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Maury - Maus

Bild 11.364: Maury - Maus
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Maus# (Mus L.), Säugetiergattung aus der Ordnung der Nagetiere und der Familie der Mäuse (Murina / 707
MAUSoder MAUSS (Kt. Bern, Amtsbez. Laupen. Gem. Mühleberg). 620 m. Gemeindeabteilung und Dorf, / 67

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Maus

774 Wörter, 5'242 Zeichen

Zoologie — Säugethiere — Beutelthiere

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Maus

(Mus L.), Säugetiergattung aus der Ordnung der Nagetiere [* 2] und der Familie der Mäuse (Murina), kleine Tiere mit schlankem Kopf, spitzer, behaarter Schnauze, schuppig geringeltem, fast nacktem Schwanz von Körperlänge und darüber, fünfzehigen Hinter- und vierzehigen, mit einer Daumenwarze versehenen Vorderfüßen. Die Gattung umfaßt zahlreiche Arten, welche fast über die ganze Erde verbreitet sind und sich auf Kosten des Menschen besonders von Vegetabilien nähren, aber auch animalische Stoffe nicht verschmähen.

Man teilt sie in zwei Gruppen: Ratten, erwachsen über 30 cm lang, mit plumpen Füßen, Schwanz mit 200-260 Schuppenringen;

Mäuse, nur bis 24 cm lang, mit schlanken, zierlichen Füßen, Schwanz mit 120-180 Schuppenringen.



Maus, fliegende - Mäus

Bild 11.365: Maus, fliegende - Mäuseturm
* 4 Seite 11.365.

Die Hausmaus (Mus musculus L.) ist 9 cm lang, mit ebenso langem Schwanz, grauschwarz mit gelblichem Anflug, unten heller; Füße und Zehen sind gelblichgrau, die Sohlen ganz nackt; die Ohren bedecken angedrückt die Augen. Ihre Heimat ist nicht bekannt. Sie findet sich gegenwärtig auf der ganzen bewohnten Erde in den Wohnungen der Menschen, im Sommer auch in Gärten und Feldern, gräbt Röhren [* 3] und Löcher, ist ein sehr munteres und flinkes Tierchen, welches weit springt, trefflich klettert, aber nur mit Anstrengung eine kurze Strecke schwimmt. Sie wirft jährlich drei- bis fünfmal, 22-24 Tage nach der Paarung, 4-8 nackte, blinde Junge, so daß ¶

mehr

die unmittelbare Nachkommenschaft eines Jahrs mindestens aus 30 Stück besteht. Diese wachsen sehr schnell heran und sind bald fortpflanzungsfähig, daher sich diese Tiere trotz der großen Anzahl ihrer Feinde sehr stark vermehren. Sie werden durch ihre Naschhaftigkeit, mehr aber noch dadurch lästig, daß sie wertvolle Gegenstände, namentlich Bücher, Naturalien etc., benagen. Sie fressen jede Art tierischer und vegetabilischer Nahrung. Mehrfach ist berichtet worden, daß die Maus ihr bekanntes Gezwitscher (»Pfeifen«) in einer Weise ertönen lassen kann, welche an den leisen Gesang eines Vogels erinnert. In China [* 5] soll man singende Mäuse in Käfigen halten.

Europa. Fluß- und Gebi

Bild 5.919a: Europa. Fluß- und Gebirgssysteme
* 6 Europa.

Die weißen Mäuse sind Kakerlaken. Die Waldmaus (Maus sylvaticus L.) ist 20 cm lang, mit 11,5 cm langem Schwanz, an der Oberseite rot gelblichgrau, auf dem Rücken fast rostbraun, an der scharf abgesetzten Unterseite weiß; auch die Füße und Zehen sind weiß. Die Ohren sind ebenso gestaltet wie bei der Hausmaus. Die Waldmaus ist in ganz Europa [* 6] und Mittelasien verbreitet, geht im Gebirge bis 2000 m, lebt besonders an Waldrändern und in Gärten, nährt sich von Obst, Nüssen, kleinen Tieren, selbst Vögeln, und zeichnet sich besonders durch ihre Gewandtheit im Laufen, Springen und Klettern aus.

Sie legt einen kleinen Wintervorrat an, hält aber keinen Winterschlaf. Sie wirft jährlich zwei- bis dreimal 4-6 nackte Junge und richtet auf Feldern, in Gärten und Wäldern (durch Benagen junger Bäume) Schaden an, der aber im ganzen nicht beträchtlich ist. Im Winter kommt sie in die Häuser. Die Brandmaus (Acker- oder Erbsenmaus, Maus agrarius Pall., s. Tafel »Nagetiere II«) ist 18 cm lang, mit 8 cm langem Schwanz, oberseits rostbraun, meist mit schwarzem Rückenstreifen, unten scharf abgesetzt weiß; die Ohren bedecken angedrückt nicht das Auge. [* 7]

Getreide (Zusammensetz

Bild 7.264: Getreide (Zusammensetzung, Nahrungswert etc.)
* 8 Getreide.

Sie findet sich in Mitteleuropa, vom Rhein bis zum westlichen Sibirien, auf Feldern und an Waldrändern, im Winter in Scheunen und Ställen und lebt in Erdlöchern. Sie nährt sich von Getreide, [* 8] Knollen, [* 9] Insekten, [* 10] Würmern und trägt Vorräte für den Winter ein. Sie wirft im Sommer drei- bis viermal 4-8 Junge. Die Zwergmaus (Maus minutus Pall.) ist 6,5 cm lang, mit fast ebenso langem Schwanz, an der Oberseite gelblich braunrot, an der scharf abgesetzten Unterseite und an den Füßen weiß; doch kommen auch dunklere und hellere, rötlichere und bräunlichere etc. Abänderungen vor.

Die Ohren reichen angedrückt nicht bis ans Auge. Sie findet sich in ganz Mitteleuropa und Sibirien auf Feldern, im Schilf und Rohr, soll jährlich zwei- bis dreimal 5-9 Junge werfen, überwintert in Scheuern, in welche sie mit der Frucht eingeführt wird, auch im freien Feld unter Feimen, größtenteils schlafend, aber ohne daß sie in Erstarrung verfällt. Sie lebt von Getreidekörnern, Sämereien aller Art und Kerbtieren, klettert gewandt an den Ästen der Gebüsche und selbst an schwachen Grashalmen empor, wobei ihr der Schwanz als Wickelschwanz sehr förderlich ist, und baut 0,5-1 m über der Erde ein zierliches, kugelrundes, faustgroßes Nest mit seitlicher Öffnung auf an der Spitze zerschlissenen und miteinander verflochtenen Riedgrasblättern oder frei an den Zweigen eines Busches, an einem Schilfstengel u. dgl. und benutzt dasselbe zu ihrem Wochenbett.

Vgl.   Altum, Unsre Mäuse in ihrer forstlichen Bedeutung (Berl. 1880).

Ende Maus (1)
→ weiter zu Seite 11.365: Maus, fliegende ⟹ s. Flugbeutler.

Im Geographisches Lexikon der SCHWEIZ, 1902 steht:



Maus

oder Mauss (Kt. Bern, Amtsbez. Laupen. Gem. Mühleberg).

620 m. Gemeindeabteilung und Dorf, auf einer Terrasse rechts über der Saane;

2 km ssw. Mühleberg und 1,5 km ö. der Station Gümmenen der direkten Linie Bern-Neuenburg.

Telephon. Zusammen 55 Häuser, 378 reform. Ew.;

Dorf: 23 Häuser, 148 Ew. Kirchgemeinde Mühleberg.

Landwirtschaft. Schöne Bauernhöfe.

Keltische Grabhügel. 1270 vergabte Rudolf von Habsburg den Ort Müntsberg (Maus) dem Frauenkloster Kappelen.

Ende Maus (2)
→ weiter zu Seite 43.330: MAUSACKER ⟹ (Kt. Thurgau, Bez. Arbon, Gem. Egnach). 465 m. Gruppe von 6 Häusern, an der Grenze gegen den
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 11. Band, Seite 364 im Internet seit 2005; Text geprüft am 17.6.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//maus

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Siehe auch:

  • 11.348 Ma-u
  • 11.365 Maus, fliegende
  • 11.365 Mauschel
  • 11.365 Mäusedorn
  • 11.365 Mäuseholz
  • 11.365 Mauseohr
  • 11.365 Mauser
  • 11.365 Mauser-Gewehr
  • 11.365 Mauserung
  • 11.365 Mäuseturm
  • 11.366 Mausoleum
  • 11.366 Maussade
  • 35.788 Mausoleum
  • 43.330 MAUS
  • 43.330 MAUSACKER
  • 47.1097 MAUSFALLE
  • 47.1097 MAUSSON
  • 61.675 Ma-u
  • 61.687 Mäusetyphusbacillen
  • 61.687 Mausoleum
  • 61.687 Mausolus
  • 61.687 Maussaderie
  • 61.687 Mausvögel

* 10 Bilder dazu:

  • 7Auge
  • 5China
  • 6Europa
  • 8Getreide
  • 10Insekten
  • 9Knollen
  • 2Nagetiere
  • 3Röhren
  • 1_Seite 11.364
  • 4_Seite 11.365
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