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Titus (Gehilfe des Pau

Bild 65.873: Titus (Gehilfe des Paulus) - Tizian
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Titus# Schüler und Gehilfe des Apostels Paulus, wurde von Paulus bekehrt und als Missionsgehilfe verwendet / 107
TituskopfKopf mit kurzem Lockenhaar. / 5
Titusville(spr. teitößwĭl), Stadt im County Crawford im nordwestl. Teil des nordamerik. Staates Pennsylvani / 45
Tius. Tyr. / 3
Tiverton(spr. tiwwĕrt'n), Municipalborough in der engl. Grafschaft Devon, am Exe, mit Taunton durch / 43
Tivolidas alte Tibur (s. d.), Stadt in der ital. Provinz und im Kreis Rom, links am Teverone oder / 108
Tivoliprogrammdas von der Deutschkonservativen Partei auf ihrem 8. Dez. 1892 im Berliner Tivolisaal abgehaltenen / 38
TiwahFest der Dajak (s. d.). / 5
TiwurzelNahrungspflanze, s. Cordyline. / 4
TixtlaCiudad-Guerrero, Stadt im mexik. Staate Guerrero, in 1296 m Höhe, am Rande des Hochlandes, / 25
TizaMineral, s. Boronatrocalcit. / 4
Tizianeigentlich Tiziāno Vecellĭo (spr. wetsch-), geb. 1477 zu Pieve di Cadore im Friaul, der größte / 2121

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Titus (Gehilfe des Paulus) - Tizian


Fortsetzung: Titus, # Flavius Vespasianus, röm. Kaiser (79-81), der ältere Sohn seines Vorgängers und gleichnamigen
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Biograph Sueton. Zu einer vollen Beurteilung des Regenten reicht freilich die kurze Regierungszeit nicht aus. Unstreitig war Titus ein tüchtiger Soldat und ein feingebildeter, liebenswürdiger Mensch, daneben finden sich aber Züge von Willkür, Härte, Verschwendungssucht, die vermutlich bei längerm Leben und Regieren noch mehr zum Durchbruch gekommen wären. -

Vgl.   Beulé, Titus und seine Dynastie (deutsch von Döhler, Halle [* 2] 1875).

Titus,

Schüler und Gehilfe des Apostels Paulus, wurde von Paulus bekehrt und als Missionsgehilfe verwendet. Titus begleitete Paulus auf der Reise nach Jerusalem [* 3] zum Apostelkonvent. Später, als Paulus sich von seinen ältern Genossen, Barnabas und Markus, getrennt hatte, unterstützte er den Apostel bei der Leitung der kleinasiat., macedon. und griech. Gemeinden. Nach dem im Neuen Testament enthaltenen Briefe an ihn hätte er später im Auftrage des Paulus die christl. Gemeinden auf Kreta organisiert, daher ihn die Tradition zum ersten Bischof von Kreta macht. Indessen ist der Brief wie die andern Pastoralbriefe (s. d.) unecht. -

Vgl.   Lipsius, Die apokryphen Apostelgeschichten und Apostellegenden, Bd. 2, 2. Hälfte (Braunschw. 1884).

Tituskopf,

Kopf mit kurzem Lockenhaar.

Titusville

(spr. teitößwĭl), Stadt im County Crawford im nordwestl.

Teil des nordamerik. Staates Pennsylvanien, am Oil Creek (Ölbach), hat (1890) 8073 E. Seit 1859 ist Titusville Mittelpunkt eines der Hauptöldistrikte;

Röhrenleitungen gehen bis zum Atlantischen Ocean.

Außer Petroleumraffinerien sind chem. Fabriken, Maschinen- und Kesselwerke vorhanden.

Tiu,

s. Tyr. ^[= der altnordische Name eines Gottes, der althochdeutsch Ziu oder Zio, angelsächs. hieß. ...]

Tiverton

Devonische Formation

Bild 4.916a: Devonische Formation
* 4 Devon.

(spr. tiwwĕrt'n), Municipalborough in der engl. Grafschaft Devon, [* 4] am Exe, mit Taunton durch den Westernkanal verbunden, an zwei Linien der Great-Western-Bahn, zählt (1891) 10 892 E. und hat eine got. Kirche (15. Jahrh.), eine Lateinschule (1599);

Eisengießerei, [* 5] Wollzeugweberei und eine große Spitzenfabrik.

Tivoli,

das alte Tibur (s. d.), Stadt in der ital. Provinz und im Kreis [* 6] Rom, [* 7] links am Teverone oder Anio (Aniene), 24 km im ONO. von Rom, an der Eisenbahn Rom-Solmona-Castellammare-Adriatico und einer Dampfstraßenbahn nach Rom, ist Bischofssitz, eng gebaut und hat (1881) 9730, als Gemeinde 10 297 E., viele Reste aus dem Altertum (s. Tibur und Tafel: Römische Kunst [* 8] II, [* 1] Fig. 2), ein von Pius II. angelegtes Kastell, die 1549 von Pirro Ligorio im Renaissancestil erbaute prächtige Villa d'Este mit herrlichem Garten, [* 9] eine Eisenfabrik und das Betriebswerk der elektrischen Stadtbeleuchtung in der sog. Villa des Mäcenas, den öffentlichen Garten Garibaldi und die berühmten Wasserfälle des Teverone (s. Anio).

Tivoliprogramm,

das von der Deutschkonservativen Partei auf ihrem 8. Dez. 1892 im Berliner [* 10] Tivolisaal abgehaltenen Parteitag aufgestellte neue Programm, worin der Sieg der extrem-konservativen (Kreuzzeitungs-)Richtung über die gemäßigtere zum Ausdruck gelangte und zugleich dem Antisemitismus Konzessionen gemacht wurden.

Tiwah,

Fest der Dajak (s. d.). ^[= der Name der nicht-mohammed. Eingeborenen der Insel Borneo (s. d.). Die D. zeigen in ihrer Körper-, ...]

Tiwurzel,

Nahrungspflanze, [* 11] s. Cordyline.

Tixtla,

Ciudad-Guerrero, Stadt im mexik.

Staate Guerrero, in 1296 m Höhe, am Rande des Hochlandes, nördlich von der jetzigen Hauptstadt Chilpancingo, hat etwa 6000 E.

Tiza,

Mineral, s. Boronatrocalcit. ^[= auch Ulexit, Hydroboracit, Hayesin, Borocalcit, Boraxkalk, Tinkalcit, afrikanischer Rhodicit ...]

Tizian,

Venedig

Bild 16.74a: Venedig
* 12 Venedig.

eigentlich Tiziāno Vecellĭo (spr. wetsch-), geb. 1477 zu Pieve di Cadore im Friaul, der größte Meister der venet. Malerschule, war wie Palma Vecchio und Giorgione aus der Schule des Giovanni Bellini hervorgegangen. Seine öffentliche Wirksamkeit begann er in Gemeinschaft mit Giorgione, indem er bei der Ausschmückung des im Anfang des 16. Jahrh. wieder neu aufgebauten Kaufhauses der Deutschen (Fondaco dei Tedeschi) am Canale Grande in Venedig [* 12] mit beschäftigt wurde; doch ist von den 1507-8 ausgeführten Malereien leider fast nichts übriggeblieben. Es folgte dann eine Reihe von Madonnenbildern und sog. Heiligen Konversationen und als Meisterwerk seiner Jugendperiode: Der Zinsgroschen (Galerie zu Dresden; [* 13] hierzu Chromotafel), worin sich Hoheit der Auffassung und Tiefe der Charakteristik mit gediegener Schönheit des malerischen Vortrags verbinden. 1511 erhielt Tizian einen größern Auftrag und zwar für Padua, [* 14] wo er unter anderm in der Scuola del Santo [* 15] unter Beteiligung des Domenico Campagnola einen Cyklus von Fresken zur Legende des heil. Antonius ausführte, Malereien, welche bei großen koloristischen Vorzügen doch den eigentlich monumentalen Stil vermissen lassen.

Pflanzenvariationen (S

Bild 18.724: Pflanzenvariationen (Sippenbildung bei Erophila)
* 16 Porträte.

Sein Können lag aber auch mehr auf dem Gebiete der Staffeleimalerei; das zeigte sich zunächst an dem Altarbild zur Verherrlichung des Markus, des Schutzheiligen der Republik Venedig (jetzt in Sta. Maria della Salute). Gleichzeitig begann seine Thätigkeit als Porträtmaler, die ihm Gelegenheit gab, diesen Zweig der Malerei zu einer bis dahin nicht erreichten Höhe zu erheben. Wenn auch die meisten der Dogenbildnisse T.s beim Brande des Markuspalastes 1577 zu Grunde gegangen sind, haben sich doch zahlreiche andere Porträte [* 16] von seiner Hand [* 17] erhalten, welche zu den größten Leistungen ihrer Gattung geboren. Auch wurde ihm Anteil (s. Tintoretto) an den Wandmalereien im Saale des Großen Rates des Dogenpalastes eingeräumt, wo in Ölgemälden die Ruhmesthaten der Republik verherrlicht werden sollten; jedoch ist alles, was Tizian dort gemalt hat, durch Brände zerstört worden.

Von der gesamten geistigen und polit. Aristokratie Venedigs, namentlich aber von den Höfen der Este in Ferrara [* 18] und der Gonzaga in Mantua, [* 19] wurde ihm jetzt große Verehrung entgegengebracht. Für den Herzog Alfonso I. von Ferrara (s. Este) komponierte er um 1520 Bilder aus dem Dionysosmythus und aus dem Kultus der Venus (Bacchanal und Verehrung der Venus durch Liebesgötter, sog. Venusfest, beide im Pradomuseum zu Madrid), [* 20] welche eine meisterhafte Darstellung des Gegenstandes mit dem Reiz übermütiger Lebensfrische verbinden.



Tizian

Bild 65.874: Tizian
* 21 Seite 65.874.

Fast zu derselben Zeit war Tizian mit einer Anzahl Kompositionen religiösen Inhalts beschäftigt, unter denen die 1518 für den Hochaltar der Kirche Sta. Maria dei Frari vollendete Himmelfahrt Mariä (sog. Assunta; jetzt in der Akademie zu Venedig; gestochen von N. Schiavoni) als die bedeutendste hervorragt. Durch dieses Werk begründete er einen neuen kirchlichen Monumentalstil, der durch die Macht der Farbe und des Lichts eine übernatürliche Wirkung hervorbringt. Ein ebenso großartiges Erzeugnis dieses Stils ist die sog. Madonna des Hauses Pesaro, ein Votivbild der Familie dieses Namens, in Sta. Maria dei Frari zu Venedig, von 1526. Gleichzeitig entstanden daneben jene Gemälde, welche der Verherrlichung der Frauenschönheit gewidmet ¶

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sind. Im Wetteifer mit Palma Vecchio und Pordenone lieferte er 1530 das Bild: Tod des Petrus Martyr für die Kirche San Giovanni e Paolo, welches 1867 verbrannte. Zur erhabenen Auffassung des Vorgangs gesellte sich hier aufs wirkungsvollste das Gefühl für die landschaftliche Schönheit und ihre bedeutsame Verwendung im Historienbilde. Daneben enthüllen Gemälde, wie die Grablegung Christi (um 1523 für den Herzog von Mantua gemalt, jetzt im Louvre) oder die heilige Jungfrau mit dem Kaninchen [* 22] (sog. Madonna del Coniglio; 1530, im Louvre), die Macht und Unerschöpflichkeit seiner Palette, während andere Kompositionen, wie die Darstellung Maria im Tempel [* 23] (Akademie zu Venedig), bei aller Größe noch durch ein gemütvoll genrehaftes Motiv ausgezeichnet sind.

Vatikan

Bild 66.184: Vatikan
* 24 Vatikan.

Von Wichtigkeit für T.s Stellung im Leben war sein Verhältnis zu dem Schriftsteller Pietro Aretino, der wirkliches Verständnis für T.s Kunst hatte und sich zum Herold seines Ruhmes machte. Entscheidend aber wurde die Huld, die Kaiser Karl V. dem Meister entgegenbrachte. Er erteilte Tizian das ausschließliche Vorrecht, sein Bildnis zu malen, und bekräftigte die hohe Meinung von dessen Kunst durch Erteilung des Adelsbriefs und Erhebung in den Pfalzgrafenrang (1533). Die Folge war, daß nun alle einflußreichen Großen wetteifernd den Maler auszeichneten. Am inhaltsvollsten wurde sein Verhältnis zum Herzogspaar von Urbino, ausgiebiger gestalteten sich die Beziehungen zu Ippolito de' Medici, Davalos, den Granvella u. a. Als eine der Epochen seines Lebens betrachtete Tizian selbst den Aufenthalt in Rom 1515, wo er als Gast des Papstes Paul III. im Vatikan [* 24] wohnte.

Von belebender Wirkung für ihn war hier der Verkehr mit Michelangelo und seinen Gesinnungsgenossen sowie die Bekanntschaft mit den Werken Raffaels. 1518 und 1550 porträtierte er in Augsburg [* 25] die Mehrzahl der zu dem großen Reichstage versammelten Fürsten und hohen Würdenträger. In den letzten Jahren hat er vorwiegend für König Philipp II. von Spanien [* 26] gearbeitet. Die noch zahlreich in Madrid bewahrten Werke (40 im Pradomuseum) verraten allerdings stellenweise ein Sinken seiner künstlerischen Kraft [* 27] und sind überdies in der Mehrheit Wiederholungen, teilweise mit Veränderungen, bei denen seine Schüler mit thätig waren.

Bregthalbahn - Bremen

Bild 67.215: Bregthalbahn - Bremen [unkorrigiert]
* 28 Breite.

Zur Beurteilung des Alterstils T.s kommen daher vor allem in Betracht die zwischen 1540 und 1550 ausgeführten Deckengemälde (jetzt in Sta. Maria della Salute zu Venedig), Darstellungen alttestamentlicher Vorgänge, die an Wucht mit der [* 21] Figurenbildung Michelangelos wetteifern und vollkommene Meisterschaft der Verkürzung mit jener Breite [* 28] des malerischen Vortrags verbinden, die für die monumentale Dekorationsmalerei der spätern Venetianer vorbildlich wurde.

Aus dem 80. Jahre T.s stammt das große im Dogenpalast befindliche Votivbild zum Gedächtnis des Dogen Antonio Grimani (gest. 1523), genannt La Fede, d. i. der Glaube, und noch später entstanden Werke wie die Dornenkrönung Christi (um 1560), die Venus del Pardo, d. i. Jupiter und Antiope (1571; letztere beide jetzt im Louvre), ein Votivbild zum Gedächtnis des Sieges bei Lepanto (1571), außerdem eine Reihe von Bildnissen, unter denen sein eigenes und das seiner Tochter Lavinia am meisten fesseln. T.s Haus bei Biri Grande wurde von allen hervorragenden Männern besucht, die Venedig berührten. Bis ins 99. Lebensjahr war er thätig; er erlag 27. Aug. 1570 der Pest. Sein 1852 von Kaiser Ferdinand I. errichtetes kolossales Grabdenkmal aus weißem Marmor befindet sich in Sta. Maria dei Frari zu Venedig; sein Bronzestandbild zu Pieve di Cadore (modelliert von Dal Zotto) wurde 1880 enthüllt.

Wien

Bild 16.600a: Wien
* 30 Wien.

Eine Fülle grandioser Schöpfungen ist es, die dem Pinsel des Meisters während dessen langer Lebenszeit entstammt. Seine Kompositionen sind von einer wahrhaft großen Auffassung und ruhig schönen Abgemessenheit, die Gestalten von lauterer, anmutiger Schönheit und von einer wunderbaren Kraft und Tiefe des Ausdrucks, die Farbengebung ist breit, glutvoll und durch den Glanz des goldigen Lichts zu unübertrefflicher Harmonie verschmolzen. Von seinen Darstellungen religiösen Inhalts sind außer den oben erwähnten noch hervorzuheben die Jugendwerke: Zigeunermadonna, d. i. Maria mit dem auf einer Steinbrüstung stehenden Jesuskinde (gestochen von J. L. Raab), [* 29] Kirschenmadonna, d. i. Maria mit dem Jesuskinde und Johannes, der der heiligen Jungfrau Kirschen und Erdbeerblüten reicht, nebst dem heil. Zacharias und Joseph, Maria mit dem Kinde und den heil. Hieronymus, Stephan und Georg (sämtlich im Hofmuseum zu Wien; [* 30] letzteres wiederholt mit geringen Veränderungen im Louvre zu Paris); [* 31] sodann: Maria Heimsuchung (Venedig, Akademie), Heilige Familie mit anbetenden Hirten (London, [* 32] Nationalgalerie), Christus erscheint der Maria Magdalena (ebenda).

Aus der mittlern Zeit: Auferstehung Christi (in fünf Abteilungen; 1522, in San Nazzaro e Celso zu Brescia), Madonna von San Niccolo (1523 vollendet; jetzt in der Vatikanischen Galerie zu Rom), Verkündigung (1525; Scuola di San Rocco zu Venedig), Heiliger Hieronymus (um 1533; Paris, Louvre);

aus dem letzten Drittel seines Schaffens: das berühmte große Eccehomo-Bild von 1513 (für die Familie d'Anna in Venedig gemalt, dann bis 1618 im Besitz des Herzogs von Buckingham, jetzt im Hofmuseum zu Wien), ein Hauptwerk von packender Wirkung und prächtiger Farbenharmonie;

ferner Himmelfahrt Mariä (um 1513; im Dom zu Verona), [* 33] Ausgießung des heil. Geistes (1513; in Sta. Maria della Salute zu Venedig), Christus und die beiden Jünger in Emmaus (1517; Paris, Louvre), Marter des heil. Laurentius (eins der bedeutendsten Altarblätter, 1558; in Gesuiti zu Venedig), Der heil. Hieronymus in schöner Waldlandschaft (um 1560; Mailand, [* 34] Brera), Verkündigung Mariä (1560; San Salvatore zu Venedig), das große Gloriabild, d. i. Die heilige Dreifaltigkeit mit der Jungfrau Maria und der Familie Kaiser Karls V. (Pradomuseum in Madrid), Grablegung Christi (ebenda; veränderte Wiederholungen im Hofmuseum zu Wien und in der Eremitage zu Petersburg), [* 35] Ehebrecherin vor Christus (letzterer in Typus und Geberde wie im «Zinsgroschen»; Hofmuseum zu Wien); endlich als die letzten Bilder: Der heil. Sebastian (Eremitage zu Petersburg) und Die Kreuzabnahme Christi (unvollendet; Akademie zu Venedig).

Mit besonderer Vorliebe wählte Tizian Stoffe aus der griech. Mythologie für seine Bilder, da er hier mehr als anderswo Gelegenheit fand, seine Meisterschaft in der Wiedergabe der sinnlichen Schönheit der menschlichen Gestalt zu üben. Zu den frühesten Darstellungen dieser Gattung gehört das 1514 für den Herzog von Ferrara gemalte Bild: Bacchus und Ariadne (jetzt in der Londoner Nationalgalerie);

sodann ist zu nennen: Diana ¶

Fortsetzung Tizian:
→ weiter zu Seite 65.875 || deckt den Fehltritt der Kallisto (in Madrid; Wiederholungen in Wien und in der Bridgewater-Galerie
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 871 [Suche = 65.873] im Internet seit 2005; Text geprüft am 3.7.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0873

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