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Abdicationis beneficiu

Bild 51.26: Abdicationis beneficium - Abd ul-Hamîd II
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14 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Abdicationis beneficium(lat.), in partikularen Rechtsquellen das Recht der Witwe, sich durch Verzicht auf das unter / 50
Abdikation(lat.), Abdankung, vorzugsweise von dem Niederlegen der Herrscherwürde gebraucht; abdizieren, / 12
Abdominal(vom lat. abdomen, der Unterleib), in der mediz. Sprache alles, was den Unterleib betrifft. / 30
Abdominales(lat.), Bauchflosser, Knochenfische, welche die hintern Gliedmaßen am Bauche neben dem After / 16
Abdominalia(Bauchkrebse), Familie der Rankenfüßer (s. d.). / 6
Abdominalplethoraanhaltender Blutzudrang zu den Unterleibsorganen, führt zu Verdauungsstörungen, Gemütsverstimmung / 17
Abdominalschwangerschafts. Bauchschwangerschaft. / 3
Abdominaltyphuss. Typhus. / 3
Abdruckzunächst die Wiedergabe von erhaben oder vertieft gegossenen, geschnittenen, radierten u.a. / 258
Abduktion(lat.), s. Abduzieren. Abduktoren, s. Muskeln. / 7
Abd ul-Asis Chander 32. Sultan der Osmanen (1861-76), geb.9. Febr. 1830 als der zweite Sohn des Sultans Mahmud / 375
Abdulfasilpers. Dichter, s. Feisi. / 5
Abd ul-HamîdI., der 27. Sultan der Osmanen (1774-89), geb. 20. Mai 1725. Nachdem ihn die durch unglückliche / 89
Abd ul-Hamîd IIder 34. Sultan der Osmanen, zweiter Sohn des Sultans Abd ul-Medschid, geb. 21. Sept. 1842, folgte / 169

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Abdicationis beneficium - Abd ul-Hamîd II.



Abdicationis

beneficium (lat.), in partikularen Rechtsquellen das Recht der Witwe, sich durch Verzicht auf das unter der Gewalt des verstorbenen Ehemanns befindlich gewesene Vermögen von der persönlichen Haftung für die von dem Ehemann eingegangenen Verbindlichkeiten zu befreien.

Außer für Lübeck [* 2] und Bremen [* 3] wird ein derartiges Recht auch für Franken erwähnt.

Abdikation

(lat.), Abdankung, vorzugsweise von dem Niederlegen der Herrscherwürde gebraucht;

abdizieren, abdanken.

Abdominal

(vom lat. abdomen, der Unterleib), in der mediz.

Sprache [* 4] alles, was den Unterleib betrifft.

Daher Abdominaleingeweide, die im Unterleibe gelegenen Verdauungs-, Harn- und Geschlechtsorgane;

Abdominalkrankheiten, die Krankheiten der Unterleibsorgane.

Abdominales

(lat.), Bauchflosser, Knochenfische, welche die hintern Gliedmaßen am Bauche neben dem After tragen (s. Fische). [* 5]

Abdominalia

(Bauchkrebse), Familie der Rankenfüßer (s. d.). ^[= s. Rankenfüßer.]

Abdominalplethora,

anhaltender Blutzudrang zu den Unterleibsorganen, führt zu Verdauungsstörungen, Gemütsverstimmung und bildet eine häufige Quelle [* 6] der Hypochondrie.

Abdominalschwangerschaft,

s. Bauchschwangerschaft. ^[= oder (Graviditas extra-uterina), derjenige regelwidrige Zustand der ...]

Abdominaltyphus,

s. Typhus. ^[= (vom grch. typhos, d. i. Rauch, Dampf, Sinnlosigkeit), Name mehrerer akuter Infektionskrankheiten, ...]

Abdruck,

Presse (technisch)

Bild 13.330: Presse (technisch)
* 7 Presse.

zunächst die Wiedergabe von erhaben oder vertieft gegossenen, geschnittenen, radierten u.a. Bild- oder Schriftformen durch mechan. Mittel, insbesondere durch die Presse. [* 7] Alle gewöhnlichen Abdruck, die der Lettern bei der Buchdruckerkunst, der Holzstöcke mit Holzschnitten, der Kupferstichplatten, der Steine mit Lithographien, Autographien u.s.w., finden in der Weise statt, daß die Formen mit einer Farbe überzogen und sodann auf den Stoff, dem man sie mitteilen will, durch Reiben oder Pressen übertragen werden. Auch bei der gewöhnlichen Kreidezeichnung der Lithographie findet dasselbe Verfahren statt. Es sind dies die Abdruck auf ebener Fläche. Nicht allein von der Schärfe der Lettern, der Energie des Stichels und der Kreide [* 8] u. s. w. hängt die Güte eines Abdruck ab, sondern auch von der Beschaffenheit des Stoffs, auf den er übertragen wird, von der angewendeten Farbe und der Geschicklichkeit des Druckers. (Vgl. auch Kupferstechkunst und Naturselbstdruck.) [* 9]

Abdruck ist auch die Abformung eines körperlichen Gegenstandes durch Eindrücken in eine weiche, später erhärtende Masse (sog. Mutterform). Solche Abdruck sind in Relief; sie werden z. B. in durchscheinendem Porzellan hergestellt, so daß bei Lichtwirkung die dünnen Stellen der Reliefplatte hell, die dicken dunkel erscheinen und damit eine Bildwirkung erzielt wird (s. Lithophanien). Man nennt ferner Abdruck die aus der Mutterform gegossenen, dem ursprünglichen Körper gleichen Abgüsse (s. d.) in Thon, Gips, [* 10] Wachs u. s. w.

Geologische Formatione

Bild 7.130a: Geologische Formationen
* 11 Geologie.

In der Geologie [* 11] versteht man unter Abdruck die im Gestein erhaltenen äußern Formen von organischen Körpern, z. B. von Pflanzenblättern oder von Muschelschalen. Die Abdruck, zuweilen fälschlicherweise Versteinerungen genannt, unterscheiden sich von diesen dadurch, daß bei letztern der Körper selbst oder wenigstens seine Hartteile, in Mineralsubstanz umgewandelt, erhalten sind.

Abduktion

(lat.), s. Abduzieren. ^[= (lat.), abführen, wegbewegen; davon Wegführung, Wegbewegung (z. B. eines Gliedes ...]

Abduktoren, s. Muskeln. [* 12]

Abd

Festigkeit [unkorrigie

Bild 56.705: Festigkeit [unkorrigiert]
* 13 Festigkeit.

ul-Asis Chan, der 32. Sultan der Osmanen (1861-76), geb. 9. Febr. 1830 als der zweite Sohn des Sultans Mahmud II.,folgte 25. Juni 1861 seinem Bruder Abd ul-Medschid in der Regierung. Entgegen den Erwartungen der alttürk. Partei erklärte er sich für die Reform und umgab sich mit liberalen Räten. Jedoch fehlte es ihm zur Durchführung seiner Absichten an Festigkeit [* 13] und Einsicht, wozu noch kam, daß seit 1862 seine nervöse Aufregung ihn bisweilen unzurechnungsfähig machte.

Bis 1871 blieb unter ihm das von seinem Vorgänger geschaffene Großwesirregiment. Abd ul-Asis Chan wurde von Fuad 1863 veranlaßt, nach Ägypten [* 14] und 1867 wider alles Herkommen sogar nach dem Occident zu gehen, besuchte im Juni Paris, [* 15] verweilte 12. bis 23. Juli in London, [* 16] begrüßte 24. Juli das preuß. Königspaar in Koblenz [* 17] und kehrte über Wien [* 18] 7. Aug. 1867 nach Konstantinopel [* 19] zurück. Die Reise, die kolossale Summen verschlungen hatte, blieb ohne den daraus gehofften Nutzen. Nach Aali Paschas Tode, Sept. 1871, suchte Abd ul-Asis das osman.

Erbfolgegesetz zu Gunsten seines Sohnes Jussuf Izzeddin abzuändern und auf Kosten der Monarchie sich Schätze zu sammeln. Unterstützt von einer gewissenlosen Camarilla, auf die der russ. Botschafter Ignatiew unbedingten Einfluß hatte, wählte in diesem Sinne seine Minister. Alle Staatseinkünfte suchte er sich anzueignen, und während er 1873 dem Chediv gegen ein Geschenk von 21 Mill. Frs. fast alle Rechte eines Souveräns verlieh, blieben die Soldaten ohne Sold und die Beamten ohne Gehalt. Als infolgedessen die Zersetzung immer weiter um sich griff und in der Herzegowina ein bedenklicher Aufstand ausbrach, ließ Abd ul-Asis Chan auf den Rat Ignatiews (6. Okt. 1875) die Zinsen der türk. Staatsschuld auf die Hälfte reduzieren und vernichtete dadurch den Kredit der Pforte. Am 11. Mai 1876 nötigte ihn ein Aufstand der Softas (s. d.), seinen russisch gesinnten Großwesir Mahmud Nedim zu entlassen und ein patriotisches Ministerium mit Mehemed Ruschdi und Hussein Awni einzusetzen. Diese zwangen ihn, 30. Mai 1876 dem Throne zu Gunsten seines Neffen Mehemed Murad zu entsagen. Bereits am 4. Juni starb er als Staatsgefangener im Palast von Tschiragan. Ein im Juni 1881 gegen mehrere der höchsten Staatsbeamten, darunter Midhat Pascha (s. d.), eingeleiteter Prozeß ergab, daß Abd ul-Asis Chan ermordet worden war. -

Vgl.   Azam, L'avénement d'A. (Par. 1861);

Millingen (Osman-Seify-Bev), La Turquie sous le règne d'A. (Brüss. 1868);

Sultan (in «Unsere Zeit», Lpz. 1877, I).

Abdulfasil,

pers. Dichter, s. Feisi.

Abd

Osmanisches Reich (Fin

Bild 62.679: Osmanisches Reich (Finanzen. Heerwesen)
* 20 Osmanisches.

ul-Hamîd I., der 27. Sultan der Osmanen (1774-89), geb. 20. Mai 1725. Nachdem ihn die durch unglückliche Kriege mit Rußland erschöpfte Lage des Landes zunächst zum Abschluß des ungünstigen Friedens von Kücük-Kainardza (s. d. und Osmanisches Reich) [* 20] gezwungen hatte, berief er franz. Offiziere zur Neuorganisierung des Heers. Aber der wieder aufgenommene Krieg gegen Rußland und Österreich [* 21] 1787 brachte neue Niederlagen und Abd ul-Hamîd starb vor seinem Abschluß 7. April 1789. Ihm folgte sein Neffe Selim III. -

Vgl.   Aßim Tarichi, History of Abd ul-Hamîd and Selim III. (2 Bde., Konstant. 1867).

Abd



Abd ul-Kerim Pascha -

Bild 51.27: Abd ul-Kerim Pascha - Abd ur-Rahmân (Sultan)
* 25 Seite 51.27.

ul-Hamîd II., der 34. Sultan der Osmanen, zweiter Sohn des Sultans Abd ul-Medschid, geb. 21. Sept. 1842, folgte seinem Bruder Murad V. 31. Aug. 1876 in der Regierung. Die Lage des Reichs war eine mißliche, der Staatsbankrott von 1875 hatte den Kredit vernichtet, in Bulgarien [* 22] und der Herzegowina tobte ein Aufstand, Serbien und Montenegro [* 23] hatten den Krieg begonnen, und Rußland vollendete eben seine Rüstungen, [* 24] um den ¶

mehr

vernichtenden Schlag gegen die Pforte zu führen, die diesmal ohne Bundesgenossen dastand. Eine der ersten Regierungshandlungen A.s war die Erteilung einer Verfassung 23. Dez. 1876, in der vollständige Rechtsgleichheit aller türk. Unterthanen ausgesprochen war, wodurch er freilich das angeblich für die unterdrückten Rajah auftretende Rußland vom Kriege nicht abhalten konnte. (S. Russisch-Türkischer Krieg von 1877 bis 1878 und Berliner Kongreß.) [* 26] Die weitern Ereignisse nötigten den einsichtsvollen Abd ul-Hamîd II zur Aufgabe des Großwesirregiments seiner Vorgänger und zur Einführung einer thätigen Selbstregierung, die sich bisher als vorteilhaft für die Türkei [* 27] erwiesen hat. -

Vgl.   Prinzessin von Lusignan, The twelve years's reign of Abd ul-Hamîd II (Lond. 1889).

Ende Abd ul Hamid II
→ weiter zu Seite 51.27: Abd ul-Kerim Pascha ⟹ türk. General, geb. 1811 zu Tschirpan im heutigen Ostrumelien, war 1828-29 im Kriege gegen
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 1. Band, Seite 24 [Suche = 51.26] im Internet seit 2005; Text geprüft am 31.8.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 22.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//51_0026

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Siehe auch:

  • 1.23 Abdikation
  • 1.23 Abdominaltyphus
  • 1.23 Abdruck

* 27 Bilder dazu:

  • 26Berliner
  • 3Bremen
  • 22Bulgarien
  • 13Festigkeit
  • 5Fische
  • 11Geologie
  • 10Gips
  • 17Koblenz
  • 19Konstantinopel
  • 8Kreide
  • 16London
  • 2Lübeck
  • 23Montenegro
  • 12Muskeln
  • 9Naturselbstdruck
  • 20Osmanisches
  • 15Paris
  • 7Presse
  • 6Quelle
  • 24Rüstungen
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