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identifizierten, wurden rohe Holzbilder des Priel, eine ! Hippe oder Keule in der Hand, [* 2] ein hin und her! schwankendes Rohr auf dem Haupte, als Vogel- ! scheuchen in den Gärten aufgestellt. Rom. [* 3]
Dichter l machten diesen Gott nicht selten zum Gegenstand ^ kleinerer, an Witz und epigrammatischen Pointen, ! aber auch an Unsauberkeiten reichen Dichtungen (?liap6H);
eine beträchtliche Anzahl (82) davon sind erhalten. Sie sind von Sciopius (Schoppe) und Anton besonders herausgegeben und auch in die Ausgaben der lat. Anthologie von Vurmann und von Meyer sowie in die Textausgabe des Petronius von Vüchelcr (3. Aufl., Verl. 1882), in Lucian Müllers «Catull» (Lpz. 1874) und in Vährens' ' «?06w6 latini uiinoi-68» (5 Bde., ebd. 1879 - 83) aufgenommen.
Pribislau (spr. pschi-), czech.
I^id^lHv, Stadt in der österr.
Bezirkshauptmannschaft Chotebor in Böhmen, [* 4] rechts an der Sazawa und an der Linie Wien-Tetschen der Österr.
Nordwestbahn (Station Priel- > Schlappcnz), Sitz eines Bezirksgerichts (213,5? ^m, ^ 16 367 E.), hat (1890) 2607 meist czech.
E.;
Stärke- ! und Olkucheufabrik, Dampfmühle, Ziegeleien und Ackerbau.
In der nächsten Umgebung, bei Schön- feld, ein großes kegelförmiges Denkmal an der Stelle, wo Ziska starb. Pribor (spr. pschi'), czech.
Freiberg (in Sachsen)
* 5 Freiberg.Name von Freiberg [* 5] ^ (s. d.) in Mähren. ! Pribram (spr. pschi).
1) Bezirkshauptmann- schaft in Böhmen, hat 693,68 hkm und (1890) 68 895 (33 374 münnl., 35521 weibl.) E. in 73 Gemeinden mit 154 Ortschaften und umfaßt die Gerichtsbezirke ! Dobrisck und Priel. - 2) Königl.
Bergstadt und Sitz der Bezirkshauptmannschaft, einer Bergdirektion sowie eines Bezirksgerichts (375,54 ^m, 46316 czech. E.), südwestlich von Prag, [* 6] an der Linie Ra- konitz-Protiwin der Österr.
Staatsbahnen, [* 7] hat (1890) 13 412, mit der benachbarten Stadt Birkenberg 18 536 meist czcch.
E., eine Bergakademie, Vergschule, czech. Lehrerbildungsanstalt, czech.
Staatsreal- und Ober- aymnasium und eine gewerbliche Fortbildungsschule.
Die größte Bedeutung hat Priel durch seinen Bergbau [* 8] auf Silber und Bleierz, der nicht nur der bedeutendste in Böhmen, sondern in der ganzen Monarchie ist. Er reicht urkundlich bis 1330 hinauf, wurde durch Kriege häufig unterbrochen und geschädigt und ist seit 1819, einige Kuxanteile der Gemeinde und der Bürgerschaft ausgenommen, in ausschließlichem Besitz des Staates.
In P. sind die zwei tiefsten Förder- und Wasserhaltungsschächte der Erde, der Adalbertschacht (1109 m) und der Mariaschacht (1090 m).
Bleigewinnung
* 9 Blei.
Die Pribramhütte liefert aus den eigenen und den Kuttenbergern
und Ioachimsthalern
Erzen mit 500
Arbeitern etwa 40000 KZ
Silber und 1900 t
Blei.
[* 9] Über der Stadt der
Heilige
Berg oder Heiligberg
(576 m) mit reichverzierter
Kirche, Propstei und Redemptoristenkloster, der berühmteste Wallfahrtsort
Böhmens (jährlich etwa 100
000 Wallfahrer).
Pribylowgruppe, zu
Alaska gehörige
Insel- gruppe im Veringmeer, unter 57° nördl.
Br., be- steht aus zwei kleinern, Walrus
Island
[* 10] und Vobrovia, und zwei größern
Inseln, St.
Paul und aus denen jährlich 100
000
Pelz-^ ee- St.
George,
Hunde
[* 11] geschlagen werden. Prichard (spr.prittscherd), James Cowles, engl. Physiolog,
geb. zu Roß in
Here- fordshire, studierte
Medizin und ließ sich als
Arzt in
Bristol nieder, wo er sich vorzugsweise
der Behandlung von
Geisteskrankheiten widmete. So
wurde er auf physiol.
Studien geführt, deren erste
Frucht: " K686Hi-c1i68
into tli6 pli^ical kiztoi-v ok mankinä», zunächst 1813, später in vermehrter
Ge- stalt erschien (3.
Aufl., 5 Bde., Lond. 1838 -
47; deutsch von
Wagner und Will, 4 Bde., Lpz. 1840 -48)
und die Frage über Einheit oder Verschie- denheit des Menschengeschlechts mit einem großen Aufwand von Gelehrsamkeit behandelt.
Eine sehr populär gewordene Zusammenstellung seiner For- schungen über denselben Gegenstand ist die «M wi-ai ki^oi^ ol nian» (Lond. 1843; 4. Aufl. von Norris, ebd. 1865).
In dem Werke «Ms sastern 01-iFin 0k t1i6 (^eitio nktionZ» (Lond. 1831) legte er wichtige ethnogr. und linguistische Bemerkungen nieder, während er in der «^na1^8i3 ok N^^tian n^tdoloAv» (Lond. 1819 u. ö.; deutsch von L. Hay- mann, Bonn [* 12] 1837) die vorhandenen Hilfsmittel mit Umsicht benutzte.
Mediz. Werke P.s find: «Ilis- tor^ ol tQ6 Lpiäsmic l6V6r tiiat ^rkvaiisä in tti6 76HI-8 1817-19» (Bristol 1820),
«1i'63.ti86 011 äi86N868 0k t1i6 N6rV0I18 3)»8t6N1» (Lond. 1822),
«^6' V16^V 0f tk6 äoctrino ol ^ vitk^i ^i-inciplk) 38 main- taillLä d)^ 80M6 ^VI'it6I'8 0N p1i)^8i0i0^)'» (ebd. 1829), «^i-6Äti86 0Q in8HQitx» (ebd. 1835) und «0n t1i6 äiifßi'ent f0lN3 0l in35lnit)^ in i-elation to ^uri3 pi'iiäknce» (ebd. 1842).
Oxford (geolog.) - Oxf
* 13 Oxford.Nachdem ihm die Univer- sität Oxford [* 13] die Doktorwürde erteilt und die Ethno- logische Gesellschaft ihn zu ihrem Präsidenten er- wählt hatte, ehrte die Regierung 1845 seine Ver- dienste durch Ernennung zum Kommissar für Irren- ! Häuser (^0mmi38i0N6i' ok lunac^).
Hierdurch ver- ! anlaßt, zog er nach London, [* 14] wo er ^ starb. Priel hat wesentlich zur Förderung der Physio- ^ logie und Anthropologie beigetragen;
in der Psych- iatrie hat er sich einen dauernden Namen gemacht durch die Aufstellung der nach ihm auch jetzt noch als Noi-ai iu8Huitx bezeichneten Krankheitsform. ! Prichfenstadt, Stadt im Bezirksamt Gerolz- ! Höfen des bayr. Reg.-Bez. Unterfranken, an der z Nebenlinie Kitzingen-Gerolzhofen der Vayr.
Staats- i bahnen, hat (1890) 760 E., darunter 65 Katholiken und 67 Israeliten, Postexpedition, Telegraph, [* 15] evang. Kirche, Korbflcchtschule, Kreditverein, Mineral- quelle;
Weidenkultur-, Hopfen-, Wein-, Obst-, Flachs- und Gemüsebau (besonders Meerrettich).
Liefland - Liegnitz
* 18 Liegnitz.Prickelsalbe, s. Einreibung. ! Pricken, s. Vetonnung. ^ Priebus, Stadt im Kreis [* 16] Sagan [* 17] des preuß. Reg.- ! Bez. Liegnitz, [* 18] an der Lausitzer Neisse [* 19] und der Neben- ! linie Hansdorf-Priel (im Bau) der Preuß.
Staats- ! bahnen, Sitz eines Amtsgerichts (Landgericht ! Glogau), [* 20] hat (1890) 1190 E., darunter 183 Katho- ! liken, Post, Telegraph, evang. und kath. Kirche, ' Rathaus;
Möbeltischlerei, Cigarrenfabrik, Kram- ^ und Vichmärkte. ! Priegnitz, s. Prignitz. , Priego de Cördoba, Bezirksstadt im SO. der ! spau. Provinz Cordoba, [* 21] auf getreide- und ölreicher ' Hochebene, die vortreffliche Pferde [* 22] liefert, hat (1887) 15 766 E. Priel, enges Fahrwasser zwischen zwei Sand- bänken;
auf dcn Watten der Nordseeküste die kleinen, während der Ebbe bemerkbar werdenden Wasser- riunen (auch Rillen, Valjen oder Ley genannt). Priel, die zwei höchsten Punkte der Gebirgs- gruppc an dcr Grenze von Obcrösterreich und Steier- mark, zwischen den Flüssen Traun und Steyr, deren ! wildester und höchster Teil sehr bezeichnend das Tote 28* ¶