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Glück - Glückshafen

Bild 58.91: Glück - Glückshafen
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12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Glück# im objektiven Sinne der vom menschlichen Willen unabhängige Ablauf äußerer Vorgänge, insofern / 116
Glück _2# Barbara Elisabeth, Dichterin und Schriftstellerin unter dem Pseudonym Betty Paoli, geb. 30. / 141
Glück _3# Christian Friedr. von, Jurist, geb. 1. Juli 1755 zu Halle, studierte daselbst Rechtswissenschaft / 121
Glück _4# Christian Wilhelm von, Sohn des vorigen, Keltolog, geb. 31. Dez. 1810 zu Erlangen, studierte / 116
Glück auf!Gruß der Bergleute. / 5
Gluckes. Hühnerzucht. / 3
Gluckennennt man diejenigen Arten von Spinnern der Gattung Lasiocampa oder Gastropacha, bei welchen / 39
Glückliches Arabien(Arabia felix), s. Jemen. / 6
Glücksbrunner Höhleoder Altensteiner Höhle, s. Altenstein (Schloß). / 8
GlücksburgFlecken und Seebad im Landkreis Flensburg des preuß. Reg.-Bez. Schleswig, 11 km nordöstlich / 219
Glückseligkeit(grch. Eudämonie), das Gefühl des Glücks oder der Befriedigung, in bestimmterer Bedeutung / 21
Glückshafenauch Glückstöpfe, bezeichnet eine Verlosung, die gegen Ende des Mittelalters aus Italien nach / 184

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t

Glück - Glückshafen


Fortsetzung: Gluck, Christoph Willibald, Tondichter, geb. 2. Juli 1714 zu Weidenwang bei Neumarkt in der Oberpfalz,
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Lieder. Die Hauptwerke erscheinen seit 1874 in einer Ausgabe von Pelletan und Damcke bei Breitkopf+Härtel in Leipzig [* 2] in Partitur. –

Vgl.   Leblond, Mémoire pour servir à l´histoire de la révolution opérée dans la musique par M. le chevalier Gluck (anonym, Par. 1781; deutsch von Siegmeyer, Berl. 1823): Über den Ritter Gluck und seine Werke in Briefen von ihm und andern berühmten Männern seiner Zeit (Berl. 1823);

A. Schmid, Christoph Willibald Ritter von Gluck (Lpz. 1854);

Marx, Gluck und die Oper (2 Bde., Berl. 1863);

Desnoiresterres, Gluck et Piccinni (Par. 1872);

H. Welti, Gluck (in Reclams «Universalbibliothek»).

Glück,

im objektiven Sinne der vom menschlichen Willen unabhängige Ablauf [* 3] äußerer Vorgänge, insofern dessen Resultate in Beziehung zu den Wünschen und Hoffnungen der Menschen gesetzt werden. In diesem Sinne ist Glück gleichbedeutend mit Zufall. In engerer Bedeutung heißt Glück die äußere Fügung in dem Sinne, daß sie für einen bestimmten Menschen eine günstige, sein Begehren befriedigende ist. «Er hat Glück» heißt, die Dinge laufen so, wie er es wünscht.

Glück im subjektiven Sinne ist der Lustzustand einer vollständigen Befriedigung aller Wünsche. Dieser Genuß der Wunschlosigkeit ist ebendeshalb, weil der Lauf des Lebens fortwährend größere oder geringere Bedürfnisse neu fühlbar macht, ein ebenso schnell vorübergehender wie seltener Zustand: daher die Klagen über die Flüchtigkeit des Glück u. s. w.

Glück,

Wien

Bild 16.600a: Wien
* 4 Wien.

Barbara Elisabeth, Dichterin und Schriftstellerin unter dem Pseudonym Betty Paoli, geb. 30. Dez. 1815 in Wien, [* 4] wirkte als Erzieherin in Rußland, Schlesien, [* 5] Wien und andern Orten, war 1843–48 Gesellschafterin der Fürstin Schwarzenberg in Wien und lebt seit 1850 daselbst in litterar. Thätigkeit. Sie hat sich namentlich als lyrische Dichterin von Klarheit und Adel der Form mit meist wehmütiger Grundstimmung bekannt gemacht. Der Sammlung ihrer «Gedichte» (Pest 1841; 2. Aufl. 1845) folgte eine zweite u. d. T. «Nach dem Gewitter» (ebd. 1843; 2. Aufl. 1850),

hierauf «Romancero» (Lpz. 1845),

die Novellensammlung «Die Welt und mein Auge» [* 6] (3 Bde., Pest 1844),

«Neue Gedichte» (ebd. 1850; 2. Aufl. 1856),

«Lyrisches und Episches» (ebd. 1855),

«Neueste Gedichte» (Wien 1870). Außerdem schrieb sie: «Julie Rettich. Ein Lebens- und Charakterbild» (ebd. 1866),

«Wiens Gemäldegalerien in ihrer kunsthistor. Bedeutung» (ebd. 1865),

«Grillparzer und seine Werke. Kritische Studien» (Stuttg. 1875).

Glück,

Halle

Bild 8.22a: Halle
* 7 Halle.

Christian Friedr. von, Jurist, geb. 1. Juli 1755 zu Halle, [* 7] studierte daselbst Rechtswissenschaft und begann 1777 Vorlesungen zu halten. Er folgte 1784 einem Rufe als ord. Professor der Rechte nach Erlangen, [* 8] wo er 1809 Senior der Juristenfakultät wurde und 20. Jan. 1831 starb. Seine «Ausführliche Erläuterung der Pandekten» (34 Bde., Erlangen 1790–1830; fortgesetzt von Mühlenbruch, Bd. 35–43, 1832–45; von Fein, Bd. 44 u. 45, 1851–53; von Arndts, Bd. 46–48, 1868–78; weiter fortgesetzt von Leist, Burckhard u. a.; italienisch von Serafini und Cogliolo, Mail. 1886 fg.) ist ein Denkmal deutschen Fleißes. Ferner sind zu erwähnen seine «Hermeneutisch-systematische Erörterung der Lehre [* 9] von der Intestaterbfolge» (Erlangen 1803; 2. Aufl. 1822) und das «Handbuch zum systematischen Studium des neuesten röm. Privatrechts» (Tl. 1, ebd. 1812).

Glück,

Tuberogemma - Tübingen

Bild 15.895: Tuberogemma - Tübingen
* 10 Tübingen.

Christian Wilhelm von, Sohn des vorigen, Keltolog, geb. 31. Dez. 1810 zu Erlangen, studierte hier Rechtswissenschaft, ging später nach Tübingen [* 10] und mußte 1833, weil er in den gegen die Burschenschaft eingeleiteten Hochverratsprozeß verwickelt war, nach der Schweiz [* 11] flüchten, wo er sich zu Bern [* 12] als Privatdocent für Kirchenrecht habilitierte. 1845 nach der Heimat zurückgekehrt, widmete er sich histor. Studien, erhielt 1859 eine Anstellung an der Münchener Hof- und Staatsbibliothek und starb daselbst 13. Juni 1866. Er schrieb: «Die bei Julius Cäsar vorkommenden kelt. Namen» (Münch. 1857),

«Renos, Moinos und Mogontiacon, die gallischen Namen u. s. w.» (ebd. 1865),

«Die Bistümer Noricums, besonders das lorchische, zur Zeit der röm. Herrschaft» (Wien 1855) und zahlreiche der kelt. Philologie angehörende Monographien.

Glück

auf! Gruß der Bergleute. ^[= s. Bergmann.]

Glucke,

s. Hühnerzucht.

Glucken

nennt man diejenigen Arten von Spinnern der Gattung Lasiocampa oder Gastropacha, bei welchen die horizontal ausgebreiteten Unterflügel in der Ruhe unter den Oberflügeln hervorragen.

Dahin gehören die Eichen- oder Kupferglucke [* 13] (s. d., Lasiocampa quercifolia), die Feuerglucke (Lasiocampa pruni) u. a.

Glückliches

Arabien (Arabia felix), s. Jemen. ^[= (Yemen, d. h. rechte Seite), das von der Kaaba (in Mekka) aus rechts oder südlich gelegene ...]

Glücksbrunner

Höhle oder Altensteiner Höhle, s. Altenstein ^[= # Karl, Freiherr von Stein zum, preuß. Staatsminister, geb. 7. Okt. 1770 zu Ansbach, studierte ...] (Schloß).

Glücksburg,

Flensburg - Fleuron

Bild 6.369: Flensburg - Fleuron
* 14 Flensburg.

Flecken und Seebad im Landkreis Flensburg [* 14] des preuß. Reg.-Bez. Schleswig, [* 15] 11 km nordöstlich von Flensburg unweit des Flensburger Meerbusens, in einer romantisch schönen und waldreichen Umgegend, an der Nebenlinie Flensburg-Kappeln (Kreisbahn) und der Dampferlinie von Flensburg nach Sonderburg, hat (1890) 981, mit Schloßbezirk 1041 E., Post, Telegraph, [* 16] Fernsprechverbindung, eine schwache Eisenquelle, Strandhotel und Kurhaus (1892: 2600 Kurgäste).

Das benachbarte wasserumgebene Schloß Glücksburg wurde 1582 an Stelle des säkularisierten Rude-Klosters (Rus regis) erbaut und diente als Residenz einer Nebenlinie des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg. Als diese Herzöge von Glücksburg 1779 ausstarben, fielen ihre Besitzungen an die dän. Krone, und König Friedrich VI. von Dänemark [* 17] verlieh 6. Dez. 1825 das Schloß nebst dem Herzogstitel von Glücksburg an Herzog Friedrich Wilhelm Paul Leopold von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck, welcher somit Stammvater des neuen Hauses Glücksburg wurde, das mit Christian IX. 1863 auf den dän. Königsthron gelangte. (s. Oldenburger Haus.) Nach dem unglücklichen Ausgang der schlesw.-holstein. Erhebung mußte der Herzog Karl das Schloß dem König Friedrich VII. überlassen, der daselbst 15. Nov. 1863 starb. 1866 kam das Schloß an die Krone Preußen, [* 18] 1870 wurde es vom König Wilhelm dem Herzog Karl von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und seiner Gemahlin eingeräumt. Jetzt ist es einem Neffen desselben, dem Herzog Friedrich Ferdinand von Glücksburg, Bruder der deutschen Kaiserin, gerichtlich zugesprochen. –

Vgl.   Windemuth, Ostseebad (in der «Deutschen mediz. Wochenschrift», 1882, VIII).

Glückseligkeit

(grch. Eudämonie), das Gefühl des Glücks oder der Befriedigung, in bestimmterer Bedeutung die höchste erreichbare Gesamtbefriedigung menschlichen Bedürfens und Strebens.

Glückshafen,



Glückshaken - Glücksta

Bild 58.92: Glückshaken - Glückstadt
* 19 Seite 58.92.

auch Glückstöpfe, bezeichnet eine Verlosung, die gegen Ende des Mittelalters ¶

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aus Italien [* 20] nach Deutschland [* 21] eingeführt wurde und ihren Namen davon hat, daß die Lose in Häfen oder Töpfe gelegt und aus denselben gezogen wurden. Die ältesten in Deutschland – 1470 in Augsburg, [* 22] 1477 in Erfurt, [* 23] 1480 in Gmünd, [* 24] 1489 in Nürnberg [* 25] – waren mit Schießen [* 26] verbunden, denen der erzielte Gewinn zu teil wurde. Der Name eines jeden, der ein Los nahm, wurde auf einen besondern Zettel geschrieben und in einen Hafen eingelegt; in den zweiten Hafen kamen ebensoviele weiße Zettel, von denen dann so viele beschrieben wurden, als es Gewinne gab.

Zuerst wurde ein Name aus dem ersten, dann ein Zettel aus dem zweiten Hafen gezogen. Die Verlosungen fanden mit großem Gepränge unter obrigkeitlicher Leitung statt; die Gewinne waren meist silberne Geschirre oder Schmuckgegenstände. Später wurde mannigfache Schwindelei damit getrieben und die Glückshafen, die man Privatpersonen, Glückshafner genannt, häufig gestattete, dazu benutzt, sonst unverkäufliche Sachen an den Mann zu bringen. In manchen Städten der Niederlande [* 27] wurden aus den Gewinnen die Spitäler erhalten. Heute dient der Gewinn ausschließlich zu wohlthätigen und gemeinnützigen Zwecken.

Ende Glückshafen
→ weiter zu Seite 58.92: Glückshaken ⟹ s. Bergbohrer.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 8. Band, Seite 89 [Suche = 58.91] im Internet seit 2005; Text geprüft am 24.3.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//58_0091

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