Alles was ich mir wünsche ist, dass du hier bist. Ich in deinen Armen liege und mein Kopf seine Sorgen vergisst. Egal wie viele Menschen im Raum sind, dein Lächeln wird vermisst. Aber du bist nicht im Raum. Trotzdem sprichst du mit mir in meinem Traum. Wo bist du nur? In meinem Herzen sind deine Narben versehen als eine Gravur. Schaust du auch auf deine Uhr? Wartest du auch bis unsere Zeit kommt? Oder ist sie schon gegangen? Sind wir vorbei? Haben wir unsere Zeit verpasst? Ich vermisse dich. An etwas anderes zu denken ist unmöglich. Kein anderer Satz schwirrt in meinem Kopf. Ich kann ihn nicht verdrängen. Ich vermisse dich, unendlich.
Manchmal wenn wir am dringendsten Nähe brauchen, distanzieren wir uns am meisten.
Du warst mein Zuhause
Wo versteckt sich mein Zuhause? Seit Ewigkeiten habe ich keine Pause mehr vor meiner anthraziten Welt. Du warst schon immer mein Zuhause aber unser Dach zerfällt. Und ich sehe keine Farbe, die mich hier hält. Ich kann nicht jemanden finden, der wie du bist. Denn keiner gab mir das Gefühl angekommen zu sein. Mein Herz vermisst deine 4 Wände um mich herum und ist ohne sie so allein. Denn es will doch einfach nur wieder Dein sein. Keiner hatte den passenden Schlüssel zu meiner Türe und niemand konnte die Risse in meinem Fenster reparieren. Ich spüre immer noch deinen Kleber auf meinem Herzen, der langsam anfängt zu schmerzen. Ich musste vor ihnen meine Scherben verbergen. Denn niemand sieht sie mit deinen Augen. Doch langsam glauben meine Augen, dass sie nie wieder sehen, wie deine Hände das Schlüsselloch richtig umdrehen. Hast du überhaupt noch meinen Schlüssel oder warte ich vergeblich? Wenn du auf meiner Straße auftauchst, gibst du mir immer wieder Hoffnung, dass du nicht nur durch mein Fenster siehst sondern auch meine Risse liest. Aber erkennst du mich überhaupt noch? Oder bin ich eine fremde Erinnerung? Wenn ja, Entschuldigung.
Menschen sehen durch ein Fenster hindurch, für sie ist das Fenster unsichtbar. Aber ich, ich sehe das Fenster, ich sehe nicht die Landschaft dahinter. Meine Augen fokussieren das Glas und erkennen all den Dreck der daran klebt. Ich sehe keine bunte Farbe, die draußen lebt. Kein rot, gelb, grün oder blau, nur ein tristes grau. Mein Herz fühlt keine Farben mehr, ist schon lange taub und versinkt in einem tiefen, kalten blau. Keiner hier der mir glaubt. Du bemerkst nicht, dass ich die Welt nicht so erlebe, wie mit deiner Sicht. Denn du siehst keine verschmutzten Abdrücke von alten, vergangen Regentropfen, die sich in das Glas eingraviert haben. Du hast keine Fragen zu den bunten Farben, von denen jeder erzählt. Denn du bist derjenige der mir aufgeregt von der Welt berichtet aber nicht von all den Narben, die für dich übermalt sind durch die bunten Farben. Aber ich sehe sie, ich sehe all die Risse im Fenster, wie sie meine Sicht auf Licht versperren. Vermutlich ist es leichter für mich, dass verschwommene Leben zu akzeptieren. Und ich werde für immer meine Seele in den Rissen, Narben und im vergangenen Regen verlieren.
