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Gy - Gyllembourg-Ehren

Bild 7.958: Gy - Gyllembourg-Ehrensvärd
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Gygeserster König von Lydien aus der Dynastie der Mermnaden, ursprünglich Leibwächter und Günstling / 222

Seite 7.958

Gyges

222 Wörter, 1'497 Zeichen

Geschichte — Asien — Kleinasien



Gyges,

erster König von Lydien aus der Dynastie der Mermnaden, ursprünglich Leibwächter und Günstling des Königs Kandaules aus der assyrischen Dynastie der Sandoniden. Letzterer rühmte gegen Gyges die Reize seiner Gemahlin und verbarg ihn in deren Schlafgemach, damit er Gelegenheit erhalte, sich von der Schönheit der Königin zu überzeugen. Diese bemerkte aber den Eindringling und stellte ihm andern Tags die Wahl, entweder den König zu töten und sie zu heiraten, oder selbst ermordet zu werden. Gyges wählte das erstere und bestieg nach Kandaules' Tode den Thron. [* 2]

Kraft [unkorrigiert]

Bild 60.671: Kraft [unkorrigiert]
* 3 Kraft.

Die Lydier wollten anfangs zwar den Usurpator nicht anerkennen, gaben sich indes zufrieden, als das delphische Orakel denselben in seiner Würde bestätigte. Aus Dankbarkeit sandte Gyges ungemein reiche Weihgeschenke nach Delphi, unter andern sechs goldene Mischkrüge, deren Gewicht 30 Talente betrug. Gyges regierte darauf 35 Jahre (689-654 v. Chr.), dehnte sein Reich aus, machte einen Angriff auf Milet und Smyrna und eroberte Kolophon. So erzählt Herodot; nach Plutarch verschaffte sich Gyges die Herrschaft durch Empörung und mit Heeresmacht. Platon (»De republ.«) dagegen erzählt, Gyges habe einst als Hirt einen Ring in einer unterirdischen Höhle gefunden, welcher die Kraft [* 3] gehabt habe, seinen Besitzer unsichtbar zu machen, sobald man den Stein einwärts kehrte. Mit Hilfe dieses Ringes habe er die Königin gewonnen und seinen Herrn ermordet. Fr. Hebbel behandelte den Stoff dramatisch unter dem Titel: »Der Ring des Gyges«.

Ende Gyges
→ weiter zu Seite 7.958: Gyl ⟹ bei naturwissenschaftl. Namen Abkürzung für Leonhard Gyllenhall, geb. 1754, gest. 1842 als
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Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 7. Band, Seite 958 im Internet seit 2005; Text geprüft am 1.2.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

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