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Null(v. lat. nullus, keiner), in der Arithmetik 1) die Differenz zweier gleicher Großen: a - a / 148
Null _2# (vom lat. nullus, keiner), 0, in der Mathematik das Zeichen für Nichts. Die N. ist das Resultat / 164
Null _3# eine Spieltour im Skat (s. d.). / 6

Seite 12.278

Null

318 Wörter, 1'951 Zeichen

Bildende Künste — Baumeister — Deutsche

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Null

(v. lat. nullus, keiner), in der Arithmetik 1) die Differenz zweier gleicher Großen: a - a= 0; 2) der Grenzwert eines Bruches, dessen Zähler einen beliebigen konstanten (unveränderlichen) Wert a hat, während der Nenner über alle Grenzen [* 2] wächst (unendlich groß [∞] wird): a/∞ = 0. Bei der üblichen Schreibweise dekadischer Zahlen, bei welcher die Geltung einer Ziffer von ihrer Stellung abhängt, wird die Null gesetzt, wenn an einer Stelle keine Einheiten stehen. Eine Null, rechts an eine ganze Zahl gesetzt, verzehnfacht deren Wert; wird eine solche aber an die erste Stelle links an einen Dezimalbruch gesetzt, so vermindert sie denselben auf den zehnten Teil. - In der Musik wird das Nullzeichen gebraucht: in der Generalbaßbezifferung, wo es anzeigt, daß zu dem Baßton, über oder unter dem es sich findet, keine Harmonie genommen werden soll, und in der Applikatur der Saiteninstrumente, wo es die leere Saite anzeigt.

Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910 steht:



Null

(vom lat. nullus, keiner), 0, in der Mathematik das Zeichen für Nichts. Die Null ist das Resultat einer Differenz, bei welcher der Subtrahend gleich dem Minuend ist, also a – a = 0. Durch Teilung einer endlichen Zahl kann man die Null nur erreichen, indem man die Teilung bis ins Unendliche fortsetzt; daher ist die Null der Grenzwert eines Bruches, dessen Zähler eine beliebige Zahl b ist, dessen Nenner aber über alle Grenzen wächst oder unendlich ist, also b / (unendlich) = 0. Auch als Grenzwert anderer Funktionen und von Reihen kann die Null auftreten. Durch Multiplikation mit einer beliebigen endlichen Größe wird der Wert der Null nicht geändert, daher m · 0 = 0. Wächst aber m über alle Grenzen, so ist das Resultat eine endliche, aber beliebige Zahl, also (unendlich) · 0 = b, welches Resultat aus der oben angeführten Gleichung b / (unendlich) = 0 hervorgeht. Im dekadischen Zahlensystem gilt die Null als Ziffer und bedeutet das Fehlen der Einheiten.

Null,

eine Spieltour im Skat (s. d.). ^[= (vom ital. scarto, das Abwerfen, weggelegte Karten), Kartenspiel, das mit der Piquetkarte von ...]

Verweis zu Album auf Seite 1.302

Albreda - Albuquerque

Bild 1.302: Albreda - Albuquerque
* 4 Seite 1.302.


Album

(lat., das »Weiße«),

bei den alten Römern eine weiße Tafel, um Bemerkungen, Verzeichnisse, Bekanntmachungen etc. darauf zu verzeichnen. So gab es ein Album des Pontifex, worauf die Annales maximi (die Jahreschronik) verzeichnet wurden, ein der Prätoren für öffentliche Edikte, ein Album für die Namenlisten der Senatoren, der Richter, der geistlichen Kollegien, der Heeresabteilungen wie nachher in der christlichen Zeit der Kleriker und noch gegenwärtig der Mitglieder der Universitätsfakultäten. Im spätern Mittelalter bezeichnete man mit dem Namen Album ein Buch weißer, zusammengehefteter Blätter, welches den Zweck hatte, Einzeichnungen verschiedener Personen, auch Sprüche und Sentenzen derselben aufzunehmen. Zu den Albums dieser Art gehören die Gedenkbücher, wie sie schon in mittelalterlichen Klöstern zur Einzeichnung der Gäste auflagen, die Wappen- und Emblemen- oder Devisensammlungen der Renaissance, namentlich aber die Stamm- oder Gesellenbücher, wie sie im Zeitalter des Humanismus Studenten, Gelehrte und Künstler anlegten, und deren Name die Benennung Album auch bald verdrängte.

Der Buchhandel bereitete seit jener Periode derartige Bücher vor; man stattete sie mit Bildwerken aus, welche Bezüge auf die Einzelnen zuließen, und gab den bedruckten Blättern weiße zum Beschreiben bei. Dergleichen Stammbücher sind vom historischen Standpunkt aus oft merkwürdig als Sammlungen von Autographen berühmter Personen; vom künstlerischen Standpunkt betrachtet, enthalten sie meist Dilettantenarbeit. In der spätern Zeit artete das Stammbuchwesen in Spielerei aus und wurde Modesache in der Welt der Mädchen und Frauen; gegenwärtig ist es fast gänzlich verlassen, an die Stelle des Stammbuchs ist das Photographienalbum getreten.

Neuerlich ist das Wort von Frankreich aus als Titel für poetische Anthologien (meist illustriert), für Sammlungen von Zeichnungen namhafter Künstler oder von Stichen, Radierungen, Photographien etc. namhafter Kunstwerke und litterarisch-artistischer Erzeugnisse ähnlicher Art in Gebrauch gekommen; so das »Düsseldorfer Künstleralbum« (1851-66),

fortgesetzt als »Deutsches Künstleralbum« (1866-76),

das »Wiener Künstleralbum« (1857-61), ferner die Albums aus den Werken von Leonardo da Vinci, Raffael, Correggio, Tizian, Veronese, Murillo, Rembrandt, Eyck, Dürer, Kaulbach, Richter etc. Ähnliche Arten von Albums in der Bedeutung von Sammlung oder Auswahl bilden das Briefmarkenalbum und das neuerdings aufgekommene Musikalbum.

Ende Album (2)
→ weiter zu Seite 1.302: Albumen ⟹ s. Same.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band, Seite 302 im Internet seit 2005; Text geprüft am 23.9.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//stammbuch/null

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