Testfazit

Testnote

1,9

gut

Das Asus ExpertBook PM3606CKA (geprüfte Version: PM3606CKA-MB0194X) trifft den Kern dessen, was viele Büroanwender brauchen: zuverlässige Office-Leistung, flüsterleiser Betrieb und ein robustes, hochwertig verarbeitetes Gehäuse. Tastatur, Akkulaufzeit und Anschlussvielfalt überzeugen im Arbeitsalltag. Klar ist aber auch: Für leistungsintensive Aufgaben oder Spiele ist das Notebook nicht gemacht und das blasse Display enttäuscht in dieser Preisklasse. Als ausdauernder Arbeitsrechner ist das ExpertBook dennoch eine solide Wahl.

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Pro
  • Hohes Arbeitstempo
  • Schnelle SSD
  • Robustes Aluminium-Gehäuse
  • Lange Akkulaufzeit und schnelles Laden per USB-C
Kontra
  • Blasses, wenig farbtreues Display
  • Kaum Leistungs-Reserven für aufwendige Programme
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Im Büroalltag sind echte PC-Leistungsboliden meist überdimensioniert. Typische Aufgaben wie das Bearbeiten von E-Mails, das Schreiben von Texten, das Pflegen von Tabellen oder das Erstellen von Präsentationen stellen keine extremen Anforderungen an die Hardware. Die entscheidende Frage ist daher: Wie günstig darf ein Notebook sein, ohne dass Arbeitstempo, Komfort oder Verarbeitung darunter leiden? Mit einem Preis von 920 Euro (Stand: Januar 2026) bleibt das Asus ExpertBook PM3606CKA klar unter der 1.000-Euro-Grenze und bewirbt sich als flotter Copilot+-Begleiter fürs Büro. Im Test muss der Laptop zeigen, ob er hält, was das Datenblatt verspricht.

Leicht, robust, Business-tauglich

Das 16-Zoll-Notebook misst 2,3×35,8×25,35 Zentimeter. Die Größe eignet sich gut zum stationären Arbeiten, für häufiges Reisen oder Pendeln kann das Gerät aber etwas sperrig sein. Mit 1,87 Kilogramm ist das ExpertBook für seine Größe angenehm leicht. Das liegt auch am Aluminium-Chassis, das laut Asus zahlreiche Tests nach dem Militärstandard MIL-STD 810H durchlaufen hat. Das Leichtmetall sorgt dafür, dass das Notebook sich nicht leicht verbiegen lässt, und verleiht ihm ein edles Finish. Optisch gibt sich der Asus-PC zurückhaltend in schlichtem Silber und ist damit ideal für den Business-Einsatz. Insgesamt überzeugt die Verarbeitung: Nichts knarzt, scharfe Kanten sucht man vergeblich, ebenso große Spaltmaße.
Schräg von oben aufgenommenes, teilweise geöffnetes Asus ExpertBook PM3606CKA in grauem Gehäuse, sichtbar sind ein Teil der schwarzen Tastatur, das Touchpad und der aufgeklappte Displaydeckel mit Asus ExpertBook Schriftzug.
Eleganz fürs Business: Das ExpertBook PM3606CKA kommt im schlichten Silber.
Foto: COMPUTER BILD/ Stefan Beetz

Solide Office-Leistung mit KI-Beigabe

Und wie sieht es unter der Haube aus? Im Asus-Notebook arbeitet ein AMD Ryzen AI 5 330 mit vier Kernen. Die Besonderheit ist die darin integrierte NPU (Neural Processing Unit), eine Recheneinheit, die KI-Berechnungen erledigt. Die NPUs der Ryzen-AI-300-Serie erreichen laut Asus bis zu 50 TOPS, also 50 Billionen KI-Rechenoperationen pro Sekunde. Wenn das stimmt, ist das ein hoher Wert, der ausreicht, um Microsofts Copilot+-Zertifizierung zu erhalten. Die NPU kommt etwa zum Einsatz, um lokal auf dem Gerät Texte oder Bilder zu generieren – das funktionierte im Test stets flott. Serienmäßig hat Asus 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) vom schnellen Typ DDR5. Für den normalen Internet- und Office-Alltag reicht das völlig aus. Wer viele speicherintensive Aufgaben wie Foto- und Videobearbeitungen erledigt, kann den RAM auf bis zu 64 GB erweitern. Dafür stehen zwei Steckplätze zur Verfügung.
Die eingebaute M.2-SSD mit 512 Gigabyte (GB) Speicher lädt auch große Datenmengen schnell. Effektiv stehen dem Nutzer jedoch nur 477 GB zur Verfügung. Im Jahr 2026, in dem manche Smartphones mehr Speicher bieten, hätte man für den Kaufpreis des ExpertBooks etwas mehr Platz erwarten können. Immerhin lässt sich der Speicher durch das Nachrüsten einer zweiten SSD erweitern – dafür ist ein weiterer 30-Millimeter-Slot vorhanden.
Seitliche Ansicht des aufgeklappten Asus ExpertBook PM3606CK auf einem Tisch, sichtbar sind das dünne Display, die Tastaturfläche und mehrere Anschlüsse an der rechten Seite, im Hintergrund stehen Monitore und weitere Geräte.
Das Asus ExpertBook PM3606CK verpackt seine Leistung in eine dünne Silhouette.
Foto: COMPUTER BILD/ Stefan Beetz
Im klassischen Arbeitsalltag bleibt die Leistung des Ryzen-Prozessors bodenständig. Word, Excel und einfache Multimedia-Aufgaben erledigt das ExpertBook zügig und ohne spürbare Wartezeiten. Sobald die Aufgaben anspruchsvoller werden, kommt das Asus-Notebook allerdings ins Schwitzen. Bereits Spiele in Full HD stellt das PM3 nur als ruckelige Diashow dar. Auch für aufwendige Multimedia-Arbeiten wie Videoschnitt ist der Rechner nicht geeignet. Das liegt neben der überschaubaren CPU-Leistung vorrangig an der schwachen integrierten Grafikeinheit AMD Radeon 820M. Besonders positiv fallen Lautstärke und Temperaturen auf: Selbst unter Last arbeitet das Notebook mit maximal 1,5 Sone sehr leise und das Gehäuse erwärmt sich nur minimal.
Geöffnetes Notebook von unten mit abgenommener Bodenabdeckung, sichtbar sind Akku, Lüfter, Kühlrohr, Platinen, Kabel, Steckverbindungen und mehrere rot markierte Bauteilbereiche im Inneren.
Ein Blick ins Innere: Markiert sind SSD-Steckplätze (links und mittig über dem Akku) und die beiden RAM-Slots (auf der rechten Laptop-Seite, hier mit Kühlfolie bedeckt).
Foto: COMPUTER BILD

Display: Viel Platz, wenig Brillanz

Weniger souverän tritt das Display auf. Auf der knapp 41 Zentimeter großen Bilddiagonale zeigt das Notebook Inhalte mit 1920×1200 Pixeln und einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. Das 16:10-Format bietet viel vertikale Arbeitsfläche, was beim Schreiben und Scrollen grundsätzlich praktisch ist. Die Bildqualität trübt diesen Vorteil jedoch spürbar. Die Farben wirken sehr blass, der Kontrast fällt mit einem Verhältnis von 1228:1 nur mittelmäßig aus. Hauptverantwortlich dafür dürfte das matte, entspiegelte Panel sein. Es schluckt zwar einen Großteil störender Lichtreflexionen, sorgt aber gleichzeitig für ein wenig brillantes Bild.
Aufgeklapptes Notebook auf einem Tisch, sichtbar sind Bildschirm mit Windows-Desktop, schwarze Tastatur, Touchpad und das graue Gehäuse, im Hintergrund stehen weitere Geräte auf einer Arbeitsfläche.
Der Bildschirm des Asus ExpertBook PM3606CKA: nicht sehr hell, nicht sehr schön.
Foto: COMPUTER BILD/ Stefan Beetz
Entsprechend schwach fällt die Farbdarstellung aus. Im Test erreicht die Anzeige knapp 90 Prozent Farbtreue. Die Farbräume sRGB mit 67 Prozent und DCI-P3 mit knapp 50 Prozent deckt das Asus nur unzureichend ab – für ein Notebook dieser Preisklasse enttäuschend. Auch die Helligkeit von 292 Candela pro Quadratmeter bleibt überschaubar und wirkt durch die matte Oberfläche noch geringer. Für klassische Office-Arbeiten in Innenräumen reicht das aus. Wer Fotos bearbeiten, Videos genießen oder im Freien arbeiten möchte, sollte sich jedoch nach Alternativen umsehen.

Angenehme Eingabe mit kleinen Schwächen

Gerade im Arbeitsalltag entscheidet die PC-Bedienung über Wohl oder Wehe. Asus setzt beim PM3 auf eine Chiclet-Tastatur mit flachen, einzeln stehenden Tasten. Die bei Bedarf beleuchtbaren Knöpfe bieten einen angenehmen Druckpunkt und laden auch zu längeren Schreibsessions ein. Dank des 16-Zoll-Gehäuses integriert Asus einen vollwertigen Ziffernblock, ideal für Excel-Vielnutzer. Gespart wurde lediglich bei den Pfeiltasten und der Enter-Taste, die nur einzeilig ausfallen. Das Maus-Trackpad misst eine großzügige Diagonale von 18 Zentimetern. Klicks im oberen Bereich sind hier etwas schwergängig, die Gestensteuerung reagiert aber zuverlässig. Für Videokonferenzen bringt das ExpertBook eine Full-HD-Webcam mit. Sie liefert brauchbare Bilder, die für Business-Calls, etwa per Teams, völlig ausreichen. Ein praktisches Detail ist der mechanische Webcam-Slider, mit dem sich die Linse bei Nichtgebrauch schnell verschließen lässt. Die Kamera lässt sich zudem nutzen, um den PC per Windows Hello zu entsperren. Alternativ ist für den schnellen Log-in ein Fingerabdrucksensor an Bord.
Schräg von oben fotografierte Tastatur des Asus ExpertBook PM3606CKA mit schwarzem Tastenfeld, deutschem Layout inklusive Nummernblock, darunter ein großes Touchpad in einem grauen Gehäuse.
Das Asus ExpertBook PM3 kommt mit vollwertiger Tastatur samt Ziffernblock.
Foto: COMPUTER BILD/ Stefan Beetz

Ein Dauerläufer?

Beim Test der Akkulaufzeit hielt das ExpertBook bei maximaler Display-Helligkeit 10 Stunden und 6 Minuten durch. Damit begleitet es problemlos durch einen kompletten Arbeitstag. Dank einer Ladeleistung von fast 70 Watt ist der Akku in rund einer Stunde und 50 Minuten wieder voll. Geladen wird über USB-C. Das ist praktisch, wenn das mitgelieferte Netzteil mal nicht in Griffweite ist und vermeidet langfristig unnötigen Elektroschrott.
Nahaufnahme der linken Seite des silbernen Asus Expertbook PM3606CKA mit sichtbaren Anschlüssen, darunter HDMI, ein USB-Port und eine runde Klinkenbuchse.
Das Asus ExpertBook PM3606CKA ist mit reichlich Anschlussmöglichkeiten bestückt. Hier zu sehen: Unter anderem USB-C-Ports, die auch während des Ladevorgangs des Notebooks zum Einsatz kommen.
Foto: COMPUTER BILD/ Stefan Beetz
Asus zeigt sich bei den Anschlüssen erfreulich großzügig. An Bord sind zwei USB-3.2-Ports, etwa für externe Festplatten, sowie zwei USB-3.2-Typ-C-Anschlüsse, die sowohl Displays ansteuern als auch das Notebook laden können. Für weitere Monitore steht HDMI 2.1 bereit, dazu kommt ein LAN-Anschluss für kabelbasierte Netzwerke. Auch an einen Klinkenanschluss hat Asus gedacht, etwa für kabelgebundene Kopfhörer. Damit deckt das Notebook die meisten Anforderungen des Alltags problemlos ab. Drahtlos funkt das Notebook mit Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. Lediglich ein Kartenleser fehlt. Speicherkarten und Kameras müssen daher per Adapter oder USB angeschlossen werden.

ASUS

ExpertBook P3 PM3606

  • Hohes Arbeitstempo
  • Schnelle SSD
  • Robustes Aluminium-Gehäuse
  • Lange Akkulaufzeit und schnelles Laden per USB-C
  • Blasses, wenig farbtreues Display
  • Kaum Leistungs-Reserven für aufwendige Programme
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Asus ExpertBook PM3606CKA im Test: Fazit

Das Asus ExpertBook PM3606CKA trifft den Kern dessen, was viele Büroanwender brauchen: zuverlässige Office-Leistung, flüsterleiser Betrieb und ein robustes, hochwertig verarbeitetes Gehäuse. Tastatur, Akkulaufzeit und Anschlussvielfalt überzeugen im Arbeitsalltag. Klar ist aber auch: Für leistungsintensive Aufgaben oder Spiele ist das Notebook nicht gemacht und das blasse Display enttäuscht in dieser Preisklasse. Als ausdauernder Arbeitsrechner ist das ExpertBook dennoch eine solide Wahl.