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Carlson - Carlyle

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Carlyle(spr. karleil), Thomas, bedeutender engl. Historiker, geb. 4. Dez. 1795 zu Ecclefechan in der / 1129
Carlyle _2Thomas, engl. Historiker. Seine Briefe aus den Jahren 1621-26 (Lond. 1856, 2 Bde.) und 1826-36 / 43
Carlyle _3(spr. -leil), Thomas, engl. Schriftsteller, geb. 4. Dez. 1795 in dem Dorfe Ecclefechan in Dumfries / 1067

Seite 3.813

Carlyle

2'239 Wörter, 15'618 Zeichen

Geschichte — Historik und Historiker — Engländer

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Carlyle

London

Bild 10.896a: London
* 4 London.

(spr. karleil), Thomas, bedeutender engl. Historiker, geb. 4. Dez. 1795 zu Ecclefechan in der schottischen Grafschaft Dumfries als der Sohn eines nicht unbemittelten Pachters, bezog im Alter von 14 Jahren die Universität Edinburg [* 2] und widmete sich hier, da er in der Theologie keine Befriedigung fand, insbesondere dem Studium der Mathematik und der Sprachen, vorzüglich der deutschen Sprache [* 3] und Litteratur. Nach Beendigung seiner Studien sah er sich zur Annahme spärlich bezahlter Lehrerstellungen erst in Schottland, dann in London [* 4] genötigt, bis ihn eine in jeder Beziehung glückliche Heirat in den Stand setzte, erst auf einem kleinen Landgut in Schottland, seit 1833 aber in Chelsea bei London ganz der Litteratur zu leben.

Außer mehreren Übersetzungen mathematischer Werke hatte er schon seit 1823 an Sir David Brewsters »Edinburgh Encyclopaedia« und an der »Edinburgh Review« mitgearbeitet, insbesondere Essays über Montesquieu, Montaigne, Nelson, die beiden Pitt und über Goethes »Faust« veröffentlicht. Die neuere deutsche Litteratur nahm ihn damals ganz gefangen, und niemand mehr als Carlyle hat dazu beigetragen, ihre Kenntnis den Engländern zu vermitteln. Im Zeitraum weniger Jahre publizierte er eine Übersetzung von Goethes »Wilhelm Meister«: »William Meister's apprenticeship« (Edinb. 1825, 3 Bde.),

eine Biographie Schillers: »Life of Schiller, an examination of his works« (Lond. 1825),



Carmagnola

Bild 3.814: Carmagnola
* 6 Seite 3.814.

und eine Auswahl von Übersetzungen aus Goethe, Fouqué, Tieck, Musäus, Jean Paul, Hoffmann u. a. mit kritischen und biographischen Einleitungen unter dem Titel: »German romances« (Edinb. 1827, 4 Bde.) sowie ein große Anzahl kleinerer Aufsätze, z. B. über Werner, Novalis, den Briefwechsel Goethes mit Schiller, Heine, das Nibelungenlied etc., die später mit andern in der Sammlung seiner »Essays« (5 Bde.) vereinigt sind. Durch diese Schriften war Carlyle zu Goethe in Beziehungen getreten; ein Briefwechsel zwischen beiden ward angeknüpft, Goethe selbst leitet die 1830 in Frankfurt [* 5] erschienene deutsche Übersetzung der Schiller-Biographie ein, und der junge englische Gelehrte blieb sein lebenlang ein begeisterter Verehrer des Weimarer Dichterfürsten. Die nächste größere ¶

mehr

Schrift Carlyles, die zuerst in »Fraser's Magazine« veröffentlicht wurde, führt den wunderlichen Titel: »Sartor resartus, or life and opinions of Herr Teufelsdroeckh« (deutsch von Fischer, Leipz. 1882);

sie ist offenbar unter dem Einfluß Jean Pauls entstanden und wendet sich mit schonungsloser Härte gegen die Gebrechen der Zeit.

Größere Wirkung hatte das erste umfangreiche historische Werk Carlyles, seine glänzend und hinreißend geschriebene Geschichte der französischen Revolution (»The French revolution, a history«, Lond. 1837, 3 Bde.; deutsch von Feddersen, Leipz. 1844, 3 Bde.),

die freilich ebenso wie der 1839 erschienene Essay über den »Chartismus« (s. d.) in der Form vielfach barock erscheint und einen einseitigen Maßstab [* 7] an die Betrachtung der Dinge legt, aber wie dieser voll Geist und Gedankentiefe ist. In den Jahren 1837-40 hielt Carlyle in London mehrere Vortragscyklen, von denen eine Serie, die Vorträge über »Helden, Heldenverehrung und Heldentum in der Geschichte« (»On heroes, hero-worship and the heroic in history«, Lond. 1846; deutsch von Neuberg, Berl. 1853), gedruckt wurde.

Aus diesen vor einem kleinen, aber begeisterten Auditorium gehaltenen Vorträgen erkennt man deutlich die Weltanschauung und das politische System Carlyles. Er stellt darin fünf Typen des Heldentums auf: den Propheten (Mohammed), den Dichter (Dante und Shakespeare), den Priester (Luther und Knox), den Schriftsteller (Johnson, Rousseau, Burns), den Herrscher (Cromwell und Napoleon), und aufs nachdrückliche tritt er für das Recht des Genius ein, die Welt zu gestalten. 1845 erschien das bedeutendste historische Werk Carlyles, seine Biographie Cromwells (»Letters and speeches of Oliver Cromwell«, Lond. 1845, 5 Bde.), welches zum erstenmal, einer neuen Auffassung Bahn brechend, die ganze Größe des puritanischen Feldherrn und Staatsmanns kennen gelehrt hat.

Geschichtskarten von D

Bild 4.772a: Geschichtskarten von Deutschland V
* 8 Deutschland.

Minder hervorragend, wenn auch auf den umfangreichsten, in Deutschland [* 8] selbst gemachten Studien beruhend ist die Geschichte Friedrichs II. (»The history of Friedrich II., called Frederick the Great«, Lond. 1858-1865, 6 Bde.; deutsch von Neuberg und Althaus, Berl. 1858-69); die Wunderlichkeiten des Stils überwuchern hier, wie man mit Recht bemerkt hat, beinahe die Gabe malerischer Darstellung. Zu den besten in englischer Sprache geschriebenen Biographien gehört »The life of John Sterling« (Lond. 1851); die letzten historischen Arbeiten, die Carlyle veröffentlicht hat, sind Essays über die ältere Geschichte Norwegens und John Knox (»The early kings of Norway and an essay on the portraits of John Knox«, das. 1875). Inzwischen hatte Carlyle, der seiner politischen Gesinnung nach ein eifriger Konservativer war, immer aber, unbekümmert um herrschende Strömungen und populäre Richtungen, aufs energischte und rückhaltloseste mit seiner Meinung hervortrat, sich wiederholt mit Tagesfragen beschäftigt. Sein Buch »The past and the present« (Lond. 1845) ist eine leidenschaftliche Bekämpfung der Hohlheit und Lüge der modernen Gesellschaft, angeknüpft an ein Tagebuch eines Mönches aus dem 12. Jahrh);

seine »Latterday-pamphlets« (das. 1850),

unter dem Eindruck der Revolution von 1848 entstandene Weissagungen vom jüngsten Tag, verfolgen ähnliche Tendenzen. 1867 bekämpfte er unter dem seltsamen Titel: »Shooting Niagara - and after?« die Agitation für demokratische Parlamentsreform;

Deutschland. Fluß- und

Bild 4.801a: Deutschland. Fluß- und Gebirgssystem
* 9 Deutschlands.

1871 trat er in seinen »Letters on the war between Germany and France« gegen die in England herrschende Strömung auf das entschiedenste für das Recht Deutschlands [* 9] gegen Frankreich ein;

endlich veröffentlichte er noch während der orientalischen Wirren eine Streitschrift zu gunsten Rußlands, wie denn der gewöhnlich Gladstone zugeschriebene Ausdruck »the unspeakable Turk« in Wirklichkeit von ihm herrührt.

Ohne jemals im vulgären Sinn des Worts populär zu sein, hat doch kein neuerer Schriftsteller auf die Litteratur, vielleicht auf die ganze geistige Entwickelung seines Vaterlandes so sehr eingewirkt wie Carlyle, und wenigstens in seinem höhern Alter wurde der Kreis [* 10] geistig hochstehender Verehrer, die bewundernd zu dem Greis von Chelsea hinaufschauten, größer und größer. 1865 ward er als Nachfolger Gladstones gegen Disraeli zum Rektor der Universität Edinburg erwählt; 1875 wurde in England zur Feier seines 80. Geburtstags eine goldene Medaille geprägt, und die Koryphäen der Litteratur, Darwin, Forster, Hooker, Max Müller, Tennyson, begrüßten ihn durch eine Adresse, während ihm aus Deutschland eine andre Adresse, unterzeichnet unter andern von Droysen, Gneist und seinem Altersgenossen Leopold v. Ranke, übersandt wurde. Er starb 5. Febr. 1881 in London als der allgemein betrauerte Nestor der englischen Schriftstellerwelt.

Eine Gesamtausgabe der Werke Carlyles erschien in 37 Bänden (Lond. 1872-74). Anthologien aus seinen Schriften sind wiederholt herausgegeben, so von Ballantyne (Lond. 1870), von Barrel (New York 1876), von Williamson (»Carlyle's birthday book«, Lond. 1879). Eine deutsche Ausgabe ausgewählter Schriften besorgte Kretzschmar (Leipz. 1855-56, 6 Bde.); Goldkörner aus seinen Werken, verbunden mit einem Lebensbild, veröffentlichte E. Oswald (Leipz. 1882). Aus seinem Nachlaß gab J. A. ^[James Anthony] Froude »Reminiscences« heraus (Lond. 1881, 2 Bde.), Lebensbilder seines Vaters, seiner Gattin, seines Jugendfreundes Edw. Irving und dreier schriftstellerischer Zeitgenossen (Lord Jeffrey, Southey, Wordsworth), die viel Anstoß erregten und wohl besser nicht veröffentlicht wären. Aus der großen Zahl der Schriften über Carlyle heben wir hervor: Hood, Thomas Carlyle, philosophic thinker (Lond. 1875);

Fischer, Thomas Carlyle (Leipz. 1881);

Shepherd, Memoirs of the life and writings of Thomas Carlyle (Lond. 1881, 2 Bde.);

Froude, Th. a history of the first forty years of his life (das. 1882, 2 Bde.);

Masson, Carlyle personally and in his writings (das. 1885).

Ende Carlyle (1)
→ weiter zu Seite 3.814: Carmagnola ⟹ (spr. -manjola), Stadt in der ital. Provinz Turin, unfern des Po, an der Eisenbahn Turin-Savona,

Im Meyers Konversations-Lexikon, 1888 steht:



Carlyle,

Thomas, engl. Historiker.



Carmagnola - Cayor

Bild 17.193: Carmagnola - Cayor
* 11 Seite 17.193.

Seine Briefe aus den Jahren 1621-26 (Lond. 1856, 2 Bde.) und ¶

mehr

1826-36 (das. 1869, 2 Bde.) sowie sein Briefwechsel mit Goethe (1887; deutsche Ausg., Berl. 1887) wurden von Norton herausgegeben, der auch »Remmisniscences« von Carlyle (1887, 2 Bde.) veröffentlichte.

Ende Carlyle (2)
→ weiter zu Seite 17.193: Carmagnola ⟹ Graf, ital. Feldherr. Vgl. Battistella, II conte C., studio storico (Genua 1889)

Im Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910 steht:



Carlyle

(spr. -leil), Thomas, engl. Schriftsteller, geb. 4. Dez. 1795 in dem Dorfe Ecclefechan in Dumfries in Schottland, wurde von seinen Eltern, wohlhabenden Landleuten, für die Kirche bestimmt, ward aber auf der Universität zu Edinburgh weder durch das Studium der Theologie noch das der Rechte befriedigt. Er wurde Lehrer der Mathematik in Kirkcaldy und beschäftigte sich mit deutscher Sprache und Litteratur. Jahrelang war nun sein Hauptbemühen, durch Übersetzungen und kritische Arbeiten den Briten die Geistesschätze Deutschlands zugänglich zu machen. Dahin gehören: «William Meister's apprenticeship» (3 Bde., Edinb. 1824; neue Ausg., Lond. 1874 u. 1890),

«Life of Fr. Schiller» (Lond. 1825; neue Ausg., ebd. 1874; deutsch, Frankf. 1830) und «Specimens of German romance» (4 Bde., Edinb. 1827), eine Auswahl aus Goethe, Tieck, Jean Paul, Fouqué, Musäus, Hoffmann u. a.



Carmagnola (Stadt)

Bild 53.947: Carmagnola (Stadt)
* 12 Seite 53.947.

^[Artikel, die man unter C vermißt, sind unter K aufzusuchen.] ¶

mehr

Die Huldigung der 19 engl. Goethophilen (darunter W. Scott und der nachherige Graf Ellesmere), 1831 in einer Adresse und einem sinnigen Gedicht an Goethe dargebracht, war von Carlyle veranlaßt, der mit Goethe in persönliche Beziehung trat. Bis 1834 lebte er teils in Edinburgh, teils auf dem Landgute Craigenputtock in Dumfries, als Mitarbeiter an «Frasers Magazine», der «Edinburgh Review» und der «Foreign Review» thätig, die er besonders durch geistvolle Arbeiten über die deutsche Litteratur bereicherte; dann siedelte er nach London über, wo er seitdem wohnte. Mit Ausnahme der Amtsführung als Rektor der Universität Edinburgh, zu welchem Ehrenposten ihn die Studenten für 1866–67 wählten, bekleidete Carlyle nie eine öffentliche Stellung. Während des Krieges von 1870 und 1871 nahm er eifrig für Deutschland Partei, während des Russisch-Türkischen für die Befreiung der Balkanstaaten. Er starb 5. Febr. 1881 in London; die Leiche wurde in C.s Geburtsort beigesetzt.

Von Originalarbeiten begründete seinen Ruf «The French Revolution» (3 Bde., Lond. 1837 u. ö.; deutsch von Feddersen, 3 Bde., Lpz. 1844; 2. umgearbeitete Aufl. von Erman, ebd. 1889), ein durch Großartigkeit der Behandlung und poet. Schwung der Sprache ausgezeichnetes Werk. Die Kämpfe seiner innern Entwicklung und seine philos. Weltanschauung legte Carlyle in dem 1831 geschriebenen, aber erst 1834 als Buch veröffentlichten «Sartor resartus» (deutsch von Fischer, Lpz. 1882) nieder, das durch eigentümliche, ans Barocke streifende Schreibart wie durch Humor und die Kühnheit der Gedanken Aufsehen erregte. 1839 erschien eine Schrift über den «Chartism», hierauf die Vorlesungen «On Heroes, hero-worship and the heroic in history» (Lond. 1841; deutsch von J. Neuberg, Berl. 1853 u. 1889); und die histor.-philos. Betrachtungen: «Past and present» (Lond. 1843). In diesen Werken trat eine neue Richtung C.s hervor, die Tendenz, die individuelle geniale Einsicht und Thatkraft als das bewegende Princip der Geschichte darzustellen und über das Interesse am allgemeinen Fortschritt zu erheben, den Carlyle im ganzen geneigter war in seinen Mängeln abzuurteilen, als in seinen Vorzügen anzuerkennen. In den «Latter day pamplets» (Lond. 1850) ist diese Anschauung auf die Spitze getrieben.

C.s histor. Auffassung bildet den schärfsten Gegensatz zu den geschichtsphilos. Grundideen des Realisten Buckle. Den größten histor. Wert von allen Schriften C.s haben «Oliver Cromwell's letters and speeches» (2 Bde., Lond. 1845, mit einem «Supplement» von 1846; neueste Ausg. 1888). Wenn den Kommentar auch mehr Scharfsinn und Beredsamkeit als Unparteilichkeit auszeichnet, verdient er doch das Lob, die Ehrenrettung einer Hauptgestalt der engl. Geschichte mit Erfolg versucht zu haben.

Einen zweiten, seines Heroenkultus würdigen Helden fand Carlyle in Friedrich d. Gr., den er zum Gegenstand umfassender Studien machte, die ihn auch nach Deutschland führten. Deren Ergebnisse bietet die «History of Friedrich Ⅱ., called Frederick the Great» (6 Bde., Lond. 1858–1865; neue Ausg., 10 Bde., 1874; deutsch von Neuberg und Althaus, 6 Bde., Berl. 1859–69), die trotz vieler glänzenden Vorzüge an zu großer Länge und in manchen Abschnitten an Formlosigkeit leidet.

Bombay

Bild 3.177: Bombay
* 13 Bombay.

Seitdem veröffentlichte Carlyle kein größeres Werk mehr. Noch ist die Biographie seines Jugendfreundes J. Sterling zu erwähnen. Seine kleinern, ^[] in verschiedenen Zeitschriften verstreuten, meist auf deutsche und franz. Litteratur bezüglichen Aufsätze erschienen als «Critical and miscellaneous essays» gesammelt (4 Bde., Lond. 1840 u. ö.). 1892 erschienen «Lectures of the history of literature by T. Carlyle, April to July 1838», zum erstenmal hg. von J. Reay Greene (London) und «Lectures on the history of literature; or the successive periods of European culture, delivered in 1838», zum erstenmal hg. mit Anmerkungen von R. P. Karkaria (Bombay). [* 13] 1868-70 war er mit einer neuen Ausgabe seiner «Collected works» (in der «Library edition», 34 Bde.) beschäftigt.

Dieser folgte 1871 die billige «People's edition» in 37 Bdn., die in zahlreichen Auflagen eine weite Verbreitung fand. Ferner veröffentlichte er eine Reihe von Abhandlungen als «The early Kings of Norway. Also an essay on the portraits of John Knox» (Lond. 1875). C.s Schilderung seiner Reise nach Paris [* 14] 1851 erschien in der «New Review» (Okt. und Nov. 1891). Großes Aufsehen erregten seine, von dem litterar. Testamentsvollstrecker Froude veröffentlichten «Reminiscences» (2 Bde., Lond. 1881; neue Ausg. von Norton, 1887) sowie die ganz auf Briefwechsel und Tagebücher gegründete ebenfalls von Froude herausgegebene Biographie: «T. Carlyle History of the first forty years of his life» (2 Bde., ebd. 1882),

woran sich dessen «T. Carlyle History of his life in London 1834–81» (ebd. 1884) anschloß (zusammen deutsch von Fischer, 3 Bde., Gotha [* 15] 1887). Kretzschmar verdeutschte «Ausgewählte Schriften» C.s (6 Bde., Lpz. 1855–56),

enthaltend Essays, Sartor resartus, Past and present. Von C.s Briefwechsel gab Norton heraus: «Early letters» (2 Bde., Lond. 1886) und «Letters 1826–36» (2 Bde., ebd. 1889) sowie «Correspondence between Goethe and Carlyle» (ebd. 1887; deutsch, Berl. 1887);

außerdem erschien «Correspondence of T. and R. W. Emerson 1834–72» (neue Ausg., 2 Bde., 1886) und Briefe T. C.s an Varnhagen von Ense in der «Deutschen Rundschau» (1892).

–

Vgl.   Hood, T. Carlyle, philosophic thinker (1875);

Oswald, T. Carlyle (Lpz. 1882);

Althaus, Erinnerungen an T. Carlyle (in «Unsere Zeit», 1881, Bd. 1);

Shepherd und Williamson, Memoirs of the life and writings of T. Carlyle, with personal reminiscences and selections from his private letters (2 Bde., Lond. 1881);

Flügel, C.s religiöse und sittliche Entwicklung und Weltanschauung (Lpz. 1887);

Mead, The philosophy of Carlyle (Boston [* 16] 1888);

Jenks, T. and J. S. Mill (Oryngton 1888);

Troye, T. Carlyle, hans liv og hans vœrk (Bergen [* 17] 1889);

von Schulze-Gävernitz, C.s Stellung zu Christentum und Revolution (Lpz. 1891).

Von engl. Biographen seien genannt Conway (1881), Nicoll (1881), Wylie (1881), Garnett (1887), A. S. Arnold (1888), Masson, Carlyle personally and in his writings (1885), Larkin, and the open secret of his life (1886) und Nichol, T. Carlyle (1892). Eine Biographie von C.s Gattin schrieb A. Ireland, Life of Jane Welsh Carlyle (Lond. 1891).

Ende Carlyle (3)
→ weiter zu Seite 53.947: Carmagnola ⟹ (spr. -manjohla), Stadt in der ital. Provinz und im Kreis Turin, an der Linie Savona-Bra-C.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 3. Band, Seite 813 im Internet seit 2005; Text geprüft am 16.4.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//carlyle

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