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Tippu Sahib - Tirano

Bild 65.860: Tippu Sahib - Tirano
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Überblick der Artikel
15 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Tippu Sahibs. Tipu Sāhib. / 5
Tippu Tips. Tippo Tip. / 5
Tipton(spr. tippt'n), Stadt in der engl. Grafschaft Stafford, westlich von Wednesbury bei Dudley, / 39
Tipula oleraceas. Kohlschnake. / 4
Tipulidaes. Schnaken. / 3
Tipu Sahiboder Tipu Sultan, Sultan von Maisur, Sohn Haidar Alis (s. d.), geb. 19. Nov. 1749, bestieg 1782 / 531
Tipu Sultans. Tipu Sāhib. / 5
Tique-Caraputo(Amblyomma americanum L. oder nigua Degeer, Niguazecke, eine 2-3 mm lange, rotbraune, berüchtigte / 38
TirabequePseudonym, s. Lafuente, Modesto. / 5
Tiraboschi(spr. -boski), Girolamo, ital. Litterarhistoriker, geb. 18. Dez. 1731 zu Bergamo, wurde im Jesuitenk / 134
Tirabzons. Trapezunt. / 3
Tirade(vom ital. tirare, d. i. ziehen), in der Musik eine Verzierung, die zwischen zwei Tönen die / 42
Tirailleure(frz., spr. -răjöhre), Schützen, die in der zerstreuten Ordnung kämpfenden Mannschaften / 16
Tiraillieren(frz., spr. -răjieren), soviel wie in zerstreuter Ordnung fechten. (S. auch Schützen.) / 13
TiranoStadt in der ital. Provinz und im Kreis Sondrio, im Veltlin, 450 m ü. d. M., links an der Adda, / 76

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Tippu Sahib - Tirano


Fortsetzung: Tippo Tip, westlich vom Kongo Mutschi-Pula oder Tupa-Tupa genannt, auch Tippu Tip, eigentlich Hamed bin
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beigegeben. Die Hauptstation Tippo Tips ist im Kasongoreich am rechten Ufer des Lualaba; außer zahlreichen kleinen Posten besitzt derselbe oberhalb der Stanleyfälle noch die Station Kibonge, und an der Mündung des Lira in den Lualaba die Station Riba Riba, wo er durch Anlage von Pflanzungen sich auch als Verbreiter der Kultur erweist.

Tippu

Sahib, s. Tipu Sāhib. ^[= oder Tipu Sultan, Sultan von Maisur, Sohn Haidar Alis (s. d.), geb. 19. Nov. 1749, bestieg 1782 ...]

Tippu

Tip, s. Tippo Tip. ^[= westlich vom Kongo Mutschi-Pula oder Tupa-Tupa genannt, auch eigentlich Hamed bin ...]

Tipton

(spr. tippt'n), Stadt in der engl. Grafschaft Stafford, westlich von Wednesbury bei Dudley, Station der Great-Western- und der London and [* 2] North-Western-Bahn, hat (1891) 29 314 E.;

Kohlen- und Eisenbergwerke, Eisengießerei, [* 3] Dampfkesselfabriken, Nagelschmieden und Fabrikation von Mennige und Bleiweiß. [* 4]

Tipula

oleracea, s. Kohlschnake.

Tipulidae,

s. Schnaken.

Tipu

Thrombus - Thugut

Bild 15.676: Thrombus - Thugut
* 5 Thron.

Sahib oder Tipu Sultan, Sultan von Maisur, Sohn Haidar Alis (s. d.), geb. 19. Nov. 1749, bestieg 1782 den Thron [* 5] seines Vaters. Er hatte 88000 Mann im Felde stehen und zog mit ungeheuerer Übermacht gegen die Engländer unter Matthews und zwang ihn, sich im April 1783 zu Bednur zu ergeben. Nach hartnäckiger Belagerung fiel auch Mangalur in Hände. Inzwischen Tipu SahibInzwischen hatten die Engländer ein Bündnis mit den Mahratten geschlossen, infolgedessen sich den der Friede von Versailles [* 6] auch der franz. Unterstützung beraubt hatte, durch den Frieden zu Mangalur 11. März 1784 unterwerfen mußte. nahm 1786 den Titel Padischah an, befahl, die alte Hauptstadt Maisur samt der Burg abzutragen, zwang die Bewohner, nach Srirangapattan überzusiedeln, richtete die Hofhaltung auf das glänzendste ein und trachtete sein Heer bis auf 200.000 Mann zu verstärken. In seinem religiösen Fanatismus als Mohammedaner überbot er noch seinen Vater und führte den «heiligen Krieg» gegen die Hindu mit größtem Nachdruck fort, während er einen großen mohammed. Staatenbund anstrebte und sich deshalb nach Sindh, Kabul, Belutschistan und Konstantinopel [* 7] wandte.

Indessen harrten die Briten nur auf eine Gelegenheit zu einem neuen Kriege, welche sich ihnen in Angriff auf Tipu Sahibauf Trawankur (Dez. 1789) darbot. Nachdem Lord Cornwallis 1790 ein Schutz- und Trutzbündnis mit den frühern Verbündeten dem Tipu Sahibdem Peschwa der Mahratten (s. d.) und dem Nisam Ali des Dekan geschlossen hatte, begann der Krieg. leistete tapfern Widerstand, verlor jedoch mehrere Plätze in Maisur, infolgedessen Cornwallis und Abercromby bis Srirangapattan vorrückten, unter dessen Mauern sich der Sultan 19. März 1792 der feindlichen Übermacht fügen mußte. Er verlor die Hälfte seiner Länder, zahlte 33 Mill. Rupien, gab die Gefangenen und gewaltsam Übergesiedelten frei und stellte zwei seiner Söhne als Geiseln.

Persien

Bild 12.865a: Persien
* 8 Persien.

Als 1795 der Titularradscha von Maisur, Tscham-Radsch, welcher in seinem Palast gefangen gehalten worden war, gestorben, vertrieb dessen Familie und beraubte sie ihres Eigentums. In seiner Erbitterung gegen die Briten suchte andere ind. Mächte gegen England aufzuwiegeln, unterhandelte mit Persien [* 8] und rüstete im geheimen. Er sandte Boten nach Mauritius und Briefe an das Direktorium in Paris [* 9] (1797), worin er Frankreich einen Freundschaftsbund anbot, der gern angenommen wurde.

Der unerwartete Einfall der Franzosen in Ägypten [* 10] (1798) setzte die Briten in die größten Besorgnisse. Sie beschlossen daher, als die Einstellung der Rüstungen [* 11] verweigerte, dem Angriff zuvorzukommen und erklärten 22. Febr. 1799 den Krieg. Zwei Heere, verstärkt durch Hilfstruppen des Nisam, rückten in Maisur ein und schlugen unweit Srirangapattan in zwei Treffen, 6. März bei Sidasir und 27. März bei Malaveli. Der Sultan zog sich nach Srirangapattan zurück, welches 4. Mai mit Sturm genommen wurde. wiederholt von Kugeln getroffen, kämpfte bis zum letzten Atemzug. Aus Politik teilten die Briten das Reich Maisur (s. d.) mit ihrem Bundesgenossen, dem Nisam des Dekan. Familie Tipu SahibFamilie wurde die Festung [* 12] Wellur in Karnatak zum Wohnort und eine Pension angewiesen. Urenkel, Tipu SahibUrenkel, Prinz Farruch Schah, gehört heute zu den angesehensten Notabeln Kalkuttas.

Vgl.   Michaud, Histoire des progrès et de la chute de l'empire Mysore sous le règne de Hyder Aly et Tippoo Saib (2 Bde., Par. 1801);

The history of Tippoo Sultan, written by Mir Hussain Ali Khan (übersetzt von Miles, Lond. 1844).

Tipu

Sultan, s. Tipu Sāhib. ^[= oder Sultan von Maisur, Sohn Haidar Alis (s. d.), geb. 19. Nov. 1749, bestieg 1782 ...]

Tique-Caraputo

(Amblyomma americanum L. oder nigua Degeer, Niguazecke, eine 2-3 mm lange, rotbraune, berüchtigte Zecke Südamerikas, die in den Wäldern sehr häufig ist und dadurch, daß sie sich an Menschen und Tieren, besonders Pferden festsaugt, sehr lästig wird.

Tirabeque,

Pseudonym, s. Lafuente, Modesto.

Tiraboschi

Mailand (Stadtteile, P

Bild 11.110: Mailand (Stadtteile, Plätze etc., Bauwerke)
* 13 Mailand.

(spr. -boski), Girolamo, ital. Litterarhistoriker, geb. 18. Dez. 1731 zu Bergamo, wurde im Jesuitenkolleg zu Monza gebildet, trat in den geistlichen Stand und lehrte in Mailand [* 13] und Novara an niedern Schulen, bis er den Lehrstuhl der Rhetorik an der Brera zu Mailand erhielt. Dann wurde er Bibliothekar bei dem Herzog Franz III. von Modena und starb auf seinem Landgute bei Modena 3. Juni 1794. Sein Hauptwerk ist die berühmte «Storia della letteratura italiana» (13 Bde., Modena 1772-81; 2. Ausg., 16 Bde., 1787-93; vorzüglichste Ausg., 16 Bde., Mail. 1822-26; deutsch im Auszuge von Jagemann, 5 Bde., Lpz. 1777-81). Das Werk reicht von den Anfängen wissenschaftlicher Bildung bis 1700. Unter T.s übrigen Werken sind die «Biblioteca modenese» (6 Bde., Modena 1781-86) und die «Memorie storiche modenesi» (4 Bde., ebd. 1793; mit seinem Urkundenbuche) zu nennen.

Tirabzon,

s. Trapezunt. ^[= (Trabezon, Trabizun, Trebisond, türk. Tarábosan oder Tarábusun), Hauptstadt eines ...]

Tirade

(vom ital. tirare, d. i. ziehen), in der Musik eine Verzierung, die zwischen zwei Tönen die dazwischen liegenden Noten durchläuft. Tirade ist auch die Bezeichnung für einen längern deklamationsartigen Worterguß, oft mit dem Nebensinn des Phrasenhaften.

Über den Tiradenreim, s. Reim.

Tirailleure

(frz., spr. -răjöhre), Schützen, die in der zerstreuten Ordnung kämpfenden Mannschaften der Infanterie (s. Schützen).

Tiraillieren

(frz., spr. -răjieren), soviel wie in zerstreuter Ordnung fechten. (S. auch Schützen.)

Tirano,

Stadt in der ital. Provinz und im Kreis [* 14] Sondrio, im Veltlin, 450 m ü.

d. M., links an der Adda, hat (1881) 3119, als Gemeinde 5870 E., Paläste (meist aus dem 16. Jahrh.) der Visconti, Pallavicini, Salis, Torelli, Kirche San Martino;



Handel mit Seide [* 15] und Wein. 1½ km nordwestlich in einem kleinen Ort die großartige Wallfahrtskirche Madonna di Tirano (16. Jahrh.), links am Poschiavo, am Eingang in das schweiz. Puschlavthal, den südlichsten Teil des Kantons Graubünden. ¶


Tirol und Vorarlberg

Bild 65.860a: Tirol und Vorarlberg
* 16 Seite 65.860a.


Tirard - Tiro

Bild 65.861: Tirard - Tiro
* 18 Seite 65.861.
 

Tirol [* 17] und Vorarlberg. ¶

Ende Tirano
→ weiter zu Seite 65.861: Tirard ⟹ (spr. -rahr), Pierre Emanuel, franz. Politiker, geb. 27. Sept. 1827 zu Genf, lernte die Goldarbeiter
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 858 [Suche = 65.860] im Internet seit 2005; Text geprüft am 5.6.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0860

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Siehe auch:

  • 15.719 Tippu Sahib
  • 15.719 Tippu-Tipp
  • 15.719 Tipton
  • 15.719 Tipuani
  • 15.719 Tipula
  • 15.719 Tiraboschi
  • 15.719 Tirade
  • 46.137 TIRADELZA
  • 15.719 Tirailleure
  • 15.719 Tirano

* 18 Bilder dazu:

  • 4Bleiweiß
  • 3Eisengießerei
  • 12Festung
  • 7Konstantinopel
  • 14Kreis
  • 2London
  • 13Mailand
  • 9Paris
  • 8Persien
  • 11Rüstungen
  • 15Seide
  • 5Thron
  • 17Tirol
  • 6Versailles
  • 1_Seite 65.860
  • 18_Seite 65.861
  • 10Ägypten
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