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Triobolon - Triphenylm

Bild 65.1001: Triobolon - Triphenylmethan
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21 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Triobolon(grch.), s. Obolos. / 4
Triodion(grch.), in der griech. Kirche das Ritualbuch, das die gottesdienstlichen Stücke für die Zeit / 55
Triolein der Musik eine Verbindung von drei Noten, welche die Zeitdauer von zwei gleichwertigen haben / 35
Trioleïns. Oleïn. / 3
Triolett(frz.), Reimform von acht Zeilen mit je acht oder neun Silben in der Ordnung, daß nach der / 86
Triomphe de Liège(frz., spr. trióngf' dĕ lĭähsch), Zierpflanze, s. Heliotrop. / 11
TrionalDiäthylsulfonmethyläthylmethan, glänzende, bei 76° schmelzende, in Wasser schwer, in Alkohol / 39
Trionychidaes. Flußschildkröten und Schildkröten. / 5
Trionyx feroxs. Dreiklauenschildkröte. / 4
Triosens. Zuckerarten. / 3
Trioxybuttersäures. Erythrit. / 3
TripaldaStadt in Italien, soviel wie Atripalda (s. d.) / 8
Tripangs. Holothurien. / 3
Tripel# (frz. tripie), dreifach. / 4
Tripel _2# Bergmehl, s. Kieselgur. / 4
Tripel _3# Alexander, Bildhauer, s. Trippel. / 5
Tripelallianzs. Allianz. / 3
Tripeltaktin der Musik der dreiteilige Takt. Es ist die einzige Species der ungeraden Taktarten, die in / 30
TriphanMineral, s. Spodumen. / 4
Triphenylcarbinols. Triphenylmethan. / 3
Triphenylmethanein künstlich dargestellter Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung C19H16, der als Muttersubstan / 319

Seite 65.1001

Triobolon - Triphenylmethan


Fortsetzung: Trio, (ital., "dreistimmiges Musikstück"), in der Musik ursprünglich (um 1700) eine
mehr

kontrapunktisch kunstvoll gehalten und von einem Klavierbaß mit freier Harmonie begleitet wurden; seit 1750 wird der Ausdruck Trio fast ausschließlich von Instrumentalkompositionen gebraucht. Hier bedeutet es zunächst ein Stück von drei selbständigen Stimmen; ferner ein Stück von zwei Hauptstimmen und einem begleitenden Baß; endlich ein Stück von einer Hauptstimme und zwei begleitenden Partien. Um 1700, zur Zeit Corellis, nannte man das Trio auch Sonata a tre oder dreistimmige Sonate und es gehört in der Regel zur Gattung der Sonate.

Man unterschied früher Kirchen-und Kammertrios, von denen die erstern mehr im strengen fugierten Stil, die letztern leichter und häufig über Tanzweisen gesetzt waren. Arcangelo Corelli (s. d.) wurde für beide tonangebend. Den Kirchentrios am nächsten kommen die gegenwärtig noch gebräuchlichen Trio für die Orgel (2 Manuale und Pedal). Viel mehr aber wird das Kammertrio jetzt geübt (das Klaviertrio: für Pianoforte, Violine und Violoncello, das Streichtrio: für Violine, Bratsche und Cello oder für zwei Violinen und Cello), worin die neuern Meister Großes geleistet haben. - Bei einer Menuett (s. d.) bedeutet das Trio den mit der eigentlichen oder ersten Menuett abwechselnden und ihr entsprechenden Satz, den man daher auch sonst Menuette alternativo oder die zweite Menuett genannt hat; es wird gewöhnlich in einer verwandten Tonart geschrieben und wurde anfangs nur dreistimmig gesetzt, daher der Name Trio (dreistimmige Menuett) entstanden ist. Dieselbe Bedeutung wie bei der Menuett hat das Trio auch in andern Tänzen, Märschen u. s. w.

Triobolon

(grch.), s. Obolos. ^[= (grch.), ursprünglich eine Art Stabgeld (kleine, spitze Stücke Eisen oder Kupfer), dessen ...]

Triodion

(grch.), in der griech. Kirche das Ritualbuch, das die gottesdienstlichen Stücke für die Zeit vom Sonntag des Pharisäers und Zöllners (Septuagesimae) bis kurz vor Ostern enthält.

Der Name kommt daher, daß im T. der Kanon nicht, wie gewöhnlich, 9, sondern meist nur 3 Oden enthält.

Venedig

Bild 16.74a: Venedig
* 2 Venedig.

Die offiziellen Ausgaben des Triodion sind in Venedig [* 2] gedruckt.

Triole,

in der Musik eine Verbindung von drei Noten, welche die Zeitdauer von zwei gleichwertigen haben (z. B. drei Achtel, die nur für zwei Achtel gelten) und gewöhnlich durch eine darübergesetzte 3 als solche bezeichnet werden.

Trioleïn,

s. Oleïn.

Triolett

(frz.), Reimform von acht Zeilen mit je acht oder neun Silben in der Ordnung, daß nach der dritten Zeile die erste und nach der sechsten die beiden ersten Zeilen wiederholt werden. Diese Dichtungsart wurde von den Franzosen, von denen sie wahrscheinlich herstammt, mehr als von den Deutschen bearbeitet und eignet sich für das Tändelnde und Naive. Die besten deutschen Triolett sind von Hagedorn, der sie zuerst in die deutsche Litteratur übertrug, von Gleim und A. W. Schlegel. Eine Auswahl derselben hat Raßmann herausgegeben (Duisb. 1815).

Triomphe

de Liège (frz., spr. trióngf' dĕ lĭähsch), Zierpflanze, s. Heliotrop. [* 3]

Trional,

Diäthylsulfonmethyläthylmethan, glänzende, bei 76° schmelzende, in Wasser schwer, in Alkohol und Äther leicht lösliche Krystalle von bitterm Geschmack. Trional wird in der Medizin in Gaben von 1 bis 2 g als sicher und angenehm wirkendes Schlafmittel vielfach angewendet.

Trionychidae,

Schildkröten

Bild 14.468a: Schildkröten
* 4 Schildkröten.

s. Flußschildkröten und Schildkröten. [* 4]

Trionyx

ferox, s. Dreiklauenschildkröte.

Triosen,

s. Zuckerarten.

Trioxybuttersäure,

s. Erythrit. ^[= Erythromannit, Erythroglucin oder Phycit, ein vierwertiger Alkohol von der Zusammensetzung]

Tripalda,

Stadt in Italien, [* 5] soviel wie Atripalda (s. d.) ^[= Stadt in der ital. Provinz Avellino, hat (1881) 6221 E. und Ruinen des alten Abellinum.]

Tripang,

s. Holothurien. [* 6]

Tripel

(frz. tripie), dreifach.

Tripel,

Bergmehl, s. Kieselgur. ^[= Bergmehl, Infusorienerde, Diatomeenpelit, eine bald lose, mehlähnliche, bald etwas ...]

Tripel,

Alexander, Bildhauer, s. Trippel. ^[= # Alexander, eigentlich Bildhauer, geb. 1744 zu Schaffhausen, erhielt seine künstlerische ...]

Tripelallianz,

s. Allianz. ^[= (frz. alliance), Bündnis, die durch förmlichen Vertrag (nicht in bloß vertraulicher Verständigun ...]

Tripeltakt,

in der Musik der dreiteilige Takt. Es ist die einzige Species der ungeraden Taktarten, die in der modernen Musik regelmäßig vorkommt, und umfaßt 3/1-, 3/2-, ¾-, 3/8-, 9/8-, 9/4-Takt.

Triphan,

Mineral, s. Spodumen. ^[= oder ein mit dem monoklinen Augit isomorphes Mineral, das auch chemisch einen Lithionaugit ...]

Triphenylcarbinol,

s. Triphenylmethan. ^[= ein künstlich dargestellter Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung C19H16, der als Muttersubstan ...]

Triphenylmethan,

ein künstlich dargestellter Kohlenwasserstoff von der Zusammensetzung C19H16, der als Muttersubstanz einer großen Zahl von organischen Farbstoffen (der Triphenylmethanfarbstoffe, s. d.) von Wichtigkeit ist. Seiner chem. Konstitution nach ist das Triphenylmethan als Methan (CH4) aufzufassen, worin drei Wasserstoffatome durch Phenylgruppen (C6H5) vertreten sind. Dem entspricht der Name und die Formel:

^[img]

Chlorschwefel - Chlorw

Bild 4.54: Chlorschwefel - Chlorwasserstoff
* 7 Chlorwasserstoff.

Das Triphenylmethan ist am leichtesten darstellbar durch Erhitzen von Chloroform mit Benzol bei Gegenwart von Aluminiumchlorid, das die Abspaltung von Chlorwasserstoff [* 7] begünstigt:

CHCl3 + 3 C6H6 = CH(C6H5)3 + 3 HCl.
Chloroform Benzol Triphenylmethan Salz­säure.

Dabei entsteht als Nebenprodukt Diphenylmethan (s. d.). Das Triphenylmethan krystallisiert in schönen weißen Krystallen, die in Wasser unlöslich, in heißem Alkohol, Äther und Benzol leicht löslich sind. Aus letzterm Lösungsmittel scheidet sich in großen weißen Prismen ab. Es schmilzt bei 93° und siedet bei 359°. Durch Behandeln des Triphenylmethan mit Brom wird das Methanwasserstoffatom gegen Brom ausgetauscht unter Bildung von Triphenylmethanbromid, (C6H5)3CBr3, das beim Kochen mit Wasser in Triphenylcarbinol, (C6H5)3.COH, übergeht. Dieses letztere entsteht auch direkt aus Triphenylmethan durch Oxydation mit Chromsäure, ist ein bei 159° schmelzender, unzersetzt destillierbarer Körper und bildet die Grundsubstanz der eigentlichen Triphenylmethanfarbstoffe, während das Triphenylmethan die Grundsubstanz der Leukoverbindungen dieser Farbstoffe ist.

Auch von dem dem Triphenylmethan homologenen Diphenyltolylmethan, (C6H5)2.CH.C6H4.CH3 = C20H18, oder dessen Carbinol leiten sich wichtige Farbstoffe ab. Seinen Eigenschaften nach ist es dem Triphenylmethan sehr ähnlich und schmilzt bei 59°. Das Diphenyltolylmethan wurde aus dem Rosanilin, das aus dem Pararosanilin durch sog. chemischen Abbau gewonnen. Diese Entdeckung E. und O. Fischers brachte mit einem Mal Licht [* 8] in die Konstitution der Anilinfarben, umsomehr, als es auch gelang, aus dem Triphenylmethan das Pararosanilin synthetisch wieder aufzubauen.

Durch rauchende Salpetersäure wird Triphenylmethan nämlich in das in gelben Schuppen krystallisierende Trinitrotriphenylmethan, CH.(C6H4.NO2)3, übergeführt, das durch Oxydation mit Chromsäure Trinitrotriphenylcarbinol, C(OH) (C6H4.NO2)3, liefert. Ersteres giebt bei der Reduktion mit Zinkstaub und Eisessig das Paraleukanilin, CH(C6H4.NH2)3, letzteres bei gleicher Behandlung Pararosanilin, C(OH) (C6H4.NH2)3, dessen Salze dann die eigentlichen Farbstoffe geben. ¶

Ende Triphenylmethan
→ weiter zu Seite 65.1002: Triphenylmethanfarbstoffe ⟹ zum Teil sehr wertvolle Farbstoffe, die sich vom Triphenylmethan (s. d.) ableiten. In diese
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 999 [Suche = 65.1001] im Internet seit 2005; Text geprüft am 22.12.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_1001

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  • 21.589 Tripel_3
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  • 15.849 Triphan
  • 65.1002 Triphenylmethanfarbstoffe

* 8 Bilder dazu:

  • 7Chlorwasserstoff
  • 3Heliotrop
  • 6Holothurien
  • 5Italien
  • 8Licht
  • 4Schildkröten
  • 2Venedig
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