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Acherontische Bücher -

Bild 51.108: Acherontische Bücher - Achilleus
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13 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Acherontische BücherReligionsbücher der Etrusker, s. Etrurien. / 7
Acheropita(grch. acheiropoieta, d. i. nicht von [Menschen-]Händen gemachte) nennt man die angeblich auf / 21
Acherusias. Acheron. / 3
Acherys. D’Achery, Johann Lucas. / 5
A cheval(frz., spr. asch’wáll), d. h. rittlings einer Straße oder eines lang gestreckten Geländegegenst / 41
Achilie(grch.), angeborener Mangel der Lippen. / 6
AchilleaL., Garbe, Schafgarbe, Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen (s. d.) mit gegen 100 / 268
Achilleïnein Alkaloid der Moschusschafgarbe, Achillea moschata Wulf (s. Iva); es ist eine braunrote, / 23
Achillesgriech. Heros, s. Achilleus. / 5
Achillesferses. Achilleus. / 3
Achillessehne(Tendo Achillis), der starke, feste, sehnige Strang, welcher, deutlich fühlbar, sich hinten / 126
Achilles Tatiusgriech. Romanschreiber im 5. Jahrh. n. Chr., war aus Alexandria gebürtig und wohnte wohl auch / 86
Achilleus(lat. Achilles), der Sohn des Myrmidonenkönigs Peleus (daher der Pelide) und der Nereïde Thetis, / 737

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Acherontische Bücher - Achilleus


Fortsetzung: Acheron, (jetzt Phanariotikos), Fluß in der epirotischen Landschaft Thesprotia, durchströmt in
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seinem obern Laufe ein wildes Gebirgsland (das heutige Kakosuli) und tritt durch eine ungefähr 5 km lange Schlucht in die Ebene von Ephyra (später Cichyrus genannt), verliert sich aber bald in den sumpfähnlichen Acherusiasee (die Acherusia palus), dessen Wasser dann zum Hafen Eläa abfließt. Der schauerliche Anblick des die enge, düstere Schlucht durchfließenden Stroms und in der Nähe befindliche unterirdische Grotten, haben veranlaßt, daß der hellen. Volksglaube hier einen Eingang zur Unterwelt annahm, wie auch seit alten Zeiten ein Totenorakel in der Nähe des Sees bestand. Nach ähnlichen Vorstellungen nannte man auch anderswo Seen mit dem Namen Acherusia, so in Arkadien und Campanien. Zwei Flüsse [* 2] der Unterwelt führen den Namen des und seines Nebenflusses Kokytos (Cocytus).

Acherontische

Bücher, Religionsbücher der Etrusker, s. Etrurien. ^[= (lat. Etrurĭa.; grch. Tyrrhenia), im Altertume Name des Landes am Tyrrhenischen oder Untern ...]

Acheropīta

(grch. acheiropoieta, d. i. nicht von [Menschen-]Händen gemachte) nennt man die angeblich auf übernatürliche, wunderbare Weise entstandenen Christus- und Marienbilder.

Acherusia,

s. Acheron. ^[= (jetzt Phanariotikos), Fluß in der epirotischen Landschaft Thesprotia, durchströmt in seinem ...]

Achery,

s. D’Achery, ^[= (spr. dasch'rih), Johann Lucas, franz. Theolog, geb. 1609 zu St. Quentin, trat 1632 in die Kongregat ...] Johann Lucas.

A cheval

(frz., spr. asch’wáll), d. h. rittlings einer Straße oder eines lang gestreckten Geländegegenstandes (z. B. eines Wasserlaufs, einer Schlucht) ist eine Truppe aufgestellt, wenn sie zu beiden Seiten derselben steht, so daß ihre Frontlinie annähernd senkrecht von der Straße u. s. w. durchschnitten wird.

Achĭlie

(grch.), angeborener Mangel der Lippen.

Achillēa

Komplizieren - Komposi

Bild 9.999: Komplizieren - Kompositen
* 3 Kompositen.

L., Garbe, Schafgarbe, Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen [* 3] (s. d.) mit gegen 100 Arten in der nördl. gemäßigten Zone besonders der Alten Welt. Es sind ausdauernde krautartige Gewächse mit meist stark zerteilten Blättern und kleinen trugdoldenartig angeordneten Blütenköpfchen. Die bekannteste Art ist die gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium L., s. Tafel: Futterpflanzen Ⅱ, [* 1] Fig. 13), auf Wiesen, Ackerrändern und Triften gemein, mit schwach aromatischem Geruch und salzigem, bitterm und herbem Geschmack.

Blätter und Blüten waren offizinell und dienen jetzt noch häufig als Hausmittel. Neuerdings ist sie als Futterpflanze zur Ansäung auf Weiden, namentlich im Gemenge mit Weißklee und Gräsern empfohlen worden, da sie sehr widerstandsfähig ist und jung vom Vieh und Geflügel gern gefressen wird. Die jungen Blätter dienen in manchen Gegenden als Gemüse und zu Kräutersuppen, während die Blüten Zusatz zum Biere bilden sollen. Als Ackerunkraut wird die Pflanze oft sehr lästig.

Höhenschichten der Alp

Bild 1.394a: Höhenschichten der Alpen
* 4 Alpen.

Ferner sind bemerkenswert: Achillea moschata Wulf, ein kahles, schwach nach Moschus riechendes Pflänzchen der Alpen [* 4] (namentlich Schweizeralpen), welches nebst zwei andern Alpengarben, der Achillea atrata L. und der weißwolligen Achillea nana L., das echte Genippi (Genippi, Genepi) der Schweizer bildet und auch in der Pharmacie als Herba ivae oder Genippii veri als stärkendes Mittel bei Magenschwäche, Diarrhöe u.s.w. verwendet wird. Sie ist ein Bestandteil des Schweizerthees und wird namentlich zur Bereitung des Ivaliqueurs (s. Iva) benutzt, der nebst andern ihrer Präparate viel exportiert wird. Die in Deutschland [* 5] vorkommende Achillea Ptarmica L. (Ptarmica vulgaris Dec.), deutscher Bertram, Niesekraut, weißer Dorant, mit linealen, scharfgesägten Blättern und weißstrahligen Blütenkörbchen, wächst allenthalben an Flußufern und kommt als Zierpflanze mit vollen Blütenköpfchen vor. Ihre Blätter und Wurzeln waren früher offizinell.

Achilleïn,

ein Alkaloid der Moschusschafgarbe, Achillea moschata Wulf (s. Iva);

es ist eine braunrote, amorphe, wasserlösliche Masse, jedenfalls aber kein reiner chem. Körper.

Achilles,

griech. Heros, s. Achilleus. ^[= (lat. ), der Sohn des Myrmidonenkönigs Peleus (daher der Pelide) und der Nereïde Thetis, ...]

Achillesferse,

s. Achilleus. ^[= (lat. Achilles), der Sohn des Myrmidonenkönigs Peleus (daher der Pelide) und der Nereïde Thetis, ...]

Achillessehne

Muskeln des Menschen

Bild 11.936a: Muskeln des Menschen
* 6 Muskeln.

(Tendo Achillis), der starke, feste, sehnige Strang, welcher, deutlich fühlbar, sich hinten am Unterschenkel von der Wade zur Ferse herab erstreckt. An sein oberes Ende heften sich die Wadenmuskeln an, sein unteres Ende befestigt sich an die Ferse, so daß, wenn sich jene Muskeln [* 6] durch Zusammenziehung verkürzen, die Ferse in die Höhe, die Fußspitze aber herabgezogen wird, eine Bewegung des Fußes, welche das Gehen (s. d.) vermittelt. Ihren Namen erhielt die von dem griech. Helden Achilleus (s. d.). Die Ärzte des Altertums hielten die Wunden der Achillessehne für tödlich. Gegenwärtig wird die Achillessehne zum Zweck der Verbesserung mancher angeborenen Verkrümmungen des Fußes häufig quer durchschnitten, worauf der Fuß durch Verbände so lange befestigt wird, bis die Wiedervereinigung der durchschnittenen Sehnenenden durch neugebildete Sehnensubstanz erfolgt. (S. Tenotomie.)

Achilles

Tatĭus, griech. Romanschreiber im 5. Jahrh. n. Chr., war aus Alexandria gebürtig und wohnte wohl auch dort. Sein Roman «Leukippe und Klitophon», reich an Naturschilderungen, Beschreibungen von Kunstwerken, sophistischen Erörterungen über die Liebe, aber mangelhaft in Anlage und Charakterzeichnung, war eine noch im Mittelalter sehr beliebte Lektüre. Ausgaben von Hirschig in den «Scriptores erotici» (Par. 1856) und von Hercher in dessen «Scriptores erotici», Bd. 1 (Lpz. 1858); deutsche Übersetzung von Ast und Güldenapfel (ebd. 1802). –

Vgl.   Rohde, Der griech. Roman und seine Vorläufer (Lpz. 1876).

Achilleus

Troja

Bild 15.859: Troja
* 7 Troja.

(lat. Achilles), der Sohn des Myrmidonenkönigs Peleus (daher der Pelide) und der Nereïde Thetis, der schönste, schnellste und tapferste unter den griech. Helden vor Troja. [* 7] Seinen Zwist mit dem obersten Führer Agamemnon und dessen Beilegung besingt die Homerische Ilias: Als im 10. Jahre des Krieges in der Heeresversammlung veranlaßt hatte, daß Agamemnon dem Priester Chryses seine Tochter zurückgab, um den Zorn des Apollon [* 8] zu besänftigen, nahm der König die Sklavin des Achilleus, die Briseïs, für sich in Anspruch.



Achim - Achmim

Bild 51.109: Achim - Achmim
* 13 Seite 51.109.

Grollend zog sich Achilleus vom Kampfe zurück. Erst als die Troer unter Hektors Führung in das griech. Lager [* 9] eindrangen, gestattete Achilleus seinem Freunde Patroklos in seiner eigenen Rüstung [* 10] die Myrmidonen in den Kampf zu führen. Der Tod des Patroklos durch Hektor ließ Achilleus allen Groll vergessen; gerüstet mit den von Hephaistos [* 11] kunstreich geschmiedeten Waffen, [* 12] stürmt er in den Kampf, treibt die Troer hinter die Mauer der Stadt zurück und tötet Hektor, giebt den Leichnam aber nach der Bestattung des Patroklos gegen reiches Lösegeld dem König Priamos zurück. Von der Vorgeschichte des Helden teilt die Ilias mit, daß er von seiner Mutter im väterlichen Hause zu Phthia (Thessalien) erzogen, von Phoinix in der Rede-und Kriegskunst, von dem Kentauren Cheiron in der Heilkunde unterrichtet wurde; zur Teilnahme an dem Kriege von Nestor und Odysseus aufgefordert, führte er seine Myrmidonen in 50 Schiffen nach Troas. Erst eine späte Sage erzählt, daß Thetis ihren Sohn, um ¶

mehr

107 ihn unsterblich zu machen, ins Feuer oder in das Wasser der Styx getaucht habe, so daß nur die Ferse, an der sie ihn gebalten, verwundbar blieb (daher sprichwörtlich die Achillesferse). Auch nachhomerisch, aber alt ist die Dichtung, daß Thetis den Achilleus, um ihn der Teilnahme an dem Feldzuge zu entziehen, zum König Lykomedes auf die Insel Skyros gebracht habe, wo er in Weiberkleidern unter den Töchtern des Königs verborgen lebte (eine derselben, Deïdameia, soll ihm den Neoptolemos geboren haben), bis durch eine List des Odysseus sein Geschlecht entdeckt und er bewogen wurde, sich den Helden anzuschließen.

Eordäa - Eosander

Bild 5.687: Eordäa - Eosander
* 14 Eordäa - Eosander.

Des Achilleus Thaten in den ersten neun Jahren des Krieges waren in den Kyprien (s. Cyklische Dichter) und andern Epen behandelt. Ein anderes Epos, die Äthiopis, erzählte das Schicksal des Helden nach dem Tode des Hektor; nachdem Achilleus Penthesileia, die Königin der Amazonen, und Memnon, den Sohn der Eos, [* 14] Fürsten der Äthiopen, welche den Troern zu Hilfe kamen, getötet hat, fällt er selbst durch Paris [* 15] und Apollon, d. h. der Gott lenkt den von jenem geschossenen Pfeil. Erst alexandrinische Erfindung läßt Achilleus im Tempel [* 16] des thymbräischen Apollon von Paris bei der Vermählung mit Polyrena, der jüngsten Tochter des Priamos, hinterlistig erschossen werden.

Von dem Kampf um die Leiche des Helden und seiner Bestattung, die mit dem Streite des Äias und Odysseus um die hinterlassene Rüstung schloß, erzählen Odyssee und Äthiopis; während aber die Odyssee Achilleus nach seinem Tod in der Unterwelt weilen läßt, berichtete die Äthiopis und die ganze nachhomerische Dichtung, daß Thetis die Leiche vom Scheiterhaufen nach der Insel Leuke (vor der Donaumündung) oder in das elysische Gefilde gebracht babe, wo er mit andern vergötterten Heroen fortleben sollte.

Sicher wurde in histor. Zeit auf jener Insel als Heros verehrt; nicht minder berühmt war seine Kultusstätte am Vorgebirge Sigeum am Hellespont (Grab des Achilleus); aber auch in Sparta, Elis und andern Orten wurde er verehrt. Dieser Kultus besonders dient der Ansicht zur Stütze, daß Achilleus ursprünglich ein Gott gewesen sei, ein Fluß- oder Sonnengott oder Blitzheros. –

Vgl.   Elard Hugo Meyer, Indogerman.

Mythen. II. Achilleis (Berl. 1887).

Rom

Bild 13.903a: Rom
* 17 Rom.

Die bildende Kunst der Griechen hat Achilleus häufig dargestellt; berühmt war eine große Gruppe des Skopas, die später in einem Neptunustempel im Circus Flaminius zu Rom [* 17] stand: sie stellte wahrscheinlich die Überführung des Achilleus nach Leuke oder der Insel der Seligen dar. Doch ist keine Statue oder Büste erhalten, die mit Sicherheit auf ihn bezogen werden könnte (z. B. der Achilleus Borghese im Louvre). Die Beziehung der westl. äginetischen Giebelgruppe in München [* 18] (s. Äginetische Kunst) auf den Kampf um die Leiche des Achilleus wird bestritten; ebenso zweifelhaft ist die Deutung der schönen Marmorgruppe in Rom, die unter dem Namen des Pasquino bekannt ist. Über die zahlreichen Vasenbilder, Wandgemälde und Basreliefs, die Scenen aus der Achilleussage behandeln, vgl. u. a. Overbeck, Galerie heroischer Bildwerke (1852). Einen ziemlich späten Cyklus von Darstellungen aus Achilleus' Leben bietet die sog. Ilische Tafel (s. d.) im Kapitolinischen Museum. Berühmt ist der Kopf des Achilleus auf einem pompejanischen Wandgemälde (Helbig, «Wandgemälde Campaniens», Nr. 1309), das die Wegführung der Briseïs darstellt.

Ende Achilleus
→ weiter zu Seite 51.109: Achim ⟹ 1) Kreis im preuß. Reg.-Bez. Stade, hat 284,85 qkm und (1890) 20981 (10542 männl., 10439 weibl.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 106 [Suche = 51.108] im Internet seit 2005; Text geprüft am 10.3.2015; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

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Siehe auch:

  • 1.85 Acherusia
  • 1.86 Achillea
  • 1.86 Achilleïn
  • 1.86 Achilles
  • 1.86 Achillessehne
  • 1.86 Achilleus
  • 1.87 Achilleus Tatios

* 18 Bilder dazu:

  • 4Alpen
  • 8Apollon
  • 5Deutschland
  • 14Eos
  • 2Flüsse
  • 11Hephaistos
  • 3Kompositen
  • 9Lager
  • 6Muskeln
  • 18München
  • 15Paris
  • 17Rom
  • 10Rüstung
  • 16Tempel
  • 7Troja
  • 12Waffen
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