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Therapeuten - Theresie

Bild 65.771: Therapeuten - Theresienorden
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Überblick der Artikel
12 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Therapeuten(grch., d. i. Diener Gottes), Name einer angeblich den Essenern (s. d.) verwandten jüd. Sekte, / 78
Therapeutik(grch.), s. Therapie. / 4
Therapeutisch(grch.), die Krankenbehandlung (Therapie, s. d.) betreffend. / 7
TherapiaOrt am Bosporus, s. Böjükdere. / 6
Therapieoder Therapeutik (grch.), die Lehre von der Behandlung der Krankheiten. Die allgemeine T. lehrt / 233
Therasiacykladische Insel, s. Santorin. / 5
ThereminFranz, prot. Theolog und Kanzelredner, geb. 19. März 1780 zu Gramzow (Ukermark), aus einer / 125
TheresePseudonym Therese von Lützows (s. d.). / 6
Theresiader 295. Planetoid. / 4
Theresianische Militärakademiefrüher Militärakademie zu Wiener-Neustadt genannt, österreichische militär. Bildungsanstalt, / 60
Theresia von Jesu(richtiger Teresia, span. Teresa de Jesus), Heilige, geb. 28. März 1515 zu Avila in Altcastilien, / 242
Theresienordenbayr. Damenorden, von der Königin Therese 12. Dez. 1827 gestiftet zur Unterstützung von 12 / 87

Seite 65.771

Therapeuten - Theresienorden


Fortsetzung: Theramenes, athen. Feldherr und Staatsmann, zugleich nicht unbedeutend als Redner und Publizist, ein Schüler
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bewirken, gehabt und dessen Aussührung sich als unmöglich erwiesen hatte. Auch bei dem Abschluß des Friedens (404) wurde seine Mitwirkung Athen [* 2] verhängnisvoll. Schließlich trat Theramenes als Führer der Gemäßigten in die Verfassungskommission der später sog. Dreißig Tyrannen ein, drang aber mit seinen Ansichten nicht durch und wurde durch Kritias gestürzt. Ende 404 mußte er den Giftbecher leeren. Ein sehr günstiges Urteil über ihn spricht Aristoteles in seiner neuerdings aufgefundenen «Athenischen Verfassung» aus. -

Vgl.   Pöhlig, Der Athener Theramenes (Lpz. 1877).

Therapeuten

(grch., d. i. Diener Gottes),

Name einer angeblich den Essenern (s. d.) verwandten jüd. Sekte, die bei Alexandria gelebt haben soll.

Neuere Forschungen haben jedoch ergeben, daß die angebliche Schrift Philos: «De vita contemplativa», das einzige Zeugnis über die Therapeuten, erst später untergeschoben ist. -

Vgl.   Lucius, Die Therapeuten und ihre Stellung in der Geschichte der Ascese (Straßb. 1880).

Für die Echtheit schrieb Conybeare: Philo about the contemplative life (Oxford [* 3] 1895), gegen Lucius: Wendland, Die Therapeuten (Lpz. 1896).

Therapeutik

(grch.), s. Therapie. ^[= oder (grch.), die Lehre von der Behandlung der Krankheiten. Die allgemeine T. lehrt ...]

Therapeutisch

(grch.), die Krankenbehandlung (Therapie, s. d.) ^[= oder Therapeutik (grch.), die Lehre von der Behandlung der Krankheiten. Die allgemeine T. lehrt ...] betreffend.

Therapia,

Ort am Bosporus, [* 4] s. Böjükdere. ^[= Bujukdere, d. h. großes Thal, Hauptort auf der europ. Seite des Bosporus (s. d.), 19 km vom ...]

Therapie

Lehrbegriff - Lehrerin

Bild 61.37: Lehrbegriff - Lehrerinnen [unkorrigiert]
* 5 Lehre.

oder Therapeutik (grch.), die Lehre [* 5] von der Behandlung der Krankheiten. Die allgemeine Therapie lehrt hauptsächlich, auf welche Art man durch Untersuchung des Kranken, Diagnose und Kenntnis des natürlichen Verlaufs der Übel die Heilanzeigen findet, und welche Mittel im allgemeinen zur Erfüllung der Heilanzeigen dienen können. Die specielle Therapie zeigt das Verfahren bei den einzelnen Krankheiten in ihren verschiedenen Arten und Formen und geht sodann in der Klinik (s. d.) zu der Behandlung der einzelnen Krankheitsfälle über.

Berlin

Bild 2.752a: Berlin
* 6 Berlin.

Man pflegt ein Heilverfahren, das auf dem Grund des gerade herrschenden Systems aufgebaut ist, eine rationelle Behandlung zu nennen. Da aber bisher noch kein einziges mediz. System eine durchgängig untrügliche Therapie entwickelt hat, so zieht der rationelle Arzt außer diesem auch die Erfahrung zu Hilfe (Erfahrungstherapie oder empirische Behandlung) und berücksichtigt daneben auch noch die Individualität des Kranken (Eklekticismus, praktischer Takt). Eine «Encyklopädie der Therapie», hg. von Liebreich, erscheint seit 1895 in Berlin. [* 6]

Die Zahl der Lehrbücher der allgemeinen wie der speciellen Therapie ist ungemein groß. Über allgemeine Therapie schrieben Richter, Ruete, Schüßler, Hoffmann, von Ziemssen u. a. Die specielle Therapie wird der Natur der Sache gemäß stets mit der speciellen Pathologie verbunden; hierher gehören die Werke von Wunderlich, Virchow, Lebert, Niemeyer, von Ziemssen, Gerhardt, Liebermeister, Eichhorst, Leube, Strümpell, Jürgensen, Nothnagel, Penzoldt und Stintzing u. a. Über die Geschichte der Therapie vgl. Petersen, Hauptmomente in der geschichtlichen Entwicklung der medizinischen Therapie (Kopenh. 1877). (S. Elektrotherapie.)

Über Photochromatische Therapie s. d.

Therasia,

cykladische Insel, s. Santorin.

Theremin,

Halle

Bild 8.22a: Halle
* 7 Halle.

Franz, prot. Theolog und Kanzelredner, geb. 19. März 1780 zu Gramzow (Ukermark), aus einer hugenottischen Familie stammend, studierte in Halle [* 7] und Genf, [* 8] wurde 1810 Prediger der franz. Gemeinde an der Werderschen Kirche zu Berlin, 1814 Hof- und Domprediger daselbst, 1824 Oberkonsistorialrat und vortragender Rat im Kulturministerium, 1834 wirklicher Oberkonsistorialrat, 1839 zugleich Professor an der Universität. Er starb 26. Sept. 1846. Theremin, der selbst ein hervorragender Prediger war, schrieb: «Die Beredsamkeit eine Tugend, oder Grundlinien einer systematischen Rhetorik» (Berl. 1814; 2. Aufl. 1837),

«Demosthenes und Massillon, ein Beitrag zur Geschichte der Beredsamkeit» (ebd. 1845),

«Kreuz [* 9] Christi, Predigten» (9 Bde., ebd. 1817-41),

«Abendstunden» (religiöse Abhandlungen, 3 Bde., ebd. 1833 - 39; 5. Aufl. 1858),

und eine Art «Werther»: «Adalberts Bekenntnisse » (ebd. 1828; 2. Aufl. 1835).

Therese,

Pseudonym Therese von Lützows (s. d.). ^[= (grch.) nennt man eine Schrift, die unter einem falschen Namen herausgegeben wird, oder auch ...]

Theresia,

der 295. Planetoid. ^[= Asteroiden oder kleine Planeten, die Gruppe der sich zwischen Mars und Jupiter bewegenden Planeten. ...]

Theresianische

Militärakademie, früher Militärakademie zu Wiener-Neustadt genannt, österreichische militär. Bildungsanstalt, die in drei Jahrgängen Zöglinge zu Offizieren für Infanterie, Jäger und Kavallerie ausbildet.

Diejenigen Zöglinge, welche den Lehrkursus mit gutem Erfolge beendet haben, werden sofort zu Lieutenants nach Zulässigkeit des Dienststandes in selbstgewahlten Regimentern ernannt.

Die Anstalt entspricht, wie die Technische Militärakademie zu Wien, [* 10] ungefähr der preuß. Haupt-Kadettenanstalt zu Lichterfelde.

Theresia

Orden

Bild 12.426a: Orden
* 11 Orden.

von Jesu (richtiger Teresia, span. Teresa de Jesus), Heilige, geb. 28. März 1515 zu Avila in Altcastilien, trat 1533 in den Orden [* 11] der Karmeliterinnen und bemühte sich von 1563 an für eine Reformation des Ordens. Sie entwarf eine neue Regel, die 1565 von Pius IV. bestätigt und in vielen Männer- und Frauenklöstern durchgeführt wurde, so bei den Karmelitern und Barfüßern. Theresia von Jesu starb 4. Okt. 1582 und wurde 1622 heilig gesprochen. Ihre Schriften, eine «Selbstbiographie», «Das Buch der Klosterstiftungen», «Weg zur Vollkommenheit», «Die Seelenburg» u. s. w., gehören zu den merkwürdigsten Erzeugnissen der kath. Mystik, ihre Gedichte zu den schönsten Blüten der span. religiösen Lyrik; ihre 342 Briefe sind von großem zeit- und kulturgeschichtlichen Interesse. Die Handschriften wurden auf Befehl Philipps II. im Escorial aufbewahrt. Die Werke sind oft herausgegeben, so von Vicente de la Fuente im 53. und 55. Bande der «Biblioteca de autores españoles» (Madr. 1861) und in mehrere Sprachen übersetzt, ins Deutsche [* 12] von Gallus Schwab (3. Aufl., 5 Bde., Regensb. 1870),

Clarus (1. bis 5. Bd. der «Sammlung der vorzüglichsten mystischen Schriften», ebd. 1852-69) und von der Gräfin Ida Hahn-Hahn («Teresa von Jesus», Mainz [* 13] 1867). -

Vgl.   Pösl, Leben der heiligen Theresia (2. Aufl., Regensb. 1856);

Hennes, Das Leben der heiligen Teresa (2. Aufl., Frankf. 1866);

Miß Trench, The life of Saint [* 14] Theresa (Lond. 1875);

Hofele, Die heilige Theresia (Regensb. 1882);

Hahn, [* 15] Les phénomènes hystériques et les révélations de Sainte Thérèse (1882);

Pingsmann, Santa Teresa de Jesus (Köln [* 16] 1886).

Theresienorden,



Theresienstadt - Therm

Bild 65.772: Theresienstadt - Thermochemie
* 17 Seite 65.772.

bayr. Damenorden, von der Königin Therese 12. Dez. 1827 gestiftet zur Unterstützung von 12 dem eingeborenen und stiftsfähigen Adel Bayerns angehörenden unverheirateten Damen, die Präbenden erhalten, dann für sog. Ehrendamen (auch Ausländerinnen) in unbeschränkter Anzahl bestimmt. Ordenszeichen ist ein hellblau emailliertes goldenes Kreuz, dessen rundes weißes Mittelschild innerhalb eines Rautenkranzes den goldenen Buchstaben T zeigt. Zwischen den vier Kreuzarmen liegt je eine blau-weiße bayr. Wecke. ¶

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Das von goldener Königskrone überragte Kreuz wird an einem mit zwei hellblauen Streifen eingefaßten weißen Bande an der linken Brust getragen.

Ende Theresienorden
→ weiter zu Seite 65.772: Theresienstadt ⟹ 1) T., czech. Terezin, Königl. Freistadt in Böhmen, an der Eger, unweit der Mündung derselben
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 769 [Suche = 65.771] im Internet seit 2005; Text geprüft am 26.2.2014; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0771

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Siehe auch:

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* 17 Bilder dazu:

  • 2Athen
  • 6Berlin
  • 4Bosporus
  • 12Deutsche
  • 8Genf
  • 15Hahn
  • 7Halle
  • 9Kreuz
  • 16Köln
  • 5Lehre
  • 13Mainz
  • 11Orden
  • 3Oxford
  • 14Saint
  • 10Wien
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  • 17_Seite 65.772
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