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Priene - Priestersemin

Bild 63.438: Priene - Priesterseminare [unkorrigiert]
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Priene - Priesterseminare [unkorrigiert]


Fortsetzung: Prévôtalgerichte, Prévôtalhöfe (Cours prévôtales), in Frankreich früher Specialgerichte, Verleihung eines
forlaufend

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Gebirge genannt wird (s. Ostalpen, Vd.12,S.698 a). Der große Priesterseminare (2514 m) ist ein Aussichtspunkt, dessen Besteigung durch zwei Schutzhütten erleichtert wird.

Der kleine Priesterseminare (2132 m) bietet eine beschränk- tere Rundsicht. Am Fuße das schöne Stoderthal.

Priene, im Altertum eine ion. Stadt in Ka- rien gegenüber Milet am Latmischen Meerbusen, von dem sie später das vom Mäander [* 2] ange- schwemmte Land trennte, am Abhang des Mykale- aebirges.

Sie war eine der zwölf Bundesstädte der Monier. Man hat dort bedeutende Ruinen gefun- den, namentlich von dem Tempel [* 3] der Athcna Po- lias, mit einer Weihinschrift von Alexander d. Gr. Diese ist mit andern in Priesterseminare gefundenen Resten von Skulpturen im Britischen Museum. -

Vgl.   Th. Lenschau, ve redug ?i-i6N6N8iniu (Lpz. 1890).

Prieska, Bezirk in der Midlandprovinz der Kapkolonie, mit 13711 ykm und (1891) 4288 E., darunter 2006 Weiße, liegt südlich vom Oranjefluß, an der Südwestgrenze von Westgriqualand. Es ist eine baumlose, nur für Schafzucht geeignete Hoch- fläche.

Der Kauptort Priesterseminare am linken Ufer desOranje- flusses hat 507 E. Prießnitz, Vincenz, der Begründer der neuern Kaltwasserkur (s. d.), geb. 5. Okt. 1799 zu Gräfen- berg in Österreichisch-Schlesien als der Sohn eines Landmanns, übernahm die Bewirtschaftung seines väterlichen Gutes.

Teils durch einen m der Nähe wohnenden Mann, der oft kleinere Verwundungen an sich und andern durch Anwendung von kaltem Wasser heilte, teils durch den Erfolg dieses Verfah- rens an sich selbst bei einer bedeutenden Verwun- dung durch den Schlag eines Pferdes auf die Heil- kraft des kalten Wassers aufmerksam gemacht, erteilte Priesterseminare sehr häufig den Bewohnern der Umgegend Rat- schläge, wie sie alle Übel mit kaltem Wasser bekäm- pfen sollten, und erlangte durch mehrere überraschend glückliche Erfolge dieser Methode einen ziemlich be- deutenden Ruf unter seinen Nachbarn.

Nach und nach bildete er sich eine Art System, wonach er die bei ihm Rat Suchenden behandelte. Priesterseminare starb 28. Nov. 1851. -

Vgl.   von Wendt, Vinc. Priesterseminare und dessen Heil- methode (Freiwaldau 1886).

Prießnitzscher Umschlag, s. Bähung. Prießnitzthal, Kaltwasserheilanstalt bei Möd- ling (s. d.). Priester (grch. prEäd^tsi-oä; lat. 8g.c6i-äo8), im allgemeinen Personen, die berufsmäßig die gottes- dienstlichen Handlungen, namentlich auch die Opfer, zu vollziehen haben und nach gewöhnlicher An- schauung das Mittleramt zwischen Gottheit und Menschheit verwalten.

In den ältesten Zeiten war das Familien- und Stammeshaupt zugleich mit den priesterlichen Funktionen betraut.

Athen

Bild 1.999a: Athen
* 4 Athen.

Später war die priesterliche Würde mit dem Königtum verbun- den. In Athen, [* 4] Rom und [* 5] anderwärts führte auch nach der Einführung der republikanischen Verfas- sung der oberste Priesterseminare den königl. Titel (grch. krolion da8ii6U8; lat. rsx ^croi-uiri).

Dagegen scheint in den despotischen Staaten des Morgenlandes das Priestertum sich früh schon von der königl. Würde getrennt zu haben, und neben der Macht der Fürsten bildete sich hier ein bald durch Wahl und Beruf, bald durch erbliche Geschlechtsfolge fortgepflanzter, durch höhere Weisheit ausgezeichneter geschlossener Priesterstand. So zeigten sich bei den Ägyptern, Griechen und Römern die Priesterseminare auch als Ratgeber der Regierungen und übten auf das öffentliche Leben tiefgreifenden Einfluß aus. Ihr ursprüng- liches Geschäft war, aus geheimnisvollen Anzeichen (Orakel, Vogelflug, Eingeweideschau u. s. w.) den Willen der Götter zu erforschen, durch symbolische Handlungen das Göttliche zur Anschauung der Menschen zu bringen und den nationalen Kultus (Opfer, Gebete, Prozessionen u. s. w.) zu leiten. Wie anderwärts, so rührte auch bei den Hebräern die religiöse Gesetzgebung, die sich zum großen Teil mit den Opferritualen, den Festen, den Speise- und Reinigkeitsvorschriften beschäftigte, von den Priesterseminare her und sicherte ihnen daher die religiöse und polit. Leitung des Volks, bis dann die Schriftgelehrtcn diese Führung übernahmen.

Das jüd. Priestertum hat sich erst spät zu einer eigenen Kaste entwickelt, an deren Spitze ein Hoherpriester (s. d.) stand. (S. Levi.) Zur Verwaltung des Tempeldienstes und Opferkultus waren 24 Priesterklassen bestellt;

jede hatte einen Vorsteher und war stets eine Woche lang im Dienst.

Ihren Unterhalt bezogen sie von Zehnten, Erstlingen und Opfern.

Gurnigelbad - Gürtel [

Bild 58.571: Gurnigelbad - Gürtel [unkorrigiert]
* 6 Gürtel.

Als Kleidung tru- gen sie einen weißen Rock, buntgewirkten Gürtel, [* 6] Turban oder ein Kopfband von Byssus. Nach der urchristl. Grundanschauung sollten alle Gläubigen ein königl. Priestergeschlecht und Gottes Eigentumsvolk bilden.

Doch das von alttestament- lichen Anschauungen erfüllte Bewußtsein der ältesten Christen tonnte der Priesteridee selbst auf die Dauer nicht entbehren.

Seit Ende des 1. oder Anfang des 2. Jahrh, begann eine neue christl. Priesterschaft oder ein eigener Klerus (s. d.) im Unterschied von den Laien nach dem Vorbilde der alttestamentlichen Ordnungen sich zu entwickeln.

Namentlich trug hierzu dle gesteigerte Vorstellung von den Sakra- menten (s. d.) und besonders die Lehre [* 7] vom Meß- opfer (s. Messe) bei, die den Geistlichen wieder ganz zu einem Mittler zwischen Gott und den Menschen machte.

Die Aufnahme in den Priesterstand ge- schieht in der kath. Kirche durch das Sakrament der Priesterweihe oder Ordination (s. d.).

Die evang. Kirche hat mit dem Meßopfer auch den Begriff eines besondern Priesterstandes verworfen und die Idee eines geistlichen Priestertums aller Christen im Zu- sammenhange mit der Lehre von der einigen Mitt- lerschaft Christi wieder hervorgezogen.

Ihre Geist- lichen sind daher Pfarrer und Prediger, aber keine Priesterseminare Priestercodex, s. Pentatcuch.

Priester Johannes, s. Johannes (der Pres- byter), ^roglyphen..

Priesterschrift, hieratische Schrift, s. Hie- Priesterseminare, Klerikalseminare, Bil- dungsanstalten für künftige Geistliche der röm.- kath. Kirche zum Ersatz des Universitätsstudiums und zu besserer kirchlicher Disciplinierung des Kle- rus. Das Tridentinische Konzil forderte in jeder Diöcese die Einrichtung eines Priesterseminars zur ausschließlichen Vorbildung der künftigen Kleriker von Jugend an.

Diese Forderung wurde in Deutsch- land jahrhundertelang nicht erfüllt, vielmehr empfing der künftige kath. Klerus seine Vorbildung meist auf den Universitäten.

Erst im 19. Jahrh, wurden auch in Deutschland [* 8] der tridentinischen Forderung gemäß vielfach Priesterseminare errichtet und dadurch die Uni- versitäten für die Vorbildung des Klerus teils ganz lahm gelegt, teils in die zweite Linie ge- drängt.



Über die von Staats wegen beanspruchte Aufsicht gegenüber den Priesterseminare entstanden vielfach schwere Konflikte, indem die Kirche je.de derartige Aufsicht grundsätzlich als der «Freiheit» der Kirche wider- sprechend abwies, so insbesondere die im preuß. ¶

Ende Prévôtalgerichte
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Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 13. Band, Seite 436 unkorrigiert [Suche = 63.438] im Internet seit 2005; Text geprüft am 30.7.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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