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Gaîté, Théâtre de la -

Bild 6.831: Gaîté, Théâtre de la - Gala
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Gajus# (richtiger als Cajus), abgekürzt C., röm. Vorname. / 8
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Gajus

411 Wörter, 2'996 Zeichen

Rechtswissenschaft — Rechtsgelehrte — Alterthum



Gajus

(richtiger als Cajus), abgekürzt C., röm. Vorname.

Titel
Elemente zu Gajus:

1) und Beckhaus (Bonn. 1857). Vgl. Dittmar, De nomine, aetate

[6.831] Gajus (richtiger als Cajus)

Gajus

(richtiger als Cajus), einer der bedeutendsten Rechtslehrer und Schriftsteller über römisches Recht, lebte unter Hadrian, Antoninus Pius und Marcus Aurelius. Daß er als »Provinzialjurist« in einer griechischen Ostprovinz (Troas) thätig gewesen, ist eine bloße Hypothese. Gajus erscheint als der letzte Jurist, welcher in dem Gegensatz der Proculejanischen und Sabinianischen Rechtsschule als entschiedener Anhänger der letztern auftritt. Außer vielen andern Werken, von denen wir bloß noch die Titel kennen, verfaßte er (161 n. Chr.) ein Lehrbuch der Institutionen: »Institutionum commentarii IV«, welches bald eine außerordentliche Verbreitung erhielt und allgemein in den verschiedenen Rechtsschulen benutzt wurde.

Verny - Verona

Bild 16.147: Verny - Verona
* 2 Verona.

Dieses Werk gab eine wissenschaftlich geordnete Übersicht über das römische Privatrecht und handelte im ersten Buch von den Familienverhältnissen, im zweiten und dritten von den Res und Obligationes, im vierten von den Actiones. Dasselbe diente dem spätern Lehrbuch der Institutionen zur Grundlage, welches Kaiser Justinian von den Rechtsgelehrten Tribonianus, Theophilus und Dorotheus verfassen ließ. Der westgotische König Alarich aber nahm in sein Breviarium einen Auszug daraus in zwei Büchern (den sogen. westgotischen, epitomierten Gajus) auf, und dieser Auszug nebst einigen Bruchstücken war früher das einzige, was uns von dem Lehrbuch des Gajus übriggeblieben war, bis 1816 Niebuhr das Originalwerk in einem Codex rescriptus zu Verona [* 2] entdeckte. Nur weniges wurde vermißt und der Fund 1817 im Auftrag der Berliner [* 3] Akademie durch Göschen, I. ^[Immanuel] Bekker und v. Bethmann-Hollweg bis auf einzelne unlesbar gebliebene Stellen entziffert und veröffentlicht. Die erste vollständige Ausgabe lieferte Göschen (Berl. 1820) und nach Blumes nochmaliger Revision der Handschrift wiederum Göschen (2. Ausg., das. 1824; 3. Ausg. von Lachmann, das. 1842); andre veranstalteten Heffter (Bonn [* 4] 1830), Lachmann (das. 1841), Böcking (das. 1841; 5. Ausg., Leipz. 1866), Lisi (Bologna 1859, Bd. 1), Huschke (3. Aufl., Leipz. 1878), Krüger und Studemund (Berl. 1877, 2. Aufl. 1884). Dazu kommen die kritisch wichtigen faksimilierten Ausgaben von Böcking (Leipz. 1866) und Studemund (das. 1874). Eine Zusammenstellung der Institutionen des Gajus und Justinian, Text und Noten, lieferten Klenze und Böcking (Berl. 1829), Gneist (Leipz. 1858, 2. Aufl. 1880). Das vierte Buch besonders bearbeitete Heffter (Berl. 1827). Deutsche [* 5] Übersetzungen gaben Brockdorff (Schlesw. 1824, Bd. 1) und Beckhaus (Bonn. 1857).

Vgl.   Dittmar, De nomine, aetate, studiis ac scriptis Gaji (Leipz. 1820);

Gans, Scholien zum Gajus (Berl. 1821);

Schrader, Was gewinnt die römische Rechtsgeschichte durch Gajus' Institutionen? (Heidelb. 1823);

Huschke, Gajus, Beiträge zur Kritik und zum Verständnis seiner Institutionen (Leipz. 1855);

Pöschmann, Studien zu Gajus (das. 1854-62, 3 Hefte);

Dernburg, Die Institutionen des Gajus (Halle [* 6] 1869).

Ende Gajus
→ weiter zu Seite 6.831: Gala ⟹ (Galla, span.), festlicher Anzug, insbesondere die festliche, etikettenmäßige Hoftracht. Der
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Quelle: Meyers Konversations-Lexikon, 1888; Autorenkollektiv, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892; 6. Band, Seite 831 im Internet seit 2005; Text geprüft am 16.9.2008; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

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Siehe auch:

  • 6.831 Gaj

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