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Salpetergass. v. w. Stickstoffoxyd. / 3

Seite 14.225

Salpetergas

3 Wörter, 38 Zeichen

Chemie — Metalloide



Salpetergas,

s. v. w. Stickstoffoxyd.

Verweis zu Stickstoffoxyd auf Seite 15.319

Sticknähmaschine - Sti

Bild 15.319: Sticknähmaschine - Stickstoffoxyd
* 2 Seite 15.319.


Stickstoffoxyd



Stickstoffoxydul - Sti

Bild 15.320: Stickstoffoxydul - Sticta
* 4 Seite 15.320.

(Stickstoffdioxyd, Stickoxyd) NO entsteht bei Einwirkung vieler Metalle (Kupfer, [* 3] Silber, Quecksilber etc.), des Phosphors und andrer leicht oxydierbarer Körper auf Salpetersäure und beim Erwärmen von Eisenchlorür mit salpetersaurem Kali und Salzsäure. Es ist ein farbloses Gas und wird ¶

mehr

bei sehr niedriger Temperatur unter einem Druck von 104 Atmosphären zu einer farblosen Flüssigkeit verdichtet. Das spezifische Gewicht ist 1,039, es verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft direkt unter Bildung roter Dämpfe von Stickstoffperoxyd, löst sich bei mittlerer Temperatur in 20 Volumen Wasser, erträgt hohe Temperatur, ist nicht atembar, unterhält die Verbrennung von erhitztem Eisen [* 5] und Phosphor, während eine Kerze [* 6] darin erlischt; eine Mischung von Schwefelkohlenstoffdampf und Stickstoffoxyd verbrennt mit einer blauen, an chemisch wirksamen Strahlen sehr reichen Flamme, [* 7] welche zum Photographieren bei Ausschluß des Tageslichts dienen kann (Sellsche Lampe). Feuchte Zink- und Eisenfeilspäne, Schwefelleber etc. reduzieren S. zu Oxydul; Kalium und glühendes Kupfer reduzieren es vollständig. Eisenvitriollösung absorbiert es reichlich und färbt sich dabei fast schwarz, auch Salpetersäure nimmt es auf und bildet eine blaue, grüne oder braune Flüssigkeit. Es wurde schon von van Helmont beobachtet, aber erst von Priestley näher untersucht und von ihm Salpetergas genannt.

Ende Stickstoffoxyd
→ weiter zu Seite 15.320: Stickstoffoxydul ⟹ (Stickstoffmonoxyd, Stickoxydul, Lustgas, Lachgas) N2O entsteht bei vorsichtigem Erhitzen von
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Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 15. Band, Seite 319 im Internet seit 2005; Text geprüft am 5.10.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

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Siehe auch:

  • 15.319 Stickstoff
  • 15.320 Stickstoffoxydul
  • 18.908 Stickstoff
  • 19.904 Stickstoff_2
  • 65.354 Stickstoff_3
  • 65.355 Stickstoffoxyde
  • 65.355 Stickstoffoxydulgas
  • 65.355 Stick- und Schlingschulen

* 7 Bilder dazu:

  • 5Eisen
  • 7Flamme
  • 6Kerze
  • 3Kupfer
  • 1_Seite 14.225
  • 2_Seite 15.319
  • 4_Seite 15.320
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