Titel
Hessen-Nassau
Hessen-Nassau
* 2 Hessen-Nassau.
[* 2] (hierzu
Karte »Hessen-Nassau«
),
preuß. Provinz, 1867 und 1868 aus Landesteilen gebildet, welche infolge des Kriegs von 1866 an Preußen [* 3] kamen, nämlich aus dem ehemaligen Kurfürstentum Hessen-Kassel und dem ehemaligen Herzogtum Nassau mit geringen Ausnahmen, welche einen Austausch zur Abrundung der großherzoglich hessischen Provinz Oberhessen bezweckten, ferner aus dem größten Teil des Gebiets der ehemaligen freien Reichsstadt Frankfurt [* 4] a. M., aus dem Kreis [* 5] Biedenkopf und einigen andern Stücken des Großherzogtums Hessen, [* 6] aus der Herrschaft Homburg [* 7] der ehemaligen Landgrafschaft Hessen-Homburg und endlich aus kleinen Gebietsteilen von Bayern [* 8] (Gersfeld, Orb).
Rheinprovinz
* 15 Rheinprovinz.Alle diese Gebiete sind zu zwei Regierungsbezirken vereinigt worden: Kassel [* 9] und Wiesbaden, [* 10] von denen der erstere die vormals kurhessischen und bayrischen und ein kleines Gebiet von Hessen-Darmstadt, der letztere die übrigen Landesteile umfaßt. Die Provinz grenzt im N. an Westfalen, [* 11] Waldeck [* 12] und Hannover, [* 13] im O. an die Provinz Sachsen, [* 14] die thüringischen Staaten (Sachsen-Weimar) und Bayern, im S. an Bayern und das Großherzogtum Hessen, im W. an die Rheinprovinz. [* 15] Von dem Hauptteil der Provinz sind getrennt, außer einigen kleinern Parzellen in Waldeck, die Kreise [* 16] Schmalkalden [* 17] am Thüringer Wald und Rinteln (Grafschaft Schaumburg) an der Weser zwischen den preußischen Provinzen Hannover und Westfalen und den Fürstentümern Lippe [* 18] und Schaumburg-Lippe; innerhalb der Provinz dagegen liegen die großherzoglich hessische Provinz Oberhessen und der zur Rheinprovinz gehörige Kreis Wetzlar. [* 19]
[Bodenbeschaffenheit. Klima.]
Die Provinz hat eine Größe von 15,683 qkm (284,82 QM.). Sie besteht vorzugsweise aus Bergland von mäßiger Höhe, in welches das Tiefland nur mit geringen Teilen einschneidet, so im S. am Main, wo der nördlichste Teil der Oberrheinischen Tiefebene mit einem Teil der Wetterau hierher gehört, und im N., wo das Tiefland in schmalen Strichen längs der Werra und Fulda [* 20] hinaufgeht und vorzüglich an der Schwalm sich zu einem fruchtbaren Becken (Ebene von Wabern und dem südlich davon gelegenen Schwalmgrund) erweitert.
Das Bergland gehört im Regierungsbezirk Wiesbaden zum rheinisch-westfälischen Schiefergebirge, von dem sich ein Ausläufer, das Hainaische Gebirge (im Kellerwald [s. d.] 672 m hoch), halbinselartig zwischen den Buntsandsteinplatten auch bis zur mittlern Schwalm in den Regierungsbezirk Kassel hineinzieht; im Regierungsbezirk Wiesbaden sind der Taunus (s. d.) und der Westerwald (s. d.) mit den höchsten Punkten, dem Großen Feldberg (880 m) und dem Fuchskauten (657 m). Die Gebirgslandschaften des Regierungsbezirks Kassel gehören zum rheinischen System (Buntsandsteingebirge).
Bergen (Stadt in Belgi
* 21 Bergen.Von demselben zählen hierzu die Hohe Rhön (etwa zur Hälfte) mit der Großen Wasserkuppe (950 m) und der Milseburg (826 m), vom Spessart nur geringe Teile (Orber Reisig); auch der Vogelsberg in Oberhessen berührt nur mit Ausläufern die Provinz. Im nördlichen Teil der Provinz gibt es endlich eine große Anzahl von kleinern Berggruppen und einzeln liegenden Bergen, [* 21] die zusammen das Hessische Bergland bilden. Hierzu gehören: die Lahnberge bei Marburg [* 22] (379 m), das Knüllgebirge (636 m) zwischen Fulda und Schwalm, der Seulingswald (483 m) zwischen Fulda und Werra, das Richelsdörfer Gebirge (477 m) nördlich von dem vorigen, die nordöstlich sich anschließenden Berge des Ringgau (556 m), der westlich gelegene Bombacher Wald (456 m) und der Alheimer (546 m). Weiter nördlich in der Schere [* 23] zwischen Werra und Fulda liegen der weithin sichtbare Meißner (751 m), die Söhre (483 m) und der Kaufunger Wald (Bilstein 641 m). Zwischen Fulda, Weser, Eder und Diemel ziehen sich von S. nach N. der Langenberg (553 m), der Habichtswald (Hohe Graf 595 m) und der Reinhardswald (471 m). Die Grundlage aller dieser Berglandschaften bildet Buntsandstein, der nur in seltenen Fällen von Muschelkalk überlagert wird, in den höhern Teilen zwischen Fulda und Werra (Rotenburg und Eschwege) aber dem Zechstein weicht, während er überall, namentlich aber im Vogelsberg, in der Rhön, im Knüllgebirge, von Basalten (in der Milseburg selbst von Phonolith) durchbrochen ist.
Mainz (Stadt: hervorra
* 24 Mainz.Merkwürdig ist ein Becken von Tertiärbildungen mit Braunkohlen, das, aus der hessischen Provinz Rheinhessen kommend, bei Mainz [* 24] vom Rhein durchschnitten wird, sich alsdann zwischen dem Schiefergebirge und dem Vogelsberg (meist in Oberhessen) nach N. erstreckt und innerhalb der Buntsandsteinplatte ein ausgedehntes Becken von Ziegenhain an der Schwalm bis Kassel ausfüllt, aus dem gleichfalls viele Basalte, auch die des Habichtswaldes, emporsteigen. Der Thüringer Wald durchzieht den Kreis Schmalkalden, woselbst der Inselsberg (915 m) auf der Grenze gegen Gotha; [* 25] im Kreis Rinteln endlich finden sich Teile der untern Wesergebirge, vom Süntel und vom Bückeberg (s. d.). Die Provinz gehört zu den Stromsystemen des Rheins und der Weser; die größern Flüsse, [* 26] wenigstens soweit sie schiffbar sind, befinden sich auf oder nahe der Grenze, so der Rhein und Main im S. und die Weser und Werra im N.; weiter hinein in die Provinz reichen die Lahn und Fulda.
Unter den übrigen Flüssen sind noch zu erwähnen: die Kinzig und Nidda, welche zum Main, die Ohm, Weil, Ems, [* 27] Aar, Dill und der Elbbach, welche zur Lahn fließen, die Eder, ein Nebenfluß der Fulda, mit der Schwalm, und im N. die Diemel, welche bei Karlshafen die Weser erreicht. Seen und Kanäle gibt es nicht, nur kleine Teiche ohne Bedeutung, dagegen große Moore auf der Hohen Rhön. Das Klima [* 28] ist im allgemeinen auf den Berglandschaften rauher als im Norddeutschen Tiefland, vorzüglich rauh auf dem Westerwald und der Hohen Rhön, die im Winter 5-6 ¶
Maßstab [* 30] 1:850000
Die Regierungsbezirks-Hauptstädte sind doppelt, die Kreisstädte einfach unterstrichen.
Umgebung v. Kassel
1:150000
Hessen-Nassau
* 31 Seite 8.485.Zum Artikel »Hessen-Nassau«. ¶
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Monate von ungeheuern Schneemassen bedeckt ist. Überaus angenehm ist das Klima in den tiefer gelegenen Landstrichen. Die jährliche Durchschnittswärme ergibt in Kassel und Marburg bei etwa 65 cm jährlicher Regenhöhe beinahe 9°, in Frankfurt a. M. 9,6° C.
Viehzucht (Futterverwe
* 34 Viehzucht.[Bevölkerung. Nahrungszweige.]
Die Zahl der Bewohner belief sich 1885 auf 1,592,454 Seelen gegen 1,554,376 im J. 1880. Unter den Bewohnern waren 1885: 1,110,831 Evangelische, 431,529 Katholiken und 43,145 Juden. Auf die Städte kamen 596,165, auf das platte Land 995,997 Bewohner. Städte gibt es 108, von denen nur 7 (Frankfurt a. M., Kassel, Wiesbaden, Hanau, [* 32] Bockenheim, Marburg und Fulda) über 10,000 und 52 unter 2000 Einw. haben. Im Durchschnitt wohnen auf 1 qkm 101 Menschen (im Regierungsbezirk Kassel 79, in Wiesbaden 141). Die Evangelischen sind in den ursprünglich weltlichen, die Katholiken in den vormals geistlichen Staaten (Fulda, Mainz, Trier) [* 33] vorherrschend. An Lehranstalten gibt es eine Universität (Marburg), 12 Gymnasien, 38 Realgymnasien, Realprogymnasien, Real-, Handels- und höhere Bürgerschulen, 7 Schullehrerseminare, 3 Taubstummen-, 2 Blindeninstitute etc. Die Hauptbeschäftigungen der Bewohner sind: Landwirtschaft, Viehzucht, [* 34] die gewöhnlichen Gewerbe, Holzwirtschaft, Bergbau [* 35] in einzelnen Gegenden (s. unten).
Von der Gesamtfläche kamen 1883: 39,9 Proz. auf Äcker, Gärten und Weingärten, 11,6 auf Wiesen, 4,5 auf Weiden und 40,0 Proz.
auf Wald. Hessen-Nassau
ist die waldreichste Provinz des preußischen Staats; von den Waldungen gehören 41,2 Proz.
dem Staat, 34,6 Proz. Gemeinden, 1,5 Proz. Stiftungen, 5,9 Proz. Genossenschaften und nur 16,8 Proz. Privatleuten. Der Buchenhochwald
ist die herrschende Waldart, erscheint aber schon mehrfach mit Nadelhölzern untermischt; die Eiche findet sich vorzüglich
gemischt mit der Buche im Reinhardswald, in gepflanzten Beständen im Kreis Rinteln, in Schälwaldungen auf
etwa 25,000 Hektar im Regierungsbezirk Wiesbaden; die Kiefer ist bei Fulda und in der Mainebene (auf kiesigem Boden) der herrschende
Waldbaum, die Fichte,
[* 36] mit der Tanne
[* 37] vermischt, im Kreise Schmalkalden auf dem Thüringer Wald.
Bewaldet sind vorzugsweise die Gebirge mit Ausnahme der höchsten Teile der Hohen Rhön und des Westerwaldes, sodann alle Berglandschaften u. Bergplatten.
Vgl. Wagner, Die Waldungen des ehemaligen Kurfürstentums Hessen (Hannov. 1886, Bd. 1).
Für den Ackerbau ist die Provinz nicht gerade sonderlich geeignet, doch sind durch Fruchtbarkeit ausgezeichnet die höhern Lagen in der Mainebene im S., der Goldene Grund an der Ems im Nordabhang des Taunus, die Ebene von Wabern und der Schwalmgrund an der Schwalm sowie die Landschaft an der Werra bei Eschwege. Von besonderer Wichtigkeit sind die Wiesen als eine Grundbedingung für die bedeutende Rindviehzucht. Garten-, Obst- und Gemüsebau sind ausgezeichnet in den begünstigten Gegenden, im N. bei Kassel und an der Werra, im S. am Main und am Rhein, sodann noch an der Lahn. Zu Geisenheim a. Rh. gibt es ein pomologisches Institut und großartige Baumschulen, die außer den gewöhnlichen Obstarten auch Pfirsiche, Quitten, Mispeln, Maulbeeren, Feigen etc. ziehen.
Rheinfels - Rheingraf
* 38 Rheingau.Weinbau wird in geringem Maß an der Werra bei Witzenhausen betrieben; das Hauptgebiet für denselben sind die sanften Anhöhen und Hügel auf der Südseite des Taunus im sogen. Rheingau; [* 38] da sind berühmte Weinorte Hochheim a. M. und am Rhein abwärts Schierstein, Eltville, Erbach (Markobrunner), Rauenthal, Kiedrich, Hattenheim, Östrich, Winkel, [* 39] Johannisberg, Geisenheim, Rüdesheim, Aßmannshausen, Lorch u. a. Geringer Weinbau findet auch bei Hanau und an der Lahn unterhalb Ems statt.
Das gesamte Weinbergsareal beläuft sich auf 3771 Hektar, wovon auf den Regierungsbezirk Wiesbaden 3520 Hektar kommen. Nach der Viehzählung von 1883 gab es 69,066 Pferde, [* 40] 480,345 Stück Rindvieh, 554,299 Schafe, [* 41] 266,303 Schweine [* 42] und 129,068 Ziegen, zusammen im Wert von 182 ⅓ Mill. Mk. Für die Pferdezucht [* 43] besteht ein Landesgestüt in Dillenburg. In den Kreisen des Westerwaldes und an der Lahn im Regierungsbezirk Wiesbaden gibt es 45-55 Rinder [* 44] auf 1 qkm, d. h. mehr als in irgend einem andern Teil des preußischen Staats.
Die Zahl der Schafe hat gegen frühere Zählungen um mehr als 100,000 abgenommen. Das Mineralreich liefert Eisenerze in Menge, sodann Stein- und Braunkohlen, Kupfer-, Blei- u. Manganerze, Thone, Bausteine etc. Es waren 1885 unter anderm im Betrieb: 38 Braunkohlen-, 166 Eisen-, 8 Blei-, 1 Kupfer- und 19 Manganerzbergwerke;
die Produktion betrug: 207,982 Ton. Braunkohlen, 532,748 T. Eisenerz, 16,091 T. Bleierz, 1347 T. Kupfererz und 12,273 T. Manganerz.
Limburg - Limburger Ch
* 45 Limburg.Die vorzüglichsten Eisenerzlager befinden sich im Oberdevon (Krammenzel); das größte erstreckt sich von Katzenelnbogen über Dietz, Limburg, [* 45] Weilburg und durch den Kreis Wetzlar bis Königsberg [* 46] in einer Länge von beinahe 70 km; ein andres breitet sich an der Dill bei Dillenburg aus. Die schiffbare Lahn und die Deutz-Gießener Bahn befördern große Massen Eisenerze in das Ruhrkohlengebiet, obgleich auch große Mengen an den Fundorten selbst verhüttet werden.
Bleierze mit Silbergehalt und Manganerze werden an der Lahn im Schiefergebirge, Steinkohlen der Wälderformation am Bückeberg im Kreis Rinteln, Braunkohlen am Habichts- und Kaufunger Wald, Bausteine in den zahlreichen Sandsteinbrüchen, Pflastersteine aus den Basaltbrüchen, Dachschiefer in der Nähe von Kaub gewonnen; vorzüglichen Thon gewinnt man am Kaufunger Wald (Großalmerode), daselbst auch Alaunthon, und im westlichen Teil des Westerwaldes.
Von höchster Wichtigkeit aber sind die Mineralquellen der verschiedensten Art, von denen mehrere, wie die Kochsalzthermen von Wiesbaden und die Natronthermen von Ems, einen europäischen Ruf haben. Andre Badeorte sind: Kronthal, Homburg, Soden, Langenschwalbach, Schlangenbad, Weilbach, Hofgeismar, Nenndorf etc. Das Wasser verschiedener Mineralbrunnen wird verschickt, so zu Niederselters im Kreis Untertaunus (Selterwasser), zu Fachingen und Geilnau an der Lahn etc. Die Fabrikthätigkeit ist nur in einzelnen Gegenden von Wichtigkeit, erfreut sich aber einer steigenden Bedeutung.
Hessen-Philippsthal -
* 50 Seite 8.486.Unter den Städten sind in dieser Hinsicht hervorzuheben: Kassel (Maschinen, Gold- und Silberwaren, Instrumente aller Art), Großalmerode (vorzügliche Schmelztiegel und andre Steingutwaren), Eschwege (vorzügliches Leder und Sohlleder aus südamerikanischen Häuten), Hersfeld [* 47] (Leder, Tuch), Fulda (Damast und andre Zeuge), Hanau (Bijouterien, Zigarren, Eisengießereien), Bockenheim (Eisenbahnwagen, Maschinen, Chemikalien), Frankfurt a. M. (Bijouterien, Eisen- und Bronzewaren, Zigarren, Chemikalien), Dietz (Marmorwaren), Schmalkalden u. Umgegend (Kleineisenwaren). Aus dem sogen. »Kannenbäckerland« zu Ransbach und Dernbach im Kreis Unterwesterwald werden Krüge [* 48] und andre Thonwaren [* 49] in den Handel gebracht. Mehr vereinzelt ist noch eine Anzahl Fabriken über die verschiedensten Teile der ¶
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Provinz ausgebreitet, so: Spinnereien, Webereien, Eisengießereien, Maschinenfabriken, Tuch-, Papier-, chemische Fabriken etc. In einigen Orten ernähren sich die Bewohner vorzugsweise von Badegästen und dem Fremdenverkehr (Wiesbaden, Ems), am Ufer des Rheins im Rheingau vom Weinbau. Die Schifffahrt ist nur in einigen Grenzgebieten von Belang. Der Handel wird durch eine Anzahl von Eisenbahnen unterstützt, von denen einige auch für Deutschland [* 51] von hervorragender Bedeutung sind: die Frankfurt-Bebra-Göttinger und die Berlin-Koblenzer Eisenbahn vermitteln den Verkehr zwischen Berlin [* 52] und Südwestdeutschland, die Linie Hannover-Kassel-Frankfurt a. M. den Verkehr zwischen den Nordseehäfen und Süddeutschland;
andre Linien sind: Frankfurt a. M.-Niederlahnstein, Marburg-Gerstungen von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn etc., sämtlich Staatsbahnen, [* 53] während eine Anzahl von Privatbahnen den Lokalverkehr vermittelt.
Verbänderung - Verbann
* 54 Verband.Von den beiden Regierungsbezirken zerfällt Kassel in 24 Kreise (darunter die Stadtkreise Kassel und Hanau), Wiesbaden in 18 Kreise (darunter die Stadtkreise Wiesbaden und Frankfurt a. M.); der Oberpräsident hat seinen Sitz in Kassel. Jeder Regierungsbezirk bildet einen kommunalständischen Verband. [* 54] Die obersten Gerichtsbehörden sind die Oberlandesgerichte zu Kassel (mit den 3 Landgerichten zu Hanau, Kassel und Marburg) und zu Frankfurt a. M. (mit den 5 Landgerichten zu Frankfurt a. M., Hechingen, Limburg, Neuwied und Wiesbaden); zu dem Bezirk des erstern gehört noch Waldeck, zu dem des letztern Hohenzollern [* 55] und Teile der Rheinprovinz; zu andern Oberlandesgerichtsbezirken gehören die Kreise Schmalkalden (Jena) [* 56] und Rinteln (Celle). [* 57] Die Provinz, welche mit Ausnahme des Kreises Rinteln zum Bezirk des 11. Armeekorps gehört, entsendet 14 Mitglieder in den deutschen Reichstag und 26 in das preußische Abgeordnetenhaus.