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Trivalent - Trochu

Bild 65.1008: Trivalent - Trochu
Seite 65.1008.
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20 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Trivalent(neulat.), s. Wertigkeit. / 4
Trivandrumengl. Schreibung für Triwanderam, s. Trawankur. / 7
Trivia(lat.), Beiname der Hekate (s. d.). / 6
Trivialzum Trivium (s. Freie Künste) gehörig, allgemein bekannt, abgedroschen, alltäglich. / 11
Trivium(lat.), s. Freie Künste. / 5
Trivulziomailändisches Adelsgeschlecht, dessen Glanzzeiten in das 16. Jahrh., dessen Anfänge in das / 313
Triwand(e)ramTiruwanantapuram, s. Trawankur. / 4
Trnovos. Tirnova. / 3
Troasder nordwestl. Vorsprung Kleinasiens, der im N. vom Hellespont und dem Marmarameer, im S. vom / 110
TrobadorTrobaire, s. Troubadour. / 4
Trocaderoein Fort östlich von Cadiz in Andalusien, das die Franzosen 31. Aug. 1823 eroberten; danach / 61
Trochäus(grch.), eigentlich der Läufer, auch Choreus genannt, ein aus einer langen und kurzen Silbe / 63
Trochidaes. Kreiselschnecken. / 3
Trochilidensoviel wie Kolibris (s. d.). / 5
Trochilium apiformes. Wespenschwärmer und Tafel: Schmetterlinge I, Fig. / 10
Trochiluss. Kolibris nebst Tafel, Fig. / 7
Trochisci(lat.), auf Rezepten soviel wie Plätzchen, Zeltchen; T. Santonīni, Santoninzeltchen (s. Santonin / 13
Trochitenkalkes. Bonifaciuspfennige. / 3
Trochtelfingenin Hohenzollern, Ort im Oberamt Gammertingen des preuß. Reg.-Bez. Sigmaringen, an der Seckach, / 31
Trochu(spr. -schüh), Louis Jules, franz. Divisionsqeneral, geb. 12. Mai 1815 zu Palais (Depart. Morbihan / 396

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Trivalent - Trochu


Fortsetzung: Triumvirn, (lat. triumvĭri oder tresviri, d. h. Dreimänner), im alten Rom mehrere aus drei Personen bestehend
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einen Zusatz näher angegeben wurde. Zu den ordentlichen gehörten 1) dle wahrscheinlich 289 v. Chr. eingesetzten tresviri capitales oder nocturni, Hilfsbeamte des städtischen Prätors, ursprünglich von diesem ernannt und mit der nächtlichen Polizeiaufsicht betraut. Seit dem Ende des 3. Jahrh. v. Chr. wurden sie vom Volk gewählt und ihre Befugnis auf Beaufsichtigung der Kriminalgefangenen und Vollstreckung der Todesurteile, außerdem auf eine gewisse Hilfsthätigkeit bei der Civilrechtspflege erweitert;

2) die tresviri aere argento auro flando feriundo, auch von der Münzstätte am Tempel [* 2] der Juno Moneta, tresviri monetales genannt, die Münzmeister. Ihre Einsetzung fällt vermutlich erst an den Beginn des 1. Jahrh. v. Chr., in der Kaiserzeit verloren sie jede Bedeutung. Beide Kollegien bestanden vorübergehend auch aus vier Männern (quattuorviri). Außerordentliche Beamte waren unter anderm die triumviri coloniae deducendae, Kommissare für Gründung einer Kolonie. (S. auch Triumvirat.)

Trivalent

(neulat.), s. Wertigkeit.

Trivandrum,

engl. Schreibung für Triwanderam, s. Trawankur. ^[= (Travankur, engl. Travancore, verderbt aus Tiruwānkōdu, verkürzt aus Tirūwidānkōdu), ein ...]

Trivia

(lat.), Beiname der Hekate [* 3] (s. d.). ^[= (d. h. die fernhin Wirkende), die Tochter des Titanen Perses (des Glänzenden) und der Sterngöttin ...]

Trivial,

zum Trivium (s. Freie Künste) gehörig, allgemein bekannt, abgedroschen, alltäglich.

Trivium

(lat.), s. Freie ^[= waren bei den Germanen der Hauptteil der Nation. Die Bevölkerung gliederte sich in F. (Gemeinfreie ...] Künste.

Trivulzio,

Italien

Bild 9.53a: Italien
* 4 Italien.

mailändisches Adelsgeschlecht, dessen Glanzzeiten in das 16. Jahrh., dessen Anfänge in das J. 1120 zurückreichen und welches 1622 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde; der Name der 1678 erloschenen alten Familie wurde 1679 auf Anton Cajetan Theodor Gallio übertragen, dessen Linie 1767 erlosch. Die Erneuerung des Titels «Fürst von Musocco» wurde 1885 von Italien [* 4] dem Gian Giacomo Trivulzio, jetzigem Haupt des Geschlechts, gewährt.

Gian Giacomo Trivulzio, der Große, geb. 1436, gest. 1518, machte seine Schule unter Francesco Sforza, kämpfte dann in Frankreich und, von Lodovico Moro 1483 verbannt, für Ferdinand II. von Neapel [* 5] gegen Karl VIII. von Frankreich. In Frankreichs Dienst 1495 übergetreten, verjagte er 1499 Lodovico Moro aus Oberitalien [* 6] und kämpfte hier für jenes bis 1513, wofür ihn Karl VIII. und Ludwig XII. vielfach auszeichneten, während ihm Franz I. mit Undank lohnte. -

Vgl.   Rosmini, Istoria della vita e della gesta de G. G.-Trivulzio (2 Bde., Mail. 1815).

Sein Vetter Teodoro Trivulzio, geb. 1456, gest. im Okt. 1532, mit dem er 1495 zu Karl VIII. übertrat, kämpfte ebenfalls im Dienste [* 7] von Frankreich und Venedig [* 8] in Oberitalien mit Auszeichnung. Von Franz I. 1525 zum Statthalter von Mailand [* 9] ernannt, wurde er 1526 zum Marschall von Frankreich erhoben und verteidigte 1528 Genua [* 10] gegen Andrea Doria. Er starb als Gouverneur von Lyon. [* 11]

Spanien und Portugal

Bild 15.63a: Spanien und Portugal
* 12 Spanien.

Gian Giacomo Teodoro Trivulzio, geb. 1597, gest. 3. Aug. 1657, diente zuerst im span. Heer, trat dann in den Dienst der Kirche und ward 1629 Kardinal. 1641 nach Spanien [* 12] zurückgekehrt, gewann er Einfluß am Hofe, ward Statthalter von Aragon (1643), Sicilien (1647) und Sardinien [* 13] (1648) und starb als Gouverneur der Lombardei, der einzige seitens der Spanier mit diesem Amt betraute Italiener.

Gian Giacomo Trivulzio, geb. 22. Juli 1774, gest. 9. März 1831, sammelte auf Reisen in Italien und Deutschland [* 14] Bücher- und Kunstschätze und unterstützte Rosmini und Mazzucchelli in ihrer litterar. Arbeit; er selbst gab Dantes «Convito» (Mail. 1826) und «Vita nuova» (ebd. 1827) heraus.

Triwand(e)ram,

Tiruwanantapuram, s. Trawankur. ^[= (Travankur, engl. Travancore, verderbt aus Tiruwānkōdu, verkürzt aus Tirūwidānkōdu), ein ...]

Trnovo,

s. Tirnova. ^[= Trnova, Hauptort eines Distrikts im Fürstentum Bulgarien, in romantischer Gegend, an ...]

Troas,

Troja

Bild 15.859: Troja
* 16 Troja.

der nordwestl. Vorsprung Kleinasiens, der im N. vom Hellespont und dem Marmarameer, im S. vom tief eingezogenen Meerbusen von Adramyttium begrenzt wird (s. Karte: Das alte Griechenland). [* 15] Die hauptsächlich vom Skamandersystem (Skamander, Simoeis u. a.) durchfurchten Verzweigungen des im SO. lagernden Ida erfüllen die ganze Landschaft. Der Name wurde vom vorhistor. Volk der Troer abgeleitet. Die Küsten wurden von Achäern und Äoliern besiedelt. Die uralte vorgriech. Hauptstadt Troja [* 16] (s. d.) lag etwas landeinwärts. Später kam die Troas ans Pergamenische Reich und zwar zu Mysien, mit diesem dann zu der röm. Provinz Asia. Im Innern ist auch noch eine Reihe alter Stadtlagen erhalten. -

Vgl.   Schliemann, Reise in der Troas (Lpz. 1881).

Trobador,

Trobaire, s. Troubadour. ^[= (spr. trubaduhr), Trobaire, in der provençal. Litteratur der Name des Dichters, der, ...]

Trocadero,

ein Fort östlich von Cadiz [* 17] in Andalusien, das die Franzosen 31. Aug. 1823 eroberten;

danach ist ein Platz in Paris, [* 18] auf einer Anhöhe gegenüber dem Champ de Mars, [* 19] benannt.

Für die Weltausstellung von 1878 wurde auf diesem Trocadero ein Palais in orient.

Stil erbaut, in dem sich ein großartiger Festsaal sowie ein Museum der Gipsabgüsse und ein ethnogr.

Museum befinden.

Trochäus

(grch.), eigentlich der Läufer, auch Choreus genannt, ein aus einer langen und kurzen Silbe bestehender Versfuß (_ᴗ), kann unter gewissen Beschränkungen auch in einen Tribrachys (ᴗᴗᴗ) aufgelöst werden.

Die Griechen maßen trochäische Verse regelmäßig nach Dipodien und bedienten sich am häufigsten des Tetrameters.

Doch bildeten sie auch die verschiedensten kleinern Verse.

Weniger streng bauten die komischen Dichter der Römer [* 20] ihre trochäischen Verse.

Trochidae,

s. Kreiselschnecken. ^[= eine Familie der Schildkiemer (s. d.) mit spiraligen, kreiselförmigen Schalen, ...]

Trochiliden,

soviel wie Kolibris [* 21] (s. d.). ^[= (Trochilidae), eine Familie meist sehr kleiner, zu den Langhändern (s. d.) gehöriger Vögel, ...]

Trochilium

Schmetterlinge II

Bild 14.554b: Schmetterlinge II
* 22 Schmetterlinge.

apiforme, s. Wespenschwärmer und Tafel: Schmetterlinge [* 22] I, [* 1] Fig. 4.

Trochilus,

s. Kolibris ^[= (Trochilidae), eine Familie meist sehr kleiner, zu den Langhändern (s. d.) gehöriger Vögel, ...] nebst Tafel, [* 1] Fig. 5.

Trochisci

(lat.), auf Rezepten soviel wie Plätzchen, Zeltchen;

Trochisci Santonīni, Santoninzeltchen (s. Santonin).

Trochitenkalke,

s. Bonifaciuspfennige. ^[= oder Bischofspfennige, auch Rädersteinchen, im Volksmunde die Glieder des sehr langen Stieles ...]

Trochtelfingen

in Hohenzollern, [* 23] Ort im Oberamt Gammertingen des preuß. Reg.-Bez. Sigmaringen, an der Seckach, hat (1895) 1246 E., darunter 60 Evangelische, Post, Telegraph, [* 24] kath. Kirche und Schloß des Fürsten von Fürstenberg.

Trochu



Trockenästung - Trockn

Bild 65.1009: Trockenästung - Trockne Destillation
* 26 Seite 65.1009.

(spr. -schüh), Louis Jules, franz. Divisionsqeneral, geb. 12. Mai 1815 zu Palais (Depart. Morbihan), besuchte seit 1835 die militär. Specialschule zu Paris, dann die Generalstabsschule und wurde 1841 nach Afrika [* 25] kommandiert, wo er sich als Adjutant des Generals Lamoricière und des Marschalls Bugeaud in den Kämpfen gegen Abd el-Kader und gegen die Kabylen mehrfach hervorthat. 1851 wurde er zum Oberstlieutenant befördert und 1852 als Direktor der persönlichen Angelegenheiten ins Kriegsministerium berufen. Den Orientkrieg machte er als Adjutant Saint-Arnauds und nach dessen Tode (Sept. 1854) als Adjutant des neuen Oberbefehlshabers Generals Canrobert mit, 24. Nov. 1854 wurde er zum Brigadegeneral ernannt und erhielt, als Pélissier im Mai 1855 das Oberkommando übernahm, die 1. Brigade im 1. Armeekorps, an ¶

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deren Spitze er sich 8. Sept. 1855 beim Sturm auf den Malakow auszeichnete. Seit 1856 Mitglied des Generalstabskomitees, 4. Mai 1859 zum Divisionsgeneral befördert, that er sich während des ital. Krieges in der Schlacht von Solferino [* 27] hervor. Nach dem Friedensschlusse wurde er wieder ins Kriegsministerium berufen. Eine kritische militär. Broschüre «L'armée française en 1867» (anonym; Par. 1867; 20. Aufl. 1870), in der er sich rücksichtslos über die Schäden der franz. Armee aussprach, zog ihm die Ungunst des Hofes zu.

Bordeaux

Bild 3.212: Bordeaux
* 29 Bordeaux.

Vor dem Ausbruch des Krieges von 1870 befehligte Trochu die 12. Territorialdivision zu Toulouse. [* 28] Am 17. Aug. wurde er Gouverneur von Paris. Am 4. Sept. trat an die Spitze der Regierung der nationalen Verteidigung. (S. Paris, Geschichte.) Als er sah, daß eine Kapitulation der Hauptstadt unvermeidlich geworden war, legte er 20. Jan. 1871 das Kommando in die Hände des Generals Vinoy nieder, verblieb jedoch Präsident der Regierung. Als Mitglied der Nationalversammlung von Bordeaux [* 29] und Versailles, [* 30] wo er zum rechten Centrum gehörte, versuchte er, seine Thätigkeit als Gouverneur von Paris zu verteidigen.

Nach einem Prozeß gegen den «Figaro», in dem Trochu seine Sache nur halb gewann, legte er im Juli 1872 sein Mandat nieder, nahm 16. Jan. 1873 seinen Abschied aus der Armee und zog sich in seine Heimat zurück. Er starb 7. Okt. 1896 in Tours. [* 31] Trochu veröffentlichte zu seiner Rechtfertigung «L'empire et la défense de Paris devant le jury de la Seine» (Par. 1872),

«Pour la vérité et pour la justice» (ebd. 1873),

«La politique et la siége de Paris» (ebd. 1874),

sowie «L'armée française en 1879» (anonym; ebd. 1879 u. ö.), ein Gegenstück zu seiner frühern Arbeit. -

Vgl.   Souvenirs posthumes du général Trochu (2 Bde., 1896).

Ende Trochu
→ weiter zu Seite 65.1009: Trockenästung ⟹ s. Ästung.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 1006 [Suche = 65.1008] im Internet seit 2005; Text geprüft am 27.12.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_1008

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