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Princip - Prinzeninsel

Bild 63.444: Princip - Prinzeninseln [unkorrigiert]
Seite 63.444.

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Princip - Prinzeninseln [unkorrigiert]


Fortsetzung: Prévôtalgerichte, Prévôtalhöfe (Cours prévôtales), in Frankreich früher Specialgerichte, Verleihung eines
forlaufend

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Princip ssat.), der Anfang, das Erste, wovon man ausgeht; in der Logik ein solcher erster Aus- gangspnnkt des Denkens, der, während er für alles Weitere begründend sein soll, selbst keiner weitern Begründung fähig oder bedürftig gehalten wird; in praktischer Bedeutung nennt man so eine letzte, alle andern begründende, selbst nicht ferner zu begründende Regel des Handelns. In beiden Bedeutungen deckt sich Prinzeninseln nngeführ mit Grundsatz (s. d.). Doch nimmt der Ausdruck Prinzeninseln leichter den Nebensinn eines in der Sache an sich (und nicht bloß in unserm Denken) gegebenen Anfangs oder Grundes an. So versteht z. V. Aristoteles seine vier Principien (oder ln-cilln, nämlich Stoff, Form, be- wegende und Zweckursache) zweifellos als reale und nicht bloß Erkenntnisprincipien, d. h. als Gründe und Wurzeln des Seins und Werdens, nicht blos; unserer Erkenntnis.

Danach unterscheidet man auch Real- und Idealprincipien und sucht noch eine letzte Einheit oder Identität beider in einem abso- luten Prinzeninseln. In weiterer Bedeutung nennt man Prinzeninseln jede überzeuguug oder Willensregel, von der man keine Ausnahme verstattet. Principal, s. Prinzipal. ?rwoiV0 (ital., spr. -tschi-)', Fürst, Prinz. ?rinoipes (lat., Mehrzahl von?linc6i)8, s.d.), in der ältesten röm. Legion die Vorkämpfer; später bildeten sie das zweite Tressen der Manipularstel- lung hinter den H^tati und vor den Iriarii. (S. Legion und II^Ltati.) Principiell, grundsätzlich, nach einem Princip. ?rinoiplis o^sta. (lat.), «widerstehe den ersten Anfängen», d. h. widerstehe der Versuchung (nicht: «wehre dich gegen Principien»),

Landsberg - Landschaft

Bild 10.465: Landsberg - Landschaften
* 2 Landsberg.

Citat aus Ovids «I^meäia, kinoriä» (Vers 92). Pringsheim, Nathanael, Botaniker, geb. 30. Nov. 1823 in Wziesko bei Landsberg [* 2] in Ober- schlesien, studierte in Vreslau, Leipzig, [* 3] Berlin [* 4] und Paris [* 5] anfangs Medizin, dann ausschließlich Natur- wissenschaften, habilitierte sich 1851 in Berlin mit der Abhandlung «Zur Entwicklungsgeschichte der ^clil^H pi-oütera.» (Vresl. und Bonn [* 6] 1851) und wurde 1858 auf Grund der beiden Schriften «Grund- linien einer Theorie der Pstanzenzellc» (Berl. 1854) und «über die Befruchtung [* 7] und Keimung der Algen [* 8] und das Wesen des Zeugungsaktes» (drei Aufsätze im «Monatsbericht» der Akademie zu Berlin, 1855 -57) zum Mitglied der Königl.

Akademie der Wissen- schaften ernannt. 1857 begann Prinzeninseln die Herausgabe der «Jahrbücher für wissenfchaftliche Botanik» (Bd. 1-26, Verl. 1857-94). 1804 nahm er einen Ruf als Professor der Botanik nach Jena [* 9] an und kehrte 1868 in seine akademische Stellung nach Ber- lin zurück, wo er zugleich ein Privatlaboratorium für pflcmzenphysiol. Untersuchungen unterhielt. Er starb 0. Okt. 1894 in Berlin. Unter seinen wissen- schaftlichen Leistungen ist besonders hervorzubeben seine Entdeckung der Sexualität bei den niedrigsten Gewächsen.

Nicht minderes Aufsehen erregten die umfassenden Untersuchungen P.s über die Wirkung des Lichts auf die Pflanze und die Bedeutung der grünen Farbe für die Vegetation. Prinkipo, die größte der Prinzeninseln (s. d.). Prinsterer, Groen van, s. Groen van Prinsterer. ?rintinF-v1ud8 (engl.), s. Vibliomanie (Vd. 2, S. 969 a). Prinz (vom srz. ^rines, Fürst, das aus lat. piin- c6i3 I^s. d.^j gebildet ist) und Prinzessin (frz. prw- 06886), gegenwärtig Bezeichnung zunächst der nicht- regierenden Mitglieder sonveräner Fürstenhäuser, ebenso inDeutschland allerMitglieder solcher standes- herrlicher Familien, welche zur Zeit des Heiligen Römischen Reichs bereits den Fürstentitel besaßen.

Der erstgeborene Prinz wird Erbprinz (s. d.), in kaiserl. und königl. Häusern Kronprinz (s. d.) genannt. Das alte Frankreich erteilte den Titel ?i'inc6 dem höchsten Adel ohne Unterschied, stellte aber an dessen Spitze die Prinzen von Geblüt l?i'wc68 ä6 8KUZ lo^i) oder die Agnaten des königl. Hauses. Prinz-Eduards-Insel (engl. Prince-Ed- ward-Island), Insel im St. Lorenzgolf in Nord- amerika und Provinz des Dominion of Canada, ist von Neuschottland undNeubraunschweig durch die 15 -40 Km breite Nortbumberlandstraße getrennt und nmfaht 5524 hkm mit (1891) 109 078 E. Die Insel bat felsige, von Fjorden tief eingeschnittene Küsten, ist aber ein ziemlich niedriges Land obne Berge und ohne die Kohlenlager des gegenüber liegenden Fest- landes.

Fischerei (künstliche

Bild 6.306: Fischerei (künstliche Fischzucht: Gewinnung und Befruchtung der Eier)
* 10 Fischerei.

Trotz geringer Flußentwicklung ist die Insel gut bewässert. Die ausgedehnten Wälder sind zum Teil verschwunden und haben zahlreichen Obstgärten Platz gemacht. Das Klima ist mild und fast ohne Nebel. Den Hauptnahrungszweig bildet die Land- wirtschaft. Alle mitteleurop. Getreide- und Gcmüse- arten werden gebaut. Für den Fischfang ist die Prinzeninseln die beste Station im St. Lorenzgolf. Die Fischerei [* 10] ist jedoch großenteils in den Händen von Fischern der Vereinigten Staaten. [* 11]

Die Bevölkerung besteht aus Nachkommen der franz. Acadier, die nach Über- gabe der Insel hier zurückblicben, teils aus engl. und schott. Einwanderern. Katholiken sind 47 837. Die wenigen Ureinwohner gehören zu dem stamme der Micmac-Indianer. Die Schulen wurden im Durchschnitt täglich von 12 034 Kindern besucht. An der Spitze der Verwaltung steht ein Lieutenant- Governor. Die gesetzgebende Versammlung besteht aus einer Legislative Assembly von 30 Mitgliedern. (S. auch Canada.) Hauptstadt ist Charlottetown (s. d.). Die Insel wird von einer Eisenbabn (272, mit Seitenarmen 320 kui) durchschnitten. Mit Neu- schottland, Neubraunschweig, Quebec, Halifax [* 12] und Boston [* 13] besteht, solange die Schiffahrt (Mai bis Dezember) dauert, Dampferverbindung. - Die Insel wurde 1497 von Cabot entdeckt, Saint [* 14] John's Island, [* 15] frz. Saint Jean, 1799 aber Prinzeninseln genannt, siel mit der Eroberung Canadas in engl. Hände und wurde 1763 endgültig abgetreten.



Prinzenhöhle, s. Prinzenraub. Prinzeninsel, Ilha do Principe, portug. Insel in der Bai von Biafra des Golfs von Guinea, 1471 entdeckt, 230 kni im SSW. von Fernando Po, mit einem 825 in hohen Berg, zablt auf 151 hkm (1878) 261)5 E., Portugiesen und Neger, hat unge- sundes Klima [* 16] und führt etwas Kaffee und Kakao aus. Hauptort ist Säo Antonio an der Nordspitze mit sicherm Hafen. Prinzeninfeln, Gruppe von neun Inseln im Marmarameer, von denen nur vier gegenwärtig be- wohnt sind: Proti, Antigoni, Chalki und Prinkipo, 15-24 km von Konstantinopcl. Die Prinzeninseln, im Alter- tum Demonesi genannt, dienten als Verbannungs- ort von Prinzen, geistlichen Würdenträgern u. s. w., die am byzant. Hofe in Ungnade gefallen waren. Im Mittelalter trugen sie berühmte Klöster; gegen- wärtig ist auf Chalki ein griech. Priesterseminar und die türk. Marinefchule. Von Konstantinopel [* 17] aus fahren regelmäßig Dampfer. ¶

Ende Prinzeninseln
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Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 13. Band, Seite 442 unkorrigiert [Suche = 63.444] im Internet seit 2005; Text geprüft am 7.8.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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