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Strazza - Streckfuß (A

Bild 65.432: Strazza - Streckfuß (Adolf)
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16 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Strazza(vom ital. straccia), die Abfälle beim Moulinieren der Rohseide und bei der Bearbeitung der / 16
Strazze(ital. stracciafoglio), soviel wie Kladde (s. d.), auch Verkaufsbuch (s. d.). - Strazzen, soviel / 19
Streatham(spr. stréttämm), südl. Vorort von London, im W. von Sydenham, mit (1891) 48742 E., gegen / 23
Streator(spr. striht'r), Stadt im County La Salle im nordamerik. Staate Illinois, südwestlich von Chicago, / 28
Strebbaus. Bergbau (Abbaumethoden). / 4
Strebepfeiler(Contreforts), Pfeiler zur Verstärkung von Mauern, die dem Seitenschub einer Erdmasse, eines / 179
Streckbarkeits. Dehnbarkeit. / 3
Streckbettorthopädische Vorrichtung, durch die der Körper mittels Zugs (an Kopf, Hals, Becken, Füßen / 56
Streckeim Bergbau, s. Sohlenstrecken und Grubenbau; in der Jägersprache ist S. das nach gewissen Regeln / 54
Streckenein Verfahren beim Schmieden (s. d.), sowie ein Verfahren der Spinnerei (s. d.). - In der Jägerspra / 36
Streckensatzs. Eisenbahntarife. / 3
Streckensignales. Eisenbahnsignale. / 3
Streckenzimmerungs. Bergbau. / 3
Streckenzugsverkehrauch Zwischenauslandsverkehr, der zoll- und kontrollpflichtige Warenverkehr, wenn er sich von / 40
StreckerAdolf, Chemiker, geb. 21. Okt. 1812 zu Darmstadt, studierte iu Gießen Chemie und Naturwissenschafte / 146
Streckfuß# Adolf, Schriftsteller, Sohn des folgenden, geb. 10. Mai 1823 zu Berlin, studierte 1845-48 auf / 144

Seite 65.432

Strazza - Streckfuß (Adolf)


Fortsetzung: Straußvögel, (Ratite s. Ineptae, s. Tafel: Straußvögel (I und II), Laufvögel oder Kurzflügler (Brevipennes
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die ein Fliegen [* 2] nicht gestatten, ein im Gegensatz zu allen übrigen Vögeln flaches, kielloses Brustbein, hohe, starke Beine, gleichmäßig über den Körper verteiltes Gefieder und meist beträchtliche Größe. Der Schnabel ist verschieden gestaltet, der Hals meist von ansehnlicher Länge. Die S. bewohnen und bewohnten die ausgedehnten Flachlande Afrikas, Südamerikas und Australiens sowie Madagaskar [* 3] und die austral. Inselwelt von Ceram bis Neuseeland. Man teilt sie in fünf Familien: I. Apterygidae, Kiwis (s. Apteryx); die häufigste Art ist Apteryx australis Shaw (s. Taf. II, [* 1] Fig. 4). II. Atruthionidae, afrik. Strauß [* 4] (s. Strauß), mit dem bekannten zweizehigen Strauß (Struthio camelus L., s. Taf. I, [* 1] Fig. 1-2). III. Rheïdae, amerik. Strauß oder Nandu (s. d.) mit drei Arten, von denen Rhea [* 5] americana Lath. (s. Taf. II, [* 1] Fig. 1) am längsten bekannt ist. IV. Dinornithidae, Riesenstrauße oder Moas (s. Dinoris), in histor. Zeit ausgestorbene Bewohner Neuseelands und Madagaskars; eine der gewaltigsten Arten ist Dinornis elephantopus Owen. V. Casuaridae, Kasuare (s. d.), mit dem Helmkasuar (Casuaris galeatus Vieill., [* 1] Fig. 3) und dem Emu (s. d., Dromaeus Novae Hollandiae Vieill., [* 1] Fig. 2). Ob die Ordnung der S. eine natürliche ist, erscheint sehr fraglich; die gemeinsamen Charaktere der Formen sind eine Folge des Verlustes des Flugvermögens und beruhen höchstwahrscheinlich auf Analogien, aber nicht auf Homologien, d. h. sie sind nicht der Ausdruck naher Verwandtschaft, sondern die Folge gleicher äußerer Lebensbedingungen.

Strazza

(vom ital. straccia), die Abfälle beim Moulinieren der Rohseide und bei der Bearbeitung der Florettseide.

Strazze

(ital. stracciafoglio), soviel wie Kladde (s. d.), auch Verkaufsbuch (s. d.). - Strazzen, soviel wie Lumpen, Hadern (s. Papier, Fabrikation).

Streatham

London

Bild 10.896a: London
* 6 London.

(spr. stréttämm), südl. Vorort von London, [* 6] im W. von Sydenham, mit (1891) 48742 E., gegen 25553 im J. 1881, und vielen Villen.

Streator

(spr. striht'r), Stadt im County La Salle im nordamerik.

Staate Illinois, südwestlich von Chicago, am Vermillion-River, bedeutender Eisenbahnkreuzungspunkt, zählte (1890) 11414 E., hat Glaswerke, Papiermühle und Kohlengruben.

Strebbau,

s. Bergbau ^[= die Aufsuchung und Gewinnung nutzbarer Mineralien. Diese kommen in besondern Lagerstätten vor, ...] [* 7] (Abbaumethoden).

Strebepfeiler

Gewölbe (Teile, Formen

Bild 7.311: Gewölbe (Teile, Formen, Arten der G.)
* 9 Gewölbe.

(Contreforts), Pfeiler zur Verstärkung [* 8] von Mauern, die dem Seitenschub einer Erdmasse, eines Gewölbes oder anderer Seitenkräfte zu widerstehen haben, oder die wegen zu großer Höhe einer besondern Versteifung bedürfen. Sie finden sich daher häufig an Futter- und Ufermauern, und an den Widerlagsmauern der Gewölbe, [* 9] in der Regel an der dem Angriffspunkte des Schubes entgegengesetzten Seite. Ihre Stärke [* 10] und Entfernung richtet sich nach der Größe dieser Schubkraft oder der Stabilität der Mauer. Im got. Kirchenbaustil, wo der seitliche Schub der Gewölbe in großer Höhe abzufangen ist, spielen sie eine große Rolle und sind ein wesentlicher Bestandteil des Äußern dieser Bauwerke, indem die Last von den Umfassungsmauern mehr und mehr ausschließlich auf die S. übertragen wird, so daß die Zwischenmauern fast ganz von Fenstern durchbrochen werden können. Da ein S. in seinem obern Teile nicht leicht dem dort wirkenden Gewölbeschube widerstehen könnte, wird auf die angegriffene Stelle ein Türmchen (Fiale, [* 11] s. d.) zur Belastung gesetzt, und der Druck oft außerdem noch durch einen Strebebogen auch

auf einen zweiten, ebenso gebildeten S. übertragen. (Als Beispiel s. Tafel: Deutsche Kunst [* 12] II, [* 1] Fig. 10.)

Streckbarkeit,

s. Dehnbarkeit.

Streckbett,

orthopädische Vorrichtung, durch die der Körper mittels Zugs (an Kopf, Hals, Becken, Füßen), auch wohl mittels Drucks (z. B. von der Seite her) eine Zeit lang in der Form und Richtung erhalten wird, die er nach dem Willen des Arztes einzunehmen hat, um gewisse Verkrümmungen auszugleichen, gewisse verkürzte Muskeln [* 13] oder Sehnen zu strecken u. s. w. (S. Orthopädie.)

Strecke,

im Bergbau, s. Sohlenstrecken und Grubenbau;

in der Jägersprache ist S. das nach gewissen Regeln zur Besichtigung hingelegte Wild. Bei der Besichtigung wird die S. mancherorts Verblasen.

Zur S. bringen, soviel wie ein Stück Wild erlegen. - Über S. in der Spinnerei (Streckmaschine) s. Spinnerei;

Brücken I

Bild 3.491a: Brücken I
* 14 Brücke.

über S. als Teil der Brücke [* 14] s. Kriegsbrücken.

Strecken,

ein Verfahren beim Schmieden (s. d.), sowie ein Verfahren der Spinnerei (s. d.). - In der Jägersprache bedeutet S. das geschossene Wild jägermäßig auflegen (s. Strecke);

auch das Jagdzeug anziehen. - Über S. in der Teichwirtschaft s. d.

Streckensatz,

s. Eisenbahntarife.

Streckensignale,

s. Eisenbahnsignale.

Streckenzimmerung,

s. Bergbau. ^[= die Aufsuchung und Gewinnung nutzbarer Mineralien. Diese kommen in besondern Lagerstätten vor, ...]

Streckenzugsverkehr,

auch Zwischenauslandsverkehr, der zoll- und kontrollpflichtige Warenverkehr, wenn er sich von dem inländischen Zollgebiete auf kurzer Straßenstrecke durch ausländisches Zollgebiet nach dem inländischen Zollgebiet zurückbewegt.

Für diese Art des Verkehrs bestehen in der Regel erleichternde Kontrollvorschriften. (S. auch Deklaration.)

Strecker,

Darmstadt

Bild 4.557: Darmstadt
* 15 Darmstadt.

Adolf, Chemiker, geb. 21. Okt. 1812 zu Darmstadt, [* 15] studierte iu Gießen [* 16] Chemie und Naturwissenschaften, wurde 1842 Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, 1846 Privatassistent Liebigs in Gießen, wo er sich 1848 habilitierte. 1851 folgte er einem Rufe an die Universität Kristiania, [* 17] wurde 1860 Professor der Chemie in Tübingen [* 18] und 1870 in Würzburg, [* 19] wo er 9. Nov. 1871 starb. Von seinen zahlreichen bedeutenden, meist in Liebigs «Annalen» erschienenen Arbeiten sind hervorzuheben die epochemachenden Untersuchungen über die Galle verschiedener Tiere, 1846-48 über die künstliche Bildung der Milchsäure und des Alanins, die Farbstoffe der Krappwurzel, die künstliche Darstellung des Taurins, die Quecksilberverbindungen der Alkoholradikale, das Sarkin, Azosäuren, über Thalliumverbindungen und v. a. m. Außerdem schrieb er: die Bearbeitung von Regnaults «Lehrbuch der Chemie» (Braunschw. 1851; nach seinem Tode fortgeführt von Wislicenus),

«Das chem. Laboratorium [* 20] der Universität Kristiania» (Krist. 1854),

«Theorien und Experimente zur Bestimmung der Atomgewichte» (Braunschw. 1859).

Streckfuß,



Streckfuß (Karl) - Str

Bild 65.433: Streckfuß (Karl) - Streichinstrumente
* 22 Seite 65.433.

Adolf, Schriftsteller, Sohn des folgenden, geb. 10. Mai 1823 zu Berlin, [* 21] studierte 1845-48 auf den landwirtschaftlichen Akademien zu Möglin und Eldena und wurde beim Ausbruch der Märzrevolution in Berlin in die demokratische Bewegung hineingezogen. Wegen seines Werkes «Die große Französische Revolution und die Schreckensherrschaft» (Bd. 1, Berl. 1851) wurde er des Hochverrats angeklagt, aber von den Geschworenen freigesprochen; doch wurde die Vollendung des Werkes verboten. S. starb 11. Okt. 1895 in Berlin. Außer ¶

mehr

einer Reihe von Romanen und Novellen veröffentlichte er: «Friedrich Ⅰ. und die Quitzows» (2 Bde., Berl. 1859),

«Vom Fischerdorf zur Weltstadt; 500 Jahre Berliner [* 23] Geschichte» (4 Bde., ebd. 1863‒65; 4. Aufl. 1885‒86).

Von seinem umfangreichsten Werke, der «Weltgeschichte, dem Volke erzählt», erschienen deutsch drei Bände (Berl. 1865); die holländ. Übersetzung umfaßt 10 Bände (Leid. 1865‒77). Auch Romane aus seiner Feder wurden neuerdings ins Holländische [* 24] übertragen (z. B. «Verborgen ketenen», Amsterd. 1890).

Streckfuß,

Karl, Dichter und Übersetzer, geb. 20. Sept. 1779 in Gera, [* 25] studierte zu Leipzig [* 26] die Rechte, war 1801‒6 in Triest [* 27] und Wien [* 28] Hofmeister, 1807 Sekretär [* 29] bei der Stiftsregierung in Zeitz, [* 30] 1811 Geh. Sekretär in Dresden, [* 31] trat 1815 in preuß. Dienste, [* 32] wurde 1816 Regierungsrat in Merseburg, [* 33] 1819 Geh. Regierungsrat im Ministerium des Innern zu Berlin, 1840 Mitglied des Staatsrats; 1843 nahm er als Wirkl. Geh. Oberregierungsrat seinen Abschied und zog sich nach Zeitz zurück; er starb 26. Juli 1844 in Berlin. S. war als Dichter und Erzähler fruchtbar; ein dauerndes Verdienst aber hat er als Übersetzer Ariostos («Rasender Roland», 5 Bde., Halle [* 34] 1818‒20; 2. Aufl., 3 Bde., 1838‒40),

Tassos («Befreites Jerusalem», [* 35] 2 Bde., Lpz. 1822; 4. Aufl. 1847) und Dantes («Die Hölle, das Fegfeuer und das Paradies», 3 Bde., Halle 1824‒26; 9. Aufl., Braunschw. 1871; in neuer Bearbeitung von Roquette, 2 Bde., Stuttg. 1880).

Ende Streckfuß
→ weiter zu Seite 65.433: Streckmaschine ⟹ s. Spinnerei und Seide.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 430 [Suche = 65.432] im Internet seit 2005; Text geprüft am 9.6.2010; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0432

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Siehe auch:

  • 15.383 Strazze
  • 15.383 Streatham
  • 15.383 Streator
  • 15.383 Strebepfeiler
  • 35.791 Strebepfeiler_2
  • 15.383 Streckbarkeit
  • 15.384 Streckbett
  • 15.384 Strecke
  • 15.384 Strecker
  • 15.384 Streckfuß
  • 39.515 Streckfuß_2
  • 65.433 Streckfuß_3
  • 67.964 Streckfuß_4

* 35 Bilder dazu:

  • 7Bergbau
  • 21Berlin
  • 23Berliner
  • 14Brücke
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