Auf Tumblr lasse ich Worte für mich sprechen, wenn meine eigene Stimme zu leise ist und hoffe, dass irgendwo hinter einem anderen Bildschirm jemand innehält, sie liest und spürt, dass dieses Gefühl nicht nur ihm gehört. Vielleicht kennen wir uns nicht, doch für einen Moment verbindet uns derselbe Satz und macht die Stille ein wenig weniger einsam.

„Auf einmal fragt niemand mehr wie ich geschlafen habe. Niemand duscht mehr morgens gemeinsam mit mir. Keiner lacht mit mir beim Zähneputzen. Keinen den ich 5 mal am Tag frage, was wir heute Abend essen. Niemand, auf den du dich freuen kannst, wenn du nach Hause kommst. Jemand bei dem du auf dein Handy schaust, in der Hoffnung sein Name würde aufleuchten. Plötzlich fragt mich niemand mehr, wie mein Tag gewesen ist. Niemand sitzt mehr mit mir am Esstisch, wenn ich am wenigstens allein‘ sein will. Und wahrscheinlich wird es auch nie wieder mit jemandem so werden, wie es einmal war.“