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M. R. G. S. - Mstislaw

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Mscislawdrei poln. Herzöge und Könige: M. I. (Miseko), nach der Sage der vierte Herrscher nach Piast / 231

Seite 62.43

Mscislaw

231 Wörter, 1'514 Zeichen



Mscislaw,

drei poln. Herzöge und Könige: Mscislaw I. (Miseko), nach der Sage der vierte Herrscher nach Piast (s. d.), aus dessen Geschlecht, regierte als deutscher Lehnsfürst von 962 bis 992. Er heiratete die Tochter des Herzogs Boleslaw I. von Böhmen, [* 3] nahm 966 das Christentum an und gründete das Bistum in Posen [* 4] (968), das dem Erzbistum Magdeburg [* 5] unterstellt war. 986 leistete er Kaiser Otto III. zu Quedlinburg [* 6] den Vasalleneid, nahm an den Feldzügen desselben gegen Boleslaw von Böhmen teil und erhielt die bisher böhm. Besitzungen in Schlesien [* 7] auf dem rechten Ufer der Oder. Sein vergoldetes ehernes Standbild (von Rauch) befindet sich in der Königskapelle im Dom zu Posen.

Kiew [unkorrigiert]

Bild 60.334: Kiew [unkorrigiert]
* 8 Kiew.

Mscislaw II., der Träge, Sohn Boleslaws Chrobrys (1025–34), verlor fast alle von seinem Vater gemachten Eroberungen: Rotrußland an Herzog Jaroslaw von Kiew, [* 8] Mähren an Böhmen, die Slowakei an Ungarn, [* 9] die slaw.-deutschen Landschaften an Kaiser Konrad II., dessen Oberhoheit er auf dem Hoftage zu Merseburg [* 10] 1032 anerkannte. Es glückte ihm jedoch, Pommern, [* 11] welches den Tribut verweigerte, mit Waffengewalt dem Reiche zu erhalten. Er starb 15. März 1034.

Mscislaw III., der Alte, erhielt bei der Teilung des poln. Reichs durch seinen Vater Boleslaw III. Großpolen und gelangte nach längern Zwistigkeiten mit seinen Brüdern zur Oberherrschaft über Polen und in den Besitz von Krakau [* 12] (1173). Infolge seiner Bedrückungen wurde er 1177 vertrieben und erst gegen Ende seines Lebens gewann er wieder die Herrschaft über Polen. Er starb 1202.

Ende Mscislaw
→ weiter zu Seite 62.43: Msgr ⟹ Abkürzung für Monsignore oder Monseigneur.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 12. Band, Seite 41 [Suche = 62.43] im Internet seit 2005; Text geprüft am 26.7.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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  • 8Kiew
  • 12Krakau
  • 5Magdeburg
  • 10Merseburg
  • 11Pommern
  • 4Posen
  • 6Quedlinburg
  • 7Schlesien
  • 9Ungarn
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