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Trenck (Friedr., Freih

Bild 65.973: Trenck (Friedr., Freiherr von der) - Trennung der Güter
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8 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Trenck# Friedr., Freiherr von der, Abenteurer, Vetter des vorigen, geb. 16. Febr. 1726 zu Königsberg / 279
Trencsénungar. Name von Trentschin (s. d.). / 6
Trencsin-Teplitz(spr. -tschin), Badeort in Ungarn, s. Teplitz. / 8
TrendelburgStadt im Kreis Hofgeismar des preuß. Reg.-Bez. Cassel, in hoher Lage an der Diemel und der / 34
Trendelenburg# Friedr. Adolf, Philosoph, geb. 30. Nov. 1802 zu Eutin, widmete sich zu Kiel, Leipzig und Berlin / 271
Trendelenburg _2# Friedr., Chirurg, Sohn des vorigen, geb. 24. Mai 1844 in Berlin, studierte in Edinburgh, Glasgow / 93
Trénisse(frz.), s. Kontertanz. / 4
Trennung der Güterim Gebiet des Preuß. Allg. Landrechts der Name der sog. Verwaltungsgemeinschaft, also desjenigen / 343

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Trenck (Friedr., Freiherr von der) - Trennung der Güter


Fortsetzung: Trenck, # Franz, Freiherr von der, österr. Pandurenoberst, geb. 1. Jan. 1711 zu Reggio in Calabrien,
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ihm die Kaiserin Maria Theresia 1741, ein Korps Panduren zu errichten. Trenck bildete mit seiner wilden Schar immer die Vorhut und beging in Schlesien [* 2] und Bayern [* 3] mit Brennen, Morden und Plündern die fürchterlichsten Unmenschlichkeiten. Wegen seiner Greuelthaten wurde ihm endlich 1746 der Prozeß gemacht und er zu lebenslänglicher Gefangenschaft auf dem Spielberge zu Brünn [* 4] in Mähren [* 5] verurteilt, wo er 1749 starb. -

Vgl.   seine Autobiographie, Merkwürdige Lebensgeschichte des Freiherrn Franz von der Trenck (4 Tle., Berl. 1787-92);

Franz von der Trenck, dargestellt von einem Unparteiischen (E. F. Hübner), mit einer Vorrede von Schubart (3 Bdchn., Stuttg. 1788);

Freiherr Franz von der Trenck (3. Aufl., 3 Bde., Celle [* 6] 1868).

Trenck,

Königsberg

Bild 9.1020a: Königsberg
* 7 Königsberg.

Friedr., Freiherr von der, Abenteurer, Vetter des vorigen, geb. 16. Febr. 1726 zu Königsberg [* 7] i. Pr., nahm 1742 preuß. Kriegsdienste und wurde beim Ausbruch des zweiten Schlesischen Krieges 1744 Ordonnanzoffizier Friedrichs d. Gr. Angeblich verdächtig, mit seinem Vetter Franz von der in geheimem Einverständnis zu stehen, oder wegen eines zarten Verhältnisses mit der Prinzessin Amalie, der Schwester Friedrichs d. Gr., wurde Trenck auf dessen Befehl nach der Festung [* 8] Glatz [* 9] gebracht.

A - Aachen

Bild 1.2: A - Aachen
* 14 Aachen.

Allein 24. Dez. 1746 entkam er, ging zunächst nach Königsberg, bald darauf nach Wien, [* 10] dann nach Nürnberg, [* 11] trat in die russ. Armee, kehrte aber nach dem Tode seines Vetters nach Wien zurück und wurde 1749 kaiserl. Rittmeister bei einem Kürassierregiment. 1754 ging Trenck nach Danzig, [* 12] um die Erbschaft seiner Mutter zu heben, wurde aber hier verhaftet und nach Magdeburg [* 13] in die Sternschanze gebracht. Alle seine Fluchtversuche mißlangen und verstärkten nur seine Fesseln. Im Dez. 1763 aus dem Gefängnis entlassen, kehrte er nach Wien zurück, siedelte zwei Jahre später nach Aachen, [* 14] Anfang der achtziger Jahre auf seine ungar. Güter über, wo er sich mit Landwirtschaft und Schriftstellerei beschäftigte.

Nach dem Tode Friedrichs II. erhielt er seine in Preußen [* 15] eingezogenen Güter zurück, lebte nun bis 1788 in Berlin [* 16] und Königsberg und ging darauf nach Paris. [* 17] Nach einem neuen Aufenthalt in Österreich [* 18] kehrte Trenck 1791 nach Paris zurück, wo ihn Robespierre 25. Juli 1794 als einen Geschäftsträger fremder Mächte guillotinieren ließ. T.s Schriften fanden vielen Beifall, besonders seine Lebensgeschichte (3 Bde., Berl. und Wien 1786; von ihm selbst ins Französische übersetzt, Straßb. 1789; neu hg. von Henne am Rhyn in der «Kollektion Spemann», Bd. 44, Stuttg. 1882). Die übrigen Schriften sind enthalten in «T.s sämtliche Gedichte und Schriften» (8 Bde., Lpz. [Wien] 1786).

Trencsén,

ungar. Name von Trentschin (s. d.). ^[= oder Trencsin, ungar. . 1) Komitat in Ungarn (s. Karte: Ungarn und Galizien), grenzt ...]

Trencsin-Teplitz

(spr. -tschin), Badeort in Ungarn, [* 19] s. Teplitz. ^[= # 1) Bezirkshauptmannschaft und Gerichtsbezirk in Böhmen, hat 197,26 qkm und (1890) 62 877 (30 ...]

Trendelburg,

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 20 Kreis.

Stadt im Kreis [* 20] Hofgeismar des preuß. Reg.-Bez. Cassel, in hoher Lage an der Diemel und der Nebenlinie Hümme-Carlshafen der Preuß.

Staatsbahnen, [* 21] hat (1895) 799 meist evang. E., Post, Telegraph, [* 22] evang. Kirche und Burgruine.

Trendelenburg,

Friedr. Adolf, Philosoph, geb. 30. Nov. 1802 zu Eutin, widmete sich zu Kiel, [* 23] Leipzig [* 24] und Berlin philol. und philos. Studien, war dann Hauslehrer, wurde 1833 Professor an der Universität zu Berlin, 1846 Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Er starb 24. Jan. 1872. Trendelenburg veröffentlichte «Elemanta logices Aristotelicae» (Berl. 1836; 8. Aufl. 1878),

«Erläuterungen zu den Elementen der Aristotelischen Logik» (3. Aufl., ebd. 1876) und die «Geschichte der Kategorienlehre» (ebd. 1846); schon vorher hatte er des Aristoteles Schrift «De anima» (Jena [* 25] 1833; 2. Aufl., Berl. 1877) herausgegeben und kommentiert. In den «Logischen Untersuchungen» (2 Bde., Berl. 1840; 3. Aufl., Lpz. 1870) trat er kritisch gegen Kant, Hegel und Herbart auf und suchte zugleich den Grund zu einer Weltanschauung zu legen, die im Anschluß an Aristoteles' Denken und Sein durch die konstruktive, zweckmäßige Bewegung vermittelt, deren gemeinsame Funktion in der äußern und in der innern Welt die notwendige Übereinstimmung zwischen beiden herstellt. Polemisch schrieb Trendelenburg. «Die logische Frage in Hegels System» (Lpz. 1843) und gegen Drobisch «Über Herbarts Metaphysik und eine neue Auffassung derselben» (ebd. 1854 u. 1856). Seine Abhandlungen zur Geschichte der Philosophie und deren Kritik sind gesammelt in den «Histor. Beiträgen zur Philosophie» (3 Bde., Lpz. 1846, 1855, 1867). Ausführungen seiner eigenen philos. Ansicht bietet das «Naturrecht auf dem Grunde der Ethik» (Lpz. 1860; 2. Aufl. 1868). Kleinere Schriften sind: «Die sittliche Idee des Rechts» (Berl. 1849),

«Lücken im Völkerrecht» (Lpz. 1870),

«Kuno Fischer und sein Kant» (ebd. 1869) u. a. Seine kleinern Arbeiten und Vorträge erschienen gesammelt u. d. T. «Kleine Schriften» (2 Tle., Lpz. 1871). -

Vgl.   Bonitz, Zur Erinnerung an Friedrich Adolf Trendelenburg (Berl. 1872);

Bratuschek, Adolf Trendelenburg (ebd. 1873).

Trendelenburg,

Gläser, retikulierte -

Bild 7.399: Gläser, retikulierte - Glasgow
* 26 Glasgow.

Friedr., Chirurg, Sohn des vorigen, geb. 24. Mai 1844 in Berlin, studierte in Edinburgh, Glasgow [* 26] und Berlin, wurde 1868 Assistent bei B. von Langenbeck daselbst, 1874 ärztlicher Direktor der chirurg. Station des Berliner [* 27] städtischen Krankenhauses, 1875 ord. Professor in Rostock, [* 28] 1882 in Bonn, [* 29] 1895 nach Leipzig berufen. Er schrieb außer Aufsätzen aus verschiedenen Gebieten der Chirurgie (im «Archiv für klinische Chirurgie», in Volkmanns «Sammlung klinischer Vorträge» und in den «Beiträgen zur klinischen Chirurgie») über «Verletzungen und chirurg. Krankheiten des Gesichts», 1. Hälfte (in Billroth und Lueckes «Deutscher Chirurgie», Lfg. 33, Stuttg. 1886).

Trénisse

(frz.), s. Kontertanz.

Titel
Elemente zu Trennung der Güter:

1) wenn der Ehemann die Ehe mit

Trennung

Königreich Sachsen

Bild 14.126a: Königreich Sachsen
* 30 Sachsen.

der Güter, im Gebiet des Preuß. Allg. Landrechts der Name der sog. Verwaltungsgemeinschaft, also desjenigen ehelichen Güterrechts, nach welchem das Eigentum der Güter zwischen Mann und Frau gesondert ist, während dem Ehemann der Nießbrauch und die Verwaltung des eheweiblichen Vermögens zusteht. Trennung der GüterG. gilt vorzugsweise in den Provinzen Sachsen, [* 30] Schlesien und in Ostfriesland; ein ähnliches Provinzialrecht in der Mark. Sonst wird Trennung der Güter oder Gütersonderung das System des ehelichen Güterrechts genannt, nach dem die Ehefrau in Ansehung ihres Vermögens im wesentlichen die Stellung einer unverheirateten Frau hat.



Trennungsgraben - Tren

Bild 65.974: Trennungsgraben - Trentschin
* 32 Seite 65.974.

Code civil und Badisches Landr. Art. 1536 fg. regeln das Verhältnis für den Fall, daß das System durch Vertrag eingeführt ist (séparation de biens, «Gütersonderung» übersetzt das Badische Landrecht), kennen es aber auch als subsidiären gesetzlichen Güterstand (Art. 215 fg., 1443 fg., 1576). Auch das Deutsche [* 31] Bürgerl. Gesetzbuch kennt Gütertrennung in diesem Sinne als subsidiären gesetzlichen ehelichen Güterstand. Der Mann hat dann also nicht einmal Verwaltung und Nutznießung am Frauenvermögen, der Frau obliegt jedoch ein angemessener Beitrag zu den Ehelasten. Gesetzlich tritt dieser Güterstand ein 1) wenn der Ehemann die Ehe mit ¶

mehr

einer in der Geschäftsfähigkeit (s. Handlungsfähigkeit) beschränkten Frau ohne Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters eingeht oder die zuvor bestehende Verwaltungsgemeinschaft (auf Klage der Frau, durch Konkurs oder Tod des Mannes oder Übereinkommen beider Teile) endigt (§§. 1426 und 1432), 2) wenn durch Ehevertrag Verwaltung und Nutznießung des Mannes, also Verwaltungsgemeinschaft ausgeschlossen oder die allgemeine Güter-, die Errungenschafts- oder Fährnis (Mobiliar)-Gemeinschaft aufgehoben wird, sofern sich nicht aus dem Vertrag ein anderes ergiebt (§. 1436). Die Frau hat den Beitrag aus den Einkünften ihres Vermögens oder dem Ertrag ihrer Arbeit oder eines von ihr selbständig betriebenen Erwerbsgeschäftes zu leisten. Einige nordamerik. Staaten stellen diese Gütertrennung als gesetzlichen Güterstand auf, z. B. Colorado, Delaware, Kansas u. s. w. Das engl. Recht, welches früher so weit ging, der Ehefrau fast die eigene Rechtsstellung zu versagen, soweit es sich nicht um gewisse Arten von Grundvermögen (real estate) handelt, ist seit 1870 zu einem der Trennung der Güter ähnlichen Verhältnisse übergegangen. Der russ. Swod steht auf dem Boden der Trennung der Güter

Ende Trennung der Güter
→ weiter zu Seite 65.974: Trennungsgraben ⟹ soviel wie Diamantgraben (s. d.)
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 971 [Suche = 65.973] im Internet seit 2005; Text geprüft am 16.11.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0973

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Siehe auch:

  • 15.817 Trenck
  • 65.972 Trenck_2
  • 15.818 Trendelburg
  • 15.818 Trendelenburg
  • 18.953 Trendelenburg_2
  • 65.974 Trennung von Staat
  • 65.974 Trennungsgraben
  • 65.974 Trennungssphäre
  • 99.143 Trennungszeichen

* 32 Bilder dazu:

  • 14Aachen
  • 3Bayern
  • 16Berlin
  • 27Berliner
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  • 4Brünn
  • 6Celle
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