☰

eLexikon

Bewährtes Wissen in aktueller Form

Main

Thujopsis - Thümmel

Bild 65.809: Thujopsis - Thümmel
Seite 65.809.
<
Überblick der Artikel
11 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
ThujopsisSieb. et Zuck., Pflanzengattung aus der Familie der Nadelhölzer (s. d.), Abteilung der Cupressineen / 42
Thulebei den Alten eine Insel oder Inselgruppe im nordwestlichen europ. Ocean, von der zuerst Pytheas / 82
Thulium(chem. Zeichen Tm), noch zweifelhaftes und mangelhaft untersuchtes, dem Ytterbium nahestehendes / 14
ThumStadt in der Amtshauptmannschaft Annaberg der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, im Erzgebirge, / 71
Thümhinter lat. Pflanzennamen Abkürzung für Baron Felix von Thümen, einen österr. Mykologen, / 45
ThumannPaul, Maler, geb. 5. Okt. 1834 in Tzschacksdorf in der Lausitz, erhielt seine Bildung seit 1853 / 208
ThumenicusSohn des Arminius (s. d.). / 5
ThümenBotaniker, s. Thüm. / 4
Thumer SteinThumīt, Mineral, s. Axinit. / 6
Thümmel# Friedrich Wilhelm, evang. Theolog, geb. 6. Mai 1856 zu Barmen, studierte in Bonn und Leipzig, / 232
Thümmel _2# Mor. Aug. von, Schriftsteller, geb. 27. Mai 1738 auf dem Rittergut Schönefeld bei Leipzig, / 262

Seite 65.809

Thujopsis - Thümmel


Fortsetzung: Thuja, (oder Thuya L.), Lebensbaum, Gattung einhäusiger Sträucher und Bäume aus der Familie der
mehr

oberseits glänzend dunkelgrün, unterseits heller. Thuja orientalis L. (Biota orientalis Endl.), der morgenländische Lebensbaum, ist in Japan [* 2] und China heimisch und unterscheidet sich von Thuja occidentalis hauptsächlich durch die Fruchtzapfen und die Verzweigung in senkrecht und radial gestellten Ebenen. Er ist in Deutschland [* 3] nicht überall und nicht in allen seinen Formen winterhart, wird 6-8 m hoch und ist von pyramidalem Wuchs. Von den vielen von ihm stammenden Spielarten ist eine der schönsten aber gegen Winterkälte am empfindlichsten var. aurea, von niedrigem, kugeligem Wuchs und prächtig gelbgrüner Belaubung. Dagegen hat sich var. elegantissima als eine der winterhärtesten bewährt, die sich durch einen scharf pyramidalen Wuchs und goldgelbe Färbung auszeichnet. Außerdem sind in Bezug auf Farbe der Nadeln [* 4] und Habitus bemerkenswert die Spielarten var. argentea, glauca, variegata, compacta, filiformis u. a. m.

Thujopsis

Nadaud - Nadeln

Bild 62.147: Nadaud - Nadeln
* 5 Nadelhölzer.

Sieb. et Zuck., Pflanzengattung aus der Familie der Nadelhölzer [* 5] (s. d.), Abteilung der Cupressineen, von der nahe verwandten durch die fünfsamigen Zapfenschuppen unterschieden.

Th. dolabrata Koch (s. Tafel: Schutzmittel der Pflanzen, [* 1] Fig. 2, Bd. 17) aus Japan ist bei uns häufig Zierbaum.

Thule,

bei den Alten eine Insel oder Inselgruppe im nordwestlichen europ. Ocean, von der zuerst Pytheas (s. d.) den Griechen eine noch ziemlich dunkle Kunde zugebracht hatte, und die seitdem als das nördlichste Stück der bewohnten Erde betrachtet wurde (daher ultima Thule genannt). Der Name, der bei den röm. Dichtern öfters zur Bezeichnung des äußersten Nordens überhaupt gebraucht wird, ist ohne Zweifel auf die Shetlandinseln zu beziehen. -

Vgl.   Müllenhoff, Deutsche [* 6] Altertumskunde, Bd. 1 (2. Aufl., Berl. 1890).

Thule heißt auch der 279. Planetoid.

Thulium

(chem. Zeichen Tm), noch zweifelhaftes und mangelhaft untersuchtes, dem Ytterbium nahestehendes chem. Element.

Thum,

Anna Amalia (Herzogin

Bild 51.657: Anna Amalia (Herzogin von Sachsen-Weimar) - Annahme an Kindesstatt
* 7 Annaberg.

Stadt in der Amtshauptmannschaft Annaberg [* 7] der sächs. Kreishauptmannschaft Zwickau, [* 8] im Erzgebirge, in 512 m Höhe, am nördl. Fuß des Granitfelsens Greifenstein (731 m), an der Nebenlinie Thum-Oberherold (1,9 km) der Sächs.

Staatsbahnen, [* 9] hat (1895) 4134 E., darunter 33 Katholiken, Post, Telegraph, [* 10] Fernsprecheinrichtung, Vorschußverein, Sparkasse, zwei Wasserleitungen;

Fabrikation von Strumpfwaren, Posamenten, Cigarren, Sprit und Liqueur, je zwei Färbereien und Gerbereien, Brauerei, Mühlen, [* 11] Sägewerke, Kram- und Viehmärkte. Thum wird als Sommerfrische besucht.

Thüm.,

hinter lat. Pflanzennamen Abkürzung für Baron Felix von Thümen, einen österr.

Mykologen, geb. 6. Febr. 1839 zu Dresden, [* 12] gest. 13. Okt. 1892 zu Schönau bei Teplitz. Er war längere Zeit Adjunkt an der Versuchsstation zu Klosterneuburg, schrieb über Pilze [* 13] und gab umfangreiche Pilzsammlungen heraus.

Thumann,

Berlin-Dresdener Eisen

Bild 52.817: Berlin-Dresdener Eisenbahn - Berliner Handels-Gesellschaft
* 14 Berliner.

Paul, Maler, geb. 5. Okt. 1834 in Tzschacksdorf in der Lausitz, erhielt seine Bildung seit 1853 an der Berliner [* 14] Akademie, dann bei Hübner in Dresden, arbeitete 1860-63 als Illustrator in Leipzig [* 15] und vollendete bei Pauwels in Weimar [* 16] seine Ausbildung. Hier erhielt er 1866 die Professur an der Kunstschule, die er niederlegte, um 1872 nach Dresden und 1875 als Professor an die Akademie in Berlin [* 17] zu gehen. Im Anfange machte sich Thumann durch seine Illustrationen bekannt, die (etwa 3000) teils als Beiträge, teils als geschlossene Werke erschienen sind: Auerbach-Kalender, Spinnstube, Enoch Arden, zu Chamissos «Frauenliebe und -Leben» (1879),

Hamerlings «Amor und Psyche» (1882),

Jul. Wolffs «Rattenfänger von Hameln», [* 18] Vaterunser. Als Maler trat er mit der 1871 gemalten Trauung Luthers auf, der fünf Bilder aus dem Leben des Reformators für die Wartburg folgten. Mit Ausnahme von zwei Monumentalmalereien in der Aula des Gymnasiums zu Minden, [* 19] Rückkehr Hermanns des Cheruskerfürsten nach der Teutoburger Schlacht und Taufe Widukinds (1883 und 1884), gehören seine spätern Schöpfungen dem antiken oder idealen Genre an; so: Unaufmerksame Schülerin, Liebesfrühling, Die Parzen, Psyche am Wasser, Die Sirenen, Kunst bringt Gunst u. a. Daneben malte er eine Anzahl Bildnisse und weibliche Studienköpfe. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Italien [* 20] kehrte er 1891 nach Berlin an die Akademie als Lehrer zurück.

Thumenicus,

Sohn des Arminius (s. d.). ^[= # (der Name wird vielfach, aber mit Unrecht, für die röm. Form von "Hermann" gehalten ...]

Thümen,

Botaniker, s. Thüm. ^[= hinter lat. Pflanzennamen Abkürzung für Baron Felix von einen österr. Mykologen, ...]

Thumer

Stein, Thumīt, Mineral, s. Axinit. [* 21]

Thümmel,

Köln

Bild 9.945a: Köln
* 28 Köln.

Friedrich Wilhelm, evang. Theolog, geb. 6. Mai 1856 zu Barmen, [* 22] studierte in Bonn [* 23] und Leipzig, wurde 1879 Hilfsprediger in Geldern, dann in Lohne bei Soest, [* 24] 1881 Pfarrer in Geldern, 1884 in Remscheid. [* 25] Infolge einer derben, aber in der Weise des Heidelberger Katechismus gehaltenen Kritik der kath. Lehre [* 26] von der Transsubstantiation wurde Thümmel 1886 auf Grund des §. 166 des Deutschen Strafgesetzbuches zu drei Wochen Gefängnis verurteilt und die nach Abbüßung der Strafe von ihm veröffentlichte scharfe Rechtfertigungsschrift «Rhein. Richter und röm. Priester» (Barm. 1887; 2. Aufl. 1888) zog ihm seitens des Landgerichts zu Elberfeld, und nach Aufhebung dieses Urteils durch das Reichsgericht, seitens des Landgerichts zu Cassel eine weitere Verurteilung zu. Ein im Juni 1888 auf einer Versammlung des «Evangelischen Bundes» zu Solingen [* 27] in einer evang. Kirche gehaltener Vortrag (gedruckt in 6. Aufl. Barm. 1891) über die in diesem Jahr stattfindende «Aachener Heiligtumsfahrt» endete mit der polizeilichen Auflösung der Versammlung. Thümmel schrieb ferner: «Offener Brief an den Herrn Erzbischof Krementz von Köln» [* 28] (Barm. 1889),

«Clarenbachs Asche» (8. Aufl., Berl. 1890),

«Die Anbetung der lückenhaften Stoffteile in Trier» [* 29] (Barm. 1891),

«Zur Beurteilung des Donatismus» (Halle [* 30] 1893),

mit welcher Schrift in Halle zum Licentiaten der Theologie promovierte. Die scharfe «Antwort an die päpstl. Priesterschaft in Breslau» [* 31] (Barm. 1894) rief wieder eine Gerichtsverhandlung hervor, in der Thümmel freigesprochen wurde. -

Vgl.   Nippold, Die Thümmelschen Religionsprozesse (2 Hefte, Halle 1888);

Prozeß Thümmel-Wiemann (Barm. 1887).

Thümmel,



Thummim - Thünen

Bild 65.810: Thummim - Thünen
* 35 Seite 65.810.

Mor. Aug. von, Schriftsteller, geb. 27. Mai 1738 auf dem Rittergut Schönefeld bei Leipzig, studierte seit 1756 in Leipzig die Rechte und trat 1761 als Kammerjunker in die Dienste [* 32] des Erbprinzen, nachherigen Herzogs Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg; bei dessen Regierungsantritt wurde er Geh. Hofrat und 1768 Wirkl. Geheimrat und Minister. Nachdem er sich 1783 von den öffentlichen Geschäften zurückgezogen hatte, lebte er teils auf dem Familiengute seiner Gattin, in Sonneborn, teils in Gotha, [* 33] teils auf kleinen Reisen. Er starb 26. Okt. 1817 zu Coburg. [* 34] Thümmel wandelte ¶

mehr

ähnliche Bahnen wie Wieland: durch sorgfältig gepflegte Form, durch kaustischen Witz in franz. Geschmack, durch die Anschauungen moderner Aufklärung suchte er die adlige Gesellschaft für seine deutsche Schriftstellerei zu interessieren. Sein erstes Werk, das komische Heldengedicht in Prosa «Wilhelmine, oder der vermählte Pedant» (Lpz. 1764; neu hg. in Reclams «Universalbibliothek» und Stuttg. 1894 in den «Deutschen Litteraturdenkmalen», Nr. 48),

erregte durch eleganten Stil und sichere, mit überlegener Satire behandelte Gestaltung gut beobachteter Lebensverhältnisse Aufsehen. In der poet. Erzählung «Inokulation der Liebe» (Lpz. 1771) wird ein bedenklicher Scherz durch die leichte Versifikation gemildert. Sein Hauptwerk ist die «Reise in die mittäglichen Provinzen von Frankreich» (10 Bde., Lpz. 1791-1805),

ein Reiseroman in Sternes Art, den er mit Rückerinnerungen aus seinen frühern Reisen (1775-77) durchwebte und von gemütvollem Ernst bis zum zügellosen Mutwillen schwanken läßt. «Der heil. Kilian und das Liebespaar» wurde nach T.s Tode von Hempel herausgegeben (Lpz. 1818). Eine von ihm selbst veranstaltete Sammlung seiner Werke erschien zu Leipzig 1812 (6 Bde.; mit Gruners Biographie T.s, 7 Bde., 1820; neue Aufl., 8 Bde., Lpz. 1854-55).

Ende Thümmel
→ weiter zu Seite 65.810: Thummim ⟹ s. Urim und Thummim.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 807 [Suche = 65.809] im Internet seit 2005; Text geprüft am 8.4.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0809

◄◄ .     ►►

Menü
map
  • ⁝ Home
  • 🗁 öffne ...
  • > 🗍 Seite 65.809
  • ? Seite
  • Aalmutter
  • ? Artikel
  • (kurz)
  • ∫ Portal
  • ☛ A – Z
  • ⮺ Bilder
  • ⚟ Blättern
  • ⛬ Index
  • ⣿ Inhalt
  • 📅 Datum
  • ∑ Übersicht
  • ♛ Werke
  • ✈ Themen
  • ⭳ Download
  • 📉 Statistik
  • Ω Symbol
  • ⌥ Option
  • © Original
  • + Ergänzung
  • ? Hilfe
  • ⁇ FAQ Fragen
  • ⛭ Technik
  • @ Kontakt
  • ⛉ Datenschutz
  • § Impressum

Siehe auch:

  • 15.678 Thule
  • 46.79 THÜLE
  • 15.678 Thum
  • 15.678 Thumann
  • 39.527 Thumann_2
  • 15.678 Thumerstein
  • 46.80 THUMLI
  • 15.678 Thümmel
  • 15.678 Thummim
  • 65.810 Thummim_2

* 35 Bilder dazu:

  • 7Annaberg
  • 21Axinit
  • 22Barmen
  • 17Berlin
  • 14Berliner
  • 23Bonn
  • 31Breslau
  • 34Coburg
  • 6Deutsche
  • 3Deutschland
  • 32Dienste
  • 12Dresden
  • 33Gotha
  • 30Halle
  • 18Hameln
  • 20Italien
  • 2Japan
  • 28Köln
  • 26Lehre
  • 15Leipzig
  • 19Minden
  • 11Mühlen
  • 5Nadelhölzer
  • 4Nadeln
  • 13Pilze
  • 25Remscheid
  • 24Soest
  • 27Solingen
  • 9Staatsbahnen
  • 10Telegraph
  • 29Trier
  • 16Weimar
  • 8Zwickau
  • 1_Seite 65.809
  • 35_Seite 65.810
Sie sind hier: eLexikon > Brockhaus > Band 65 > Seite 65.809
-A     +A