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Althaia - Altitalienis

Bild 51.474: Althaia - Altitalienische Befestigungsmanier
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18 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Althaia(Althäa), Tochter des Thestios, Gattin des Königs Oineus, Mutter des Meleagros (s. d.). / 13
Althäinsoviel wie Asparagin (s. d.). / 5
AlthaldenslebenDorf und Rittergut im Kreis Neuhaldensleben des preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, an der rechts zur / 55
AlthausTheodor, polit. Schriftsteller, geb. 22. Okt. 1822 zu Detmold, studierte in Bonn, Jena und Berlin / 183
AltheePflanzengattung, s. Althaea. / 4
AltheepastaGummipasta, weißer Lederzucker (Pasta gummosa), eine weiße lederartige oder brüchige Masse, / 32
Altheesaftweißer Brustsaft (Sirupus Althaeae), ein mit Zucker versetzter wässeriger Auszug der Altheewurzel / 14
AltheewurzelEibischwurzel (Radix Althaeae), die getrocknete Wurzel von Althaea officinalis L. (s. Althaea / 152
Althingdie Volksvertretung von Island (s. d.). / 6
Althochdeutschs. Deutsche Sprache. / 4
AlthofKloster bei Doberan (s. d.). / 5
AlthorpViscount, s. Spencer. / 4
Altierieine seit dem 12. Jahrh. genannte röm. Fürstenfamilie. Ihr entstammt Emilio Carlo A., der / 164
Altiliktürk. Billonmünze, s. Beschlik. / 5
Altior advérsis(lat.), "über Widerwärtigkeiten erhaben"; Devise des mecklenb. Greifenordens. / 10
Altirischs. Irische Sprache und Litteratur. / 6
Altisder heilige Hain in Olympia (s. d.). / 7
Altitalienische Befestigungsmanierbegründet durch den Kriegsbaumeister Sanmicheli (s. d.), der 1527 den Umbau der Befestigungen / 107

Seite 51.474

Althaia - Altitalienische Befestigungsmanier


Fortsetzung: Althaea, L., Althee, Pflanzengattung aus der Familie der Malvaceen (s. d.) mit 12 in der nördl. gemäßigten
mehr

sind kürzer als das zugehörige Blatt. [* 2] Die im Juli und August blühende Pflanze wächst an Gräben und auf feuchten Wiesen, besonders auf salzhaltigem Boden, wird aber auch als Arzneipflanze [* 3] im großen (z. B. zwischen Nürnberg [* 4] und Bamberg, [* 5] bei Schweinfurt) [* 6] gebaut. Der mehrköpfige Wurzelstock trägt senkrecht absteigende, außen graugelbliche, innen weiße und schleimig-fleischige Wurzeln, von denen vorzugsweise die zweijährigen der kultivierten Pflanze als Eibischwurzel oder Altheewurzel (s. d.) offizinell sind.

Auch die Blätter sind als Eibischblätter (Folia Althaeae) offizinell. Eine dritte Art ist die in vielen Farbenvarietäten (Stockrose, Stockmalve, Herbstrose, Pappelrose u. s. w.) als Zierpflanze gezogene Althaea rosea L., eine zweijährige, 1,5 bis 2,5 m hohe Staude mit rundlichen, beiderseits steifhaarig-filzigen Blättern und großen Blüten, die wegen Verkümmerung ihrer Tragblätter zu einer langen Traube geordnet sind. Von dieser Pflanze sind die Blüten der dunkel blühenden (besonders der schwärzlichvioletten) Varietäten ebenfalls als Flores Malvae arboreae offizinell; die schwarzvioletten Blüten werden zum Färben von Wein, Essig u. s. w. benutzt.

Althaia

(Althäa), Tochter des Thestios, Gattin des Königs Oineus, Mutter des Meleagros [* 7] (s. d.).

Althäin,

soviel wie Asparagin (s. d.). ^[= organische Verbindung, die sich in vielen Pflanzen und besonders reichlich in den ...]

Althaldensleben,

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 8 Kreis.

Dorf und Rittergut im Kreis [* 8] Neuhaldensleben des preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, [* 9] an der rechts zur Ohre gehenden Bever und der Nebenbahn Neuhaldensleben-Eilsleben, hat (1890) 3741 E., Post, Telegraph, [* 10] eine Kirche für Evangelische und Katholiken (1830 erbaut);

Fabrikation von Steingut (Schmelzer & Gericke, 800 Arbeiter) und Thonwaren [* 11] (6 Fabriken), Rübenbau und Konsumvereine. (S. auch Nathusius, Gottlob.)

Althaus,

Theodor, polit. Schriftsteller, geb. 22. Okt. 1822 zu Detmold, [* 12] studierte in Bonn, [* 13] Jena [* 14] und Berlin [* 15] Theologie und Philosophie, wandte sich aber in Leipzig [* 16] der Schriftstellerei zu. Seit März 1848 wirkte er in radikal-demokratischem Sinne journalistisch in Bremen [* 17] und Hannover, [* 18] saß Nov. 1849 bis Mai 1850 wegen eines Artikels in Haft zu Hildesheim, [* 19] wurde, zum Lehrer der Freien Gemeinde nach Hamburg [* 20] berufen, ausgewiesen und starb 3. April 1852 zu Gotha. [* 21] Er schrieb: «Märchen aus der Gegenwart» (Lpz. 1848; Neudruck, ebd. 1888),

«Aus dem Gefängnis» (Brem. 1850),

welches Buch Althaus' auf kosmopolitische und stark socialistische Humanität aufgebaute Staatstheorie, Charakteristiken und Gedichte enthält;

London

Bild 10.896a: London
* 22 London.

letztere ergänzte ein Privatdruck für die Familie 1853. «Theod. Althaus. Ein Lebensbild» (Bonn 1888) schrieb sein Bruder Friedrich Althaus. Dieser, geb. 14. Mai 1829 zu Detmold, lebt als Arzt in London [* 22] und ist Mitarbeiter deutscher Zeitschriften. Er schrieb «Engl. Charakterbilder» (2 Bde., Berl. 1870),

eine Biographie S. Hartlibs (1884),

verdeutschte die Dickens-Biographie von Forster (3 Bde., Berl. 1872-73) und gab die «Röm. Tagebücher» von Gregorovius heraus (Stuttg. 1892). -

Vgl.   Briefwechsel und Gespräche Alex. von Humboldts mit einem jungen Freunde (Berl. 1861).

Althee,

Pflanzengattung, s. Althaea. ^[= L., Pflanzengattung aus der Familie der Malvaceen (s. d.) mit 12 in der nördl. gemäßigten ...]

Altheepasta,

Gummipasta, weißer Lederzucker (Pasta gummosa), eine weiße lederartige oder brüchige Masse, wurde ursprünglich unter Zusatz von Eibischwurzel-Abkochung bereitet.

Jetzt wird sie dargestellt aus Arabischem Gummi, Zucker, [* 23] Eiweiß und Pomeranzenblütenölzucker. (S. Pasta.)

Altheesaft,

weißer Brustsaft (Sirupus Althaeae), ein mit Zucker versetzter wässeriger Auszug der Altheewurzel (s. d.).

Altheewurzel,

Wurzel (botanisch)

Bild 16.787: Wurzel (botanisch)
* 24 Wurzel.

Eibischwurzel (Radix Althaeae), die getrocknete Wurzel [* 24] von Althaea officinalis L. (s. Althaea), lange, fingerdicke, nach dem Abschälen der äußern Rinde weiße Wurzel; mit etwas dicker, stark faseriger und biegsamer Innenrinde, mit fleischigem, zerbrechlichem, mehligem Holz, [* 25] von süßlichem Geschmack. Die Wurzel ist reich an Stärkemehl (30 Proz.), enthält außerdem Pflanzenschleim, Pektinstoffe, Eiweiß, Zucker, wenig fettes Öl, ferner Asparagin (s. d.), Holzfaser und Salze verschiedener Säuren. Beim Übergießen mit warmem Wasser giebt sie ein schleimiges Infusum und wird in dieser Form als Arzneimittel verwandt.

Im Handel unterscheidet man bayrische, französische und belgische Altheewurzel; die bayrische ist zwar von Aussehen weniger weiß und markig als die französische, wird aber hinsichtlich ihrer Wirkung mehr geschätzt; die belgische kommt seltener nach Deutschland. [* 26] Die Altheewurzel wird namentlich in der Gegend von Schweinfurt, Bamberg und Nürnberg angebaut; der jährliche Ertrag wird auf 200.000 - 250.000 kg geschätzt. Man verkauft die Wurzel auch geschnitten (Radix althaeae concisa) und als Pulver.

Althing,

die Volksvertretung von Island [* 27] (s. d.). ^[= *. Bisher sind auf I. vortertiäre Gesteine nicht mit Sicherheit nachgewiesen. Die ganze Insel ...]

Althochdeutsch,

s. Deutsche Sprache. ^[= Die D. S. gehört der german. Sprachfamilie an (s. Germanische Sprachen), ist also eine Schwesterspr ...] [* 28]

Althof,

Kloster bei Doberan (s. d.). ^[= # (lat. claustrum, "verschlossener Ort", auch monasterium, coenobium), Gebäude, in ...]

Althorp,

Viscount, s. Spencer. ^[= # alte, in Northamptonshire ansässige engl. Familie, von der John S. (gest. 1783) 1765 zum Viscount ...]

Altieri,

eine seit dem 12. Jahrh. genannte röm. Fürstenfamilie. Ihr entstammt Emilio Carlo der als Clemens X. (s. d.) den päpstl. Stuhl innehatte und mit welchem die Altieri erloschen. Name und Besitz der Altieri ging über auf den Gemahl von Clemens' X. Nichte Laura Caterina, den Marchese Palucio Paluzzi degli Albertoni aus einer alten röm. Familie. Von ältern Altieri ist zu nennen: Marcantonio Altieri, geb. 1450, gest. 1532, Humanist;

Rom

Bild 13.903a: Rom
* 29 Rom.

von ihm sind die zu Rom [* 29] 1873 gedruckten und für die Sittengeschichte seiner Zeit wichtigen «Nuptiali».

Von neuern Altieri ist hervorzuheben: Luigi Altieri, Sohn des Don Paluzzo Altieri, Senators von Rom, geb. 17. Juli 1805, war seit 1836 päpstl. Nuntius in Wien [* 30] und wurde, 1845 zum Kardinal erhoben, eine der einflußreichsten Persönlichkeiten an der Kurie. Nach der Einnahme Roms durch Oudinot (im Juli 1849) übernahm er mit den Kardinälen della Genga und Vanicelli-Casoni für den noch in Gaeta weilenden Pius IX. die Regierung; er blieb bis zum Tode (11. Aug. 1867) in hohen päpstl. Ämtern.

Altilik,

türk. Billonmünze, s. Beschlik. ^[= im Türkischen soviel wie Fünfer, d.h. eine Silbermünze von 5 Gurusch oder türk. Piastern. ...]

Altior

advérsis (lat.), «über Widerwärtigkeiten erhaben»;

Devise des mecklenb.

Greifenordens.

Altirisch,

s. Irische Sprache [* 31] und Litteratur.

Altis,

der heilige Hain in Olympia (s. d.). ^[= der lautliche Ausdruck des Gedankens. Jeder Ausdruck von Gedanken, der nicht durch Laute geschieht, ...]

Altitalienische

Altkatholicismus

Bild 51.475: Altkatholicismus
* 32 Altitalienische.

[* 32] Befestigungsmanier, begründet durch den Kriegsbaumeister Sanmicheli (s. d.), der 1527 den Umbau der Befestigungen seiner Vaterstadt Verona [* 33] nach der neuern Manier begann. Diese legte die Hauptaufstellung wie in der alten Städtebefestigung auf die langen Linien (Kurtinen) und gab den flankierenden Basteien (vergrößerte Türme) fünfeckige Form, um Eskarpe und Kurtine besser bestreichen zu können; diese umgestalteten Bollwerke erhielten den Namen Bastione. Dieselben waren auf Kanonenschußweite (4-500 m) voneinander entfernt, die Flanken standen senkrecht zur Kurtine. Die Flankengeschütze sicherte man durch ¶


mehr

Orillons (s. Flanke) oder Kasematten. Das Eskarpenmauerwerk ging bis zur äußern Brustwehrkante herauf. Vor dem Graben lag ein schmaler Rondengang mit Glacis, aber ohne Waffenplätze. [* 35] (S. Figur.)

[* 32] ^[Abb.]

Ende Altitalienische Befestigungsmanier
→ weiter zu Seite 51.475: Altkatholicismus ⟹ die Richtung in der kath. Kirche, besonders Deutschlands, die den Beschlüssen des Vatikanischen
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 472 [Suche = 51.474] im Internet seit 2005; Text geprüft am 18.12.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0474

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* 35 Bilder dazu:

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  • 5Bamberg
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