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Teb, El - Technische H

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Technik(griech.), Inbegriff der Regeln, nach denen bei Ausübung einer Kunst verfahren wird, z. B. / 164
Technik _2Kunstfertigkeit, Handfertigkeit. / 3
Technik _3(grch., "Kunstmäßigkeit"), die Gesamtheit der für irgend eine künstlerische Thätigkei / 468

Seite 15.554

Technik

635 Wörter, 4'790 Zeichen

Technologie, Gewerbe und Industrie — Verschiedenes — Aus der chemischen Technologie

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Technik

(griech.), Inbegriff der Regeln, nach denen bei Ausübung einer Kunst verfahren wird, z. B. Technik der Malerei. Daher Techniker, Kunstverständiger, einer, der mit der innern Einrichtung, dem Zweck und der Wirksamkeit praktischer Anstalten vertraut ist, wie z. B. Werkführer von chemischen und andern Fabriken, Münzmeister etc.;

technisch, alles auf Gewerbe oder auf den materiellen Teil der Künste Bezügliche;

technische Ausdrücke (termini technici), Kunstausdrücke, die in einzelnen Gebieten der Künste, Gewerbe oder auch der Wissenschaften in eigentümlicher Bedeutung gebräuchlichen Ausdrücke;

technische Anstalten, s. v. w. polytechnische Schulen.

In der Musik bezeichnet Technik das Mechanische, sozusagen Handwerksmäßige der Kunst, das, was gelernt werden kann und gelernt werden muß. Man spricht daher sowohl von einer Technik der Komposition als einer Technik der Exekution, meint indes, wenn man den Ausdruck schlechtweg gebraucht, zumeist die letztere. Zur Ausbildung in derselben hat man in neuerer Zeit die sogen. technischen Studien aufgebracht, d. h. die Urelemente, aus denen sich musikalische Phrasen, Passagen, Läufe, Verzierungen etc. zusammensetzen, werden in kleinen Bruchstücken, ohne Zusammenhang, rein systematisch geübt.

Ende Technik (1)
→ weiter zu Seite 15.554: Technische Artillerie ⟹ s. Technische Institute der Artillerie.

Im Illustrierte Kunstgeschichte steht:



Erklärung der technisc

Bild 35.791: Erklärung der technischen und fremden Ausdrücke
* 2 Seite 35.791.

Technik:

Kunstfertigkeit, Handfertigkeit.

Ende Technik (2)
→ weiter zu Seite 35.791: Tektonik ⟹ Die Lehre von der Ausbildung der einfachen, nur dem Nutzzweck entsprechenden Werkform zur Kunstform.

Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910 steht:


Titel
Elemente zu Technik:

[15.554] Technik (griech.)

Technik

(grch., «Kunstmäßigkeit»),

die Gesamtheit der für irgend eine künstlerische Thätigkeit erforderlichen Hilfsmittel und Verfahren. Bei der engen Verbindung, in welcher im Altertum und noch im Mittelalter Künste und Gewerbe standen, ist es erklärlich, daß man den Ausdruck Technik gleichmäßig für die künstlerische und für die handwerksmäßige Seite desselben Thätigkeitsgebietes anwendete. In der neuern Zeit trat der Unterschied zwischen schönen und nützlichen Werken deutlicher hervor und es schied der auf erstere gerichtete Teil menschlichen Thuns aus dem mit dem Wort Technik verbundenen Sinn gänzlich aus. Technik im engern Sinn ist hiernach überhaupt der Inbegriff der gewerblichen, auf nützliche Zwecke gerichteten menschlichen Thätigkeiten und der dabei angewendeten Hilfsmittel.



Technikum - Technische

Bild 65.656: Technikum - Technischer Ausdruck
* 3 Seite 65.656.

In der modernen Kunst braucht man den Ausdruck Technik (z. B. Technik der Malerei, Technik des Klavierspiels, Technik des Dramas u. s. w.) lediglich für die Handfertigkeit, das Geschick in der Benutzung der Mittel zur Herstellung oder Ausführung der Kunstwerke. Techniker heißt im weitern Sinne jeder, der mit einem Zweige der Technik vertraut ist und die Befugnis zur Ausübung der diesbezüglichen Thätigkeit besitzt (z. B. Bautechniker, Maschinentechniker, Kulturtechniker); im engern Sinne bezeichnet «Techniker» den Stand derjenigen Fachleute, die auf Technischen Mittelschulen (s. d.) ¶

mehr

vorgebildet sind, im Gegensatz zum Ingenieur (s. d.), der an einer Technischen Hochschule (s. d.) studiert hat.

Alle technischen Thätigkeiten sind auf folgende Hauptziele gerichtet:

1) auf die Gewinnung der von der Natur gebotenen und für den Menschen verwertbaren Rohmaterialien;

2) auf die Erhöhung des Gebrauchswertes dieser Rohmaterialien und ihre Umformung zu Gebrauchsgegenständen;

3) auf die Herstellung von Bauten für Wohn- (und sonstige Aufenthalts-) und für Verkehrszwecke.

Mit der Gewinnung der Rohmaterialien beschäftigt sich außer dem Bergbau [* 4] die Land- und Forstwirtschaft, die jedoch im täglichen Leben nicht zur Technik im engern Sinne gerechnet werden. Das unter 2 genannte Ziel verfolgt die Technologie (s. d.), in ihrer Ausübung Industrie (s. d.) genannt. Die Errichtung der Gebäude (Hochbauten) für Wohn- und öffentliche Zwecke ist Aufgabe des Hochbaus (s. d.), während die Errichtung und Unterhaltung der Verkehrswege den Ingenieurwissenschaften (s.d.) zufällt.

Sowohl bei der Gewinnung und Verarbeitung der Rohmaterialien als auch beim Bau von Hoch- und Verkehrsbauten finden heutzutage in ausgedehntem Maße Maschinen Verwendung, mit deren Theorie und Bau sich ein besonderer Zweig der Technik, die Maschinenlehre (s. d.), beschäftigt. Die einzelnen Zweige der Technik werden in besondern Unterrichtsanstalten gelehrt. (S. Technisches Unterrichtswesen.) -

Vgl.   Ernst, Kultur und Technik (Berl. 1888);

Weisbachs Ingenieur (7. Aufl., von Reuleaux, Braunschw. 1896);

Des Ingenieurs Taschenbuch, hg. vom Akademischen Verein «Hütte» (16. Aufl., Berl. 1896);

Joly, Technisches Auskunftsbuch (4. Jahrg., Wittenb. 1897);

Bernoulli, Vademecum des Mechanikers (21. Aufl., Stuttg. 1897);

Polytechnische Bibliothek (Maqdeb. 1897 fg.);

Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissenschaften, hg. von Lueger (Stuttg. 1894 fg.). -

Zeitschriften: Dinglers Polytechnisches Journal (Stuttg. 1820 fg.), Der Techniker, Internationales technisches Fachblatt (Philadelphia [* 5] 1879 fg.), Prometheus (Berl. 1890 fg.), Die Technik (ebd. 1897 fg.), Das Technische Ausland (Düsseld. 1895 fg.). -

Vgl.   auch die Litteratur zu Bauzeitungen.

Ende Technik (3)
→ weiter zu Seite 65.656: Technikum ⟹ die Bezeichnung für eine zu einem Ganzen vereinigte Gruppe von technischen Fachschulen (s.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 15. Band, Seite 554 im Internet seit 2005; Text geprüft am 21.8.2006; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//technik

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Siehe auch:

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* 5 Bilder dazu:

  • 4Bergbau
  • 5Philadelphia
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  • 3_Seite 65.656
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