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Ivas. Achillea. / 3
Iva _2ein feiner Liqueur, der aus der I., wie im Oberengadin die Achillea moschata, (Moschusschafgarbe / 53

Seite 59.812

Iva

56 Wörter, 380 Zeichen

Botanik — Dikotyledonen — Kompositen



Iva,

ein feiner Liqueur, der aus der I., wie im Oberengadin die Achillea moschata, (Moschusschafgarbe oder Wildfräuleinkraut) heißt, in Samaden und auch in Chur [* 2] bereitet wird. Es sind drei Sorten im Handel:

1) Ivabitter, gelblich-grün;

2) Ivadoppelbitter, dunkelbraun, sehr stark und fein;

3) Fleur d' Iva oder süßer I., ein gewürzig süßer Tafelliqueur.

Verweis zu Achillea auf Seite 1.86

A-cheval-Stellung - Ac

Bild 1.86: A-cheval-Stellung - Achilleus
* 3 Seite 1.86.


Achillēa

Europa. Fluß- und Gebi

Bild 5.919a: Europa. Fluß- und Gebirgssysteme
* 9 Europa.

L. (Schafgarbe), Gattung aus der Familie der Kompositen, [* 5] nach Achilleus genannt, weil auf dessen Rat Patroklos mit der Wurzel [* 6] der Pflanze den verwundeten Eurypylos verband, perennierende Kräuter mit meist aufsteigendem Stengel, [* 7] gesägten, eingeschnittenen oder 1-3fach fiederspaltigen Blättern und kleinen bis mittelgroßen Blütenköpfchen in Doldenrispen. Etwa 100 Arten in den gemäßigten Klimaten der nördlichen Halbkugel. Achillea atrata L. (schwärzliche Schafgarbe), auf den Alpen, [* 8] 26 cm hoch, mit weichhaarigem Stengel, 2,5-5 cm langen, kämmigfiederteiligen Blättern und Blüten mit weißem Strahl und gelblichweißer Scheibe, ist von aromatisch-bitterm Geschmack und bildet mit der weißwolligen Achillea nana und der folgenden das echte Genippi der Schweizer, welches als tonisches Mittel allgemein in Gebrauch ist. Achillea moschata L. (Moschusschafgarbe, Iva), auf den Alpen, niedrig, mit weißen, großstrahligen Blüten, riecht stark und angenehm aromatisch, schmeckt brennend gewürzhaft-bitter, enthält neben Achilleïn noch Ivaïn, Ivaöl und Moschatin und wird namentlich zur Bereitung des Ivalikörs benutzt. Achillea millefolium L. (gemeine Schafgarbe), in Europa, [* 9] Nordasien und Nordamerika [* 10] auf Triften, Wiesen, Rainen und an Wegen, mit weichhaarigem oder auch fast kahlem Stengel, fast bis zur Mittelrippe doppelt-fiederspaltigen, weichhaarigen oder fast kahlen Blättern.

Blätter und Blüten waren früher offizinell. Die gewürzhaft riechenden und aromatisch-bitter schmeckenden Blätter und Blüten enthalten ein blaues ätherisches Öl, einen Bitterstoff (Achilleïn) und Aconitsäure. Der frisch ausgepreßte Saft der Blätter dient häufig bei Frühlingskuren, auch benutzt man die jungen Blätter als Gemüse und zu Kräutersuppen und säet die Pflanze mit Weißklee und Gräsern auf Weiden. Mehrere Arten werden als Gartenpflanzen kultiviert. Achillea Ptarmica, s. Ptarmica.

Ende Achillea (0)
→ weiter zu Seite 1.86: Achilleïn ⟹ s. Achillea.
Ergänzungen aus Duden, Volltext Suche, Kontext und Quellen.
Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 1. Band, Seite 86 im Internet seit 2005; Text geprüft am 14.6.2009; publiziert von Peter Hug; Abruf am 26.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//iva/59_0812

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Siehe auch:

  • 1.79 Ach
  • 1.86 Achill
  • 32.25 Ach
  • 41.30 ACH
  • 51.103 Ach
  • 51.108 Achillea

* 10 Bilder dazu:

  • 8Alpen
  • 2Chur
  • 9Europa
  • 5Kompositen
  • 10Nordamerika
  • 7Stengel
  • 6Wurzel
  • 4_Seite 1.86
  • 1_Seite 59.812
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