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Topasfels - Töpffer

Bild 65.903: Topasfels - Töpffer
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18 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Topasfelsdas Gestein, das bei Gottesberg unfern Auerbach im sächs. Vogtlande im dortigen Phyllit eine / 94
Topaskolibri(Topeza pella), s. Kolibris nebst Tafel, Fig. / 9
Topazolithgelbe Abart des Granats (s.d.). / 6
Topeka(spr. -pihke), Hauptstadt des nordamerik. Staates Kansas und des County Shawnee im östl. Teil / 110
TopeliusZacharias, schwed.-finn. Dichter, geb. 14. Jan. 1818 zu Kuddnäs bei Ny-Karleby in Finland, / 194
Topen (aus Pali thupa= Sanskrit stūpa), Grabmäler, die unmittelbar auf den Gräbern selbst oder, wie namentlich / 84
Topfbaumbrasilianischer, s. Lecythis. / 4
Töpfchenin Sachsen die halbe Kanne (s. d.). / 7
TöpferKarl, Dramatiker, geb. 26. Dez. 1732 in Berlin, besuchte daselbst das Joachimsthalsche Gymnasium, / 171
Töpfereis. Thonwarenfabrikation. Das Wappen der Töpfer zeigt Tafel: Zunftwappen II, Fig. 5, beim Artikel / 16
Töpferei-Berufsgenossenschaftfür das Gebiet des Deutschen Reichs. Sitz ist Berlin, Sitz der 9 Sektionen: Berlin, Farge bei / 114
Töpferkunsts. Thonwarenfabrikation sowie Fayence, Majolika, Terracotta, Vasen. / 8
Töpferscheibes. Thonwarenfabrikation. / 3
Töpferschulens. Keramische Schulen. / 4
Töpferthons. Thon. / 3
Töpfervogeloder Ofenvogel (Furnarius rufus d'Orb.), ein Sperlingsvogel Südamerikas, genannt nach der Fertigkei / 52
TöpferwareTöpferzeug, s. Thonwaren. / 4
TöpfferRud., Maler und Novellist, geb. 31. Jan. 1799 zu Genf, der Sohn Wolfgang Adam T.s (geb. 1766 / 326

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Topasfels - Töpffer



Topasfels,

das Gestein, das bei Gottesberg unfern Auerbach [* 2] im sächs. Vogtlande im dortigen Phyllit eine schroff mauerähnlich emporragende Felsmasse, den Schneckenstein, bildet, und auf dessen Drusenräumen und Klüften, begleitet von ockerfarbenem Steinmark und von Quarz, die schönen weingelben Topaskrystalle sitzen. Das Gestein selbst ist eine Breccie, bestehend aus faust- und zollgroßen eckigen Bruchstücken eines quarzreichen, übrigens auch etwas topashaltigen Turmalinschiefers, die ordnungslos miteinander verbunden sind. Nach den neuern Untersuchungen liegt hier eine durch den Granit bewirkte Kontaktmetamorphose vor, bei der die Phyllitbruchstücke, aller Wahrscheinlichkeit nach auf sublimatorischem Wege, mit Turmalin und Topas [* 3] imprägniert wurden.

Topaskolibri

(Topeza pella), s. Kolibris [* 4] nebst Tafel, [* 1] Fig. 6.

Topazolith,

gelbe Abart des Granats (s.d.).

Topeka

Getreide (Zusammensetz

Bild 7.264: Getreide (Zusammensetzung, Nahrungswert etc.)
* 5 Getreide.

(spr. -pihke), Hauptstadt des nordamerik. Staates Kansas und des County Shawnee im östl. Teil des Staates, am südl. Ufer des Kansas-River, in hübscher Lage mit schattigen Straßen, zählte 1880: 15 452, 1890: 31 007 E. Topeka liegt an der Atchison-Topeka-Santa Fe-, der Union-Pacific-, Chicago-Rock-Island-Pacific-, Missouri-Pacific- und Kansas-Nebraska-Bahn. Das erstgenannte Bahnsystem hat hier seine Werkstätten. Öffentliche Gebäude sind: Saatskapitol ^[richtig: Staatskapitol], Postamt, Reformschule, Grace Churchkathedrale, Washburn College. Etwa 3 km von der Stadt liegt das Staatsirrenasyl. Der Handel ist beträchtlich, besonders in Getreide. [* 5] Das Bankwesen erstreckt sich namentlich auf Farmhypotheken, die Industrie auf Eisengießerei [* 6] und Maschinenbau, Getreidemühlen, Fabrikation von Windmühlen, Backsteinen, Stärke, [* 7] Thüren, Wagen und Zuckerraffinerie; auch Gärtnerei ist wichtig.

Topelius,

Zacharias, schwed.-finn. Dichter, geb. 14. Jan. 1818 zu Kuddnäs bei Ny-Karleby in Finland, war nach vollendeten Studien publizistisch thätig und leitete 1841-60 die schwed. «Helsingforser Zeitung». 1854 erhielt Topelius eine außerord. Professur für finländische, 1863 die ordentliche für finländ., russ. und nordische Geschichte, die er 1878 niederlegte. Seitdem lebt Topelius auf seinem Landsitz Björkulden in der Nähe von Helsingfors. Lange Zeit war Topelius Sekretär [* 8] des Finländischen Kunstvereins.

Sein bedeutendstes lyrisches Werk sind die «Ljungblommor» («Heideblumen», 3 Tle., 1845-54). Seine spätern lyrischen Poesien gab er 1870 u. d. T. «Nya Blad ("Neue Blätter») und 1889 «Ljung» heraus. Sehr beliebt sind seine Erzählungen «Fältskärns berettelsär» (5 Bde., Stockh. 1858-67 u. ö.; deutsch von Gleiß als «Aus hohem Norden», [* 9] 4 Bde., Gütersl. 1886),

die Finlands Geschichte von Gustav Adolf bis zu Gustav III. zu Grunde legen, und «Vinterqvällar» (2 Cykeln, Stockh. 1880-82; deutsch als «Aus Finland» von Longs, 2 Bde., Gotha [* 10] 1888). Seine Erzählungen und kleinen Gedichte für Kinder verbinden tiefe Religiosität, sittliche Reinheit und Vaterlandsliebe mit kindlicher Naivetät und poet. Schönheit. Sie sind größtenteils gesammelt in den «Läsning för Barn» (Tl. 1-7, Stockh. 1865-91; deutsch von A. von Podewils, «Schwed. Märchenbuch», Wiesb. 1885, und L. Fehr, Gotha 1885).

Topen

Afghanistan

Bild 1.142a: Afghanistan
* 11 Afghanistan.

(aus Pāli thūpa = Sanskrit stūpa), Grabmäler, die unmittelbar auf den Gräbern selbst oder, wie namentlich in Indien, zum Andenken an heilige Männer, besonders des Buddha, errichtet sind. Oft enthalten die Topen (aus Pali thupa auch Reliquien, die in dem innern, Dagob genannten Raume aufbewahrt werden. Ihre Gestalt ist kegel- oder glockenförmig. Die Topen (aus Pali thupa sind über einen großen Teil Asiens verbreitet, sowohl im südl. Teil des asiat. Rußlands als namentlich in Indien und Afghanistan. [* 11] -

Vgl.   Ritter, Die Stupas (Berl. 1838);

Cunningham, The Bhilsa-Topes (Lond. 1854).

Topfbaum,

brasilianischer, s. Lecythis.

Töpfchen,

in Sachsen [* 12] die halbe Kanne [* 13] (s. d.). ^[= # nach der deutschen Maß- und Gewichtsordnung vom 17. Aug. 1868 eine Nebenbenennung des Liters, ...]

Töpfer,

Gottfried von Viterbo

Bild 7.568: Gottfried von Viterbo - Göttingen
* 20 Göttingen.

Karl, Dramatiker, geb. 26. Dez. 1732 in Berlin, [* 14] besuchte daselbst das Joachimsthalsche Gymnasium, folgte dann seiner Neigung für das Theater [* 15] und trat zuerst in Strelitz [* 16] als Schauspieler auf, von wo er nach Breslau, [* 17] dann nach Brünn [* 18] und 1815 an das Hofburgtheater nach Wien [* 19] ging. Von seinen ersten Bühnenarbeiten fanden «Hermann und Dorothea» und «Des Königs Befehl» Beifall, noch mehr jedoch die Lustspiele «Der beste Ton» und «Freien nach Vorschrift». 1822 promovierte in Göttingen [* 20] und ging dann nach Hamburg, [* 21] wo er 22. Aug. 1871 starb. Seine Stücke, von denen sich besonders «Rosenmüller und Finke» (auch in Reclams «Universalbibliothek») auf dem Repertoire erhalten hat, haben ihre Stärke in der glücklichen Erfindung und Ausnutzung der Situationen; neben gemütlichen Volks- und Familienstücken steht eine Reihe histor. Lustspiele, in denen Friedrich d. Gr. T.s Lieblingsgestalt ist. Als Novellist versuchte sich in den «Zeichnungen aus meinem Wanderleben» (Hannov. 1823) und in den «Novellen und Erzählungen» (2 Bde., Hamb. 1842-43). Nach seinem Tode erschienen seine «Gesammelten dramat. Werke» (hg. von Herm. Uhde, 4 Bdo., Lpz. 1873).

Töpferei,

s. Thonwarenfabrikation. [* 22]

Das Wappen der Töpfer zeigt Tafel: Zunftwappen II, [* 1] Fig. 5, beim Artikel Zünfte.

Töpferei-Berufsgenossenschaft

Bremen

Bild 3.386a: Bremen
* 23 Bremen.

für das Gebiet des Deutschen Reichs. Sitz ist Berlin, Sitz der 9 Sektionen: Berlin, Farge bei Bremen, [* 23] Neu-Altwasser bei Waldenburg [* 24] i. Schl., Dresden, [* 25] Magdeburg, [* 26] Rudolstadt, [* 27] Mettlach (Kreis [* 28] Merzig), Saargemünd, [* 29] Selb bei Rehau in Oberfranken. Ende 1895 bestanden 947 Betriebe mit 63 114 versicherten Personen, deren anzurechnende Jahreslöhne 43 550 198 M. betrugen. Die Jahreseinnahmen beliefen sich auf 233 579 M., die Ausgaben auf 188 645 M., der Reservefonds Ende 1895 auf 404 657 M. Entschädigt wurden 1895: 120 Unfälle (1,90 auf 1000 versicherte Personen), darunter 12 Unfälle mit tödlichem Ausgange und 14 mit völliger Erwerbsunfähigkeit. Die Summe der gezahlten Entschädigungen einschließlich der Renten für Unfälle aus frühern Jahren betrug 129 670 M. (S. Berufsgenossenschaft.)

Töpferkunst,

s. Thonwarenfabrikation ^[= die gewerbmäßige Herstellung der Thonwaren (s. d.). Gegenwärtig hat auf diesem Gebiete die ...] sowie Fayence, [* 30] Majolika, Terracotta, Vasen. [* 31]

Töpferscheibe,

s. Thonwarenfabrikation. ^[= die gewerbmäßige Herstellung der Thonwaren (s. d.). Gegenwärtig hat auf diesem Gebiete die ...]

Töpferschulen,

s. Keramische Schulen. ^[= Unterrichtsanstalten, die den theoretischen und praktischen Unterricht in der keramischen Industrie ...]

Töpferthon,

s. Thon. ^[= die durch Verwitterung Aluminiumsilikat enthaltender Mineralien (z. B. der Feldspate) entstandenen ...]

Töpfervogel

oder Ofenvogel (Furnarius rufus d'Orb.), ein Sperlingsvogel [* 32] Südamerikas, genannt nach der Fertigkeit, mit der er aus Lehm sein Nest ungefähr in Gestalt eines kleinen Backofens von 20 cm Länge und 18 cm Höhe auf geeignete Baumäste baut.

Der unscheinbar rostbraune, nur an der Kehle weiße Vogel wird gegen 20 cm lang.

Töpferware,

Töpferzeug, s. Thonwaren. ^[= nächst den Geweben die ältesten und am mannigfachsten angewendeten Erzeugnisse des Gewerbfleißes. ...] [* 33]

Töpffer,



Topfgießerei - Toepler

Bild 65.904: Topfgießerei - Toepler
* 35 Seite 65.904.

Rud., Maler und Novellist, geb. 31. Jan. 1799 zu Genf, [* 34] der Sohn Wolfgang Adam T.s ¶

mehr

(geb. 1766 zu Genf, gest. 1847), eines wegen seiner Landschaften und Volksscenen geschätzten Malers, widmete sich unter Anleitung des Vaters der Kunst, ging später zum Schulfach über und wurde Professor der Ästhetik an der Akademie zu Genf, wo er 8. Juni 1816 starb. Die Novelle «Le [* 36] presbytère» (2 Bde., Genf 1839) erregte allgemeine Aufmerksamkeit. Zschokke führte ihn mit den «Genfer Novellen» (2 Bdchn., Aarau [* 37] 1839) in die deutsche Litteratur ein, der deutschen Bearbeitung der «Noevelles genevoises», die Töpffer für das Feuilleton eines Pariser Blattes lieferte und später mit reichen Illustrationen besonders (Par. 1815) herausgab.

Auch die übrigen Werke T.s, wie «Nouvelles et mélanges» (Par. 1840),

«La bibliothèque de mon oncle» (ebd. 1813; deutsch Lpz. 1847; auch in Reclams «Universalbibliothek») und «Rosa et Gertrude» (Par. 1815; deutsch Berl. 1816),

fanden Beifall, sowie seine von ihm selbst illustrierten Reiseskizzen «Voyages en zigzag» (1848) und «Nouveaux voyages en zigzag» (1853). Eine Gesamtausgabe seiner Werke erschien in fünf Bänden (Par. 1852-61). Für künstlerische Arbeiten bediente sich Töpffer nur des Stifts, aber seine Skizzen, besonders die Genrezeichnungen, womit er seine kleinen humoristischen Reisebeschreibungen, wie die «Voyages en zigzag», illustrierte, sind voll Wahrheit, Witz und Satire. Zu seinen besten Arbeiten zählen sieben kleine Romane in Bildern: «Mr. Jabot», «Mr. Crepin», «Mr. Pencil», «Le Dr. Festus», «Histoire d'Albert», «Les amours de Mr. Vieux Bois», «Mr. Cryptogame (deutsch von Kell u. d. T. »Fahrten und Abenteuer des Herrn Steckelbein", Lpz. 1847 u. ö.),

die im einzelnen mehrfache Auflagen erlebten und in der «»Collection des histoires en estampes" (mit franz. und deutschem Text, 6 Tle., Genf 1846-47) gesammelt erschienen. Von einer deutschen Ausgabe von T.s «Gesammelten Schriften» sind die «Genfer Novellen» (3 Bdchn., Lpz. 1847; Prachtausg., ebd. 1847) und «Das Pfarrhaus» (4 Bdchn., ebd. 1852) erschienen.-

Vgl.   Rambert, Écrivains nationaux suisses, Bd. 1 (Genf 1874);

Blondel und Mirabaud, Rodolphe Töpffer (Par. 1887);

Glöckner, R. Töpffer, sein Leben und seine Werke (Zerbst [* 38] 1891).

Ende Töpffer
→ weiter zu Seite 65.904: Topfgießerei ⟹ oder Poterie, die Herstellung gußeiserner Kochgeschirre.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 901 [Suche = 65.903] im Internet seit 2005; Text geprüft am 15.8.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0903

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Siehe auch:

  • 15.755 Topasfels
  • 15.755 Topazolith
  • 15.755 Topeka
  • 15.755 Topelius
  • 15.756 Topfbaum
  • 15.756 Töpfer
  • 15.756 Töpferei
  • 15.756 Töpfererz
  • 15.756 Töpferscheibe
  • 15.756 Töpferthon
  • 21.585 Töpferwaren
  • 15.756 Töpffer

* 38 Bilder dazu:

  • 37Aarau
  • 11Afghanistan
  • 2Auerbach
  • 14Berlin
  • 23Bremen
  • 17Breslau
  • 18Brünn
  • 25Dresden
  • 6Eisengießerei
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  • 34Genf
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  • 10Gotha
  • 20Göttingen
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  • 1_Seite 65.903
  • 35_Seite 65.904
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