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Polyhistor - Polymeter

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PolykratesTyrann der Insel Samos, Sohn des Äakes, regierte erst gemeinschaftlich mit seinen Brüdern / 214

Seite 13.208

Polykrates

214 Wörter, 1'511 Zeichen

Geschichte — Asien — Alterthum



Polykrates,

Tyrann der Insel Samos, Sohn des Äakes, regierte erst gemeinschaftlich mit seinen Brüdern Pantagnotos und Syloson, nach Ermordung des erstern und Vertreibung des andern (535 v. Chr.) allein. Er befestigte seine Herrschaft durch eine fremde Leibwache. Im Besitz einer Flotte von 100 Fünfzigruderern, eroberte er viele Städte und Inseln, namentlich Milet und Lesbos, und machte Samos zum Mittelpunkt eines großen Seestaats, der den ganzen Archipel beherrschte. Er zog die ausgezeichnetsten Künstler von Hellas an seinen Hof, [* 2] welche ihm einen prachtvollen Palast bauten, denselben mit herrlichen Statuen schmückten und, wie Anakreon und Ibykos, seine Feste mit ihren Gesängen feierten.

Vereinigte Staaten von

Bild 18.976: Vereinigte Staaten von Nordamerika (Geschichte)
* 3 Wasserleitung.

Sein Siegelring war von der Meisterhand des Theodoros. Auch wissenschaftliche Bestrebungen förderte er und berief den größten Arzt seiner Zeit, Demokedes von Kroton, zu sich. Ein großer Kriegshafen wurde gebaut, eine Wasserleitung [* 3] angelegt und der Tempel [* 4] der Hera, [* 5] das Heräon, zum schönsten hellenischen Heiligtum gemacht. Aber wegen des harten Drucks, unter welchem das Volk seufzte, war Polykrates verhaßt, und seine unersättliche Geld- und Machtbegierde stürzte ihn endlich. 522 ließ sich Polykrates unter dem Vorwand eines gemeinschaftlichen Unternehmens gegen Persien [* 6] vom persischen Satrapen Orötes nach Magnesia locken, wo er ans Kreuz [* 7] geschlagen wurde. Die schon im Altertum verbreitete Sage von seiner Freundschaft mit Amasis von Ägypten [* 8] hat Schiller in dem Gedicht »Der Ring des Polykrates« poetisch behandelt.

Ende Polykrates
→ weiter zu Seite 13.208: Polylemma ⟹ (griech., lat. Syllogismus multicornis), vielgehörnter Schluß, ein Schluß in Form eines Dilemma,
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 13. Band, Seite 208 im Internet seit 2005; Text geprüft am 3.2.2006; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

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Siehe auch:

  • 13.156 Pol

* 8 Bilder dazu:

  • 5Hera
  • 2Hof
  • 7Kreuz
  • 6Persien
  • 4Tempel
  • 3Wasserleitung
  • 1_Seite 13.208
  • 8Ägypten
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