Alexander Zverev
Alexander „Sascha“ Zverev [] (* 20. April 1997 in Hamburg) ist ein deutscher Tennisspieler. Er gewann bisher 25 Titel im Einzel – darunter 2021 die Goldmedaille im Einzel bei den Olympischen Spielen in Tokio, die French Open 2026, die ATP Finals 2018 und 2021 und sieben Masters-1000-Turniere – sowie drei Wettbewerbe im Doppel (zwei davon mit seinem Bruder Mischa und einen mit Marcelo Melo). Bei den US Open 2020, den French Open 2024, den Australian Open 2025 und in Wimbledon 2026 erreichte Zverev vier weitere Grand-Slam-Finals. Er ist der einzige deutsche Spieler, dem es gelang, bei jedem Grand-Slam-Turnier mindestens einmal das Finale zu erreichen.
| Alexander Zverev | |||||||||||||
| Zverev bei den Rolex Monte-Carlo Masters 2023 | |||||||||||||
| Spitzname: | Sascha | ||||||||||||
| Nation: | |||||||||||||
| Geburtstag: | 20. April 1997 (29 Jahre) | ||||||||||||
| Größe: | 198 cm | ||||||||||||
| Gewicht: | 90 kg | ||||||||||||
| 1. Profisaison: | 2013 | ||||||||||||
| Spielhand: | Rechts, beidhändige Rückhand | ||||||||||||
| Trainer: | Alexander Swerew (Vater) | ||||||||||||
| Preisgeld: | 66.017.932 US-Dollar | ||||||||||||
| Einzel | |||||||||||||
| Karrierebilanz: | 564:234 | ||||||||||||
| Karrieretitel: | 25 | ||||||||||||
| Höchste Platzierung: | 2 (13. Juni 2022) | ||||||||||||
| Aktuelle Platzierung: | 2 | ||||||||||||
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| Doppel | |||||||||||||
| Karrierebilanz: | 76:96 | ||||||||||||
| Karrieretitel: | 3 | ||||||||||||
| Höchste Platzierung: | 68 (18. März 2019) | ||||||||||||
| Aktuelle Platzierung: | 111 | ||||||||||||
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| Mixed | |||||||||||||
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| Olympische Spiele | |||||||||||||
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| Letzte Aktualisierung der Infobox: 13. Juli 2026 | |||||||||||||
| Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks) | |||||||||||||
Persönliches
BearbeitenAlexander Zverevs Eltern stammen aus Russland. Sein Vater ist der ehemalige Tennisspieler Alexander Swerew, der ab 1979 im Davis Cup für die Sowjetunion spielte; im Einzel erreichte er 1985 Platz 175 in der Weltrangliste.[1] Seine Mutter Irina Swerewa, geb. Fatejewa, war ebenfalls Profispielerin und erreichte in ihrer Karriere 1993 den 380. Rang in der Weltrangliste.[2] 1991 zog die Familie mit dem 1987 geborenen Sohn Mischa nach Hamburg. Der 1997 geborene Sohn Alexander verließ nach der zehnten Klasse die Schule, um sich ganz auf den Tennissport zu konzentrieren.[3] Sein älterer Bruder Mischa war ebenfalls Tennisprofi. Beide begannen ihre Vereinskarrieren in der Tennissparte des Uhlenhorster HC in Hamburg[4] und wurden von ihrem Vater trainiert.
Sein Manager war seit seinem 15. Lebensjahr Patricio Apey. Zverev kündigte im Frühjahr 2019 einseitig die Zusammenarbeit, was zu einem Rechtsstreit führte,[5] der mit einem außergerichtlichen Vergleich im Dezember 2020 endete.[6] Im August 2019 gab Zverev bekannt, dass er nun von Team 8, einer von Roger Federer und dessen Manager Tony Godsick gegründeten Agentur, vermarktet werde.[7] Im Januar 2021 wurde die Zusammenarbeit beendet. Das Management übernahm sein Bruder Mischa Zverev zusammen mit Serhij Bubka junior.[8]
Neben seinem Vater Alexander Swerew, der ihn trainiert, und seinem Bruder Mischa, der unter anderem Management- und Unterstützungsaufgaben übernimmt, wird Zverev vom brasilianischen Tennisspieler Marcelo Melo regelmäßig bei Turnieren begleitet.[9]
Zverevs Hauptwohnsitz befindet sich in Monaco.[10]
Im Oktober 2020 wurde Zverev von seiner ehemaligen Freundin Olga Scharypowa der häuslichen Gewalt bezichtigt.[11] Zverev bestritt die Vorwürfe. Nachdem Scharypowa ihn darüber hinaus beschuldigt hatte, sie während der Shanghai Masters im Jahr 2019 geschlagen und gewürgt zu haben, leitete die ATP Ermittlungen gegen Zverev ein.[12][13] Diese wurden im Januar 2023 eingestellt, da es keine ausreichenden Beweise gegeben habe.[14] Anzeige bei der Polizei hat Scharypowa nicht erstattet.[15] Veröffentlicht wurden die Vorwürfe maßgeblich vom profilierten Tennisjournalisten Ben Rothenberg, der zwei Interviews mit Scharypowa publizierte. Er wurde daraufhin von Zverev verklagt. Für Rothenberg entwickelte sich der Rechtsstreit zu einer finanziellen Belastung; er versuchte die hohen Anwalts- und Gerichtskosten zeitweise über eine Crowdfunding-Kampagne zu finanzieren, bei der ihn unter anderem auch Tennisprofis wie Kevin Anderson unterstützten. Das Verfahren ist noch offen.[16]
Im März 2021 brachte Zverevs Ex-Freundin Brenda Patea eine gemeinsame Tochter zur Welt.[17]
Im Jahr 2023 wurde Zverev auch von Patea der Körperverletzung beschuldigt.[18] Den Vorwurf wies er „komplett zurück“.[19] Nachdem er gegen einen Strafbefehl in Höhe von 90 Tagessätzen zu je 5000 Euro Einspruch eingelegt hatte,[20] kam es im Jahr 2024 wegen des Vorwurfs der Körperverletzung zum Prozess, der gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 200.000 Euro eingestellt wurde.[21]
Seit August 2021 ist er in einer Beziehung mit der Schauspielerin Sophia Thomalla.[22]
Im August 2022 machte Zverev seine Typ-1-Diabetes-Erkrankung öffentlich, die bei ihm im Alter von vier Jahren diagnostiziert wurde, und gab zugleich die Gründung der Alexander Zverev Foundation bekannt.[23] Die Stiftung unterstützt nach eigenen Angaben Projekte zur Förderung und medizinischen Versorgung von an Typ-1-Diabetes erkrankten Kindern.[24] Weil er gezwungen ist, sich auch während der Tennisspiele Insulinspritzen zu setzen, kam es verschiedentlich zu Problemen mit Publikum und Schiedsrichtern.[25]
Werdegang
BearbeitenBis 2014: Junioren-Erfolge
BearbeitenSeinen ersten großen Erfolg erzielte Alexander Zverev mit seiner Finalteilnahme 2013 im Junioreneinzel der French Open. Dort unterlag er dem Chilenen Cristian Garín mit 4:6 und 1:6. Sein erstes Match auf der ATP World Tour bestritt er im Juli 2013 im Alter von 16 Jahren dank einer Wildcard beim Turnier in Hamburg, wo er in der ersten Runde Roberto Bautista Agut in zwei Sätzen unterlag.[26]
Seinen ersten großen Titel gewann Zverev 2014 in der Junioren-Einzelkonkurrenz der Australian Open mit einem klaren 6:3, 6:0 gegen den US-Amerikaner Stefan Kozlov.[27] Er bekam eine Wildcard für die Sparkassen Open 2014 in Braunschweig im Juli und gewann mit 17 Jahren als 665. der Weltrangliste sein erstes Profiturnier. Er erhielt für den Sieg 125 Weltranglistenpunkte sowie 15.300 US-Dollar Preisgeld. Gegen den 89. der Weltrangliste, Paul-Henri Mathieu, gewann er das Finale mit 1:6, 6:1 und 6:4, nachdem er zuvor bereits die Top-100-Spieler Tobias Kamke und Andrei Golubew besiegt hatte.[28] In der Weltrangliste stieg er damit auf Rang 285. Für das Turnier in Hamburg bekam er erneut eine Wildcard. Gegen Robin Haase, zu diesem Zeitpunkt 51. der Weltrangliste, gelang ihm mit 6:0 und 6:2 sein erster Sieg im Hauptfeld eines ATP-Turniers. In der zweiten Runde besiegte er mit dem an 5 gesetzten Michail Juschny erstmals einen Top-20-Spieler. Nach weiteren Siegen über Santiago Giraldo und Tobias Kamke zog er ins Halbfinale ein, in dem er gegen David Ferrer chancenlos war und 0:6, 1:6 unterlag.
2015: Aufstieg in die Top 100
BearbeitenIn Heilbronn gewann Zverev im Mai 2015 seinen zweiten Challengertitel im Einzel. Dadurch rückte er in der Weltrangliste auf Platz 85 vor und stand somit zum ersten Mal in den Top 100.[29] Im Juni 2015 nahm Zverev zum ersten Mal an der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers teil. Nachdem er bei den US Open 2014, bei den Australian Open 2015 und bei den French Open 2015 jeweils in der Qualifikationsrunde gescheitert war, qualifizierte er sich durch sein Vorrücken in der Weltrangliste direkt für die Wimbledon Championships. In der Runde eins setzte er sich in fünf Sätzen gegen Teimuras Gabaschwili durch, schied aber in der zweiten Runde gegen Denis Kudla aus. Bei den US Open 2015 scheiterte Zverev in der ersten Runde an Philipp Kohlschreiber.
2016: Erster ATP-Tour-Sieg und Aufstieg in Top 30
BearbeitenIn der Saison 2016 schied Zverev bei den Australian Open gegen Andy Murray in drei Sätzen in Runde eins aus. Im Februar erreichte er in Montpellier das Halbfinale. In der Doppelkonkurrenz stand er mit Bruder Mischa im Endspiel, das gegen Mate Pavić und Michael Venus verloren ging. In München zog er erneut in ein Halbfinale ein. Schließlich schaffte Zverev in Nizza erstmals den Sprung in ein ATP-Finale. Dort unterlag er in drei Sätzen dem Österreicher Dominic Thiem. Im März 2016 debütierte er gegen Tschechien für die deutsche Davis-Cup-Mannschaft. Er verlor seine beiden Einzel gegen Tomáš Berdych (knapp in fünf Sätzen) und Lukáš Rosol (in drei Sätzen), womit Deutschland 2:3 verlor und in der Relegation spielen musste. Im Juni 2016 erreichte Zverev das Finale bei den Gerry Weber Open. Nachdem Zverev im Halbfinale mit dem Weltranglistendritten Roger Federer zum ersten Mal in seiner Karriere einen Top-Ten-Spieler besiegt hatte, musste er sich im Finale Florian Mayer mit 2:6, 7:5, 3:6 geschlagen geben. Durch das gute Abschneiden rückte Zverev in der Weltrangliste auf Platz 28 vor und war somit beim kurz darauffolgenden Grand-Slam-Turnier in Wimbledon gesetzt.[30] Dort scheiterte er in der dritten Runde an Tomáš Berdych. Im September 2016 konnte Zverev sein erstes ATP-Turnier in Sankt Petersburg gewinnen. Nach einem klaren Zweisatzsieg über Tomas Berdych im Halbfinale, rang Zverev im Finale mit Stan Wawrinka den zweiten Top-Ten Spieler in Folge in drei Sätzen nieder.[31]
2017: Zwei Masters-Titel in Rom und Montreal
BearbeitenBei den Australian Open im Januar 2017 erreichte Zverev die dritte Turnierrunde. Dort traf er auf die ehemalige Nummer eins der Welt und den späteren Finalisten, Rafael Nadal, dem er in fünf Sätzen unterlag.[32] Beim ATP-Turnier in Montpellier im Februar 2017 triumphierte Zverev sowohl im Einzel gegen den Franzosen Richard Gasquet als auch an der Seite seines Bruders Mischa im Doppel. Dies war sein zweiter Turniererfolg im Einzel bzw. sein erster im Doppel.[33] Im Mai gewann Zverev die BMW Open in München. Beim Masters in Madrid erreichte er das Viertelfinale und erreichte durch diesen Erfolg seine bislang beste Weltranglistenposition mit Platz 17. Eine Woche darauf gewann er in Rom mit einem Finalsieg über Novak Đoković sein erstes Masters. Ab Ende Juli gehörte der ehemalige Weltranglistenerste Juan Carlos Ferrero zu Zverevs Trainerteam. Beim ersten Turnier mit dem neuen Coach an seiner Seite, dem Turnier von Washington, sicherte sich Zverev Anfang August seinen ersten ATP-World-Tour-500-Titel. Wiederum eine Woche später gewann Zverev durch einen 6:4-, 6:3-Finalsieg gegen Roger Federer das Masters um den Rogers Cup in Montreal. In der Weltrangliste erreichte er dadurch zunächst mit Rang sieben und eine Woche darauf mit Rang sechs eine neue Bestmarke. Obwohl er bei den US Open in New York bereits in der zweiten Runde scheiterte, überholte er in der Weltrangliste die Verletzten Novak Đoković und Stan Wawrinka, wodurch er sich auf Platz vier verbesserte. Trotz durchwachsener Resultate im Herbst konnte er vor dem Saisonfinale zwischenzeitlich bis auf den dritten Platz in der Weltrangliste vorstoßen.
2018: Dritter Masters-Titel sowie Sieg bei den ATP-Finals
Bearbeiten
Am 6. Mai 2018 gewann Zverev das Finale der BMW Open in München gegen Philipp Kohlschreiber mit 6:3 und 6:3. In der Folgewoche blieb er beim Masters in Madrid ohne Aufschlag- und Satzverlust und sicherte sich gegen Dominic Thiem im Endspiel mit 6:4 und 6:4 den Titel. Nach 13 Spielen ohne Niederlage bezwang ihn Rafael Nadal im Finale des Masters in Rom, welches Zverev 2017 gewonnen hatte, mit 6:1, 1:6 und 6:3. Zu den folgenden French Open reiste Zverev als Zweitgesetzter an und traf in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale wieder auf Dominic Thiem. Obwohl er sich zu Beginn der Partie eine Verletzung der Oberschenkelmuskulatur zuzog, spielte Zverev die Partie zu Ende, verlor jedoch mit 4:6, 2:6 und 1:6.[34] In Wimbledon schied er in der dritten Runde gegen Ernests Gulbis aus. Beim anschließenden Turnier in Washington, D.C. konnte er seinen Titel durch einen Zweisatzsieg gegen Alex de Minaur verteidigen. Zu den US Open 2018, bei denen Zverev erstmals in die dritte Runde einzog, übernahm Ivan Lendl Zverevs Betreuung. Es folgte eine Achtelfinalteilnahme in Peking, beim Masters in Shanghai erreichte er wie im Anschluss auch in Basel das Halbfinale. In Paris schied er im Viertelfinale des Masters-Turniers aus. Zverev qualifizierte sich zum zweiten Mal für das Saisonabschlussturnier, die ATP Finals, und zog dort erstmals ins Endspiel ein, in dem er den Weltranglistenersten Novak Đoković mit 6:4 und 6:3 bezwang. Dies war der erste Sieg eines deutschen Spielers bei diesem Turnier seit Boris Beckers Erfolg im Jahr 1995.
2019: Finale bei Shanghai-Masters
BearbeitenZu Beginn der Saison erreichte Zverev erstmals das Achtelfinale der Australian Open, wo er Milos Raonic in drei Sätzen unterlag. Danach zog er ins Finale des Turniers von Acapulco ein, das er gegen Nick Kyrgios in zwei Sätzen verlor. Bei den Masters-Turnieren bis September stand er nur in Madrid im Viertelfinale, er scheiterte dort in drei Sätzen an Stefanos Tsitsipas. Seinen einzigen Titel der Saison gewann er in Genf, als er im Finale im Tiebreak des dritten Satzes Nicolás Jarry schlagen konnte. Bei den French Open unterlag er im Viertelfinale Novak Đoković, in Wimbledon musste er sich in der ersten Runde dem Qualifikanten Jiří Veselý geschlagen geben. Aufgrund der durchwachsenen sportlichen Leistungen und persönlicher Differenzen trennten sich Lendl und Zverev im Juli des Jahres.[35] Bei den US Open erreichte er, wie schon in Australien, das Achtelfinale und im Oktober stand Zverev im Finale der Shanghai Masters, in dem er dem Russen Daniil Medwedew deutlich mit 4:6 1:6 unterlag. Im November konnte der Deutsche seinen Titel bei den ATP Finals nicht verteidigen. Er scheiterte im Halbfinale an Dominic Thiem mit 5:7 3:6, nachdem er zuvor in der Gruppenphase Medwedew und Rafael Nadal hatte schlagen können.
2020: US-Open-Finale
BearbeitenIm Jahr 2020 erreichte Zverev bei den Australian Open erstmals das Halbfinale. Dort schied er gegen den Österreicher Dominic Thiem in vier Sätzen aus. Das nächste Grand-Slam-Turnier in Wimbledon wurde aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt und die Saison war einige Zeit unterbrochen. Im Juli wurde David Ferrer Trainer von Zverev.[36] Bei den US Open in New York zog er erstmals in seiner Karriere in das Finale eines Grand-Slam-Turniers ein. In fünf Sätzen unterlag er abermals Thiem, nachdem er die ersten beiden Sätze noch hatte für sich entscheiden können. Bei den aufgrund der Pandemie vom Frühling auf den Herbst verschobenen French Open schied Zverev im Achtelfinale gegen den Italiener Jannik Sinner aus. Im Oktober 2020 konnte Zverev das ATP-Turnier in Köln für sich entscheiden. Im Finale besiegte er den Kanadier Félix Auger-Aliassime mit 6:3, 6:3.[37] Eine Woche später sicherte sich Zverev beim zweiten Turnier in Köln gegen Diego Schwartzman mit 6:2, 6:1 ebenfalls den Titel.[38] Beim letzten Masters-Turnier des Jahres in Paris erreichte er das Finale, unterlag dort aber wie bereits in seinem vorherigen Masters-Finale Daniil Medwedew.
2021: Olympiasieger und zweiter Triumph bei den ATP-Finals
BearbeitenAnfang des Jahres trennte sich Zverev von Ferrer und sein Vater wurde wieder Trainer.[39] Im März 2021 besiegte Zverev im Finale von Acapulco den topgesetzten Griechen Stefanos Tsitsipas mit 6:4, 7:6. Zwei Monate später gelang Zverev nach 2018 der zweite Sieg im Finale von Madrid. Bei den folgenden French Open erreichte er erstmals das Halbfinale, in dem er gegen Tsitsipas ausschied. Am 30. Juli 2021 besiegte Zverev bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio nach vier Siegen im Halbfinale auch den topgesetzten Novak Đoković.[40] Mit seinem anschließenden Sieg im Finale gegen Karen Chatschanow mit 6:3 und 6:1 sicherte er sich die Goldmedaille.[41] Er ist damit der erste Deutsche, der den Tennis-Einzelwettbewerb der Männer bei den Olympischen Sommerspielen gewann, was Steffi Graf bei den Frauen bereits 1988 in Seoul gelungen war.[42] Anschließend gewann er erstmals das Masters-Turnier in Cincinnati, nachdem er bei den vorherigen sechs Teilnahmen kein einziges Match gewonnen hatte. Bei den US Open scheiterte er im Halbfinale an Đoković.[43] In Wien gewann er im Achtelfinale sein 300. Match auf der Tour und sicherte sich nach einem Zweisatzerfolg gegen Frances Tiafoe den Titel. Rund drei Wochen später holte er mit einem Finalsieg über Daniil Medwedew zum zweiten Mal den Titel bei den ATP Finals. Im Halbfinale hatte er zuvor den Weltranglistenersten Novak Đoković besiegt. In dieser Saison konnte er bei jeder seiner sechs Finalteilnahmen gewinnen und beendete das Jahr erstmals auf dem dritten Weltranglistenplatz.
2022: Wutausbruch in Acapulco und Verletzung im French-Open-Halbfinale
BearbeitenBei den Australian Open im Januar schied Zverev im Achtelfinale aus. Im Februar wurde Zverev beim Turnier in Acapulco nach einem in der ersten Runde verloren gegangenen Doppel wegen unsportlichen Verhaltens vom Einzelwettbewerb ausgeschlossen:[44] Nachdem er mehrfach mit seinem Tennisschläger auf den Schiedsrichterstuhl eingeschlagen hatte, verhängte die ATP eine Geldstrafe über 40.000 US-Dollar, zudem musste Zverev das Preisgeld von 30.000 US-Dollar zurückerstatten.[45] Er wurde außerdem mit einer achtwöchigen Sperre sowie einer zusätzlichen Geldstrafe von 25.000 US-Dollar für ein Jahr auf Bewährung bedacht.[46] Zverev beschrieb den Ausraster Wochen später als schlimmsten Moment seines Lebens.[47] Im März engagierte er Sergi Bruguera als neuen Trainer.[48]
Bei den French Open hatte Zverev nach frühen Niederlagen von Novak Đoković und Daniil Medwedew die Chance, mit einem Turniersieg die Spitze der Weltrangliste zu erreichen. Im Viertelfinale schlug er den an Nummer sechs gesetzten Spanier Carlos Alcaraz, dem er zuvor im Finale des Madrid Masters klar unterlegen war. Damit besiegte Zverev im zwölften Versuch erstmals einen Top-Ten-Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier.[49] In der folgenden ausgeglichenen Halbfinalpartie gegen den späteren Turniersieger Rafael Nadal knickte er beim Stand von 6:7, 6:6 mit dem rechten Fuß um und musste das Match verletzt aufgeben.[50] Zverev gab wenig später an, dass alle drei Außenbänder im rechten Sprunggelenk gerissen seien und er sich einem medizinischen Eingriff in Deutschland unterziehen musste. Dennoch wurde er nach seinem Abschneiden in Paris erstmals ab Mitte Juni als Weltranglistenzweiter geführt, seine bis dahin beste Platzierung.[51] Ab Dezember spielte er wieder Turniere.
2023: Schwerer Beginn nach langer Verletzung
BearbeitenNach schwachem Abschneiden bei den ersten Turnieren 2023 gab Zverev Ende Mai bekannt, dass er sich von Trainer Bruguera trennt und er vorerst wieder von seinem Vater gecoacht wird.[52] Durch das Achtelfinal-Aus bei den Masters-Turnieren in Monte-Carlo, Madrid und Rom verlor er Weltranglistenpunkte, sodass er aus den Top 20 fiel und ihn Jan-Lennard Struff als deutsche Nummer eins ablöste.[53]
Bei den French Open konnte er an die Leistungen im Vorjahr anknüpfen und erreichte zum dritten Mal in Folge das Halbfinale. Dabei profitierte er auf dem Weg dorthin auch von einer günstigen Auslosung – gegen keinen Spieler der Top 10 musste er antreten. Im Halbfinale gegen Casper Ruud schied er in drei Sätzen aus.[54] Bei den Terra Wortmann Open in Halle stand er zum ersten Mal seit 2017 wieder im Halbfinale, unterlag dort aber Alexander Bublik.[55] Mit diesen Ergebnissen konnte er Ende Juni wieder an Struff in der Weltrangliste vorbeiziehen. In Wimbledon schied er in der dritten Runde gegen Matteo Berrettini aus.
Im Juli 2023 gewann Zverev in Hamburg erstmals seit 2021 wieder ein Turnier und erfüllte sich mit dem Sieg in seiner Heimatstadt eigener Aussage zufolge einen „Kindheitstraum“. Er war der erste deutsche Sieger seit Michael Stich, der das Turnier im Jahr 1993 gewonnen hatte.[56]
2024: Zwei Masters-Siege und French-Open-Finale
BearbeitenAnfang 2024 war Zverev mit dem deutschen Team beim Mixed-Tennis-Mannschaftsturnier, dem United Cup, siegreich. Bei den Australian Open schied er im Halbfinale nach einem 7:5, 6:3, 6:7 (4:7), 6:7 (5:7), 3:6 gegen Daniil Medwedew aus. In der zweiten Runde holte er gegen Lukáš Klein seinen 400. Sieg auf der Tour. Im Mai gewann er in Rom seinen sechsten Masterstitel, nach einem 6:4, 7:5 gegen Nicolás Jarry gewann er das Turnier zum zweiten Mal. Bei den French Open zog er erstmals in das Finale ein, welches er mit 3:6, 6:2, 7:5, 1:6, 2:6 gegen Carlos Alcaraz verlor. In der ersten Runde hatte er Rafael Nadal in drei Sätzen als insgesamt dritter Spieler nach Robin Söderling und Novak Đoković bei diesem Turnier geschlagen.
Bei den Olympischen Sommerspielen in Paris trat er als Titelverteidiger an, unterlag aber nach Siegen über Jaume Munar, Tomáš Macháč und Alexei Popyrin im Viertelfinale Lorenzo Musetti mit 5:7, 5:7. Beim Paris Masters holte nach einem Sieg gegen Ugo Humbert seinen zweiten Saisontitel. Bei den ATP Finals in Turin schied er nach drei glatten Siegen in der Gruppenphase im Halbfinale in drei Sätzen gegen Taylor Fritz aus. Die Saison beendete er erstmals auf dem zweiten Weltranglistenplatz, mit 69 Saisonsiegen stellte er eine persönliche Bestmarke auf.
2025: Australian-Open-Finale
BearbeitenZverev begann die Saison wie in den Vorjahren beim United Cup, wo er verletzungsbedingt nur zwei Vorrundenspiele bestritt und mit dem Team im Viertelfinale ausschied. Bei den Australian Open überstand er die ersten drei Runden ohne Satzverlust. Anschließend gab er gegen Ugo Humbert und Tommy Paul je einen Satz ab, bevor er im Halbfinale auf Novak Đoković traf. Dieser musste wegen eines Muskelrisses nach verlorenem ersten Satz aufgeben, sodass Zverev in sein drittes Grand-Slam-Finale einzog, welches er gegen Jannik Sinner in drei Sätzen verlor. Anschließend schied Zverev bei mehreren Turnieren frühzeitig aus, bevor er an seinem 28. Geburtstag die BMW Open in München gewann.[57] Die blieb sein einziger Turniersieg in diesem Jahr, bei den weiteren Grand-Slam-Turnieren war der Viertelfinaleinzug bei den French Open das beste Abschneiden. Beim Kanada Masters holte Zverev in der dritten Runde gegen Matteo Arnaldi seinen 500. Sieg auf der ATP Tour. Bei den ATP Finals schied er in der Gruppenphase aus. Zum dritten Mal schloss er das Jahr unter den Top drei der Weltrangliste ab.
2026: Gewinn der French Open
BearbeitenDas Jahr 2026 begann Zverev mit sehr konstanten Leistungen. Beim United Cup schied das deutsche Team in der Gruppenphase aus. Beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne gab er bis zum Halbfinale bei keinem Match mehr als einen Satz ab. Dort traf er auf den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz, der schon mit 2:0 Sätzen führte, ehe er von Krämpfen geplagt die nächsten zwei Sätze verlor. Im fünften Satz schlug Zverev bereits zum Match auf, verlor aber dennoch mit 4:6, 6:7, 7:6, 7:6 und 5:7. Nach einer frühen Niederlage beim „Golden Swing“ in Südamerika erreichte er bei den folgenden fünf Turnieren immer mindestens das Halbfinale. In Indian Wells, Miami und Monte Carlo in der Vorschlussrunde sowie in Madrid im Endspiel war Jannik Sinner jeweils die Endstation. Zverev verlor zudem jedes Mal ohne eigenen Satzgewinn. Bei den weiteren Niederlagen im Halbfinale von München gegen Flavio Cobolli und im Achtelfinale von Rom gegen Luciano Darderi unterlag er zudem ebenfalls gegen einen Italiener. Wegen der Absage von Alcaraz und der frühen Niederlage von Sinner avancierte Zverev bei den French Open schnell zum Favoriten. Er zog bei nur zwei Satzverlusten ins Finale ein. Dort traf er wieder auf Flavio Cobolli, den er in fünf Sätzen (6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1) besiegte, womit er seinen ersten Grand-Slam-Titel gewann. Es handelte sich im Herrentennis zugleich um den ersten deutschen Grand-Slam-Einzelsieg seit Boris Beckers Sieg bei den Australian Open 1996 und den ersten Grand-Slam-Titel eines deutschen Einzelspielers auf Sand seit Henner Henkel 1937.
Einen Monat später überstand Zverev erstmals das Achtelfinale in Wimbledon und erreichte auch das Endspiel. In diesem unterlag er Jannik Sinner in vier Sätzen.
Erfolge
Bearbeiten
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Einzel
BearbeitenTurniersiege
BearbeitenATP Tour
Bearbeiten| Nr. | Datum | Turnier | Belag | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 25. September 2016 | Hartplatz (i) | 6:2, 3:6, 7:5 | ||
| 2. | 12. Februar 2017 | Hartplatz (i) | 7:64, 6:3 | ||
| 3. | 7. Mai 2017 | Sand | 6:4, 6:3 | ||
| 4. | 21. Mai 2017 | Sand | 6:4, 6:3 | ||
| 5. | 6. August 2017 | Hartplatz | 6:4, 6:4 | ||
| 6. | 13. August 2017 | Hartplatz | 6:3, 6:4 | ||
| 7. | 6. Mai 2018 | Sand | 6:3, 6:3 | ||
| 8. | 13. Mai 2018 | Sand | 6:4, 6:4 | ||
| 9. | 5. August 2018 | Hartplatz | 6:2, 6:4 | ||
| 10. | 18. November 2018 | Hartplatz (i) | 6:4, 6:3 | ||
| 11. | 25. Mai 2019 | Sand | 6:3, 3:6, 7:68 | ||
| 12. | 18. Oktober 2020 | Hartplatz (i) | 6:3, 6:3 | ||
| 13. | 25. Oktober 2020 | Hartplatz (i) | 6:2, 6:1 | ||
| 14. | 20. März 2021 | Hartplatz | 6:4, 7:63 | ||
| 15. | 9. Mai 2021 | Sand | 6:78, 6:4, 6:3 | ||
| 16. | 1. August 2021 | Hartplatz | 6:3, 6:1 | ||
| 17. | 22. August 2021 | Hartplatz | 6:2, 6:3 | ||
| 18. | 31. Oktober 2021 | Hartplatz (i) | 7:5, 6:4 | ||
| 19. | 21. November 2021 | Hartplatz (i) | 6:4, 6:4 | ||
| 20. | 30. Juli 2023 | Sand | 7:5, 6:3 | ||
| 21. | 26. September 2023 | Hartplatz | 6:72, 7:65, 6:3 | ||
| 22. | 19. Mai 2024 | Sand | 6:4, 7:5 | ||
| 23. | 3. November 2024 | Hartplatz (i) | 6:2, 6:2 | ||
| 24. | 20. April 2025 | Sand | 6:2, 6:4 | ||
| 25. | 7. Juni 2026 | Sand | 6:1, 4:6, 6:4, 6:75, 6:1 |
ATP Challenger Tour
Bearbeiten| Nr. | Datum | Turnier | Belag | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 5. Juli 2014 | Sand | 1:6, 6:1, 6:4 | ||
| 2. | 17. Mai 2015 | Sand | 6:1, 7:67 |
Finalteilnahmen
BearbeitenDoppel
BearbeitenTurniersiege
Bearbeiten| Nr. | Datum | Turnier | Belag | Partner | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 12. Februar 2017 | Hartplatz (i) | 6:4, 6:73, [10:7] | |||
| 2. | 3. März 2019 | Hartplatz | 6:2, 6:74, [10:5] | |||
| 3. | 28. Februar 2026 | Hartplatz | 6:3, 6:4 |
Finalteilnahmen
Bearbeiten| Nr. | Datum | Turnier | Belag | Partner | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 4. Mai 2015 | Sand | 6:4, 1:6, [5:10] | |||
| 2. | 7. Februar 2016 | Hartplatz (i) | 5:7, 6:74 | |||
| 3. | 25. Juni 2017 | Rasen | 7:5, 3:6, [8:10] | |||
| 4. | 24. Juni 2018 | Rasen | 6:71, 4:6 | |||
| 5. | 28. Oktober 2018 | Hartplatz (i) | 2:6, 5:7 | |||
| 6. | 14. April 2024 | Sand | 7:5, 3:6, [5:10] |
Team-Wettbewerbe
Bearbeiten| Nr. | Datum | Turnier | Belag | Mannschaft | Finalgegner | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 24. September 2017 | Hartplatz (i) | 15:9 | |||
| 2. | 23. September 2018 | Hartplatz (i) | 13:8 | |||
| 3. | 22. September 2019 | Hartplatz (i) | 13:11 | |||
| 4. | 26. September 2021 | Hartplatz (i) | 14:1 | |||
| 5. | 7. Januar 2024 | Hartplatz | 2:1 | |||
| 6. | 22. September 2024 | Hartplatz (i) | 13:11 |
Statistik
BearbeitenJunioreneinzel
BearbeitenJuniorendoppel
BearbeitenHerreneinzel
Bearbeiten| Turnier | 2026 | 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Australian Open | HF | F | HF | 2R | AF | VF | HF | AF | 3R | 3R | 1R | 1Q | – | – | – | 0 |
| French Open | S | VF | F | HF | HF | HF | AF | VF | VF | 1R | 3R | 2Q | – | – | – | 1 |
| Wimbledon | F | 1R | AF | 3R | – | AF | n. a. | 1R | 3R | AF | 3R | 2R | – | – | – | 0 |
| US Open | 3R | VF | VF | – | HF | F | AF | 3R | 2R | 2R | 1R | 2Q | – | – | 0 | |
| ATP Finals | RR | HF | RR | – | S | RR | HF | S | RR | – | – | – | – | – | 2 | |
| Indian Wells Masters | HF | 2R | VF | AF | 2R | VF | n. a. | AF | 2R | 3R | AF | 1Q | – | – | – | 0 |
| Miami Masters | HF | AF | HF | 2R | VF | 2R | n. a. | 2R | F | VF | 2R | 2R | – | – | – | 0 |
| Monte Carlo Masters | HF | 2R | AF | AF | HF | AF | n. a. | AF | HF | AF | 2R | – | – | – | – | 0 |
| Madrid Masters | F | AF | AF | AF | F | S | n. a. | VF | S | VF | – | – | – | – | – | 2 |
| Rom Masters | AF | VF | S | AF | HF | VF | – | 2R | F | S | 2R | – | – | – | – | 2 |
| Kanada Masters | HF | VF | 2R | – | – | n. a. | VF | VF | S | 1R | – | – | – | – | 1 | |
| Cincinnati Masters | HF | HF | HF | – | S | 2R | 2R | 2R | 2R | 1R | 1R | 1Q | – | – | 1 | |
| Shanghai Masters | 3R | AF | 2R | nicht ausgetragen | F | HF | AF | AF | – | – | – | – | 0 | |||
| Paris Masters | HF | S | AF | – | HF | F | AF | VF | 2R | – | – | – | – | – | 1 | |
| Olympische Spiele | n. a. | n. a. | VF | n. a. | n. a. | S | nicht ausgetragen | – | nicht ausgetragen | – | 1 | |||||
| Davis Cup | HF | – | – | – | – | n. a. | – | VF | PO | PO | – | – | – | – | 0 | |
| Turnierteilnahmen4 | 9 | 23 | 21 | 26 | 10 | 18 | 9 | 24 | 21 | 25 | 23 | 17 | 6 | 1 | 0 | 233 |
| Erreichte Finals | 2 | 4 | 4 | 2 | 2 | 6 | 4 | 3 | 6 | 6 | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 | 42 |
| Gewonnene Einzel-Titel | 1 | 1 | 2 | 2 | 0 | 6 | 2 | 1 | 4 | 5 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 25 |
| Hartplatz-Siege/-Niederlagen | 15:5 | 33:15 | 40:13 | 30:18 | 12:5 | 41:9 | 25:10 | 26:14 | 37:13 | 30:15 | 25:15 | 5:10 | 0:1 | 0:0 | 0:0 | 321:143 |
| Sand-Siege/-Niederlagen | 20:4 | 18:7 | 23:6 | 20:7 | 17:5 | 14:4 | 3:1 | 16:8 | 21:4 | 16:4 | 13:7 | 4:3 | 4:5 | 0:1 | 0:0 | 189:66 |
| Rasen-Siege/-Niederlagen | 0:0 | 6:3 | 6:2 | 5:2 | 0:0 | 4:2 | 0:0 | 2:3 | 2:2 | 9:3 | 6:2 | 5:4 | 0:0 | 0:0 | 0:0 | 45:23 |
| Gesamt-Siege/-Niederlagen4 | 35:9 | 57:25 | 69:21 | 55:27 | 29:10 | 59:15 | 28:11 | 44:25 | 60:19 | 55:22 | 44:24 | 14:17 | 4:6 | 0:1 | 0:0 | 555:232 |
| Jahresendposition | 3 | 2 | 7 | 12 | 3 | 7 | 7 | 4 | 4 | 24 | 83 | 136 | 809 | 837 | N/A | |
Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1R, 2R, 3R = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; RR = Round Robin (Gruppenphase);
PO = Playoff (Auf- und Abstiegsrunde in der Davis-Cup-Weltgruppe); n. a. = Turnier wurde in dem Jahr nicht ausgetragen
1 Das Turnier von Hamburg ist seit 2009 nicht mehr Teil der Masters-Serie.
2 Das Turnier von Stockholm fand nur von 1990 bis 1995 als Masters-Turnier statt.
3 Das Turnier von Stuttgart fand 1995 einmal in Essen statt und war davor nicht Teil der Masters-Serie.
4 Hier gelten nur – wie auch bei Finalteilnahmen und gewonnenen Titeln – Turniere der ATP Tour sowie die vier Grand-Slam-Turniere und die ATP Finals; d. h. keine Challenger- und Future-Turniere oder Mannschaftswettbewerbe (Davis Cup oder World Team Cup).
Letztere zählen jedoch in den Sieg/Niederlagen-Statistiken rein. Kurzfristige Rücktritte vom Match zählen weder zu den Turnierteilnahmen (wenn in der ersten Runde) noch zur Siegesbilanz.
Stand: 8. Juni 2026
Sonstiges
BearbeitenIm Sommer 2020 geriet Zverev in Kritik, weil er an der später abgebrochenen Adria Tour 2020 teilnahm, die aufgrund fehlender Schutzmaßnahmen während der COVID-19-Pandemie umstritten war. Er entschuldigte sich daraufhin und kündigte eine Selbstquarantäne an.[58] Trotzdem war Zverev sechs Tage später auf einer Privatparty des Modedesigners Philipp Plein an der Côte d’Azur.[59]
Am 18. September 2021 nahm Zverev an der TV-Show Schlag den Star auf ProSieben teil, in der er dem Melsunger Handballprofi Silvio Heinevetter nach knapp sechs Stunden Spielzeit unterlag. Am 8. Januar 2022 war er Teilnehmer der Samstagabend-Show Klein gegen Groß im Ersten, in der er ein Tennis-Bowling-Duell gewann.[60]
Auszeichnungen
BearbeitenIm November 2015 wurde Zverev mit dem Stars of Tomorrow Award der ATP ausgezeichnet.[61] 2021 wurde er zu Deutschlands Sportler des Jahres gewählt.
Weblinks
Bearbeiten- ATP-Profil von Alexander Zverev (englisch)
- ITF-Profil von Alexander Zverev (englisch)
- ITF-Junioren-Profil von Alexander Zverev (englisch)
- Davis-Cup-Statistik von Alexander Zverev (englisch)
Einzelnachweise
Bearbeiten- ↑ ATP-Profil von Alexander Sverev Sr. In: atpworldtour.com. Abgerufen am 19. November 2018 (englisch).
- ↑ WTA-Profil von Irina Zvereva. In: wtatennis.com. Abgerufen am 28. Mai 2018.
- ↑ Deutschlands größte Tennis-Hoffnung triumphiert. In: welt.de. 25. Januar 2014, abgerufen am 12. Februar 2017.
- ↑ Ein Geschenk des Himmels. In: spox.com. 23. Juni 2016, abgerufen am 28. Januar 2017.
- ↑ Tim Böseler: Zverev-Manager Apey: „Unser Vertrag läuft noch bis 2023“. In: tennismagazin.de. 22. März 2019, abgerufen am 5. Juli 2019.
- ↑ Zverev und Ex-Manager Apey einigen sich außergerichtlich. In: spiegel.de, 10. Dezember 2020.
- ↑ Zverev bei Federer-Management Team8 unter Vertrag. In: tennismagazin.de. 23. August 2019, abgerufen am 7. Oktober 2021.
- ↑ Zverev setzt voll auf die Familie. In: Spiegel.de. 28. Januar 2021, abgerufen am 7. Oktober 2021.
- ↑ Markus Paszehr: Australian Open – Alexander Zverevs Kumpel Marcelo Melo exklusiv: „Sascha und Mischa behandeln mich wie einen Bruder“. In: Eurosport. 2025, abgerufen am 3. Februar 2026.
- ↑ Unnahbarer Tennis-Star: Warum Deutschland Zverev nicht ins Herz schließt. RP Online, 14. August 2017, abgerufen am 7. Oktober 2021.
- ↑ Zverev contra Sharypova – das geschah bisher. 11. November 2020, abgerufen am 2. Februar 2022.
- ↑ ATP untersucht Gewalt-Vorwürfe gegen Tennis-Star Zverev. NDR, 4. Oktober 2021, abgerufen am 2. Februar 2022.
- ↑ Jannik Schneider: Der Star und der Schatten. In: Zeit Online. 7. Oktober 2021, abgerufen am 1. Februar 2023.
- ↑ Gewaltvorwürfe gegen deutschen Tennisstar: ATP stellt Ermittlungen gegen Zverev ein. In: Der Spiegel. 31. Januar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 31. Januar 2023]).
- ↑ Aus Mangel an Beweisen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. Februar 2023.
- ↑ Tennis: Klage von Alexander Zverev hat massive Folgen für US-Reporter. In: sport1.de. 28. August 2024, abgerufen am 7. Juni 2026.
- ↑ Brenda Patea und Alexander Zverev sind Eltern geworden. t-online.de, 12. März 2021, abgerufen am 12. März 2021.
- ↑ Alexander Zverev: Vorwurf der Körperverletzung – Strafbefehl beantragt. In: Der Spiegel. 19. Juli 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 19. Juli 2023]).
- ↑ Tennis-Olympiasieger: Alexander Zverev weist Vorwurf der Körperverletzung zurück. In: Der Spiegel. 24. Juli 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 25. Juli 2023]).
- ↑ Kim Maurus: Prozess gegen Zverev: „Sie wollen unsere Mandantin ruinieren“. In: FAZ. 3. Juni 2024, abgerufen am 3. Juni 2024.
- ↑ Tennis-Star: Prozess gegen Alexander Zverev wird eingestellt. In: Der Spiegel. 7. Juni 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 7. Juni 2024]).
- ↑ Sensationelles Match! Tennis-Star Alexander Zverev und Sophia Thomalla sind ein Paar. In: Focus Online. 7. Oktober 2021, abgerufen am 7. Oktober 2021.
- ↑ Tennis-Olympiasieger: Alexander Zverev macht Diabetes-Erkrankung öffentlich und gründet Stiftung. In: Der Spiegel. 6. August 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. August 2022]).
- ↑ Alexander Zverev Foundation, So helfen wir. Abgerufen am 14. Februar 2026.
- ↑ vgl/sid/dpa: Zverev kritisiert French Open: »Lebensgefahr, wenn ich nicht spritze«. In: Spiegel Online. 6. Juni 2023, abgerufen am 14. Februar 2026.
- ↑ Andreas Hardt: Alexander Zverev: Mit 16 bei den Großen. In: FAZ. 16. Juli 2013, abgerufen am 30. Juni 2026.
- ↑ Alexander Zverev: Deutschlands größte Tennis-Hoffnung triumphiert. In: Welt. 25. Januar 2014, abgerufen am 30. Juni 2026.
- ↑ Zverev gewinnt sensationell in Braunschweig. In: ndr.de. NDR, 5. Juli 2014, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 7. Juli 2014; abgerufen am 7. Juni 2023.
- ↑ Tennis: Alexander Zverev steht erstmals in den Top 100. In: RP Online. 18. Mai 2015, abgerufen am 21. Juni 2016.
- ↑ Aufsteiger der Woche: Zverev erstmals gesetzt. In: kicker online. 20. Juni 2016, abgerufen am 21. Juni 2016.
- ↑ Sieg gegen US-Open-Sieger Wawrinka: Zverev triumphiert in St. Petersburg. In: spiegel.de. 25. September 2016, abgerufen am 15. Januar 2017.
- ↑ Rafael Nadal ringt Alexander Zverev nieder. In: spox.com. 21. Januar 2017, abgerufen am 28. Januar 2017.
- ↑ Perfekter Tag – Zverev gewinnt auch Doppel mit Bruder Mischa. In: abendblatt.de. 12. Februar 2017, abgerufen am 12. Februar 2017.
- ↑ Thiem cruises past injured but brave Zverev. In: rolandgarros.com. 5. Juni 2018, abgerufen am 6. Juni 2018 (englisch).
- ↑ Medien: Lendl nicht mehr Zverev-Coach. In: NDR.de. 26. Juli 2019, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 26. Juli 2019; abgerufen am 26. Juli 2019.
- ↑ Offiziell: Ferrer arbeitet auf „Probe“ als neuer Zverev-Coach. In: sport.sky.de, 20. Juli 2020.
- ↑ Zverev holt sich den Turniersieg in Köln. In: faz.net. 18. Oktober 2020, abgerufen am 18. Oktober 2020.
- ↑ Alexander der «Unschlagbare»: Zverev schreibt ATP-Geschichte. In: welt.de. 25. Oktober 2020, abgerufen am 25. Oktober 2020.
- ↑ Trennung von Ferrer: Zverev zum Saisonstart ohne Trainer. In: sueddeutsche.de, 8. Januar 2021.
- ↑ Jannik Schneider: Tennis bei Olympia 2021: Den Unschlagbaren deklassiert. In: zeit.de. 31. Juli 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 31. Juli 2021; abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Michael Wilkening: Zverev bringt seine Kritiker zum Schweigen. In: n-tv.de. 1. August 2021, abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Alexander Zverev: Erstes deutsches Olympia-Gold im Tennis-Einzel der Herren. In: deutschlandfunk.de. 1. August 2021, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 2. August 2021; abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ US Open – Alexander Zverev bot sein bestes Tennis und scheiterte trotzdem. Sportschau, 11. September 2021, abgerufen am 7. Oktober 2021.
- ↑ Alexander Zverev rastet in Mexiko aus: »Du verdammter Idiot!« In: Der Spiegel. 23. Februar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 23. Februar 2022]).
- ↑ Alexander Zverev muss nach Ausraster in Acapulco 40.000 Dollar zahlen. In: Der Spiegel. 24. Februar 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 25. Februar 2022]).
- ↑ Tennis: Alexander Zverev nach Ausraster zu Bewährungssperre verurteilt. In: Der Spiegel. 8. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. März 2022]).
- ↑ Zverev über Ausraster in Acapulco: »Das war wohl der größte Fehler meiner Tenniskarriere«. In: Der Spiegel. 10. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 10. März 2022]).
- ↑ Alexander Zverev holt sich Ex-Profi Sergi Bruguera als Trainer ins Team. In: spox.com, 25. März 2022.
- ↑ Tennis: Alexander Zverev stoppt Carlos Alcaraz und trifft im Halbfinale auf Rafael Nadal. In: sportschau.de. 1. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
- ↑ Gerald Kleffmann: Abschied auf Krücken. In: sueddeutsche.de. 3. Juni 2022, abgerufen am 3. Juni 2022.
- ↑ Tennisprofi Alexander Zverev: Operation nach Bänderrissen. In: sueddeutsche.de. 8. Juni 2022, abgerufen am 8. Juni 2022.
- ↑ „Meinungsunterschiede“: Zverev trennt sich von Trainer Bruguera. In: kicker.de. 27. Mai 2023, abgerufen am 29. Mai 2023.
- ↑ Struff löst Zverev als deutsche Tennis-Nummer eins ab. In: kicker.de. 22. Mai 2023, abgerufen am 19. Juni 2023.
- ↑ Alexander Zverev verpasst gegen Casper Ruud Finale der French Open. In: spox.com. 9. Juni 2023, abgerufen am 19. Juni 2023.
- ↑ Alexander Zverev steht in Halle erstmals seit 2017 im Halbfinale. In: web.de. 23. Juni 2023, abgerufen am 14. Juli 2023.
- ↑ Tennis in Hamburg: Erster Sieg seit 2021 – Zverev gewinnt sein Heimturnier. In: Der Spiegel. 30. Juli 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. Juli 2023]).
- ↑ Alexander Zverev surges past Ben Shelton to claim third Munich title. In: atptour.com. ATP, 20. April 2025, abgerufen am 21. Mai 2025 (englisch).
- ↑ Jörg Strohschein: Negativer Corona-Test bei deutschem Tennis-Profi – Alexander Zverev begibt sich in Selbst-Quarantäne. In: sportschau.de. 22. Juni 2020, abgerufen am 3. Februar 2021.
- ↑ Marcus Krämer: Party statt Corona-Quarantäne: Zverevs Doppelfehler. In: spiegel.de. 29. Juni 2020, abgerufen am 3. Februar 2021.
- ↑ Video: Das Tennis-Bowling-Duell mit Alexander Zverev. In: daserste.de. 8. Januar 2022, abgerufen am 9. Januar 2022.
- ↑ Star of Tomorrow Award: Hoffnung Alexander Zverev ausgezeichnet. In: Sport1.de. Abgerufen am 21. Juni 2016.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Zverev, Alexander |
| ALTERNATIVNAMEN | Zverev, Sascha (Spitzname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Tennisspieler |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1997 |
| GEBURTSORT | Hamburg, Deutschland |
