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Tocussa - Tod

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TocussaPflanze, s. Eleusine. / 4
TocuyoStadt im Staat Lara der Republik Venezuela, in einem schönen Thale der Cordillere von Merida, / 67
Tod(lat. Mors), das endgültige Aufhören des Stoffwechsels und der übrigen Lebensfähigkeiten. / 1196

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Tocussa - Tod


Fortsetzung: Tocqueville, (spr. tock'wil), Alexis Clérel de, franz. Publizist und Staatsmann, geb. 29. Juli 1805 zu Verneuil
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Vereinigten [* 2] Staaten von Amerika [* 3] zu studieren. Tocqueville brachte von da sein Hauptwerk zurück: «La démocratie en Amérique» (2 Bde., Par. 1835 u. d.),

das man Montesquieus «Espit des lois» an die Seite gestellt hat. Das Buch erhielt 1836 den Preis Montyon von der Akademie, deren Mitglied Tocqueville 1841 wurde. 1839 wurde Tocqueville Deputierter und gehörte bis 1848 zur gemäßigten Opposition. Nach der Februarrevolution in die Konstituierende Nationalversammlung abgeordnet, bekämpfte er den Socialismus und stimmte mit der monarchischen Rechten. Als Mitglied der Gesetzgebenden Versammlung übernahm er 1849 das Portefeuille des Auswärtigen, trat aber aus dem Ministerium, als Ludwig Napoleon in der Botschaft vom 31. Okt. sein eigenes Regierungssystem schärfer betonte.

Als einfacher Volksrepräsentant opponierte er seitdem gegen die persönliche Politik des Präsidenten der Republik und erwies sich als einen der letzten Verteidiger des parlamentarischen Regiments. Beim Staatsstreich wurde er 2. Dez. 1851 verhaftet, aber bald wieder in Freiheit gesetzt, zog sich dann ins Privatleben zurück und starb 16. April 1859 zu Cannes. Außer dem genannten Hauptwerk T.s sind noch zu nennen seine «Histoire philosophique du règne de Louis XV» (2 Bde., Par. 1846; 2. Aufl. 1847, deutsch von Boscowitz, Lpz. 1857),

sein «Coup d'œil sur le règne de Louis XVI» (1850) und «L'ancien régime et la révolution» (1856). Von diesem Buch sind die spätern Taineschen Arbeiten stark beeinflußt. Seine «Œvres complétes» erschienen in 9 Bänden (Par. 1860-66). -

Vgl.   Jaques, Alexis de Tocqueville (Wien [* 4] 1876);

Tocqueville, Souvenirs de Alexis de Tocqueville (Par. 1893).

Tocussa,

Pflanze, s. Eleusine. ^[= Gärtn., Pflanzengattung aus der Familie der Gramineen (s. d.) mit nur wenigen meist dem tropischen ...]

Tocuyo,

Peru, Ecuador, Kolumbi

Bild 12.884a: Peru, Ecuador, Kolumbien u. Venezuela
* 5 Venezuela.

Stadt im Staat Lara der Republik Venezuela, [* 5] in einem schönen Thale der Cordillere von Merida, rechts an dem in das Karibische Meer mündenden Flusse Tocuyo, 655 m ü.

d. M., zählt (1891) 4775 E., hat fünf Kirchen, saubere Straßen;

Getreidebau, Schafzucht, Gerberei, Wollweberei und Salzhandel.

Die Stadt wurde 1545 gegründet. - Tocuyo heißt auch ein Ort an der Mündung des Tocuyo im Staate Falcon, mit 1054 E.

Tod

(lat. Mors), das endgültige Aufhören des Stoffwechsels und der übrigen Lebensfähigkeiten. Die Lebensdauer des Menschen reicht beim natürlichen Verlauf des Lebens gewöhnlich bis in die siebziger oder achtziger Jahre, bisweilen auch noch etwas weiter, und der Tod erfolgt hier ohne vorhergegangene Krankheit, ohne nachweisbare specielle Ursache, sanft und allmählich, oder rasch, merklich und mit Bewußtsein, oder unvermerkt im Schlafe, durch sog. Altersschwäche (Marasmus).

Dieser Tod ist der natürliche, normale, notwendige. Jede Todesart, die von einer andern Veranlassung als der naturgemäßen Beendigung des Lebensprozesses (Stoffwechsels), herrührt, ist unnatürlich (abnorm, zufällig, frühzeitig) und erfolgt entweder durch Krankheit (d. i. falsches Vorsichgehen des Stoffwechsels), oder gewaltsam, durch äußere mechan. und chem. Einflüsse. Wohl zu unterscheiden von diesem Tod im allgemeinen Sinne ist der örtliche Tod, das Absterben einzelner Organe. (S. Brand.)

Gewöhnlich fällt beim Sterben (d. i. der Übergang vom Leben zum Tod) eine der hauptsächlichsten Lebensthätigkeiten etwas früher als die übrigen weg, nämlich entweder die des Herzens, oder die der Lungen, oder die des Gehirns, weshalb diese Organe von alters her auch Ausgangsstellen des Tod (atria mortis) genannt werden. Den Tod bezeichnet man deshalb als einen durch Ohnmacht (Synkope, Aufhebung der Herzthätigkeit), durch Stickfluß (Erstickung, Asphyxie, Aufhebung der Lungenthätigkeit) oder durch Schlagfluß (Apoplexie, Gehirnlähmung) hervorgerufenen.

Die das Sterben begleitenden und bezeichnenden Erscheinungen (die Sterbeerscheinungen), die stets die Folgen von Störungen wichtiger Lebensverrichtungen sind, stellen sich nach der Verschiedenheit dieser Störungen verschieden dar; auch treten sie schneller oder langsamer auf und sind mehr oder weniger deutlich wahrnehmbar in ihrem Beginn und Fortschreiten. Auf dieser Mannigfaltigkeit der beim Sterben auftretenden Erscheinungen beruht die Bezeichnung folgender Todesarten: einfacher Erschöpfungstod, bei dem sich die Sterbeerscheinungen ganz allmählich aus schon vorhandenen krankhaften Zuständen entwickeln, so daß die Zeit ihres Beginns mit Bestimmtheit nicht ermittelt werden kann, und sich dann in mehr oder minder stetiger Aufeinanderfolge bis zum endlichen Erlöschen des Daseins steigern;

Sterben unter Todeskampf (s. Agonie), wo die Sterbeerscheinungen einen deutlich wahrnehmbaren Anfang und einen mehr oder weniger scharf begrenzten Verlauf haben;

langsamer und rascher Tod, je nachdem die Sterbeerscheinungen längere oder kürzere Zeit währen;

plötzlicher Tod, wenn diese Erscheinungen nur auf einen äußerst kurzen Zeitraum (auf einige Sekunden bis Minuten) sich beschränken.

Der plötzliche Tod kann auch noch ein unvermuteter sein, wenn ihm kein oder doch nur ein geringes Kranksein vorherging.

Gesicht (Gesichtssinn:

Bild 7.235: Gesicht (Gesichtssinn: schematische Darstellung des Sehapparats)
* 6 Gesicht.

Die Sterbe- und Agonieerscheinungen bestehen in Zeichen beginnender und vorschreitender Lähmung des Nerven- und Muskelsystems, vermischt mit den der Krankheit eigentümlichen Symptomen. Meist sterben die verschiedenen Apparate in einer bestimmten, ziemlich regelmäßigen Folge nacheinander. Der Verlust des Muskeltonus erzeugt das hängende, lange, eingefallene Hippokratische Gesicht [* 6] (s. d.), zitternde, kraftlose Bewegungen (zitternde schwache Sprache, [* 7] Sehnenhüpfen), Herab- und Zusammensinken des ganzen Körpers, oberflächliche, schwache, langsame und mühevolle, endlich aussetzende Respiration (mit Röcheln, Sterberasseln), Lähmung der Speiseröhre (Getränk fällt mit kollerndem Geräusch in den Magen, [* 8] feste Stoffe bleiben stecken); die Herzkontraktionen werden immer schwächer und undeutlicher, der Puls wird leer, anfangs sehr häufig, dann aussetzend, fadenförmig, die Schließmuskeln an den natürlichen Öffnungen erschlaffen (Stuhl und Urin gehen unwillkürlich ab); Kälte und bisweilen kühler, klebriger Schweiß zieht sich von den entfernten Körperteilen gegen den Stamm, der Gesichts- und Gehörsinn schwindet, Bewußtsein, Respiration und Cirkulation hören ganz auf und das Leben erlischt. Über das Verhalten einem Sterbenden gegenüber s. Euthanasie. Nach dem Eintritt des Tod lasse man den Toten noch einige Zeit (etwa 12-18 Stunden) in seinem Bett [* 9] liegen, worauf er zu entkleiden, zu waschen, in einem kühlen Zimmer in einer Bettstelle auf einem mit einem Leintuch bedeckten Strohsack zu lagern und mit einem Leintuch zuzudecken ist.



Toda - Todea

Bild 65.881: Toda - Todea
* 10 Seite 65.881.

Mit dem Aufhören des Stoffwechsels (dem Tod) wird der Mensch zur Leiche, zum Leichnam, und in diesem treten früher oder später ¶

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Veränderungen ein. die alle nach rein physik. und chem. Gesetzen vor sich gehen. Die hauptsächlichsten und hervortretendsten Erscheinungen nach dem Tod sind die der Fäulnis (s. d.), durch welche die organischen Substanzen des menschlichen Körpers in unorganische Stoffe (vorzüglich in Kohlensäure. Wasser und Ammoniak) umgewandelt werden. Es beharrt nun aber der Leichnam vor seiner Zersetzung noch eine Zeit lang in einem Zustande, den man Leichenzustand im engern Sinne des Wortes nennt und der sich durch ganz bestimmte, bald schneller, bald langsamer eintretende Erscheinungen (Leichenerscheinungen) auszeichnet. Zu diesen gehören: die Leichenblässe, die Totenkälte und die Totenstarre (Zusammenziehung der Muskeln [* 11] durch Gerinnen des Muskeleiweißes), die Totenflecke und das Abplatten der Körperstellen, wo die Leiche aufliegt.

Trotz dieser Leichenerscheinungen ist es manchmal doch schwierig, den Tod durch das bloße Besichtigen des Körpers mit Sicherheit anzugeben und vom Scheintod (s. d.) zu unterscheiden. Die beste Auskunft giebt hier das Behorchen des Herzens, da Unhörbarkeit der Herztöne am sichersten den Tod andeutet. Wahrscheinlichkeit für den Tod gewähren: das gebrochene, getrübte und trockne Äuge;

Licht

Bild 10.764: Licht
* 12 Licht.

das Nichtdurchscheinen der gegen das Licht [* 12] gehaltenen Finger;

die völlig erweiterte und gegen das Licht unempfindliche Pupille, das Nichtfließen von Blut aus geöffneten Blut- und Pulsadern;

das pergamentartige Eintrocknen der durch starkes Reiben mit kaustischem Salmiakgeist von Oberhaut entblößten Haut. [* 13]

Beim Scheintoten bleibt die elektrische Erregbarkeit der Muskeln erhalten, während sie bei einer Leiche 1½-3 Stunden nach dem eingetretenen Tod erlischt. Das untrüglichste Zeichen des Tod ist aber die nach dem Schwinden der Todesstarre eintretende Fäulnis mit blaugrüner Färbung und blasiger Austreibung der Haut, üblem Geruch, Ausfließen mißfarbiger, stinkender Flüssigkeit aus Mund und Nase. [* 14] -

Vgl.   Hasselt, Die Lehre [* 15] vom Tod und Scheintod (Braunschw. 1862): Götte, Über den Ursprung des Tod (Hamb. 1883);

Weismann, Über Leben und Tod (Jena [* 16] 1884);

F. dell'Acqua, La morte vera et la morte apparente (Mail. 1897).

Die gewaltige Macht des Tod fand auch in Dichtung und Kunst den ergreifendsten und vielgestaltigsten, je nach der verschiedenen Empfindungsweise der einzelnen Zeiten und Völker verschiedenen Ausdruck. Die Alten haben die Gestalt des Tod nicht ausdrücklich personifiziert, sondern nur die Wirkungen des Tod, den Abschied vom Leben (besonders auf griech. Stelen), das Totengericht u. s. f. dargestellt, oder sie beschränken sich auf mytholog. Parallelen (Raub der Proserpina, des Hylas, des Ganymed) oder sie führen den mildern Bruder des Tod, den Schlaf, vor oder einen Genius (Eros) [* 17] mit gesenkter verlöschender Fackel.

Vgl.   die Abhandlungen Lessings und Herders «Wie die Alten den Tod gebildet».

Den Hebräern (Hiob 5, 2"; Jer. 9,22) ist der Tod ein Ackersmann, der den Garten [* 18] des Lebens jätet und einen Baum nach dem andern bricht.

Erst im 17. Jahrh. wird die Darstellung des Totengerippes als Symbol des Tod gebräuchlich; das Gerippe führt in der Hand [* 19] die Sense.

Die ital. Renaissance machte nach dem Vorgang von Petrarcas Trionfo della Morte, gestützt auf das Femininum Mors (La Morte), aus dem Sensenmann eine schreckhafte, die Sense schwingende, unheimlich gespenstig aus den Himmelshöhen herabfliegende Megäre; die ergreifende Ausgestaltung dieser Idee ist das berühmte Bild des Trionfo della Morte (Triumph des Tod) im Campo santo zu Pisa, [* 20] das in die Mitte des 14. Jahrh. fällt und früher Orcagna zugeschrieben wurde.

Daneben begegnete wiederholt die allegorische Darstellung der"Drei Lebenden und drei Toten», welche auf ind.-buddhist. Legenden zurückzuführen ist. Am reichsten ausgestattet findet sie sich auf einem Fresko des Campo santo zu Pisa, wo drei Könige auf der Jagd auf drei Särge mit Toten stoßen und von Eremiten über die Vergänglichkeit belehrt werden. In dieser Zeit bildete sich auch namentlich im Norden [* 21] eine eigentümliche Allegorie auf die unentfliehbare Macht des Tod und die Vergänglichkeit alles Irdischen aus, der sog. Totentanz (s. d.).

Über den Bürgerlichen Tod s. d.

Ende Tod
→ weiter zu Seite 65.881: Toda ⟹ ein Dravidastamm (s. Drâvida und Dekanische Sprachen). In den Nilgiri in Südindien haben sich
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 878 [Suche = 65.880] im Internet seit 2005; Text geprüft am 27.7.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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* 21 Bilder dazu:

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