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Regel - Regen

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Regel# das Gesetz im subjektiven Sinn genommen, insofern es als Richtschnur des eignen Verfahrens angesehen / 26
Regel _2# s. v. w. Menstruation. / 3
Regel _3# bei botan. Namen für E. A. Regel (s. d.). / 9
Regel _4# 1) Eduard August von, Gärtner, geb. 13. Aug. 1815 zu Gotha, erlernte die Gärtnerei im Orangengarte / 423

Seite 13.650

Regel

461 Wörter, 3'468 Zeichen

Mathematik — Kaufmännische und politische Arithmetik



Regel,

das Gesetz im subjektiven Sinn genommen, insofern es als Richtschnur des eignen Verfahrens angesehen wird, daher es zwar Kunst- und moralische, aber keine Naturregeln gibt.

Regel,

s. v. w. Menstruation. ^[= (lat., monatliche Reinigung, Periode, griech. Katamenien), der mit regelmäßiger Periodizit ...]

Regel,

bei botan. Namen für E. A. Regel (s. d.).

Titel
Elemente zu Regel:

1) Eduard August von, Gärtner

2) Johann Albert, Asienreisender, Sohn des vorigen

[13.447] Ptolemäische Regel s. v. w. Triquetrum (s. d.).

[13.650] Regel bei botan. Namen für E. A. Regel

[13.650] Regel, güldene der Mechanik

[13.650] Regel das Gesetz im subjektiven Sinn genommen

[13.650] Regel s. v. w. Menstruation.

Regel,

Gotenburg - Gotha

Bild 7.541: Gotenburg - Gotha
* 2 Gotha.

1) Eduard August von, Gärtner, geb. 13. Aug. 1815 zu Gotha, [* 2] erlernte die Gärtnerei im Orangengarten daselbst, arbeitete dann neun Jahre in den botanischen Gärten zu Göttingen, [* 3] Bonn [* 4] und Berlin, [* 5] ward 1842 Vorstand des botanischen Gartens in Zürich, [* 6] gründete daselbst mit Heer und Nägeli den Verein für Land- und Gartenbau und begann (mit Heer) die Herausgabe der »Schweizerischen Zeitschrift für Land- und Gartenbau« (Zürich 1843-51),

seit 1852 der »Gartenflora« (Erlang., Stuttg.). Er habilitierte sich auch als Dozent an der Universität, folgte aber 1855 einem Ruf als wissenschaftlicher Direktor des botanischen Gartens nach Petersburg [* 7] und erhielt 1875 die Direktion dieses Instituts. 1857 gründete er den Russischen Gartenbauverein und 1863 den pomologischen Garten [* 8] in Petersburg. Er ward in den Adelstand erhoben und zum Wirklichen Staatsrat ernannt. Seine wissenschaftlichen Abhandlungen beziffern sich zu vielen Hunderten;

er war hauptsächlich als Systematiker und Florist thätig und suchte mit großem Erfolg die Ergebnisse der Wissenschaft auf die Praxis des Gartenbaues zu übertragen;

auch machte er Beobachtungen und Versuche über Bastardierung, Parthenogenesis etc. Er veranstaltete im J. 1884 in Petersburg eine internationale Gartenbauausstellung und schrieb: »Monographia Betulacearum« (Mosk. 1861);

»Tentamen florae usturiensis« ^[richtig: »Tentamen florae ussuriensis«] (Petersb. 1861);

»Plantae Raddeanae oder Aufzählung der Pflanzen Ostsibiriens« (Mosk. 1861 u. 1862);

»Enumeratio plantarum cis- et transiliensium« (das. 1864-70);

»Die Idee der Art« (Brüss. 1867);

»Russische [* 9] Dendrologie« (russ. 1870-1882);

»Revisio Crataegorum, Dracaenarum etc.« (Petersb. 1871);

»Descriptiones plantarum novarum in regionibus turkestanicis collectis« (das. 1873-82, 8 Hefte);

»Alliorum adhuc cognitorum monographia« (das. 1875);

»Cycadearum revisio« (das. 1876);

»Flora turkestanica« (das. 1876, Tl. 1);

»Tentamen rosarum monographiae« (das. 1877);

»Kultur und Aufzählung der Eriken« (Berl. 1842);

»Allgemeines Gartenbuch« (Zürich 1855-68, 2 Bde.);

»Die Himbeere und Erdbeere« (Erlang. 1866);

»Anlage von Gärten« (Petersb. 1879);

außerdem eine Reihe russischer Gartenschriften, namentlich eine »Russische Pomologie« (das. 1868, 2 Tle.);

für De Candolles »Prodromus« bearbeitete er die Betulaceen.

Mit andern gab Regel das Monatsblatt »Die Gartenflora« heraus.

Wien

Bild 16.600a: Wien
* 10 Wien.

2) Johann Albert, Asienreisender, Sohn des vorigen, geb. 12. Dez. 1845 zu Zürich, studierte in Petersburg, Göttingen, Wien [* 10] und Dorpat [* 11] und wurde 1876 als Kreisarzt nach Kuldscha im russischen Ostturkistan berufen. Hier erforschte er 1876-84 Turkistan und die angrenzenden Gebiete, besonders mit Rücksicht auf die botanischen Verhältnisse. Er bereiste 1876 den Karatau, 1878-80 das Iligebiet, 1880 Ferghana, 1881-84 das Gebiet des Amu Darja, gelangte 1884 bis nach Merw und kehrte 1885 nach Petersburg zurück. Die von ihm entdeckten zahlreichen Pflanzenarten beschrieb er in den »Acta horti Petropolitani« und veröffentlichte außerdem: »Mitteilungen über die Dorpater Flora« (Dorp. 1871);

»Beiträge zur Geschichte des Schierlings und Wasserschierlings« (Mosk. 1876-77);

»Reisebriefe aus Turkistan« (das. 1876).

Ende Regel
→ weiter zu Seite 13.650: Regel, güldene ⟹ der Mechanik: in demselben Verhältnis, in welchem man bei einem System fest verbundener Punkte,
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 13. Band, Seite 650 im Internet seit 2005; Text geprüft am 15.8.2006; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//regel

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Siehe auch:

  • 13.650 Regel, güldene
  • 13.650 Regelation
  • 13.650 Regel Coß
  • 13.650 Regel de tri
  • 13.650 Regeling
  • 13.650 Regelinggeschütze
  • 44.112 REGELSBERG
  • 44.112 REGELSTEIN
  • 63.697 Reg

* 11 Bilder dazu:

  • 5Berlin
  • 4Bonn
  • 11Dorpat
  • 8Garten
  • 2Gotha
  • 3Göttingen
  • 7Petersburg
  • 9Russische
  • 10Wien
  • 6Zürich
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