen. Ob Osmium auch in diese Reihe gehört, ist noch zweifelhaft, aber wahrscheinlich, da es, wie die zwei andern Metalle, leicht oxydierbar ist. Endlich finden wir in der achten Gruppe die mit dem Mangan nahe verwandte Eisenfamilie und die übrigen Platinmetalle, von denen verschiedene den Cyaniden des Eisens und Kobaltaminsalzen analoge Verbindungen bilden.

Bleigewinnung

Bild 3.12a: Bleigewinnung
* 8 Blei.

Noch viele andre Analogien läßt diese Anordnung erkennen. Elemente, welche verschiedenen Reihen angehören, aber früher schon wegen ähnlicher chemischer und physikalischer Eigenschaften zusammengestellt wurden, finden sich auch in dem System in nächster Nähe, wie Lithium und Magnesium, welche beide schwer lösliche Karbonate und Phosphate bilden, oder Bor und Kiesel, deren flüchtige Fluoride sowohl als ihre Oxyde verschiedene Eigenschaften miteinander gemein haben. Blei [* 8] steht nahe bei Thallium, Kadmium bei Indium und Zinn, und Vanadin in der Nähe des Phosphors. Vanadinsäuresalze haben große Ähnlichkeit [* 9] mit manchen Chromsäuresalzen, weshalb ihre Elemente früher als zu einer Gruppe gehörig betrachtet wurden, wie man auch Tellur zu Antimon stellte.

Besonders auffallend zeigt sich in der Tabelle, daß ähnliche Eigenschaften wiederkehren, wenn das Atomgewicht eines Elements um dieselbe oder nahe dieselbe Zahl zugenommen hat. Vom Lithium ausgehend, finden wir seine wesentlichen Eigenschaften wieder beim Natrium, dessen Atomgewicht nahezu um 16 größer ist, und ein weiterer Zuwachs von etwa 16 führt zum Kalium. Addiert man etwa 46 zu dessen Atomgewicht, so erhält man das des Rubidiums, und beinahe derselbe Zuwachs gibt das Atomgewicht des Cäsiums.

Ganz ähnliche Verhältnisse finden auch in den andern Reihen statt, und so ergibt sich, daß die chemischen Eigenschaften der Elemente eine periodische Funktion der Atomgewichte sind. In verschiedenen Gruppen zeigen sich Beziehungen zwischen der Größe des Atomgewichts und dem chemischen Charakter der Elemente. So bilden in Gruppe III und IV die niedern Glieder [* 10] hauptsächlich Säuren, die höhern mehr basische Oxyde, während die mittlern, wie Aluminium, Oxyde bilden, die sich wie schwache Säuren und Basen verhalten. Die der Gruppen VI und VII bilden vorzugsweise Säuren, und diese sind um so stärker, je kleiner das Atomgewicht ist, während in den basenbildenden ¶

Fortsetzung Elemente:
→ weiter zu Seite 5.546 || Gruppen I und II um so kräftigere Basen entstehen, je höher das Atomgewicht der E. ist. Auch
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 5. Band, Seite 543 im Internet seit 2005; Text geprüft am 27.4.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//elemente

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