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Bild 66.282: Vernet-les-Bains - Vernunft
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Vernunft(Ratio) wird sowohl zur Bezeichnung einer gewissen Geistes als einer gewissen Charakterbeschaffenhei / 513
Vernunft _2# der Ableitung nach gleichbedeutend mit Verstand (s. d.), wird im Sprachgebrauch meist davon / 333

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Vernunft

2 Seiten, 846 Wörter, 6'664 Zeichen

Theologie — Kirchenhistoriker — Psychologie und Ethik



Vernunft,



der Ableitung nach gleichbedeutend mit Verstand (s. d.), wird im Sprachgebrauch meist davon unterschieden; doch ist die Unterscheidung selbst keine konstante. Früher nahm die Vernunft (ratio) einen niedern Rang ein gegenüber dem Verstand (intellectus); seit Kant wird ihr meist der höhere Rang angewiesen. Bei Kant selbst bedeutet Vernunft in weiterm Sinne das ganze Erkenntnisvermögen oder den Inbegriff der Erkenntnisse a priori, der theoretischen wie der praktischen (daher theoretische, praktische s. auch Kritik); in engerm Sinne bezeichnet sie eine dritte und höchste Stufe der Erkenntnis gegenüber Sinnlichkeit und Verstand; der Verstand wird dann, zunächst in logischer Hinsicht, als Vermögen der Begriffe, die Vernunft als Schlußvermögen aufgefaßt, und ein analoger Unterschied auch in transcendentaler Hinsicht, d. h. in Bezug auf das Verhältnis der Erkenntnis zum Gegenstande, eingeführt. Verstand bezeichnet danach die Wirksamkeit der synthetischen Funktion im Erfahrungsgebiet, während die Vernunft, auf Grund weitergehender Schlüsse, bis zu den Grenzen [* 2] der Erfahrung, ja bis zu dem Gedanken des Übersinnlichen (Unbedingten) sich erhebt. Daher sind die Ideen des Unbedingten Vernunftbegriffe, nicht Verstandesbegriffe. Sofern ¶

Ende Vernunft (0)
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Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 16. Band, Seite 280 [Suche = 66.282] im Internet seit 2005; Text geprüft am 22.10.2013; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//vernunft/66_0282

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