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Weinstockfallkäfer - W

Bild 16.505: Weinstockfallkäfer - Weise
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5 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Weise1) Christian, Dichter, geb. 30. April 1642 zu Zittau, wurde, nachdem er in Leipzig studiert / 410
Weise _2# sieben, s. Sieben Weise. / 5
Weise _3# Christian, Schulmann und Dichter, geb. 30. April 1642 in Zittau, studierte in Leipzig, wurde / 278
Weise _4# Klara, Jugendschriftstellerin unter dem Pseudonym Klara Cron, geb. 20. Nov. 1823 zu Magdeburg, / 132
Weise _5# Wilh., Forstmann, geb. 10. April 1846 zu Brandenburg a. d. Havel, studierte in Berlin Jura und / 127

Seite 16.505

Weise

2 Seiten, 952 Wörter, 6'879 Zeichen

Litteratur — Deutsche Literatur — Neuere Dichtung seit 1500


Titel
Elemente zu Weise:

1) Christian, Dichter, geb. 30. April 1642 zu Zittau

2) Wilhelm, Forstmann, geb. 10. April 1846 zu Brandenburg

Weise,

Leipzig

Bild 10.662a: Leipzig
* 3 Leipzig.

1) Christian, Dichter, geb. 30. April 1642 zu Zittau, [* 2] wurde, nachdem er in Leipzig [* 3] studiert hatte, 1668 Sekretär [* 4] bei einem Grafen von Leiningen, 1670 Professor am Gymnasium in Weißenfels [* 5] und 1678 Rektor des Gymnasiums in Zittau, welches Amt er bis zu seinem Tod (21. Okt. 1708) bekleidete. Weise war der letzte deutsche Dichter, der die »Schulkomödie« des 16. und 17. Jahrh. zu erhalten suchte und durch seine Ausführungen am Gymnasium in Zittau einen Aufschwung derselben wenigstens in Sachsen [* 6] bewirkte.

Für die Zwecke seines Zittauer Schultheaters entwickelte er eine außerordentliche Fruchtbarkeit. Er schrieb neben lyrischen Gedichten (»Überflüssige Gedanken der grünenden Jugend«, Leipz. 1668; »Reife Gedanken«, das. 1683; »Der grünenden Jugend notwendige Gedanken«, das. 1690; »Tugendlieder«, Bautz. 1719; »Buß- und Zeitandachten«, das. 1720),

lehrhaften sogen. politischen Romanen (z. B. »Die drei ärgsten Erznarren in der ganzen Welt«, Leipz. 1672, neuer Abdruck, Halle [* 7] 1878; »Die drei klügsten Leute in der ganzen Welt«, das. 1673) nicht weniger als 54 Schauspiele (Tragödien und Komödien),

welche teils im »Zittauischen Theatrum« (Zitt. 1683),

in »Jugendlust« (Frankf. 1684),

in den »Proben von der vertrauten Redenskunst« (Dresd. 1700) etc. gesammelt wurden, teils handschriftlich aus der Zittauer Stadtbibliothek liegen. Weise suchte die Wirkungen der rein rhetorischen Schulkomödie mit der lebendigern Handlung, die er in Ayrers und Gryphius' Dramen fand, zu verbinden, erstrebte im allgemeinen dem Schwulst der Lohensteinianer gegenüber eine gewisse Einfachheit und Natürlichkeit, brachte es aber über eine gewandte Trivialität, eine glatte Rede- und Versfertigkeit nicht hinaus und gab den ihm folgenden Dichtern ein schlimmes Beispiel selbstgenügsamer Mittelmäßigkeit.

Echteres Verdienst als durch die massenhafte Flut seiner Poesien erwarb er sich durch die Reformen, die er im Schulwesen einführte und anbahnte, wie er denn besonders auf die Übung in deutschen Ausarbeitungen drang und den Sinn für vaterländische Dichtung zu wecken und zu pflegen bemüht gewesen ist.

Vgl.   Kornemann, Chr. Weise als Dramatiker (Marb. 1853);

Palm, Christian Weise (Bresl. 1854);

Derselbe, Beiträge zur Geschichte der deutschen Litteratur etc. (das. 1877).

2) Wilhelm, Forstmann, geb. 10. April 1846 zu Brandenburg, [* 8] studierte Staats- und Rechtswissenschaft in Berlin, [* 9] seit 1868 Forstwissenschaft in Eberswalde [* 10] und Münden, war 1877-83, zuletzt als Forstmeister, Dirigent des forstlichen Versuchswesens und Dozent bei der Forstakademie Eberswalde und wurde 1883 als Forstrat und Professor der Forstwissenschaft an das Polytechnikum in Karlsruhe [* 11] berufen. Er schrieb: »Die Taxation des Mittelwaldes« (Berl. 1878),



Weisel - Weismain

Bild 16.506: Weisel - Weismain
* 12 Seite 16.506.

»Ertragstafeln für die Kiefer« (das. 1880), ¶

mehr

»Die Taxation der Privat- und Gemeindeforsten« (das. 1883),

»Leitfaden für den Waldbau« (das. 1888) und gibt seit 1881 die »Chronik des deutschen Forstwesens« (Berl.) heraus.

Ende Weise (0)
→ weiter zu Seite 16.506: Weisel ⟹ die Bienenkönigin.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 16. Band, Seite 505 im Internet seit 2005; Text geprüft am 9.1.2010; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//weise/16_0505

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