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Sinnestäuschung - Sint

Bild 14.994: Sinnestäuschung - Sintenis
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2 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
SinnlichkeitEmpfänglichkeit für die verschiedenen Sinnesempfindungen, besonders aber für solche psychische / 99
Sinnlichkeit _2der Faktor in unserer Erkenntnis, der im Gegebenen der Sinne liegt, im Unterschied vom Verstand / 113

Seite 14.994

Sinnlichkeit

212 Wörter, 1'627 Zeichen

Theologie — Kirchenhistoriker — Psychologie und Ethik

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Sinnlichkeit,

Empfänglichkeit für die verschiedenen Sinnesempfindungen, besonders aber für solche psychische Ereignisse, welche sich zunächst an Sinnesempfindungen anschließen, also einerseits die Auffassung der uns umgebenden Erscheinungswelt nach Stoff und Form, die Wahrnehmung und Unterscheidung der außer uns befindlichen Dinge, ihrer Eigenschaften und Veränderungen, anderseits die Gesamtheit derjenigen Triebe, Begehrungen und Leidenschaften, welche entweder direkt in den Bedürfnissen des leiblichen Organismus, wie der Nahrungs- und Geschlechtstrieb, oder in dem Gefühl der Lust und Unlust, das gewisse sinnliche Empfindungen in uns erregen, begründet sind. Die S. in letzterm Sinn steht dem von den Motiven der Sinnenreize unabhängigen Wollen, der Sittlichkeit, gegenüber.

Ende Sinnlichkeit (1)
→ weiter zu Seite 14.994: Sinno ⟹ Küstenfluß in der ital. Provinz Potenza, entspringt am Monte Pennarone, unfern Lagonegro,

Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910 steht:



Sinn (Fluß) - Sintenis

Bild 64.1000: Sinn (Fluß) - Sintenis
* 2 Seite 64.1000.

Sinnlichkeit,

der Faktor in unserer Erkenntnis, der im Gegebenen der Sinne liegt, im Unterschied vom Verstand oder der Vernunft, denen die eigentliche Verarbeitung dieses Rohstoffs zu Begriffen zufällt. S. bedeutet besonders bei Kant die Eigentümlichkeit unserer räumlich-zeitlichen Anschauung der Objekte, daß sie auf einen sinnlichen (im Neben- und Nacheinander zu ordnenden) Stoff stets angewiesen ist, niemals unabhängig von einem solchen ihr Objekt erfassen kann. S. und Verstand sind übrigens nach Kant nur in Verbindung miteinander in der Erkenntnis wirksam: Begriffe ohne Anschauungen sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. In praktischer Hinsicht versteht man unter S. die Empfänglichkeit für sinnliche Eindrücke und Hingebung an dieselben, meist im tadelnden Sinne der Vernachlässigung alles Höhern.

Ende Sinnlichkeit (2)
→ weiter zu Seite 64.1000: Sinnpflanze ⟹ s. Mimose.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 14. Band, Seite 994 im Internet seit 2005; Text geprüft am 14.11.2006; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//sinnlichkeit

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  • 64.1000 Sinnlichkeit

* 2 Bilder dazu:

  • 1_Seite 14.994
  • 2_Seite 64.1000
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