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Treiber - Treitschke

Bild 65.971: Treiber - Treitschke
Seite 65.971.
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Überblick der Artikel
27 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Treiberein Teil des Webstuhls, s. Weberei. / 7
Treiberameises. Wanderameise. / 3
Treibereiens. Gewächshäuser. / 3
Treibermastder hintere kleine Mast bei der Kuttertakelung: er trägt als Segel den sog. Treiber. / 15
Treibhammers. Treiben (des Bleches). / 5
Treibhäusers. Gewächshäuser. / 3
Treibherds. Silber und Tafel: Silbergewinnung, Fig. / 8
Treibholzoder Füllholz, im Forstwesen ein Holzwuchs, der in einem licht stehenden jungen Bestand die / 115
Treibjagdeine Jagdart, bei der das durch eine Treibwehr (eine Reihe von Menschen, die das Wild zutreiben / 27
TreibketteEwartsche, s. Kette. / 4
Treibkolbens. Kolben. / 3
Treibnetzs. Netzfischerei. / 3
Treibofens. Abtreiben. / 3
Treibradoder Triebrad, bei Maschinen das bewegende Rad, bei Lokomotiven das Rad, an dem die Pleuelstange / 41
Treibriemens. Riemen. / 3
TreibsätzeFeuerwerkssätze, die so heftig verbrennen, daß die Verbrennungsgase zum Forttreiben von Körpern / 21
Treibscheibeeine hölzerne oder metallene Scheibe, die bei Kartätschen oder Bodenkammer-Shrapnels dazu / 42
Treibschnurs. Transmission. / 3
Treibseils. Seilebenen. / 3
Treibspiegelbei den Kartätschen der glatten Kanonen eine hölzerne Scheibe zur Verbindung von Geschoß / 57
Treibstangesoviel wie Pleuelstange (s. d.). / 5
Treibstockein kleiner Amboß zum Treiben (s. d.). / 7
Treibströmungens. Driften. / 3
TreidelnTreidelweg, s. Leinpfad. / 4
Treidern-AaFluß in Livland, s. Aa. / 6
Treitschke# Friedr., Entomolog, s. Tr. / 5
Treitschke _2# Heinr. von, Geschichtschreiber und Publizist, geb. 15. Sept. 1834 zu Dresden, Sohn des sächs. / 464

Seite 65.971

Treiber - Treitschke


Fortsetzung: Treiben, # des Bleches, die Erzeugung körperlich hervortretender Gebilde (Buckel, Blätter, Ranken,
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Blechplatte sowie die Überführung einer ebenen Blechscheibe in die Schalenform durch Hämmern. Im weitern Sinne umfaßt das Treiben auch das Schweifen, d. i. das Ausdehnen und Erweitern des Randes blecherner Hohlkörper (Cylinder, Kegel u. a.) und damit die Bildung geschweifter Formen mittels des Hammers. Zur Unterstützung des Bleches während des Treiben dient eine Unterlage aus Stahl (Treibstock, Schweifstock, Liegamboß), Blei, [* 2] Holz [* 3] oder Treibpech, einer Mischung von Pech mit Ziegelmehl; die Bearbeitung erfolgt mit Hilfe von Hämmern mit ebener, kugeliger, ellipsoidischer oder halbcylindrischer Bahn (Spannhämmer, Treib-, Teller-, Schweifhämmer), und bei der Anfertigung feiner Treibarbeiten mittels Punzen (s. d.) und Punzenhammer.

Dem Treiben geht zuweilen eine bestimmte Vorarbeit voraus, durch welche die herzustellenden Körperformen vorgebildet werden und das Blech durch Stauchung verdickt, also für die folgende Streckarbeit günstig vorbereitet wird. Diese Arbeit wird Aufziehen genannt, wenn sie dazu dient, durch Einhämmern des Randes einer ebenen Blechscheibe in eine muldenförmige Vertiefung eines Blei- oder Hartholzblockes, diesen Rand emporzuheben; Einziehen, wenn sie die Verengung eines Hohlkörpers bezweckt.

Treiber,

ein Teil des Webstuhls, s. Weberei. ^[= * Um bei den mechan. Webstühlen eine möglichst hohe Leistung zu erzielen, hat man einerseits ...] [* 4]

Treiberameise,

s. Wanderameise.

Treibereien,

s. Gewächshäuser.

Treibermast,

der hintere kleine Mast bei der Kuttertakelung: er trägt als Segel den sog. Treiber.

Treibhammer,

s. Treiben ^[= # des Bleches, die Erzeugung körperlich hervortretender Gebilde (Buckel, Blätter, Ranken, Figuren ...] (des Bleches).

Treibhäuser,

s. Gewächshäuser.

Treibherd,

Silbergewinnung

Bild 14.966a: Silbergewinnung
* 5 Silbergewinnung.

s. Silber ^[= (lat. argentum), chem. Zeichen Ag; Atomgewicht 107,9. ...] und Tafel: Silbergewinnung, [* 5] Fig. 3.

Treibholz

oder Füllholz, im Forstwesen ein Holzwuchs, der in einem licht stehenden jungen Bestand die Zwischenräume ausfüllen und diesen zu kräftigerm Höhenwuchs gewissermaßen antreiben soll. Meist wendet man das an, wenn eine Kultur in weitläufigem Verband [* 6] mit kostspieligen Heisterpflanzen ausgeführt worden ist, z. B. mit Eichenheistern. Man erzieht dann den anfänglich unentbehrlichen, später in der Hauptsache zu entfernenden Nebenbestand auf billigere Weise. Als in solchen Heisterpflanzungen eignen sich Buche, Erle, Kiefer, Fichte [* 7] u. s. w. Droht das Treibholz den eigentlichen Bestand zu überwachsen, so wird es allmählich entfernt, oft auch nur geköpft. Nebenher erfüllt das Treibholz auch die Aufgabe des Bodenschutzes.

Treibholz heißt auch das auf dem Wasser treibende, z. B. das von den Meeresströmungen [* 8] mitgeführte Holz.

Treibjagd,

eine Jagdart, bei der das durch eine Treibwehr (eine Reihe von Menschen, die das Wild zutreiben) aufgescheuchte Wild den Schützen zugetrieben wird. (S. Klopfjagd und Kesseltreiben.)

Treibkette,

Ewartsche, s. Kette. ^[= # eine zur Aufnahme von Zugkräften geeignete Aneinanderreihung gegenseitig beweglicher, ringartiger ...]

Treibkolben,

s. Kolben.

Treibnetz,

s. Netzfischerei. ^[= diejenige Form des Fischfangs, bei der als Fanggeräte nicht Angel oder Leine, sondern Netze ...]

Treibofen,

s. Abtreiben. ^[= die Abtreibung (s. d.) der Leibesfrucht. Im Hüttenwesen heißt A. oder Kupellieren ein Prozeß, ...]

Treibrad

Plethron - Pleven [unk

Bild 63.203: Plethron - Pleven [unkorrigiert]
* 9 Pleuelstange.

oder Triebrad, bei Maschinen das bewegende Rad, bei Lokomotiven das Rad, an dem die Pleuelstange [* 9] direkt angreift, bei Velocipeden (Bi- und Tricycles) das Rad, an dessen seitlich verlängerter Achse die Tretkurbeln befestigt sind, oder das durch Kettengetriebe die Antriebsbewegung empfängt.

Treibriemen,

s. Riemen. ^[= # ein sehr verschiedenen Zwecken dienender, langer, schmaler Lederstreifen. Die bei Transmissionen ...]

Treibsätze,

Feuerwerkssätze, die so heftig verbrennen, daß die Verbrennungsgase zum Forttreiben von Körpern (Raketen, [* 10] Schwärmern) dienen können (s. Feuerwerk und Sätze).

Treibscheibe,

eine hölzerne oder metallene Scheibe, die bei Kartätschen oder Bodenkammer-Shrapnels dazu dient, die gesamte Kugelfüllung auf einmal vorwärts zu treiben und so die Wirkung der Pulvergase (bei Kartätschen der Geschütz-, bei Shrapnels der Sprengladung) zu vereinigen. (S. auch Hebespiegel und Treibspiegel.)

Treibschnur,

s. Transmission. ^[= # (lat., "Übertragung"), im Maschinenwesen eine Zusammenstellung von Vorrichtungen ...] [* 11]

Treibseil,

s. Seilebenen.

Treibspiegel,

Geschmackslehre - Gesc

Bild 7.212: Geschmackslehre - Geschoß
* 12 Geschoß.

bei den Kartätschen der glatten Kanonen eine hölzerne Scheibe zur Verbindung von Geschoß [* 12] und Kartusche;

ersteres war an den Treibspiegel aufgenagelt, letztere wurde über den Treibspiegel übergezogen und an ihm festgeschnürt.

Bei den Kartätschen der gezogenen Geschütze [* 13] ist der metallene Treibspiegel am Boden der Kartätschenhülse und dient als Stoßboden für die Kugeln. (S. Hebespiegel und Treibscheibe.)

Treibstange,

soviel wie Pleuelstange (s. d.). ^[= eine hölzerne oder metallene Scheibe, die bei Kartätschen oder Bodenkammer-Shrapnels dazu ...]

Treibstock,

ein kleiner Amboß zum Treiben (s. d.). ^[= # des Bleches, die Erzeugung körperlich hervortretender Gebilde (Buckel, Blätter, Ranken, Figuren ...]

Treibströmungen,

s. Driften.

Treideln,

Treidelweg, s. Leinpfad.

Treidern-Aa,

Fluß in Livland, [* 14] s. Aa. ^[= # ebenso wie Aach, Ach (s. d. und vgl. Aue), aus dem althochdeutschen Worte aha, d. i. Wasser ...]

Treitschke,

Friedr., Entomolog, s. Tr. ^[= # hinter wissenschaftlichen Benennungen von Schmetterlingen Abkürzung für Friedr. , ...]

Treitschke,

Dresden

Bild 5.141a: Dresden
* 15 Dresden.

Heinr. von, Geschichtschreiber und Publizist, geb. 15. Sept. 1834 zu Dresden, [* 15] Sohn des sächs. Generalleutnants von Treitschke (gest. 1867), widmete sich zu Bonn, [* 16] Leipzig, [* 17] Tübingen [* 18] und Heidelberg [* 19] staatswissenschaftlichen und histor. Studien. Nach seiner Promotion lebte er in Göttingen [* 20] und siedelte 1857 nach Leipzig über, wo er sich Ende 1858 mit der Schrift «Die Gesellschaftswissenschaft» (Lpz. 1859) an der Universität habilitierte. Die Erfolge, die er hier mit seinen histor.

Berlin-Dresdener Eisen

Bild 52.817: Berlin-Dresdener Eisenbahn - Berliner Handels-Gesellschaft
* 24 Berliner.

Vorlesungen erzielte, veranlaßten ihn, seine Studien ganz dem geschichtlichen Fache zuzuwenden. Im Herbst 1863 folgte er einem Rufe als außerord. Professor nach Freiburg [* 21] i. Br., legte aber im Juni 1866 aus polit. Gründen dieses Amt nieder und ging nach Berlin, [* 22] wo er die Redaktion der «Preuß. Jahrbücher» übernahm, von deren Leitung er 1889 zurücktrat. Im Herbst 1866 erhielt er eine ordentliche Professur der Geschichte an der Universität Kiel, [* 23] 1867 in Heidelberg, wurde Ostern 1874 an die Universität in Berlin berufen und nach Rankes Tod zum Historiographen des preuß. Staates ernannt. Im Okt. 1895 wurde an Stelle Sybels in die Berliner [* 24] Akademie der Wissenschaften gewählt und übernahm die Redaktion der «Histor. Zeitschrift». Er starb 28. April 1896 in Berlin.



Treizsaurwein von Eren

Bild 65.972: Treizsaurwein von Erentreiz - Trenck (Franz, Freiherr von der)
* 26 Seite 65.972.

Von 1871 bis 1888 war Treitschke als Abgeordneter des Wahlkreises Kreuznach-Simmern Mitglied des Reichstags, schloß sich hier an die nationalliberale Partei an und zeigte sich in allen großen polit. Fragen als einen der entschiedensten Kämpfer für Befestigung der deutschen Einheit und für Herstellung einer starken Reichsgewalt. Sowohl seine Reden als seine Schriften zeichnen sich durch Lebendigkeit und Frische, durch klares und offenes Erfassen des Ziels, durch vollständige Beherrschung des ganzen histor. Apparates, durch glänzende Darstellung, aber auch durch scharfe Hervorkehrung seiner Parteiansicht aus. Außer seinen zahlreichen Abhandlungen, besonders in den «Preuß. Jahrbüchern», sind von T.s Schriften hervorzuheben: die tagespolit. Abhandlungen, die in dem Buche «Zehn Jahre deutscher Kämpfe 1865-74» (3. Aufl., Berl. 1897) und in «Deutsche [* 25] Kämpfe, Neue Folge» (Lpz. 1896) gesammelt sind; die «Histor. und ¶

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polit. Aufsätze» (Bd. 1-3, 5. Aufl., Lpz. 1880; Bd. 4, ebd. 1897),

«Der Socialismus und seine Gönner» (Berl. 1875),

eine Streitschrift gegen die sog. Kathedersocialisten, «Der Socialismus und der Meuchelmord» (ebd. 1878),

«Ein Wort über unser Judentum» (ebd. 1880),

«Zwei Kaiser. 15. Juni 1888» (ebd. 1888),

«Die Zukunft des deutschen Gymnasiums» (Lpz. 1890),

und sein Hauptwerk: «Deutsche Geschichte im 19. Jahrh.» (Bd. 1 in 6. Aufl., ebd. 1897; Bd. 2 in 4. Aufl., 1893; Bd. 3 in 4. Aufl., 1896; Bd. 4 in 3. Aufl., 1890; Bd. 5 in 3. Aufl., 1895),

deren erster Band [* 27] 1879 erschien. Treitschke hat auch ein Heft «Vaterländische Gedichte» (Gött. 1856; 2. Aufl. 1859) und eine Gedichtsammlung u. d. T. «Studien» (Lpz. 1857) veröffentlicht. Eine Sammlung seiner Reichstagsreden von 1871 bis 1884 gab Mittelstädt (ebd. 1896),

seine Vorlesungen über «Politik» Cornicelius (Bd. 1, ebd. 1897) heraus. -

Vgl.   Schiemann, Heinrich von T.s Lehr- und Wanderjahre 1834-66 (Münch. 1896).

Ende Treitschke
→ weiter zu Seite 65.972: Treizsaurwein von Erentreiz ⟹ s. Weißkunig.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 969 [Suche = 65.971] im Internet seit 2005; Text geprüft am 16.11.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0971

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Siehe auch:

  • 15.815 Treibjagd
  • 15.816 Treibrad
  • 15.816 Treibriemen
  • 15.816 Treibsätze
  • 15.816 Treibschnur
  • 15.816 Treibstock
  • 15.816 Treibströmungen
  • 15.816 Treideln
  • 15.816 Treitschke

* 27 Bilder dazu:

  • 27Band
  • 22Berlin
  • 24Berliner
  • 2Blei
  • 16Bonn
  • 25Deutsche
  • 15Dresden
  • 7Fichte
  • 21Freiburg
  • 12Geschoß
  • 13Geschütze
  • 20Göttingen
  • 19Heidelberg
  • 3Holz
  • 23Kiel
  • 17Leipzig
  • 14Livland
  • 8Meeresströmungen
  • 9Pleuelstange
  • 10Raketen
  • 5Silbergewinnung
  • 11Transmission
  • 18Tübingen
  • 6Verband
  • 4Weberei
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  • 26_Seite 65.972
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