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Schuldschein - Schule

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Schule(v. griech. scholé, lat. schola), dem Wortlaut nach "Muße", dann besonders gelehrte / 225

Seite 14.646

Schule

225 Wörter, 1'661 Zeichen

Pädagogik



Schule

(v. griech. scholé, lat. schola), dem Wortlaut nach »Muße«, dann besonders gelehrte Muße, Studium der Künste und Wissenschaften. Zur feststehenden Bezeichnung für Unterrichtsanstalten in seinem heutigen Sinn ward das Wort namentlich später in Rom, [* 2] wo man jedoch mit scholae mehr die Hörsäle der Rhetoren und Philosophen im Unterschied von den ludi (»Spiele«) der Knabenlehrer verstand.

Vgl.   darüber Schulwesen.



Schulenburg

Bild 14.647: Schulenburg
* 4 Seite 14.647.

Mit diesem alten Gebrauch des Wortes hängt es eng zusammen, daß man noch jetzt in der Geschichte der Wissenschaften und der Künste jede Gemeinschaft von gleichstrebenden Gelehrten oder Künstlern eine S. nennt, die sich um einen bestimmten Meister schart oder in gewissen leitenden Grundsätzen das einigende Band [* 3] erkennt. ¶

mehr

So spricht man namentlich von Philosophenschulen, wie der akademischen des Platon, der peripatetischen des Aristoteles, der stoischen des Zenon, der Cartesianischen, Wolfschen, Kantschen u. a., und von Malerschulen, die man wegen ihrer natürlichen Gebundenheit an die örtliche Anschauung der maßgebenden Meisterwerke gern nach dem Ort ihrer Thätigkeit benennt, wie die niederländische, florentinische, venezianische etc. Endlich faßt man auch den Inbegriff derjenigen Thätigkeiten, die zur regelrechten Erlernung einer Kunst geübt sein wollen, im Unterschied von der praktischen Anwendung dieser Kunst unter der Bezeichnung S. zusammen; demgemäß nennt man beispielsweise S. (hohe S.) in der Reitkunst diejenigen Übungen, welche die kunstmäßige Anlernung und Abrichtung des Pferdes selbst vorführen, ohne sie in den Dienst besonderer Proben für Geschicklichkeit und Geschwindigkeit zu stellen.

Ende Schule
→ weiter zu Seite 14.647: Schulenburg ⟹ von der, altes, besonders in der preuß. Provinz Sachsen, in Brandenburg, Hannover und Braunschweig
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 14. Band, Seite 646 im Internet seit 2005; Text geprüft am 9.1.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

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