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Artikel des Tages
Martin Heidegger (* 26. September 1889 in Meßkirch; † 26. Mai 1976 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Philosoph. Die wichtigsten Ziele Heideggers waren die Kritik der abendländischen Philosophie und die denkerische Grundlegung für ein neues Weltverständnis. 1926 entstand sein erstes Hauptwerk Sein und Zeit, das die philosophische Richtung der Fundamentalontologie begründete. Ab Mitte 1930 begann Heidegger mit einer Gesamtinterpretation der abendländischen Philosophiegeschichte. Dazu untersuchte er die Werke bedeutender Philosophen unter phänomenologischen, hermeneutischen und ontologischen Gesichtspunkten und versuchte so, deren „unbedachte“ Voraussetzungen und Vorurteile freizulegen. Alle bisherigen philosophischen Entwürfe vertraten laut Heidegger eine einseitige Auffassung der Welt – eine Einseitigkeit, die er als Merkmal jeder Metaphysik ansah. Diese metaphysische Weltauffassung gipfelte aus Heideggers Sicht in der modernen Technik. Der Technik stellte er die Kunst gegenüber und erarbeitete ab Ende der 1930er Jahre Alternativen zu einem rein technischen Weltbezug. In späten Texten ab 1950 widmete er sich verstärkt Fragen der Sprache. Eine breite Rezeption machte Heidegger zu einem der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch Heideggers ambivalentes Verhältnis zum Nationalsozialismus kritisch diskutiert. – Zum Artikel …
Was geschah am 26. Mai?
- 451 – In der Schlacht von Avarayr kämpfen armenische Aufständische unter Wardan Mamikonjan gegen ihre sassanidischen Oberherren unter Yazdegerd II.
- 1926 – Miles Davis, US-amerikanischer Jazz-Trompeter, Komponist und einer der einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts, wird in Alton geboren; in Wien kommt der britische Komponist und Dirigent Joseph Horovitz zur Welt.
- 1951 – Agnes Cleve-Jonand, schwedische Künstlerin und eine der Pionierinnen des Kubismus in ihrem Heimatland, stirbt in Stockholm; in New York City stirbt der US-amerikanische Polarforscher und Flieger Lincoln Ellsworth.
- 1966 – Britisch-Guayana erlangt unter der Führung von Premierminister Forbes Burnham die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich und nennt sich fortan Guyana.
- 1991 – Bei Lauda-Air-Flug 004 schaltet sich durch einen Systemfehler im Steigflug die Schubumkehr an einem Triebwerk ein; der Absturz der Maschine führt zum Tod aller 223 Menschen an Bord.
In den Nachrichten
- Der Sudetendeutsche Tag hat mit dem Austragungsort Brünn erstmals in Tschechien stattgefunden.
- Der Spielfilm Fjord des rumänischen Regisseurs Cristian Mungiu (Bild) wurde mit der Goldenen Palme des Filmfestivals von Cannes ausgezeichnet.
- Der FC Bayern München hat zum 21. Mal den DFB-Pokal, der FC St. Gallen zum 2. Mal den Schweizer Cup gewonnen.
Kürzlich Verstorbene
- Emanuel Raasch (70), deutscher Radsportler und ‑trainer († ≤24. Mai)
- Kurt Werle (87), deutscher Fußballspieler, Druckkünstler und Kommunalpolitiker († ≤24. Mai)
- Parviz Ghelichkhani (81), iranischer Fußballspieler († 23. Mai)
- Norbert Kartmann (77), deutscher Politiker († 23. Mai)
- Regine Witkowski (91), deutsche Humangenetikerin († 11. Mai)
Schon gewusst?
- Der Junge König im Museum Schnütgen wurde über eine Werkgruppe vom 19. Jahrhundert wieder ins Mittelalter zurückdatiert.
- Dass Gesteine nicht unverändert seit der Schöpfung bestehen können, zeigte Georg Wernher schon 1549.
- Seitdem zwei tansanische Spieler für Ostafrika am World Cup 1975 teilnahmen, ist die tansanische Cricket-Nationalmannschaft bestrebt, diesen Erfolg zu wiederholen.
- Werner Klingeberg war über Jahrzehnte hinweg Deutschlands Mann für Olympia.