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Apothekerzeichen - App

Bild 51.755: Apothekerzeichen - Appalachen (Gebirge)
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ApothekerzeichenIn frühern Zeiten bezeichnete man in der Pharmacie die wichtigern chem. Stoffe, die Gewichte, / 122
Apotheose(grch.), Vergötterung, Erhebung eines Menschen zur Gottheit. Bei den Griechen fand eine solche / 228
A potiori(lat.), dem Hauptteil nach, z. B. fit denominatio, bekommt die Sache ihren Namen. / 14
Apoxyomenos(vom grch. apoxýein, abschaben), Bezeichnung einer 1849 in Rom gefundenen, jetzt im Vatikan / 74
Appalachen# (spr. -latschen) oder Alleghanies (Appalachian oder Alleghany-Mountains), Gesamtbezeichnung / 1043

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Apothekerzeichen - Appalachen (Gebirge)


Fortsetzung: Apothekervereine, Die genossenschaftliche Organisation des Apothekerstandes ist teils staatlich geregelt, teils
mehr

Unterstützungsfonds des Vereins werden Unterstützungen und Stipendien an unbemittelte Fachgenossen gezahlt, und 1892 wurde im Anschluß an den Privatbeamtenverein ein Pensionsverband gegründet, der erwerbsunfähigen Standesangehörigen Renten gewährt. Neben dem Deutschen Apothekervereine besteht seit 1884 ein die nicht besitzenden Apotheker umfassender Deutscher Pharmaceutenverein, der etwa 1300 Mitglieder hat und ebenfalls eine Zeitschrift herausgiebt. In Österreich [* 2] besteht neben den staatlich eingesetzten Apothekergremien ein Allgemeiner Österreichischer und eine Pharmaceutische Gesellschaft, beide in Wien, [* 3] ferner ein Ungarischer in Budapest. [* 4]

Apothekerzeichen.

In frühern Zeiten bezeichnete man in der Pharmacie die wichtigern chem. Stoffe, die Gewichte, manche Operationen und Instrumente mit besondern, teils alchimistischen, teils aus der Astrologie [* 5] entlehnten Zeichen und Abkürzungen. In neuerer Zeit hat man die in der Chemie angenommenen Bezeichnungen größtenteils auch in der Pharmacie eingeführt. Die wichtigsten Zeichen waren:

^[img] Libra.

^[img] Uncia.

^[img] Drachma.

^[img] Scrupulus.

^[img] Semis (halb).

^[img] Aqua.

XX Crystalli.

^[img] praecipitatus.

^[img] Pulvis.

^[img] Saccharum.

^[img] Säure ( ^[img] Nitri = Acidum nitricum).

^[img] Sal.

^[img] Spiritus. [* 6]

^[img] Stunde.

^[img] sublimatus.

^[img] (bei homöop. Medizin) Urtinktur.

^[img] Vitrium.

^[img] volatilis.

^[img] Aurum.

^[img] Argentum.

^[img] Cuprum.

^[img] Hydrargyrum.

^[img] Nitrum.

^[img] Plumbum.

^[img] Phosphorus.

^[img] Stannum.

^[img] Stibium.

^[img] Sulfur.

^[img] Tartarus.

^[img] Vitriolum.

Apotheose

(grch.), Vergötterung, Erhebung eines Menschen zur Gottheit. Bei den Griechen fand eine solche in der ältesten Zeit nur in der Form der Heroisierung statt. Männer, die sich um den Staat verdient gemacht hatten, wurden nach ihrem Tode als Heroen (Halbgötter) verehrt. Regelmäßig wurde den Männern, unter deren Führung eine Kolonie gegründet worden war (Oikisten), von deren Bewohnern diese Ehre zu teil. Seit dem Ende des Peloponnesischen Krieges erwies man mächtigen Heerführern und Fürsten schon bei ihren Lebzeiten nicht bloß heroische, sondern auch göttliche Ehren.

Zeus (Kunstdarstellung

Bild 16.891: Zeus (Kunstdarstellungen)
* 7 Zeus.

Das erste Beispiel gaben einige griech. Staaten Kleinasiens, indem sie dem lacedämon. Feldherrn Lysander wie einem Gott Opfer darbrachten und Feste feierten. Dann wurden Alexander d. Gr., der sich als einen Sohn des Zeus [* 7] bezeichnen ließ, vielfach göttliche Ehren erwiesen, ebenso seinen Nachfolgern, den sog. Diadochen. Bei den Römern findet sich, abgesehen von der mythiscben Zeit (der als «Quirinus» verehrte Romulus ist nicht ein vergötterter Mensch, sondern ein durch die Sage vermenschlichter Gott),

die Apotheose, hier Consecratio genannt, zuerst bei Julius Cäsar. Ihm wurden schon zu Lebzeiten gewisse göttliche Ehren erwiesen, nach seinem Tode wurde er durch einen Senatsbeschluß als «Divus Julius» unter die Zahl der Götter aufgenommen. Dies geschah dann ebenso für Augustus und die meisten spätern Kaiser, während die Verehrung der Kaiser als Götter bei ihren Lebzeiten nur in den Provinzen, nicht aber in Rom [* 8] selbst, wenigstens nicht von Staats wegen, stattfand.

A

potiori (lat.), dem Hauptteil nach, z. B. fit denominatio, bekommt die Sache ihren Namen.

Apoxyomenos

Vatikan

Bild 66.184: Vatikan
* 9 Vatikan.

(vom grch. apoxýein, abschaben), Bezeichnung einer 1849 in Rom gefundenen, jetzt im Vatikan [* 9] befindlichen Marmorstatue. (S. Tafel: Griechische Kunst II, [* 1] Fig. 7.) Sie stellt einen Jüngling vor, der sich mit dem Schabeisen von dem Öl und dem Staub der Palästra reinigt und ist jedenfalls eine Kopie der von Lysippus geschaffenen Erzstatue.

Irrtümlich hat ihr der moderne Ergänzer einen Würfel in die rechte Hand [* 10] gegeben. -

Vgl.   Küppers, Der Apoxyomenos des Lysippos (Berl. 1874).

Appalachen

(spr. -latschen) oder Alleghanies (Appalachian oder Alleghany-Mountains), Gesamtbezeichnung des vielnamigen Gebirgssystems, das, von den Cordilleren durch die ungeheuren Tiefebenen des Mississippigebietes getrennt, den östl. Teil Nordamerikas, der Küste des Atlantischen Oceans im ganzen parallel (jedoch im N. ihr näher gerückt), von dem nordöstl. Teile des Staates Alabama in nordöstl. Richtung bis zum Lorenzstrome in einer Länge von etwa 2000 km durchzieht.

Das Gebirge hat im allgemeinen Plateaucharakter, erhebt sich nirgends viel über 2000 m und heißt auch Appalachisch-Acadisches Gebirgssystem. Im NO. werden durch die tiefen Querspalten des Hudsonstroms, des Champlainsees und dessen in den Lorenzstrom gehenden Abflusses Chambly, etwa 74° westl. L. von Greenwich, die Granitmassen der Acadian-Mountains oder des Gebirges von Neuengland von den übrigen Berglanden der Appalachen geschieden. Das Gebirge besteht meist aus archäischen Gesteinen, die zum Teil von paläozoischen Schichten überlagert sind, und ist gekennzeichnet durch lange, schmale Parallelketten mit zwischenliegenden flachen Thälern, die als gigantische Längenfurchen erscheinen.

Bregthalbahn - Bremen

Bild 67.215: Bregthalbahn - Bremen [unkorrigiert]
* 11 Breite.

Die Parallelketten, deren Zahl zwischen 6 und 12 wechselt, nehmen nur etwa ein Dritteil der ganzen zwischen 150 und 190 km betragenden Breite [* 11] des Gebirges ein. Sie steigen selten mehr als 650 m über die Thäler empor und erreichen gewöhnlich nicht die Hälfte dieser Höhe. Hier und da sind die äußern Reihen (Ridges), besonders die östlichen, durch Querrisse unterbrochen, durch die die im Innern des Gebirges entspringenden Flüsse, [* 12] die in ihrem obern Laufe Längenthäler entweder in Nordost- oder Südwestrichtung durchziehen, in Stromschnellen oder in Wasserfällen in die westl. oder in die östl. Ebene abfließen.

Unter den Teilen des vielnamigen Gebirges sind zu nennen:

1) die östlichste der Parallelketten, die Blauen Berge (Blue-Mountains), oder die Blaue Kette (Blue-Ridge), der die Gruppe der Schwarzen Berge (Black-Mountains) zwischen 35 und 37° nördl. Br. angehört, mit mehrern Pics von mehr als 1800 m, unter denen der 2044 m hohe Mount-Mitchell oder Black Dome (der schwarze Dom) im westl. Nordcarolina der Gipfel des ganzen Gebirgssystems ist;

2) die westlichsten Parallelzüge oder die Cumberland-Mountains (s. d.), die Grenze gegen die große Ebene des Ohio, und von denen die Laurel- und Chesnutberge (an den Quellen des Ohio) am beträchtlichsten sind;

3) der nordwestlichste Teil des Hochlandes, die Alleghanies im engern Sinne, die sich etwa 450 km weit von SW. gegen NO. zwischen dem Kanawha in Virginien und dem Susquehanna in Peunsylvanien ausdehnen;



Appalachen (Indianerst

Bild 51.756: Appalachen (Indianerstamm) - Appell
* 13 Seite 51.756.

4) das Appalachische Tafelland, allgemeiner ¶

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Name für das 300-600 m hohe Hochland, das sich zwischen der Blauen Kette und den westl. Alleghanies hinbreitet, aber eigentlich den Namen Tafelland mit Unrecht trägt, da es von zahlreichen Bergreihen durchzogen wird, von denen sich die bedeutendste, die der Kittatin oder Katatin (die «endlosen Berge» der Indianer), jedoch mit einigen Unterbrechungen, durch Pennsylvanien und Virginien nach Alabama hinzieht und mit den Bergen [* 14] auf der Grenze von Tennessee und Nordcarolina, den Iron- (Eisen-), Smoky-(Rauch-) und Unakabergen (mit dem Mount-Guyot von 1954 und dem Smoky Donie von 1962 m Höhe) endigt;

Klinodiagonale - Klips

Bild 9.849: Klinodiagonale - Klipstein
* 15 Klippen.

5) die Catskillberge (s. d.); nördlicher liegen die Ädirondacks (s. d.). Das Land im O. des Hudson, welches durch eine Erhöhung des Meeresspiegels von nur 44 m zu einer Insel werden wurde, wird seiner ganzen Länge nach von den Acadian-Mountains (s. Acadia) durchzogen. Ostwärts zieht sich das Plateauland bis zur Meeresküste fort, an der es, namentlich im nördlichern Teile gegen die Fundybai hin, eine steile Felsenküste mit zahlreichen Fjorden bildet. Nordwärts treten seine Felsmassen mit 60-100 m hohen Klippen [* 15] an den St. Lorenzstrom, während es in geringer Entfernung von diesem meist 600-950 m hoch ist.

Denselben skandinav., an die Eiszeit [* 16] erinnernden Gebirgscharakter granitischen Gesteins mit Felskämmen, zahlreichen Seen und Teichen hat die Halbinsel Neuschottland. Im ganzen haben die Appalachen ihren Steilabfall nach O.; bei einzelnen Ketten ist er gegen W. gerichtet. Der östl. Fuß steht in Neuengland in 250, in Pennsylvanien in 160, weiter südlich in 470 m Höhe. In Virginien und Tennessee ist der Thalboden im W. 530 m hoch, und jenseits erstreckt sich noch 150 km weit ein 470-630 m hohes Plateau. Die Appalachen sind in ihren breitesten Gebieten zugleich am niedrigsten; ihre Höhe in Maryland und Pennsylvanien beträgt nur 630 m; indes sind sie auch dort noch vollkommene Wasserscheiden zwischen dem Mississippibecken und dem atlantischen Küstengebiet. Die Bildung des Gebirges muß hauptsächlich zur paläozoischen Zeit und namentlich am Endpunkt derselben stattgefunden haben. Die Appalachen sind demnach weit älter als die europ. Alpen [* 17] und die Anden.

Mineralien und Gestein

Bild 11.646a: Mineralien und Gesteine
* 18 Mineralien.

Die Appalachen sind reich an Mineralien [* 18] und bieten in den Steinkohlen und Eisenschätzen die mächtigsten Hebel [* 19] für die nordamerik. Industrie. Das appalachische Kohlenfeld hat von NO. nach SW. eine Ausdehnung [* 20] von 1170 km bei höchstens 300 km Breite, so daß es etwa 165.000 qkm und weit über ein Zehntel des ganzen Steinkohlengebietes der Erde bedeckt; überall kann man in den Flußthälern wagerecht in die Kohlenschichten hineinarbeiten. Auch enthalten die Appalachen höchst wertvolle Metalllager.

In dem Granit, der den Rand der untern geschichteten Formationen säumt und zuweilen über weite Flächen ausgebreitet ist, wie in den Hochebenen von Neuyork [* 21] und Neujersey, liegen unerschöpfliche Lager [* 22] magnetischen Eisenerzes in Verbindung mit den wertvollen Lagern von Rot- und Brauneisenerzen, die sich daneben von Canada bis Alabama hinziehen. Diese Lager finden sich in großen Senkungen im untern Kalkstein und in den krystallinischen Schiefern häufig in außerordentlicher Ausdehnung und haben ihre größte Entwicklung am östl. Gebirgsrande südlich vom Potomac.

Giovinazzo - Gips

Bild 58.13: Giovinazzo - Gips
* 23 Gips.

Der Talk- und Glimmerschiefer der Blauen Berge enthält Kupfererze, aber noch weit bedeutendere Mengen von Bleierz. Salzwasser hat man durch Artesische Brunnen erlangt, die bis in die untern Schichten gebohrt sind. Die salzführenden Schichten, die oft nicht sehr tief liegen, sind reich an Gips. [* 23] Das County Onondaga in Neuyork ist wegen seines Salzes berühmt, und im County Washington [* 24] im südwestl. Virginien liegen feste Salzschichten mitten in den ausgedehntesten Gipsmassen.

Die Appalachen sind mit den kostbarsten Waldungen bedeckt; besonders wertvoll ist die Weißfichte. Ganz im Norden [* 25] trägt der bessere Boden hartes Holz, [* 26] Zuckerahorn, Weißbirken, Eschen, Buchen; das ärmere Land und der Saum der Gebirgsschluchten den sog. schwarzen Wuchs, die immergrünen Pinusarten. Südlicher erscheinen die verschiedenen Eichen; an die Stelle des Ahorn, der Birke, Buche und selbst des Nadelholzes tritt die Kastanie. Der Westrand der Appalachen oder das Ohiogebiet ist eine waldige Kalksteinebene, von tiefen Schluchten zerrissen, die allmählich zu den weiten Mississippi-Ebenen übergeht. Kanäle und Eisenbahnen verbinden die fruchtbaren, mit zahlreichen blühenden Städten und ergiebigen Landschaften besäten Thäler des Innern mit dem westl. und östl. Gebiete. Die eigentlichen waren das Heimatgebiet des gleichnamigen Indianerstammes.

Appalachen,

Indianerstamm, s. Apalachen. ^[= (spr. -tschen) oder Apalachicola, eigentlich Apalachtschi ókli, "die Leute am andern Ufer ...]

Ende Appalachen
→ weiter zu Seite 51.756: Appalachisch-Acadisches ⟹ Gebirgssystem, s. Appalachen.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 753 [Suche = 51.755] im Internet seit 2005; Text geprüft am 24.1.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0755

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Siehe auch:

  • 1.695 A potiori
  • 1.694 Apothekerzeichen
  • 1.695 Apotheose
  • 48.7 Apotheose_2
  • 1.695 Apoxyomenos
  • 1.695 Appalachen
  • 51.756 Appalachen_2

* 26 Bilder dazu:

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