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Tragopane - Trainieren

Bild 65.943: Tragopane - Trainieren
Seite 65.943.
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Überblick der Artikel
19 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Tragopanes. Hornfasanen. / 3
TragopogonL., Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen (s. d.), gegen 40 Arten in Europa, Nordafrika / 98
Tragößthals. Bruck (an der Mur). / 6
Tragrands. Hufeisen. / 3
Tragrings. Luftballon. / 3
Tragschienes. Einschienenbahnen. / 3
Tragsteinsoviel wie Konsole (s. d.). / 5
Tragulidaedie Zwergmoschustiere (s. d.). / 4
Traguriums. Trau. / 3
Tragus(lat.), die Ohrecke, s. Gehör. / 6
Tragzapfens. Zapfen. / 3
Traille(frz., spr. traj), Fähre, fliegende Brücke. / 7
Train(frz., spr. träng), gleichbedeutend mit Wagenzug, auch Troß, Fuhrwesen (früher Roßpartei / 454
TrainbrückenKriegsbrücken (s. d.), zu denen vorbereitetes Material auf besondern Fahrzeugen (Hakets) von / 69
TraincadresTraindepot, s. Train. / 4
Traindepotinspektion(spr. trängdepoh-), eine Militärbehörde, die die Aufgabe hat, die Aufbewahrung und Instandhaltung / 43
Trainer(engl., spr. trehn-), Personen, die sich berufsmäßig mit Trainieren beschäftigen. / 11
Traineskadrons. Train. / 3
Trainieren(engl., spr. trehn-), Abrichten, den menschlichen oder tierischen Körper durch allmählich / 202

Seite 65.943

Tragopane - Trainieren


Fortsetzung: Tragödie, (grch., wörtlich Bocksgesang, von tragos, Bock, und ōdē, Gesang), Trauerspiel. Der Name weist
mehr

der Sieg der Idee, die Katastrophe. Daher sind auch drei Akte eine sehr naturgemäße Einteilung, die besonders bei den Spaniern beliebt ist. Wenn die Engländer, Franzosen und Deutschen die Einteilung in fünf Akte vorziehen, so beruht das nur auf einer reichern und selbständigern Ausgestaltung des Gegensatzes von auf- und absteigender Handlung. Die Unterscheidung der Tragödie je nach der Natur des Stoffs in die historische und bürgerliche Tragödie ist nur für den Stil von Bedeutung. (S. Drama.)

Tragopāne,

s. Hornfasanen.

Tragopōgon

L., Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen [* 2] (s. d.), gegen 40 Arten in Europa, [* 3] Nordafrika und dem gemäßigten Asien, [* 4] zweijährige oder ausdauernde, auf Wiesen und Grasplätzen wachsende, milchende Kräuter und gute Futterpflanzen; die verbreitetsten sind Tragopogon pratensis L. und Tragopogon orientalis Jacq., beide mit schmalen, rinnigen und welligen Blättern und gelben Zungenblüten. Teils als Zier-, teils als Gemüsepflanze wird in Blumen- und Küchengärten der in Südeuropa, auch schon in Süddeutschland wild wachsende, pfirsichrot blühende, lauchblätterige Bocksbart (Tragopogon porrifolius L.) angebaut. Diese auch Haferwurz genannte Pflanze hat eine fleischige Wurzel, [* 5] die wie die Schwarzwurzel zubereitet und genossen werden kann.

Tragößthal,

s. Bruck ^[= # Karl Ludw., Freiherr von, österr. Staatsmann, geb. 8. Okt. 1798 zu Elberfeld, lernte als Kaufmann, ...] (an der Mur).

Tragrand,

s. Hufeisen. [* 6]

Tragring,

s. Luftballon.

Tragschiene,

s. Einschienenbahnen.

Tragstein,

Konsk - Konsolidation

Bild 10.23: Konsk - Konsolidation
* 7 Konsole.

soviel wie Konsole [* 7] (s. d.). ^[= (frz.), Trag- oder Kragstein, Kunststein (letztere Bezeichnung namentlich für mittelalterliche ...]

Tragulĭdae,

die Zwergmoschustiere (s. d.). ^[= die kleinsten, kaum ½ m hohen Wiederkäuer, mit dreiteiligem Magen und kleinen, ...]

Tragurĭum,

s. Trau. ^[= kroat. Trogir (lat. ), Stadt in der österr. Bezirkshauptmannschaft Spalato in Dalmatien, ...]

Tragus

(lat.), die Ohrecke, s. Gehör. ^[= (Auditus), der Sinn, durch den Menschen und Tiere den Schall (s. d.) wahrnehmen. Jede Erregung ...] [* 8]

Tragzapfen,

s. Zapfen. ^[= im Maschinenbau Teile an Wellen oder Achsen, welche die Bewegung derselben um ihre geometr. ...] [* 9]

Traille

(frz., spr. traj), Fähre, fliegende Brücke. ^[= # ein Bauwerk, das den Zweck hat, einen Verkehrsweg (Fußweg, Straße, Eisenbahn, Kanal) über ...] [* 10]

Train

(frz., spr. träng), gleichbedeutend mit Wagenzug, auch Troß, Fuhrwesen (früher Roßpartei) genannt, umfaßt die Transportmittel für die Bedürfnisse einzelner Truppenteile wie größerer Heeresabteilungen (Divisionen, Armeekorps) und ganzer Armeen, nebst dem zugehörigen Personal.

Der Train der Heere hat erst in neuerer Zeit eine festere Organisation erhalten; es bestehen schon im Frieden Traincadres, welche den Namen Trainbataillone (Deutsches Reich), Trainregimenter (Österreich-Ungarn), [* 11] Traineskadrons (Frankreich) führen. Das deutsche Heer hat im Frieden bei jedem Armeekorps, sowie bei der 25. (großherzoglich hess.) Division, ein Trainbataillon meist zu 3 Compagnien, welches einer Feldartilleriebrigade zugeteilt ist; bei den beiden bayr. Bataillonen ist die 3. Compagnie eine Sanitätscompagnie.

Den Traincadres liegt die Ausbildung des Personals, welches im Kriege den Train der Truppenteile und größern Heeresabteilungen zu besetzen hat, außerdem auch oft die Verwaltung des in den Traindepots, welche einem General als Inspecteur (s. Traindepotinspektion) unterstehen, untergebrachten toten Materials ob. Die Gemeinen des Train heißen Trainsoldaten, Trainfahrer, Fuhrwesenssoldaten (in frühern Zeiten auch Trainknechte, Troßbuben). Die aktive Dienstzeit der Trainsoldaten ist kürzer als die der andern Truppen (in der deutschen Armee ein halbes Jahr).

Im deutschen Heere unterscheidet man im Kriege Bagage (s. d.), Munitionskolonnen (s. d.) und Train. Die Fahrzeuge der Feldartillerie werden in der Regel nicht zum Train gezählt.

Staatsverfassung - Sta

Bild 15.207: Staatsverfassung - Stabel
* 12 Stab.

Die Trainformationen eines mobilen deutschen Armeekorps (s. d.) sind folgende: Stab [* 12] des Trainbataillons, 4 Proviantkolonnen, 5 Fuhrparkkolonnen, 3 Sanitätsdetachements, 1 Pferdedepot, 1 Feldbäckereikolonne. Bis zu ihrer Verwendung werden dem Trainbataillon noch der Korpsbrückentrain (s. d.) und die zu den Feldsanitätsformationen (s. d.) zählenden Feldlazarette (s. d.) zugeteilt. Die Proviantkolonnen bestehen aus 54 Proviantwagen, 2 Reservewagen und 1 Feldschmiede; sie führen Brot, [* 13] Zwieback, Konserven, Speck, Viktualien mit und dienen als bewegliche Magazine, aus denen die Lebensmittelwagen der Truppen gefüllt werden, während sie die eigenen Vorräte aus den Etappenmagazinen ergänzen.

Die Fuhrparkkolonnen sind je 60 Planwagen und 2 Packwagen stark und dienen namentlich zum Transport von Hafer, [* 14] den die Proviantkolonnen in der Regel nicht verladen. Je eine Proviant- und Fuhrparkkolonne zusammen enthalten annähernd den Gesamtbedarf eines Armeekorps an Verpflegung, einschließlich Hafer, für die Truppen eines Armeekorps. Die Feldbäckereikolonne zählt 20 bis 30 Backofenwagen mit etwa 200 Bäckern und andern Handwerkern und den erforderlichen Trainsoldaten. (S. Feldbäckereien.)

Ein Pferdedepot führt etwa 200 Pferde [* 15] zum Ersatz namentlich für solche Truppenteile mit, die nicht auf Ersatztruppen zurückgreifen können.

Auf dem Marsche zerfallen die Train der Armeekorps (exkl. Sanitätsdetachements) in zwei Staffeln; die Zusammensetzung derselben richtet sich nach Bedarf. Die erste Staffel folgt den Truppen meist mit 7-10 km Abstand, die zweite bleibt um einen Tagemarsch zurück. Den Staffeln werden meist je eine Munitionskolonnenabteilung und die Gaskolonnen der Luftschifferabteilungen zugeteilt, während die Bagage bei den Truppen marschiert. -

Vgl.   Schäffer, Der Kriegstrain des deutschen Heers in seiner gegenwärtigen Organisation (2. Aufl., Berl. 1897).

Über Artilleriebelagerungstrain und Ingenieurbelagerungstrain s. d.; über Ballontrain s. d. und Luftschiffahrt. [* 16] ^[]

Trainbrücken,

Kriegsbrücken (s. d.), zu denen vorbereitetes Material auf besondern Fahrzeugen (Hakets) von den Truppen mitgeführt wird.

Schifferinseln - Schif

Bild 64.445: Schifferinseln - Schiffsbrücken [unkorrigiert]
* 17 Schiffsbrücken.

Die Trainbrücken sind entweder Bockbrücken (s.d.) oder Pontonbrücken (s. Schiffsbrücken) [* 17] oder gemischte Brücken; [* 18]

Pontonbrücken verlangen eine Wassertiefe von mindestens 60 cm. Außer den Trainbrücken, welche für alle Waffen [* 19] und Lasten des Feldkrieges tragfähig sind (in Deutschland [* 20] Korps- und Divisionsbrückentrains, s. Brückentrain), werden neuerdings leichtere Trainbrücken als Avantgardenbrückentrains mit geringerer Breite [* 21] und Tragfähigkeit eingeführt.

Traincadres,

Traindepot, s. Train. ^[= (frz., spr. träng), gleichbedeutend mit Wagenzug, auch Troß, Fuhrwesen (früher Roßpartei ...]

Traindepotinspektion

(spr. trängdepoh-), eine Militärbehörde, die die Aufgabe hat, die Aufbewahrung und Instandhaltung des bei den Traindepots lagernden, namentlich für den Kriegsfall bestimmten Materials an Fahrzeugen, Schanzzeug u. s. w. zu überwachen.

Die Traindepotinspektion hat ihren Sitz in Berlin; [* 22]

an ihrer Spitze steht ein Generalmajor.

Trainer

(engl., spr. trehn-), Personen, die sich berufsmäßig mit Trainieren beschäftigen.

Traineskadron,

s. Train. ^[= (frz., spr. träng), gleichbedeutend mit Wagenzug, auch Troß, Fuhrwesen (früher Roßpartei ...]

Trainieren



Trainregimenter - Traj

Bild 65.944: Trainregimenter - Trajanus
* 23 Seite 65.944.

(engl., spr. trehn-), Abrichten, den menschlichen oder tierischen Körper durch allmählich sich steigernde und systematisch betriebene Übungen, ¶

mehr

verbunden mit zweckentsprechender Diät, zur höchsten Kraftentwicklung bringen. So giebt es einen Marsch-, Reit-, Ruder-, Schwimm-, Radfahrertraining u. s. w. Am häufigsten wird der Ausdruck Trainieren gebraucht in Bezug auf die Erziehung der Rennpferde, bei der man auf möglichst starke Ausbildung der Muskeln [* 24] und Widerstandsfähigkeit der Sehnen hinarbeitet und alles überflüssige Fett aus dem Körper entfernt. Das Hauptmittel hierzu bietet bei reichlichem Körnerfutter und wenig Heu eine scharfe Arbeit, übrigens ist für Schnelligkeitsleistungen eine ganz andere Arbeit geboten als für Dauerleistungen.

Als allgemein gültige Regel läßt sich aufstellen, daß man stets vom Leichten zum Schwerern fortschreitet, die Anstrengung niemals bis zur völligen Erschöpfung der Kräfte treibt und das Wohlbefinden (Freßlust, Nährzustand, Aussehen im Haar, [* 25] Temperament u. s. w.) sorgfältig berücksichtigt und jedem Pferd [* 26] eine individuelle Behandlung zu teil werden läßt. Der Zustand des höchsten Training kann nur für eine kurze Zeit festgehalten werden und muß dann immer wieder in einen Zustand verhältnismäßiger Ruhe übergehen. Ein auf der Höhe der Rennkondition stehendes Pferd nennt man fit, während man übertrainiert ein Pferd nennt, das durch zu viel Arbeit übermüdet die Höhe seiner Rennkondition (fitness) bereits überschritten hat. (S. auch Dressur.)

Ende Trainieren
→ weiter zu Seite 65.944: Trainregimenter ⟹ s. Train.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 941 [Suche = 65.943] im Internet seit 2005; Text geprüft am 25.5.2011; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0943

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Siehe auch:

  • 15.793 Tragopogon
  • 15.794 Tragus
  • 15.794 Tragzapfen
  • 15.794 Traille
  • 15.794 Train
  • 47.1214 TRAIN
  • 65.944 Train staff
  • 46.177 TRAINANT
  • 15.794 Trainieren
  • 48.59 Training
  • 65.944 Trainregimenter

* 26 Bilder dazu:

  • 4Asien
  • 22Berlin
  • 21Breite
  • 13Brot
  • 10Brücke
  • 18Brücken
  • 20Deutschland
  • 3Europa
  • 8Gehör
  • 25Haar
  • 14Hafer
  • 6Hufeisen
  • 2Kompositen
  • 7Konsole
  • 16Luftschiffahrt
  • 24Muskeln
  • 26Pferd
  • 15Pferde
  • 17Schiffsbrücken
  • 12Stab
  • 19Waffen
  • 5Wurzel
  • 9Zapfen
  • 1_Seite 65.943
  • 23_Seite 65.944
  • 11Österreich-Ungarn
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