AMD Ryzen 9000 Granite Ridge, Intels Core Ultra 200S Arrow Lake
Prozessor Test 2026: Die besten CPUs im Vergleich – Intel und AMD im Benchmark
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Gigahertz allein reicht nicht mehr: Im großen Prozessor-Test 2026 zeigen aktuelle AMD- und Intel-CPUs, wer mit viel Leistung und hoher Effizienz überzeugen kann.
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Seit Jahren liefern sich Intel und AMD ein erbittertes Duell um die Krone im Prozessor-Markt, und nie war der Wettkampf spannender als jetzt. Welcher Hersteller bietet wirklich das bessere Gesamtpaket – für Gamer, Kreative und Alltagsnutzer gleichermaßen? In unserem großen Vergleichstest stellen wir die neuesten Prozessoren beider Rivalen gegenüber, messen Leistung, Effizienz und Preis-Leistungs-Verhältnis und zeigen, welcher Prozessor in welchem Einsatzgebiet die Nase vorn hat.
- COMPUTER BILD hatte aktuelle Prozessoren im Test.
- Der Testsieger ist der Intel Core Ultra 9 285K.
- Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis hat der AMD Ryzen 5 7600X.
- Am schwächsten schnitt der Intel Pentium Gold G6405 ab.
Besonders bei kräftezehrenden Anwendungen – etwa Foto- und Videobearbeitungen – zeigte Intels neues Top-Modell Core Ultra 9 285K im Test, wer nun der Herr im Haus ist: Die Tempovorteile gegenüber AMDs Ryzen 9 7950X liegen bei rund 6 Prozent, im Vergleich zu seinem Vorgänger Core i9-14900K arbeitet die neue Arrow-Lake-CPU rund 12 Prozent zackiger. So ist der Core Ultra 9 285K die neue Nummer 1 in der CPU-Bestenliste – auch wenn sein etwas hoher Stromverbrauch in den Tests für Stirnrunzeln sorgte (231 Watt). Wie bei allen drei geprüften Arrow-Lake-CPUs war auch der Stromverbrauch im weniger anspruchsvollen Office-Betrieb vergleichsweise hoch: 17 Watt sind nicht mehr zeitgemäß. Die Ursache: Die Kerne takteten weiter auf Basishöhe mit 3,7 Gigahertz. Das ist unnötig. Da half auch die Erneuerung des BIOS nicht, Treiber-Updates brachten ebenfalls keine Lösung. Gut dafür: Der eingebaute Grafikchip Arc Xe2 sorgt ebenfalls für einen großen Tempovorteil – mit ihm ist nun auch das Zocken aktueller Spiele in Full-HD-Auflösung bei nahezu voller Detailwiedergabe flüssig möglich. Dafür ist keine separate Grafikkarte mehr nötig. Den vollständigen Test des Intel Core Ultra 9 285K lesen Sie hier.
Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot in diesem Vergleich AMDs Ryzen 5 7600X. Der zum Testzeitpunkt nur 210 Euro teure Prozessor spulte die Tempoprüfungen mit hoher Geschwindigkeit ab und war dabei sehr sparsam – in der Spitze begnügte er sich mit 142 Watt, im Normalbetrieb mit 20 Watt. Der AMD Ryzen 5 7600X ist darum der Preistipp in diesem Vergleich. Den vollständigen Test des AMD Ryzen 5 7600X lesen Sie hier.
Die Tests von Prozessoren erfordern ein ausgefeiltes Verfahren. Folgende Prüfungen führt COMPUTER BILD unter anderem durch.
Arbeitstempo
Das Testlabor ermittelt das Tempo bei Officearbeiten, Internetaufgaben, Foto-, Video- und 3D-Bearbeitungen – darunter mit Prüfprogrammen wie PCMark 10.
Spieletempo
Falls ein Grafikchip eingebaut ist, misst die Redaktion dessen Geschwindigkeit mit aktuellen Spielen. Außerdem ermittelt die Redaktion das Spieletempo mit einer separaten RTX-3080-Grafikkarte.
Wärmeentwicklung, Stromverbrauch
Wir prüfen des Weiteren, wie viel Wärme der Prozessor entwickelt und wie viel Energie er verbraucht – im Desktopbetrieb und unter Volllast.

Das Tempo ermittelt die Redaktion mit Internet- und Officeaufgaben, Foto- und Videobearbeitungen sowie Spielen.
Foto: COMPUTER BILD
Weil die Prozessoren vor allem unterschiedliche Mainboards erfordern, testet COMPUTER BILD die CPUs auf vier unterschiedlichen Plattformen, die wie folgt ausgestattet sind:
Testsystem für Intels Arrow-Lake-CPUs (LGA 1851)
- Mainboard: MSI Z890 Tomahawk Wifi
- CPU-Kühlung: Corsair H170i Elite LCD AiO
- Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance DDR5 32 GB (2 x 16 GB) 5.200 MHz
- Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 3080 Trinity 10 GB
- SSD: Samsung 980 Pro 1 TB
- Netzteil: Enermax Revolution87+ 750 W
Testsystem für Intels Alder-/Raptor-Lake-CPUs (LGA 1700)
- Mainboard: Asus ROG Strix Z790-E Gaming Wifi
- CPU-Kühlung: Corsair H170i Elite LCD AiO
- Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance DDR5 32 GB (2 x 16 GB) 5.200 MHz
- Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 3080 Trinity 10 GB
- SSD: Samsung 980 Pro 1 TB
- Netzteil: Enermax Revolution87+ 750 W
Testsystem für Intels Rocket-Lake-Prozessoren (LGA 1200)
- Mainboard: Asus ROG Maximus XIII Hero
- CPU-Kühlung: Corsair H100i v2 AiO
- Arbeitsspeicher: Corsair Vengeance LED DDR4 32 GB (2 x 16 GB) 3.200 MHz
- Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 3080 Trinity 10 GB
- SSD: Samsung 980 Pro 1 TB
- Netzteil: Corsair RM850 850 W

CPUs in einer Baureihe (mit identischem Anschluss) prüft COMPUTER BILD immer in den gleichen Test-Rechnern.
Foto: COMPUTER BILD
Testsystem für AMDs Raphael-Prozessoren (AM5)
- Mainboard: Gigabyte X670E Aorus Master
- CPU-Kühlung: Corsair H170i Elite
- Arbeitsspeicher: G.Skill Trident Z5 NEO DDR5 32 GB (2 x 16 GB) 6.000 MHz
- Grafikkarte: Zotac GeForce RTX 3080 Trinity 10 GB
- SSD: Samsung 980 Pro 1 TB
- Netzteil: Corsair RM850 850W
Das Testfeld besteht aus topaktuellen CPUs und ihren unmittelbaren Vorgängern. Denn COMPUTER BILD wollte ermitteln, wie schnell die aktuellen Prozessoren sind und welche Tempovorteile sie gegenüber den vorangegangenen Reihen bieten. Die neuesten Modelle der Hersteller sind die drei Prozessoren aus Intels Core-Ultra-200S-Generation, bei AMD sind es die zwei Phoenix-Modelle Ryzen 7 8700G, Ryzen 5 8600G und die zwei neuen Granite-Ridge-Prozessoren Ryzen 9 9900X und Ryzen 7 9700X.
Die wichtigste Neuerung bei AMDs Ryzen-9000-Prozessoren: Sie arbeiten mit neu entwickelten Zen-5-Kernen, die AMD unter dem Codenamen "Nirvana" entwickelte. Bei den 9000er-Ryzen-Prozessoren setzt AMD grob auf den Aufbau der 7000er-Ryzen-CPUs mit ihrem Chiplet-Design. Auf einem sogenannten Core Complex Die (CCD; Codename: "Eldorado") sitzen bis zu acht Recheneinheiten, nun aber mit neuer Zen-5-Architektur. Bis zu zwei dieser CCDs können auf einem Prozessor Platz nehmen – wie beim Oberklassemodell Ryzen 9 9900X.
Ein drittes Chiplet beherbergt den Arbeitsspeicher, den PCI-Express-5.0- und den SATA-Controller – sowie den Grafikchip. Eine weitere Gemeinsamkeit: AMD lässt die neuen CPUs beim Auftragsfertiger TSMC mit 5 Nanometer dünnen Leiterbahnen herstellen (TSMC N5). Der Vorteil: So bringt TSMC auf gleich großen Chips mehr Schaltungen für ein höheres Arbeitstempo unter. Außerdem liegen die Schaltungen und Leiterbahnen enger beieinander, die Schaltzeiten verringern sich, das Tempo erhöht sich abermals, der Energiebedarf sinkt – so die Theorie.
Alle Ryzen-9000-CPUs in der Übersicht
Prozessor | Ryzen 9 9950X | Ryzen 9 9900X | Ryzen 7 9700X | Ryzen 5 9600X |
|---|---|---|---|---|
Architektur | Zen 5 | Zen 5 | Zen 5 | Zen 5 |
Codename | Granite Ridge | Granite Ridge | Granite Ridge | Granite Ridge |
Sockel | AM5 | AM5 | AM5 | AM5 |
Fertigung CPU-Kerne | 4 Nanometer | 4 Nanometer | 4 Nanometer | 4 Nanometer |
Fertigung I/O-Einheit | 6 Nanometer | 6 Nanometer | 6 Nanometer | 6 Nanometer |
Die-Anzahl | 3 | 3 | 2 | 2 |
Kerne | 16 | 12 | 8 | 6 |
Threads | 32 | 24 | 16 | 12 |
Taktfrequenz (Basis) | 4,3 Gigahertz | 4,4 Gigahertz | 3,8 Gigahertz | 3,9 Gigahertz |
Taktfrequenz (Boost) | 5,7 Gigahertz | 5,6 Gigahertz | 5,5 Gigahertz | 5,4 Gigahertz |
Grafikchip (Kerne) | Radeon Graphics (2) | Radeon Graphics (2) | Radeon Graphics (2) | Radeon Graphics (2) |
Grafik-Taktfrequenz | 2,2 Gigahertz | 2,2 Gigahertz | 2,2 Gigahertz | 2,2 Gigahertz |
Zwischenspeicher (L1-Cache) | 1.280 Kilobyte | 960 Kilobyte | 640 Kilobyte | 480 Kilobyte |
Zwischenspeicher (L2-Cache) | 16 Megabyte | 12 Megabyte | 8 Megabyte | 6 Megabyte |
Zwischenspeicher (L3-Cache) | 64 Megabyte | 64 Megabyte | 32 Megabyte | 32 Megabyte |
TDP | 170 Watt | 120 Watt | 65 Watt | 65 Watt |
Die beiden Phoenix-Prozessoren Ryzen 7 8700G und Ryzen 5 8600G sind AMDs erste APUs mit AM5-Anschluss. Als APUs (Accelerated Processing Units) bezeichnet AMD meist Mittelklasseprozessoren, die starke Grafikchips an Bord haben. In abgewandelten Formen arbeiten viele dieser Einheiten später auch in Notebooks. In der PC-Version des Ryzen 7 8700G ist der Grafikchip Radeon 780M für die Bildwiedergabe zuständig, beim Ryzen 5 8600G ist es der Grafikchip Radeon 760M. Im Übrigen sind die beiden Desktop-PC-Prozessoren die ersten, die eine spezielle Einheit für KI-Berechnungen besitzen.
Intel Arrow Lake S: Alle Core-Ultra-200S-CPUs in der Übersicht
Prozessor | Core Ultra 9 285K | Core Ultra 7 270K Plus | Core Ultra 7 265K | Core Ultra 7 265KF | Core Ultra 5 250K Plus | Core Ultra 5 245K | Core Ultra 5 245KF |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
Codename | Arrow Lake | Arrow Lake | Arrow Lake | Arrow Lake | Arrow Lake | Arrow Lake | Arrow Lake |
Anschluss | LGA 1851 | LGA 1851 | LGA 1851 | LGA 1851 | LGA 1851 | LGA 1851 | LGA 1851 |
Kerne | 24 | 24 | 20 | 20 | 18 | 14 | 14 |
Threads | 24 | 24 | 20 | 20 | 18 | 14 | 14 |
P-Kerne | 8 | 8 | 8 | 8 | 6 | 6 | 6 |
E-Kerne | 16 | 16 | 12 | 12 | 8 | 12 | 8 |
Cache (Level 3) | 36 MB | 40 MB | 33 MB | 33 MB | 30 MB | 24 MB | 24 MB |
Basis-Takt (P-Core) | 3,7 GHz | 3,7 GHz | 3,9 GHz | 3,9 GHz | 4,2 GHz | 4,2 GHz | 4,2 GHz |
Max. Takt (P-Kerne) | 5,7 GHz | 5,5 GHz | 5,5 GHz | 5,5 GHz | 5,3 GHz | 5,2 GHz | 5,2 GHz |
Basis-Takt (E-Core) | 100 MHz bis 3,2 GHz | 100 MHz bis 3,2 GHz | 100 MHz bis 3,3 GHz | 100 MHz bis 3,3 GHz | 100 MHz bis 3,6 GHz | 100 MHz bis 3,6 GHz | 100 MHz bis 3,6 GHz |
Max. Takt (E-Kerne) | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz | 4,6 GHz |
Grafikchip | Intel Arc Xe2 | Intel Arc Xe2 | Intel Arc Xe2 | nicht vorhanden | Intel Arc Xe2 | Intel Arc Xe2 | nicht vorhanden |
Takt Grafikchip | 300 MHz bis 2,0 GHz | 300 MHz bis 2,0 GHz | 300 MHz bis 2,0 GHz | nicht vorhanden | 300 MHz bis 1,9 GHz | 300 MHz bis 2,0 GHz | nicht vorhanden |
Xe-Kerne | 4 | 4 | 4 | nicht vorhanden | 4 | 4 | nicht vorhanden |
NPU | 2x Gen3 | 2x Gen3 | 2x Gen3 | 2x Gen3 | 2x Gen3 | 2x Gen3 | 2x Gen3 |
NPU-TOPS | 13 | 13 | 13 | 13 | 13 | 13 | 13 |
Max. RAM-Takt | DDR5-6400 | DDR5-7200 | DDR5-6400 | DDR5-6400 | DDR5-7200 | DDR5-6400 | DDR5-6400 |
TDP (Max.) | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt |
Intel stellt nun Arrow-Lake-CPUs wie die Notebook-Prozessoren der "Meteor Lake"- und "Lunar Lake"-Reihe mit 7 statt 10 Nanometer breiten Leiterbahnen her. Letztere kamen noch bei den PC-Prozessoren der "Raptor Lake Refresh"-Reihe zum Einsatz. Die Umstellung auf das neue Fertigungsverfahren verzögerte sich in den vergangenen Jahren immer und immer wieder. Ebenfalls neu: Alle Arrow-Lake-S-Prozessoren haben einen LGA-1851-Anschluss. Statt 1.700 Kontakten besitzen die Core-Ultra-200S-CPUs 1.851 Anschlüsse. Für die Installation im PC ist daher auch ein neues Mainboard nötig – ein Exemplar mit LGA-1851-Sockel und Z890-Chipsatz.
Bei der Nummerierung und Namensgebung macht Intel nun auch bei den PC-Prozessoren einen Neuanfang. Während die aktuellen PC-Prozessoren aus der Raptor-Lake-Refresh-Reihe noch das bewährte Muster Core-i-1X000 trugen, hören die Arrow-Lake-Recheneinheiten auf den Namen Core-Ultra-200S. Und das ist ein großes Verwirrspiel. Denn die Arrow-Lake-Prozessoren müsste der Hersteller der Core-Ultra-100-Reihe zuordnen. Warum? Zum einen sind es Intels erste PC-Prozessoren mit feinen 7-Nanometer-Strukturen und KI-Einheiten. Zum anderen nutzen sie nicht, wie es der Name zunächst vermuten lässt, Technikbestandteile Intels aktueller Notebook-Prozessoren Core Ultra 200V alias "Lunar Lake", sondern der älteren Core-Ultra-100-Reihe alias "Meteor Lake".

So sind Intels Core-Ultra-200S-CPUs aufgebaut.
Foto: Intel
Denn in den neuen Arrow-Lake-Prozessoren steckt zum Beispiel die aus den Meteor-Lake-Prozessoren bekannte NPU. Die für KI-Berechnungen zuständige Neural Compute Engine 2x Gen3 soll bis zu 13 TOPS erledigen können – also 13.000.000.000.000.000.000 Berechnungen pro Sekunde. Zusammen mit dem Grafikchip und den eigentlichen Prozessorkernen sollen Arrow-Lake-CPUs bis zu 37 TOPS schaffen – und schlittern so knapp an einer Zertifizierung für Microsofts KI-Assistenten Copilot+ vorbei. Der Windows-Hersteller verlangt bis zu 40 TOPs, wie es aktuell nur die Notebook-Prozessoren der Reihen Qualcomm Snapdragon X, AMD Ryzen AI300 und Intel Core Ultra 200V gewährleisten.
Die jetzt vorgestellten Arrow-Lake-S-Prozessoren haben zudem einen Grafikchip an Bord, der ebenfalls ein Baustein aus der Meteor-Lake-Reihe ist. Die Bildwiedergabe berechnen in der GPU Intel Graphics vier Xe-Cores, die je nach Modell mit 300 Megahertz bis 2 Gigahertz arbeiten.
Die Intel-CPUs der Arrow-Lake-S-Reihe sind die ersten Prozessoren, die mit dem neuen WLAN-Standard Wifi 7 und der Universalanschlusstechnik Thunderbolt 5 zusammenarbeiten – allerdings nicht als implementierte Lösungen auf Hauptplatinen, sondern nur mit separaten Einbaukarten. Zudem gibt es aktuell nur sehr wenige Thunderbolt-5-Geräte wie zum Beispiel externe SSDs, darunter ein Modell des Herstellers Sabrent, das aber noch nicht in Deutschland erhältlich ist (in den USA: 4 TB für 600 US-Dollar). Übrigens gucken Nutzer von PCs oder Notebooks mit AMD-Prozessoren in die Röhre, wenn es um Thunderbolt geht: Rechner mit Thunderbolt-Anschluss gibt es nahezu ausschließlich mit Intel-Prozessoren, weil Intel die Lizenz dafür hat. Und die hat der Hersteller aktuell nur an Apple für Macs, iMacs und MacBooks verkauft.
Auch neu: Egal ob AMD oder Intel, alle getesteten Prozessoren arbeiten mit DDR5-Arbeitsspeicher. Die älteren Generationen Intel Rocket Lake und AMDs Ryzen-5000er-Prozessoren verdauten nur DDR4-Arbeitsspeicher. Vorteil DDR5: Die Module dürfen unter anderem deutlich höher takten – zum Beispiel mit über 7.000 Megahertz. Bei DDR4 sind es maximal 4.000 Megahertz.
Noch wichtiger im Alltag dürfte sein, dass Arrow-Lake-, Raptor-Lake-, Phoenix- und Raphael-CPUs mit PCI-Express-5.0-Geräten zusammenarbeiten. Der neue Standard überträgt Daten doppelt so schnell wie der Standard PCI Express 4.0 – in der Spitze (x16-Steckplatz) sind statt knapp 32 bis zu 64 Gigabyte pro Sekunde drin.
Aber wie flink arbeiten die Prüflinge? Oberklassemodelle wie der Ryzen 9 7950X langweilen sich bei einfachen Internet- und Officeaufgaben. Ihre Power nutzen sie besonders beim Schneiden hochauflösender Videos, beim leistungshungrigen 3D-Rendering oder beim Arbeiten mit CAD-Software. Und welcher ist der schnellste? In der Summe hatte tatsächlich Intels neues Top-Modell Core Ultra 9 285K die Nase vorn. Die schnellste CPU kommt also von Intel (Tempovergleich unten). Aber AMD hat mit dem Ryzen 9 9950X noch ein neueres Top-Modell im Programm, das COMPUTER BILD in Kürze testet. Dann zeigt sich, ob Intel seinen ersten Platz verteidigen kann.

Intels Core Ultra 9 285K ist der aktuell schnellste von COMPUTER BILD geprüfte Prozessor für Desktop-PCs.
Foto: COMPUTER BILD
Als unheimlich flink erwiesen sich im Test die integrierten Grafikchips Radeon 780M und Radeon 760M der beiden Phoenix-Prozessoren Ryzen 7 8700G und Ryzen 5 8600G: Sie lieferten bei reduzierter Detailwiedergabe im Schnitt ein dreimal höheres Tempo als die Grafikprozessoren Intel UHD 770, Intel UHD Graphics und AMD Radeon Graphics in den anderen 14 CPUs. Daher lassen sich mit dem Ryzen 7 8700G und dem Ryzen 5 8600G auch nicht allzu anspruchsvolle Spiele flüssig zocken, ohne dass dafür eine starke, separate Grafikkarte im Rechner nötig wäre.
Was generell für alle geprüften AMD-Prozessoren gilt: Sie arbeiteten im Test deutlich effizienter, benötigten bei etwa gleicher Leistung deutlich weniger Energie als Intel-Prozessoren (Vergleich oben) – ein Vorteil der feinen 5-Nanometer-Strukturen. Als besonders sparsam erwiesen sich hier der 8700G und der 8600G.
Am Ende zählt: Wer bietet das beste Paket? Da reicht ein superschneller Prozessor allein nicht. Den Testsieg erreichte Intels Core Ultra 9 285K. Der 24-Kerner arbeitete extrem schnell, sein Grafikchip bot ein ordentliches Tempo, und er besaß keinen übertrieben hohen Energiebedarf. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bot in diesem Vergleich AMDs Ryzen 5 7600X, der sich im Test als schnell und sparsam zugleich erwies.
Ein Buchstabe am Ende der Prozessorbezeichnung kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.
Das bedeuten die Endbuchstaben bei Intel:
- K: Solche Intel-CPUs lassen sich für ein höheres Tempo übertakten.
- F: Das F steht für das Fehlen des Grafikchips. Im PC muss daher eine separate Grafikkarte stecken.
- T: Das T markiert stromsparende Intel-CPU-Modelle. Sie haben eine geringere Verlustleistung, takten mit geringeren Frequenzen und arbeiten daher langsamer.
Das bedeuten die Endbuchstaben bei AMD:
- X: Das X steht für "Extended Frequency Range". Ist die CPU kühl genug, darf sie bei Bedarf schneller als der Turbo-Takt arbeiten.
- G: Die G-Modelle haben einen Grafikchip. Bei allen anderen braucht der PC eine separate Grafikkarte.
Welcher Prozessor ist am besten?
Das beste Paket hat aktuell Intel mit dem Core Ultra 9 285K (Preis zum Testzeitpunkt: 690 Euro) im Angebot. Den vollständigen Test des Intel Core Ultra 9 285K lesen Sie hier.
Was für CPUs gibt es?
CPUs gibt es in vielen Ausführungen: mit zwei, vier, acht, 16, 32 oder gar 64 Kernen, mit und ohne Grafikchip, in unterschiedlichen Ausführungen für PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones.
Was versteht man unter CPU?
CPU steht für Central Processing Unit. Sie ist die zentrale Recheneinheit in Geräten wie PCs, Notebooks, Tablets und Smartphones, die Befehle verarbeitet, aber auch andere Komponenten steuert.
Ist CPU und Prozessor das Gleiche?
Ja, CPU und Prozessor sind das Gleiche.
Was macht eine CPU schnell?
Es gibt viele Faktoren, die einen Prozessor schnell machen. Darunter eine große Anzahl von Recheneinheiten, feine Strukturen, hohe Taktfrequenzen.
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