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PassowFranz, namhafter Philolog, geb. 20. Sept. 1786 zu Ludwigslust in Mecklenburg, vorgebildet zu / 294

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Passow

294 Wörter, 2'153 Zeichen

Philologie und Alterthumskunde — Philologen — Klassische Philologen der Neuzeit, seit 1600



Passow,

Franz, namhafter Philolog, geb. 20. Sept. 1786 zu Ludwigslust in Mecklenburg, [* 2] vorgebildet zu Gotha, [* 3] studierte seit 1804 in Leipzig [* 4] erst Theologie, dann, namentlich von G. Hermann angeregt, Philologie, ward 1807 Professor am Gymnasium zu Weimar, [* 5] 1810 zweiter Direktor am Conradinum zu Jenkau bei Danzig, [* 6] 1815 Professor der Altertumswissenschaft an der Universität zu Breslau, [* 7] 1829 zugleich Direktor des akademischen Kunstmuseums und starb dort 11. März 1833. Sein Hauptwerk ist das »Handwörterbuch der griechischen Sprache« [* 8] (ursprünglich Bearbeitung von Schneiders Wörterbuch, Leipz. 1819-1824; 5. Aufl. von Rost, Palm u. a., 1841-57),

dem die Schrift »Über Zweck, Anlage und Ergänzung praktischer Wörterbücher« (das. 1812) vorausgegangen war. Sonst edierte er: »Die Küsse des Johannes Sekundus« (lat. u. deutsch, Leipz. 1807),

Persius (Bd. 1, das. 1809),

Musäos (griech. u. deutsch, das. 1810),

Longos (griech. u. deutsch, das. 1811),

Germanen und Germanien

Bild 7.179: Germanen und Germanien - Germania
* 9 Germania.

Tacitus' »Germania« [* 9] (Bresl. 1817),

»Corpus scriptorum eroticorum« (Parthenios und Xenophon Ephesios enthaltend, Leipz. 1824-33, 2 Bde.),

»Dionysii orbis terrarum descriptio« (das. 1825),

»Nonni Panop. metaphrasis« (das. 1834),

schrieb: »Grundzüge der griechischen und römischen Litteratur- und Kunstgeschichte« (Berl. 1816, 2. Aufl. 1829),

»Die Lehre [* 10] vom Zeitmaß der griechischen Sprache« (Leipz. 1820, 2. Aufl. 1827) und gab mit Jachmann das »Archiv deutscher Nationalbildung« (Berl. 1812),

mit K. Schneider das »Museum criticum Vratislaviense« (Tl. 1, 1829) heraus. In der Breslauer Turnfehde wurde er durch sein »Turnziel, Turnfreunden und Turnfeinden« (Bresl. 1818) der Vorkämpfer des Turnens. Seine kleinern Arbeiten wurden gesammelt als »Opuscula academica« (von Bach, Leipz. 1835) und als »Vermischte Schriften« (von seinem Sohn W. A. Passow, das. 1843).

Vgl.   Wachler, Passows Leben und Briefe (Bresl. 1839);

Ritschl, Kleine philosophische Schriften (Bd. 5). -

Sein Sohn Wilhelm Arthur Passow, geb. 20. März 1814 zu Jenkau bei Danzig, zuletzt Gymnasialdirektor in Thorn, [* 11] gest. 4. Aug. 1864 in Streitberg, hat eine Anzahl ästhetisch-kritischer und litterarhistorischer Arbeiten veröffentlicht.

Ende Passow
→ weiter zu Seite 12.765: Paßstift ⟹ im Kartenspiel Bezeichnung für die Marke, welche ein Spieler zahlt, der paßt, ohne daß sein
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Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 12. Band, Seite 765 im Internet seit 2005; Text geprüft am 24.2.2007; publiziert von Peter Hug; Abruf am 23.8.2026 mit URL:

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* 11 Bilder dazu:

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