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Alter vom Berge - Alth

Bild 51.473: Alter vom Berge - Althaea
Seite 51.473.
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15 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Alter vom Bergeauf Mißverständnis des Wortes "Scheich" beruhende falsche Übersetzung des Titels / 31
Alterweibersommers. Altweibersommer. / 3
Altes Landfruchtbare Marschebene (120 qkm) im Kreis Jork des preuß. Reg.-Bez. Stade an der Elbe, zwischen / 117
Altesse(frz., spr. altéß), s. Hoheit. / 6
Ältestes. Presbyter; Ä. der Kaufmannschaft, s. Kaufmannschaft. / 8
Altes Testaments. Bibel. / 4
Alte Weltin räumlicher Hinsicht die seit dem Beginn der histor. Zeiten bekannten drei Weltteile der / 116
Altfränkischbezeichnet das Altväterische, besonders aber alles, was an Sitten, Einrichtungen, Gebäuden, / 41
Altfürstliche Häuserzur Zeit des frühern Deutschen Reichs diejenigen Fürstenhäuser, welche schon auf dem Reichstage / 175
Altgeiges. Bratsche. / 3
Alt-Gersdorfs. Gersdorf. / 3
Alt Gradiskas. Gradiska. / 4
Altgräfliche Häusersolche zu Zeiten des alten Deutschen Reichs reichsständische Häuser, welche vor Kaiser Leopold / 21
Althäas. Althaia. Auch Name des 119. Planetoiden. / 8
AlthaeaL., Althee, Pflanzengattung aus der Familie der Malvaceen (s. d.) mit 12 in der nördl. gemäßigten / 265

Seite 51.473

Alter vom Berge - Althaea


Fortsetzung: Altertumsvereine, Vereine, die sich die Erforschung der Vergangenheit eines Landes mit besonderer Berücksichtigung
mehr

(Monatsblatt" seit 1884) und München [* 2] (seit 1870),

deren Vereinigungspunkt jetzt die «Deutsche [* 3] Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte» («Archiv für Anthropologie» und «Correspondenzblatt») bildet, thatkräftig zur Seite.

In der Schweiz [* 4] nimmt die von Ferd. Keller, dem Entdecker der Pfahlbauten, [* 5] gegründete «Antiquarische Gesellschaft» zu Zürich [* 6] («Mitteilungen») die erste Stelle ein. Besonders reich an Altertums-und Museumsvereinen ist Österreich. [* 7] Erwähnt seien das Johanneum in Graz [* 8] (seit 1810),

das vaterländische Museum zu Prag [* 9] (1816),

das Ferdinandeum zu Innsbruck [* 10] (1823), das Francisceum zu Brünn, [* 11] der steirische Provinzialverein zu Graz, der kärntnerische zu Klagenfurt [* 12] («Carinthia» und «Neue Carinthia»),

Kopenhagen

Bild 10.60a: Kopenhagen
* 14 Kopenhagen.

vor allem aber die durch ihre zahlreichen wertvollen Veröffentlichungen hervorragende «K. k. Centralkommission zur Erhaltung und Erforschung der Baudenkmäler» in Wien, [* 13] deren Thätigkeit sich neuerdings auf die gesamten Kunst- und Altertumsdenkmäler ausgedehnt hat. In dem an Rittertümern überreichen Skandinavien ist zu nennen die «Königl. Gesellschaft für Nordische Altertumskunde» in Kopenhagen [* 14] (seit 1825). Die ältesten Altertumsvereine hat England aufzuweisen, wo bereits 1572 die «Society of antiquaries» gestiftet, 1707 von neuem begründet und 1751 von Georg II. anerkannt wurde.

Seit 1771 giebt sie die namentlich für die angelsächs. Zeit bedeutungsvollen, reich illustrierten Quartbände der «Archaeologia» heraus. Ähnliche Ziele verfolgt für Schottland die «Scottish Society of Antiquaries» in Edinburgh (seit 1789),

für Irland die «Royal Irish Academy» in Dublin [* 15] (seit 1786). Unter den antiquarischen Gesellschaften Frankreichs, die zahlreicher als in irgend einem andern Lande sind, leistet Bedeutenderes die Pariser «Société des antiquaires de France», 1814 gestiftet («Mémoires») und die «Commission des monuments historiques». (S. Historische Vereine.)

Alter

vom Berge, auf Mißverständnis des Wortes «Scheich» beruhende falsche Übersetzung des Titels «Scheich al-Dschebel», d. h. «Gebieter des Gebirges», welchen man dem Oberhaupt der syr. Assassinen (s. d.), Raschid al-din Sinân, beilegte.

Alterweibersommer,

s. Altweibersommer. ^[= fliegender Sommer, Flugsommer, Sommerfaden, Sommerflug, Graswebe, Herbstfaden u. s. w., die ...]

Altes

Kreiden - Kreis

Bild 10.184: Kreiden - Kreis
* 16 Kreis.

Land, fruchtbare Marschebene (120 qkm) im Kreis [* 16] Jork des preuß. Reg.-Bez. Stade [* 17] an der Elbe, zwischen Buxtehude und Stade, durchströmt von der schiffbaren Este und der Lühe, wurde im 12. Jahrh. von Niederländern urbar gemacht, und bildet gegenwärtig das Amt Jork. Seine Bewohner unterscheiden sich noch jetzt durch ihre der niederländischen ähnliche Tracht sowie durch Sitten und Gebräuche, selbst durch die Bauart ihrer Häuser von der fries. und niedersächs. Bevölkerung [* 18] anderer Marschen. Das Dorf Jork (s. d.) ist der Hauptort der Marsch, deren übrige Bewohner in langen Reihen freundlicher, einstöckiger Häuser wohnen. Die Erzeugnisse des Landes, Getreide [* 19] und Obst, gehen nach Hamburg, [* 20] Holstein und Hannover; [* 21] Pferde [* 22] und besonders fettes Schlachtvieh in großen Massen nach Hamburg und England.

Altesse

(frz., spr. altéß), s. Hoheit.

Älteste,

s. Presbyter;

der Kaufmannschaft, s. Kaufmannschaft. ^[= die örtliche Vereinigung der ehrbaren Kaufleute (mit Ausschluß der Minderkaufleute) zur Wahrung ...]

Altes

Testament, s. Bibel. ^[= (vom griech. ta biblia, d. h. die Bücher, gleichsam das Buch der Bücher, das vornehmste Buch ...] [* 23]

Alte

Die wichtigsten Forsch

Bild 1.148a: Die wichtigsten Forschungsreisen in Afrika
* 24 Afrika.

Welt, in räumlicher Hinsicht die seit dem Beginn der histor. Zeiten bekannten drei Weltteile der östl. Halbkugel: Afrika, [* 24] Europa [* 25] und Asien [* 26] (Eurasien), im Gegensatze zu den beiden erst später entdeckten Amerika [* 27] und Australien, [* 28] die man als Neue Welt bezeichnet. In Beziehung auf Zeit versteht man unter den Völkern der Alte Welt die Nationen, die in Asien, Afrika und Europa vor dem Erscheinen des Christentums auftraten. Man spricht so von einer Geschichte, einer Geographie, einem Atlas [* 29] u. s. w. der Alte Welt Zuweilen begreift man auch unter dem Ausdrucke Alte Welt das gesamte Kulturleben jener alten Völker, im Gegensatze zu der neuen Kultur oder Neuen Welt, die sich mit dem Auftreten des Christentums und der german. Völker entwickelte.

Altfränkisch

bezeichnet das Altväterische, besonders aber alles, was an Sitten, Einrichtungen, Gebäuden, Kleidung, Möbeln u. s. w. veraltet, aus der Mode ist.

Das Wort ist seit dem 13. Jahrh. in Gebrauch.

Die Franzosen bezeichnen das, was wir Altfränkisch nennen, mit gaulois oder gothique.

Altfürstliche

Augitfels - Augsburg

Bild 2.87: Augitfels - Augsburg
* 30 Augsburg.

Häuser, zur Zeit des frühern Deutschen Reichs diejenigen Fürstenhäuser, welche schon auf dem Reichstage von Augsburg [* 30] 1582 unter den Fürsten gesessen hatten, und die man im Range höher hielt als die später gefürsteten, weil sie eine Virilstimme auf dem Reichstage führten (die später gefürsteten nicht ohne Genehmigung der Stände). Zu den gehörten u. a.: die Erzherzöge von Österreich, die Pfalzgrafen bei Rhein, die Herzöge von Sachsen, [* 31] die Markgrafen zu Brandenburg [* 32] (nicht aber die Fürsten von Hohenzollern), [* 33] die Herzöge zu Braunschweig, [* 34] die zu Württemberg, die Landgrafen zu Hessen, [* 35] die Markgrafen zu Baden, [* 36] die Herzöge zu Mecklenburg, [* 37] die zu Holstein, die Fürsten zu Anhalt, [* 38] die Fürsten zu Aremberg.

Auch die Fürsten von Ligne wurden dazu gezählt, obgleich sie erst 1592 gefürstet wurden. Die übrigen Häuser hießen neufürstliche und man unterschied unter ihnen wieder solche, die Sitz und Stimme auf den Reichstagen hatten, wie die Hohenzollern, Lobkowitz, Salm, Dietrichstein, Nassau, Auersperg, Fürstenberg, Schwarzenberg, Liechtenstein, [* 39] Thurn und Taxis, Schwarzburg, [* 40] und solche, die auf dem Reichstage nicht im Fürstenkollegium saßen, worunter sich die Waldeck [* 41] und die Reuß [* 42] befanden.

Altgeige,

s. Bratsche. ^[= (vom ital. Viola da braccio, d. h. Armgeige, auch Alto oder genannt), eine größere ...]

Alt-Gersdorf,

s. Gersdorf.

Alt

Gradiska, s. Gradiska. ^[= Alt-Gradiska, Ó-Gradiska oder Gradiškastara, Festung im Komitat Požega in Kroatien-Slawonien, ...]

Altgräfliche

Häuser, solche zu Zeiten des alten Deutschen Reichs reichsständische Häuser, welche vor Kaiser Leopold I. (1658) den Grafentitel erlangt hatten.

Althäa,

s. Althaia. ^[= Tochter des Thestios, Gattin des Königs Oineus, Mutter des Meleagros (s. d.).] Auch Name des 119. Planetoiden.

Althaea

L., Althee, Pflanzengattung aus der Familie der Malvaceen (s. d.) mit 12 in der nördl. gemäßigten Zone der Alten Welt vorkommenden Arten. Es sind einjährige, zweijährige oder ausdauernde, meist hohe Kräuter mit bandförmig-gelappten oder -geteilten Blättern und einzeln oder in Büscheln achselständigen, meist ansehnlichen Blüten, die bisweilen zu einer endständigen Traube zusammengedrängt sind. In Deutschland [* 43] kommen nur zwei Arten wild vor: die einjährige Althaea hirsuta L. mit blaßvioletten Blüten und die ausdauernde Althaea officinalis L., Eibisch (s. Tafel: Columniferen, [* 1] Fig. 3), 1-1,25 m hoch;



Althaia - Altitalienis

Bild 51.474: Althaia - Altitalienische Befestigungsmanier
* 45 Seite 51.474.

ihr Stengel [* 44] ist filzigzottig, die beiderseits sammetartig-filzigen Blätter sind eiförmig, spitz, schwach 3-5lappig und am Grunde oft etwas herzförmig, die mittelgroßen, rötlichweißen Blüten stehen büschelartig gehäuft, und die Büschel ¶

mehr

sind kürzer als das zugehörige Blatt. [* 46] Die im Juli und August blühende Pflanze wächst an Gräben und auf feuchten Wiesen, besonders auf salzhaltigem Boden, wird aber auch als Arzneipflanze [* 47] im großen (z. B. zwischen Nürnberg [* 48] und Bamberg, [* 49] bei Schweinfurt) [* 50] gebaut. Der mehrköpfige Wurzelstock trägt senkrecht absteigende, außen graugelbliche, innen weiße und schleimig-fleischige Wurzeln, von denen vorzugsweise die zweijährigen der kultivierten Pflanze als Eibischwurzel oder Altheewurzel (s. d.) offizinell sind.

Auch die Blätter sind als Eibischblätter (Folia Althaeae) offizinell. Eine dritte Art ist die in vielen Farbenvarietäten (Stockrose, Stockmalve, Herbstrose, Pappelrose u. s. w.) als Zierpflanze gezogene Althaea rosea L., eine zweijährige, 1,5 bis 2,5 m hohe Staude mit rundlichen, beiderseits steifhaarig-filzigen Blättern und großen Blüten, die wegen Verkümmerung ihrer Tragblätter zu einer langen Traube geordnet sind. Von dieser Pflanze sind die Blüten der dunkel blühenden (besonders der schwärzlichvioletten) Varietäten ebenfalls als Flores Malvae arboreae offizinell; die schwarzvioletten Blüten werden zum Färben von Wein, Essig u. s. w. benutzt.

Ende Althaea
→ weiter zu Seite 51.474: Althaia ⟹ (Althäa), Tochter des Thestios, Gattin des Königs Oineus, Mutter des Meleagros (s. d.).
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 471 [Suche = 51.473] im Internet seit 2005; Text geprüft am 23.7.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0473

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