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Topfgießerei - Toepler

Bild 65.904: Topfgießerei - Toepler
Seite 65.904.
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12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Topfgießereioder Poterie, die Herstellung gußeiserner Kochgeschirre. / 7
Topfhelms. Helm nebst Textfigur 3. / 6
Topfkuchens. Napfkuchen. / 3
Topfpflanzenin verhältnismäßig kleinen Gefäßen, Blumentöpfen (s. d.) und Blumenkübeln, dauernd gezogene / 109
Topfpressens. Ölpressung. / 3
Topfsteins. Chloritschiefer. / 3
Top-Haned. i. Kanonenfabrik, Vorstadt von Konstantinopel (s. d. nebst Textplan und Plan), zwischen Galata, / 131
Topik(grch.) nannten die alten griech. und lat. Rhetoren und Grammatiker die systematische Darstellung / 219
Topinamburs. Helianthus und Tafel: Futterpflanzen I, Fig. / 9
Topische Färbereis. Zeugdruck. / 4
Topische Mitteldiejenigen Medikamente, die nur auf die leidende Stelle des Körpers wirken sollen. Dahin gehören / 24
ToeplerAug., Physiker, geb. 7. Sept. 1836 zu Brühl bei Köln a. Rh., studierte in Berlin Chemie und / 230

Seite 65.904

Topfgießerei - Toepler


Fortsetzung: Töpffer, Rud., Maler und Novellist, geb. 31. Jan. 1799 zu Genf, der Sohn Wolfgang Adam T.s (geb.
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(geb. 1766 zu Genf, gest. 1847), eines wegen seiner Landschaften und Volksscenen geschätzten Malers, widmete sich unter Anleitung des Vaters der Kunst, ging später zum Schulfach über und wurde Professor der Ästhetik an der Akademie zu Genf, [* 2] wo er 8. Juni 1816 starb. Die Novelle «Le [* 3] presbytère» (2 Bde., Genf 1839) erregte allgemeine Aufmerksamkeit. Zschokke führte ihn mit den «Genfer Novellen» (2 Bdchn., Aarau [* 4] 1839) in die deutsche Litteratur ein, der deutschen Bearbeitung der «Noevelles genevoises», die Töpffer für das Feuilleton eines Pariser Blattes lieferte und später mit reichen Illustrationen besonders (Par. 1815) herausgab.

Auch die übrigen Werke T.s, wie «Nouvelles et mélanges» (Par. 1840),

«La bibliothèque de mon oncle» (ebd. 1813; deutsch Lpz. 1847; auch in Reclams «Universalbibliothek») und «Rosa et Gertrude» (Par. 1815; deutsch Berl. 1816),

fanden Beifall, sowie seine von ihm selbst illustrierten Reiseskizzen «Voyages en zigzag» (1848) und «Nouveaux voyages en zigzag» (1853). Eine Gesamtausgabe seiner Werke erschien in fünf Bänden (Par. 1852-61). Für künstlerische Arbeiten bediente sich Töpffer nur des Stifts, aber seine Skizzen, besonders die Genrezeichnungen, womit er seine kleinen humoristischen Reisebeschreibungen, wie die «Voyages en zigzag», illustrierte, sind voll Wahrheit, Witz und Satire. Zu seinen besten Arbeiten zählen sieben kleine Romane in Bildern: «Mr. Jabot», «Mr. Crepin», «Mr. Pencil», «Le Dr. Festus», «Histoire d'Albert», «Les amours de Mr. Vieux Bois», «Mr. Cryptogame (deutsch von Kell u. d. T. »Fahrten und Abenteuer des Herrn Steckelbein", Lpz. 1847 u. ö.),

die im einzelnen mehrfache Auflagen erlebten und in der «»Collection des histoires en estampes" (mit franz. und deutschem Text, 6 Tle., Genf 1846-47) gesammelt erschienen. Von einer deutschen Ausgabe von T.s «Gesammelten Schriften» sind die «Genfer Novellen» (3 Bdchn., Lpz. 1847; Prachtausg., ebd. 1847) und «Das Pfarrhaus» (4 Bdchn., ebd. 1852) erschienen.-

Vgl.   Rambert, Écrivains nationaux suisses, Bd. 1 (Genf 1874);

Blondel und Mirabaud, Rodolphe Töpffer (Par. 1887);

Glöckner, R. Töpffer, sein Leben und seine Werke (Zerbst [* 5] 1891).

Topfgießerei

oder Poterie, die Herstellung gußeiserner Kochgeschirre. ^[= Kochherde, s. Kocheinrichtungen.]

Topfhelm,

s. Helm ^[= # in der Technik der Stiel eines Hammers, Beiles oder einer Axt.] nebst Textfigur 3.

Topfkuchen,

s. Napfkuchen.

Topfpflanzen,

Gieseler - Gießen

Bild 7.333: Gieseler - Gießen
* 6 Gießen.

in verhältnismäßig kleinen Gefäßen, Blumentöpfen (s. d.) und Blumenkübeln, dauernd gezogene Gewächse, worin sie ein kümmerliches Leben führen müßten, würden sie nicht sehr nahrungsreiche Erde bekommen und viel Düngstoffe zugefügt erhalten. Trotz alledem können Topfpflanzen nicht allzulange in derselben Erde wachsen, sie bilden in mehr oder weniger kurzer Zeit ein so starkes Wurzelgewebe, daß die Erde keine Nahrungsstoffe mehr in genügendem Maße aufnehmen kann und die Pflanzen anfangen zu kümmern. Es ist daher von Zeit zu Zeit eine teilweise Erneuerung der Erde nötig. Eine sehr wichtige Arbeit ist das Gießen [* 6] und Bespritzen (s. d.) sowie das Reinigen der Blätter von Staub und Schmutz mittels feuchter Schwämme, [* 7] besonders bei großblätterigen Pflanzen.

Topfpressen,

s. Ölpressung.

Topfstein,

s. Chloritschiefer. ^[= ein schieferiges Gestein von unrein lauchgrüner bis schwärzlichgrüner Farbe, das vorherrschend, ...]

Top-Hane,

d. i. Kanonenfabrik, Vorstadt von Konstantinopel [* 8] (s. d. nebst Textplan und Plan), zwischen Galata, Pera und Fündüklü, der Serailspitze gegenüber, mit hölzernen, sich amphitheatralisch erhebenden Häusern. Eine enge, nach dem Meere herablaufende Gasse (Rue Jenidscharschi) teilt das Ganze in zwei Hälften. In der Nähe des Meers hat man die Vorstadt neuerdings im unmittelbaren Anschluß an die Gebäude des Artilleriearsenals (mit Kanonengießerei, Schmiede u. s. w.) im großartigsten Stil erweitert.

Das imposante Conseil- und Verwaltungspalais (Medschliß) wurde 1865 -66 gebaut. Mitten unter diesen Werken der Neuzeit ragt die ehrwürdige Mahmudije- (Nusretije-) Moschee mit ihren beiden hohen Minarets empor, daneben liegt ein freier Platz mit Uhrturm und kaiserl. Kiost, westlich davon eine große Artilleriekaserne. Neben dem Arsenal erhebt sich die Moschee Kilidsch Ali Paschas, ein Werk des berühmten türk. Baumeisters Sinans, des Schöpfers der Suleimanieh.

Topik

Lehrbegriff - Lehrerin

Bild 61.37: Lehrbegriff - Lehrerinnen [unkorrigiert]
* 9 Lehre.

(grch.) nannten die alten griech. und lat. Rhetoren und Grammatiker die systematische Darstellung gewisser allgemeiner Begriffe und Sätze, die beim Ausarbeiten rednerischer Vorträge als Richtschnur oder Leitfaden für die Auffindung und Wahl zweckmäßiger Beweisgründe dienen sollten. Ein solcher Gemeinplatz oder allgemeiner Begriff, z. B. «Freiheit», «Seelenruhe», hieß bei den Griechen Topos, bei den Römern Locus communis. Von den Griechen wurde die in späterer Zeit mit besonderer Vorliebe bearbeitet, unter den Römern namentlich von Cicero in den «Topica» und andern rhetorischen Schriften, vorzüglich mit Rücksicht auf die öffentliche Beredsamkeit. An der Rhetorik finden bei der Lehre [* 9] von der Erfindung (inv6ntio) die speciellen tópoi oder loci noch jetzt ihren Platz als allgemeine Gesichtspunkte oder Fragen, deren Berücksichtigung zur Erschöpfung des Themas dient. So bei histor. Abhandlungen sind in der gerichtlichen Beredsamkeit die Fragen: Quis? Quid? Ubi? Quibus auxiliis? Cur? Quomodo? Quando? -

Vgl.   Kästner, Topik oder Erfindungswissenschaft (Lpz. 1816).

In theologisch-dogmatischem Sinne versteht man unter Topik oder Topologie eine Theorie der Grundsätze, die der Theolog bei der Wahl und Behandlung der biblischen Beweisstellen zu befolgen hat, ob z. B. eine Stelle vermöge der Richtigkeit des Textes oder vermöge der erforderlichen Deutlichkeit die gehörige Beweiskraft für eine gewisse Lehre haben könne oder nicht. In der Predigtkunst ist topische Methode diejenige, zufolge deren nach kurzer Erklärung eines Textes ein sog. Gemeinplatz abgehandelt wird.

Topinambur,

s. Helianthus und Tafel: Futterpflanzen I, [* 1] Fig. 1.

Topische

Färberei, s. Zeugdruck.

Topische

Mittel, diejenigen Medikamente, die nur auf die leidende Stelle des Körpers wirken sollen.

Dahin gehören Bähungen und Aufschläge, Einreibungen, Atzmittel, blasenziehende Mittel u. s. w.

Toepler,



Toplice - Toppsegel

Bild 65.905: Toplice - Toppsegel
* 14 Seite 65.905.

Aug., Physiker, geb. 7. Sept. 1836 zu Brühl bei Köln [* 10] a. Rh., studierte in Berlin [* 11] Chemie und Physik, wirkte zuerst in Poppelsdorf bei Bonn [* 12] als Chemiker an der landwirtschaftlichen Versuchsstation, dann als Docent für Chemie und Physik an der landwirtschaftlichen Akademie daselbst. 1861 als Professor an das Polytechnikum zu Riga [* 13] berufen, beteiligte er sich an der Organisation dieser Hochschule und richtete auch die erste landwirtschaftlich-chem. Versuchsstation daselbst ein. 1868 folgte ¶

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er einem Rufe an die Universität Graz [* 15] als ord. Professor der Physik. Hier wurde 1872-75 nach seinen Anweisungen ein neues physik. Institut gebaut, eine der ersten größern Anstalten ihrer Art. (Beschreibung in PH. Carls «Repertorium für Experimentalphysik», 1875, Bd. 11.) Seit 1876 ist Toepler ord. Professor der Physik und Direktor des Physikalischen Instituts an der Technischen Hochschule zu Dresden. [* 16] Von ihm rührt eine verbesserte Quecksilberluftpumpe [* 17] (s. d.) her (vgl. Dinglers «Polytechnisches Journal», 1862). In seinen «Optischen Studien nach der Methode der Schlierenbeobachtung» (in Poggendorffs «Annalen», Bd. 127, 131, 134) beschrieb er ein wichtiges optisches Beobachtungsverfahren (s. Schlierenmethode). [* 18]

Mit Holtz teilt er sich in das Verdienst, die Influenzelektrisiermaschine (s. Influenzmaschine) erfunden zu haben (vgl. Poggendorffs «Annalen», Bd. 125, 127, 130). Auch um die weitere Entwicklung dieser Maschinen hat Toepler sich verdient gemacht. Toepler genießt auch als Akustiker und Förderer der Theorie der Dioptrik einen bedeutenden Ruf. Seine Abhandlungen erschienen zumeist in Poggendorffs «Annalen» und in den Berichten der Wiener oder Berliner [* 19] Akademie.

Ende Töpler
→ weiter zu Seite 65.905: Toplice ⟹ (spr.-itze), Badeort in Krain, s. Töplitz; Gemeinde in Kroatien, s. Warasdin-Töplitz.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 902 [Suche = 65.904] im Internet seit 2005; Text geprüft am 15.8.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0904

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  • 15.756 Topfpflanzen
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  • 21.586 Topinambur_2

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