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Über die Spiel­stätte

Das NEST be­fin­det sich im rech­ten Trakt des Künst­ler­hau­ses am Wiener Karlsplatz. Nach zwei­jäh­ri­ger Um­bau­zeit wur­de das Ge­bäu­de im Herbst 2024 der Staatsoper für den Pro­ben- und Vor­stel­lungs­be­trieb über­ge­ben.
Es ent­stand ein Opern­haus mit 250 Sitz­plät­zen, ei­nem Or­ches­ter­gra­ben und Schnür­bo­den, das am 7. De­zem­ber 2024 mit der Pre­mie­re und Ur­auf­füh­rung der Kin­der­oper Sagt der Walfisch zum Thunfisch er­öff­net wur­de. Er­mög­licht wur­de die neue Spiel­stät­te durch ein Spon­so­ring der Haselsteiner Familien-Privatstiftung und ein Spon­so­ring der STRABAG SE so­wie ei­ne ein­ma­li­ge Zu­wen­dung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport.

Das NEST hat sich wie die Staatsoper dem Ge­dan­ken der Öff­nung ver­schrie­ben. Es spricht ein Pu­bli­kum an, das sich für die Kunst­for­men Oper und Ballett be­geis­tern las­sen will. Das viel­fäl­ti­ge Pro­gramm des neu­en Hau­ses bie­tet u. a. Ur­auf­füh­run­gen von Kin­der- und Ju­gend­opern so­wie Ballett, Quiz-Shows, ex­pe­ri­men­tel­le und zeit­ge­nös­si­sche Pro­duk­tio­nen für Er­wach­se­ne, Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tun­gen, krea­ti­ve Werk­ein­füh­run­gen so­wie ein viel­fäl­ti­ges Work­shop­an­ge­bot zum Mit­ma­chen.
Die neue Spiel­stät­te ist zu­gleich aber auch der Ort, an dem die jun­gen künst­le­ri­schen Kol­lek­ti­ve des Hau­ses am Ring – die Opern­schule, das Opern­stu­dio, die Ballett­aka­de­mie oder die Ju­gend­kom­pa­nie – Auf­tritts­mög­lich­kei­ten fin­den. In der Sai­son fin­den et­wa 110 Ver­an­stal­tun­gen auf der NEST-Büh­ne statt, da­zu zahl­rei­che Work­shop-An­ge­bo­te.

 

»Theater braucht ein Zuhause – jetzt haben wir endlich ein permanentes Zuhause, ein perfektes kleines Theater für all die Ideen, die bisher im Haupthaus nicht umsetzbar waren. Näher kann man der Musik nicht kommen. Die Bedeutung des jungen Publikums für die Zukunft eines Hauses muss man ja nicht groß erklären. Aber dieses Publikum hat jetzt schon ein Recht auf sein eigenes Programm, und zwar ohne Kompromisse bei der Qualität.«

Bogdan Rošćić
Direktor der Wiener Staatsoper

Ansprechpersonen im NEST

Gertrud Renner, Betriebsdirektion[email protected]
Stephan Kugler, Technische Direktion[email protected]
Nina Paireder, Kostümdirektion[email protected]
Dan K. Kurland, Musikkoordinator[email protected]
Allgemeine Anfragen[email protected]
Anfragen zu Vermietungen[email protected]

 

 

Geschichte des NESTs

Das NEST wird mit ei­nem fei­er­li­chen Fest­akt un­ter An­we­sen­heit des Bun­des­prä­si­den­ten und am Tag da­rauf mit der ers­ten Pre­mie­re der Kin­der­oper Sagt der Walfisch zum Thunfisch er­öff­net.

Der ers­te Spiel­plan wird der Öf­fent­lich­keit prä­sen­tiert, der Kar­ten­ver­kauf für die Spiel­zeit 2024/25 star­tet.

Das Haus er­hält un­ter an­de­rem zwei neue Un­ter­ge­schos­se, um ei­nen The­a­ter­be­trieb auf der Hö­he der Zeit ge­währ­leis­ten zu kön­nen. In die­sen be­fin­den sich Räu­me für Gar­de­ro­be und Mas­ke so­wie der Or­ches­ter­gra­ben. Im Fe­bru­ar 2024 er­folgt die Fer­tig­stel­lung des Roh­baus – die­ser gro­ße Mei­len­stein wird mit ei­ner Glei­chen­fei­er ge­wür­digt.

Die auf­wän­di­ge Bau­wei­se und um­fang­rei­che Tech­nik for­dern viel Hand­ar­beit und Ge­duld des ge­sam­ten Bau­stel­len­teams – auch für ein er­fah­re­nes Un­ter­neh­men wie STRABAG zählt der Bau ei­nes Opern­hau­ses nicht zur Rou­ti­ne, gilt es doch, ei­nen Ort zu schaf­fen, an dem die Be­geis­te­rung für die Kunst­form Oper und die Ma­gie des Mu­sik­the­a­ters an jun­ge Ge­ne­ra­tio­nen wei­ter­ge­ge­ben wird.

Die im Früh­jahr 2021 be­gon­ne­ne ers­te Bau­pha­se en­det mit Sep­tem­ber 2021, denn von Ok­to­ber 2021 bis Jän­ner 2023 fin­den in der be­nach­bar­ten Albertina Modern drei Aus­stel­lun­gen statt. Die zu er­war­ten­den Er­schüt­te­run­gen wäh­rend des lau­fen­den Bau­be­triebs wür­den die Durch­füh­rung die­ser Aus­stel­lun­gen ver­un­mög­li­chen, da­her wer­den die Bau­ar­bei­ten erst wie­der im März 2023 auf­ge­nom­men. Ab die­sem Zeit­punkt schließt die Albertina Modern vor­über­ge­hend.

Am sel­ben Ort, an dem das NEST heu­te un­ter­ge­bracht ist, wur­de auch in der Ver­gan­gen­heit schon viel The­a­ter ge­spielt. Ne­ben zahl­rei­chen In­sti­tu­tio­nen (zu­letzt et­wa das »Brut«) war die Staatsoper selbst schon zu Gast im »Fran­zö­si­schen Saal« des Künst­ler­hau­ses: Auch in den 1980er Jah­ren stell­te sich die Fra­ge nach ei­ner zwei­ten Spiel­stät­te, da auch da­mals schon die Räu­me im Haus am Ring be­grenzt wa­ren. In der Di­rek­ti­ons­zeit Dre­se wur­de der Staatsoper die Spiel­stät­te »Fran­zö­si­scher Saal« zur Ver­fü­gung ge­stellt und ab der Spiel­zeit 1986/87 als »Staatsoper im Künst­ler­haus­the­a­ter« be­spielt. Claus Helmut Dre­se woll­te das Künst­ler­haus­the­a­ter als »Zel­le und Sa­men für Spä­te­res, das im gro­ßen Haus wach­sen soll« eta­blie­ren und er­öff­ne­te die neue Spiel­stät­te am 27. Jän­ner 1987 mit der ös­ter­rei­chi­schen Erst­auf­füh­rung der Kam­mer­oper Die weiße Rose von Udo Zimmermann. Im Jän­ner 1988 wur­de noch Jakob Lenz von Wolfgang Rihm neu pro­du­ziert; die Pro­duk­ti­on war im No­vem­ber 1988 auch die (vor­erst) letz­te Vor­stel­lung der Staatsoper im Künst­ler­haus.