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Tatarenalpenpaß - Täto

Bild 65.633: Tatarenalpenpaß - Tätowieren
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Überblick der Artikel
15 ArtikelTextanfang / Anzahl Wörter
Tatarenalpenpaßs. Bodza. / 3
Tatarennachrichts. Tataren. / 3
Tatarenschlachtdie 1241 bei Wahlstatt (s. d.) gelieferte Schlacht. / 8
Tatarensundoder Tatarischer Golf, Meeresteil, der die Insel Sachalin vom asiat. Festlande trennt und das / 33
Tatarkapoln. Kopfbedeckung, s. Czapka. / 5
Tatar-Pasardziktürk. Stadt, s. Pasardschik. / 5
Tatenruss. Taty (eigentlich "ansässige Leute", im Gegensatz zu Nomaden), eine Völkerschaft / 39
Taterns. Zigeuner. / 3
Tatianuseiner der Apologeten (s. Apologie), stammte aus Assyrien und lebte als Rhetor zu Rom. Durch / 127
Tatihou(spr. -tiuh), kleine befestigte, zum franz. Depart. Manche gehörige Insel im Kanal östlich / 29
TatischtschewWassilij Nikititsch, russ. Historiker, geb. 1686, bildete sich in der Moskauer Artillerie- und / 209
Tatius# Achilles, griech. Romanschreiber, s. Achilles Tatius. / 7
Tatius _2# Titus, zog nach der röm. Sage als König der Sabiner von Cures (s. d.) nach dem Raube der Sabinerin / 110
Tatóijetziger Name von Dekeleia (s. d.). / 6
TätowierenTättowieren, Tattuieren (vom tahitischen tatau), das Hervorbringen farbiger Zeichnungen auf / 180

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Tatarenalpenpaß - Tätowieren


Fortsetzung: Tataren, ein Völkername von sehr schwankender Bedeutung, der bei den Geschichtschreibern und Ethnographen
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631 dann speciell als Name der im Russischen Reiche wohnenden Türken. Über den tatar. oder altaischen Sprachstamm [* 2] s. Uralaltaische Völker und Sprachen. Die Zahl sämtlicher zum tatar. Völker- und Sprachstamm gehörigen Individuen wird auf 34 Mill. angegeben. Speciell werden aber auch noch alle westlichen und nördlichen türkisch sprechenden Völkerschaften mit dem Namen Tataren belegt, welche wahrscheinlich aus einer mehr oder minder starken Vermischung von Mongolen und Ugro-Finnen mit türk. Völkern entsprungen sind und die man deshalb turko-tatarische Völkerschaften nennt. Es sind dies die Krimtataren, die das Leibgarde-Krim-Tatarenkommando (s. Leibgarde-Kosaken) stellen, die Tataren des Kaukasus, bekannt unter dem Namen der Nogaier (s. d.), Kumüken u. s. w.; die Wolgatataren, die türk. Stämme an der untern Wolga und am Ural, mit vielen ihren Wohnplätzen entnommenen Specialbenennungen, wie kasansche, ufische Tataren u. s. w.; die Uraltataren, die

Tatārenalpenpaß,

s. Bodza. ^[= Gebirgszug und Paß in Siebenbürgen. Die Bodzaer Alpen reichen vom Flusse Nagy-Baszka (Paszka ...]

Tatārennachricht,

s. Tataren. ^[= ein Völkername von sehr schwankender Bedeutung, der bei den Geschichtschreibern und Ethnographen ...]

Tatārenschlacht,

die 1241 bei Wahlstatt (s. d.) ^[= oder Kloster-Wahlstatt, Dorf im preuß. Reg.-Bez. und Landkreis Liegnitz, 9 km östlich von ...] gelieferte Schlacht.

Tatārensund

oder Tatarischer Golf, Meeresteil, der die Insel Sachalin vom asiat. Festlande trennt und das Japanische Meer mit dem Amurdelta und dem Ochotskischen Meer verbindet;

seine schmalste Stelle im N. heißt die Mamiastraße.

Tatarka,

poln. Kopfbedeckung, s. Czapka. ^[= (poln., spr. tschapka), Mütze, nationalpoln. Kopfbedeckung und als solche von den poln. Ulanen ...]

Tatar-Pasardžik,

türk. Stadt, s. Pasardschik. ^[= (Pasardžik, Basardschik, Bazardjīk, d. h. Marktstadt), Name mehrerer Orte auf der Balkanhalbinsel. ...]

Taten,

russ. Taty (eigentlich «ansässige Leute», im Gegensatz zu Nomaden), eine Völkerschaft pers. Herkunft im russ. Generalgouvernement Kaukasien, 111.000 Seelen, hauptsächlich in den Gouvernements Baku, Jelisawetpol und in einem Teil Dagestans wohnend.

Spottiswoode - Sprache

Bild 15.177: Spottiswoode - Sprache (physiologisch)
* 3 Sprache.

Die Sprache [* 3] ist ein Dialekt des Neupersischen.

Tatern,

s. Zigeuner. ^[= # ein eigenartiges Wandervolk, das in fast ganz Europa und in einzelnen Teilen von Asien, Afrika ...]

Tatiānus,

einer der Apologeten (s. Apologie), stammte aus Assyrien und lebte als Rhetor zu Rom. [* 4] Durch Justinus den Märtyrer ums J. 150 zum Christentum bekehrt, verfaßte er seine «Rede an die Griechen», eine der wichtigsten apologetischen Schriften jener Zeit. Außerdem verfaßte er unter dem Namen «Diatessaron» die älteste Evangelienharmonie (s. d.). Obwohl er, wie es scheint, mit der kath. Kirche seiner Zeit in steter Gemeinschaft blieb, neigte er doch zu gnostischen Ansichten hin (s. Enkratiten) und huldigte einer strengen Ascese. –

Vgl.   Daniel, Tatianus der Apologet (Halle [* 5] 1837);

Corpus Apologetarum, hg. von Otto, Bd. 6 (Jena [* 6] 1851);

Dembowski, Die Apologie Tatians (Lpz. 1878);

Zahn, Tatians Diatessaron (Erlangen [* 7] 1881);

Tatiani oratio ad Graecos , hg. von Ed. Schwartz (Lpz. 1888);

Steuer, Die Gottes- und Logoslehre des Tatianus (ebd. 1893).

Tatihou

(spr. -tiuh), kleine befestigte, zum franz. Depart. Manche gehörige Insel im Kanal [* 8] östlich von Cherbourg, [* 9] schützt den Hafen von St. Vaast und hat seit 1894 eine zoolog. Station.

Tatischtschew,

Geschichtskarten von D

Bild 4.772a: Geschichtskarten von Deutschland V
* 10 Deutschland.

Wassilij Nikititsch, russ. Historiker, geb. 1686, bildete sich in der Moskauer Artillerie- und Ingenieurschule, hielt sich 1713/14 in Deutschland [* 10] auf und entwickelte später eine vielseitige administrative und wissenschaftliche Thätigkeit (als Direktor der Bergwerke im Ural, Administrator von Orenburg, Gouverneur von Astrachan, Historiker, Geograph). 1740 wurde er unter Elisabeth seines Gouverneurpostens in Astrachan entsetzt. Er starb 1750. Seine «Russ. Geschichte» (Bd. 1‒3, hg. von G. F. Müller, Mosk. 1768‒94; Bd. 4, Petersb. 1784; Bd. 5, hg. von M. Pogodin, Mosk. 1848), bis zur Regierung Alexej Michajlowitsch reichend, ist kein pragmatisches Geschichtswerk, sondern mehr eine kritische Vergleichung der Chroniken mit Anmerkungen theol.-philos. und polit.

Inhalts, die seine Vertrautheit mit den Schriften Hobbes’, Bayles, Lockes, Pusendorfs u. s. w. zeigen. Besonders wertvoll ist das Werk durch die vielen Auszüge aus zum Teil später verloren gegangenen Quellen. Außerdem schrieb Tatischtschew 1739 ein «Testament» (Duchovnaja) an seinen Sohn, das Lebensregeln für alle Lebensalter und Lebensverhältnisse enthält. (Vgl. Brückner, Zur Geschichte der didaktischen Litteratur in Rußland im 18. Jahrh., in der «Russ. Revue», Bd. 9.) Handschriftlich erhalten ist das «Gespräch zweier Freunde über den Nutzen der Wissenschaft und Schulen».–

Vgl.   Popow, Tatischtschew und seine Zeit (Mosk. 1861);

Solowjew, Russ. Historiker des 18. Jahrh. (im «Archiv für jurist.-histor. Wissenschaft», Bd. 2);

Bestuschew-Rjumin, Biographien und Charakteristiken (Petersb. 1882).

Tatĭus,

Achilles, griech. Romanschreiber, s. Achilles Tatius. ^[= griech. Romanschreiber im 5. Jahrh. n. Chr., war aus Alexandria gebürtig und wohnte wohl auch ...]

Tatĭus,

Titus, zog nach der röm. Sage als König der Sabiner von Cures (s. d.) nach dem Raube der Sabinerinnen gegen Romulus, besetzte den Quirinal und dann durch den Verrat der Tarpeja (s. d.) die kapitolinische Burg und herrschte nach Beilegung des Krieges fünf Jahre mit Romulus gemeinsam über den Doppelstaat der Römer-Quiriten, bis er bei einem feierlichen Opfer zu Lavinium von Laurentern, die er beleidigt hatte, erschlagen wurde. Bei der Vereinigung des sabinischen mit dem latinischen Stamm soll der sabinische von ihm den Namen Tities erhalten haben. Eine Priesterschaft, die Sodales Titii , die man von ihm eingesetzt glaubte, brachte ihm jährlich Totenopfer auf dem Aventin, wo man sein Grab zeigte.

Tatói,

jetziger Name von Dekeleia (s. d.). ^[= (lat. Decelēa, jetzt Tatóï), im alten Attika einer der wichtigsten strategischen Punkte, ...]

Tätowieren,

Haut (anatomisch)

Bild 8.231: Haut (anatomisch)
* 11 Haut.

Tättowieren, Tattuieren (vom tahitischen tatau), das Hervorbringen farbiger Zeichnungen auf der Haut [* 11] durch Einritzen mit einem scharfen Instrument und Nachreiben mit einem Farbstoff. Das Instrument ist meist ein Dorn, ein kammartig geschnitztes Holz [* 12] oder eine Eisenspitze. Streitig ist, ob das Tätowieren ursprünglich nur zum Körperschmuck diente, oder ob religiöser Aberglaube dabei mit im Spiele ist. Im Laufe der Entwicklung wurden bei vielen Völkern die anfangs einfachen Zeichnungen immer kunstvoller und ihre Ausführung Monopol der Priester. Sie dienen dann zur Unterscheidung der Stämme (s. Totem), der Familien und des Ranges, zum Andenken an merkwürdige Ereignisse und zum Zeichen geschlossener Bündnisse. Die vielfach bereits ausgestorbene Sitte hat sich noch erhalten bei den Indianern Nord-, Mittel- und Südamerikas, den Australiern, Polynesiern und Mikronesiern, ¶



Tatra - Tauben

Bild 65.634: Tatra - Tauben
* 13 Seite 65.634.
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vielen Negerstämmen Afrikas (besonders Nord- und Westküste, Südafrika, [* 14] Galla, Madagaskar) [* 15] und in einigen Teilen Asiens (Kleinasien, Syrien, Persien, [* 16] Arabien, Molukken, einigen Sunda-Inseln, besonders Borneo, Philippinen, Formosa, Liu-kiu, Japan, [* 17] Kamtschatka), doch verschwindet sie auch hier bei der fortschreitenden Berührung mit europ. Kultur und der Annahme vollständigerer Bekleidung mehr und mehr. -

Vgl.   W. Joest, Tätowieren, Narbenzeichnen und Körperbemalen (Bert. 1887).

Ende Tätowieren
→ weiter zu Seite 65.634: Tatra ⟹ Teil der Karpaten, s. Hohe Tatra.
Quelle: Brockhaus` Konversationslexikon, 1902-1910; Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896; 15. Band, Seite 631 [Suche = 65.633] im Internet seit 2005; Text geprüft am 1.11.2015; publiziert von Peter Hug; Abruf am 24.8.2026 mit URL:

https://elexikon.ch//65_0633

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Siehe auch:

  • 15.534 Tatarka
  • 15.534 Tatianus
  • 15.534 Tatihou
  • 15.534 Tatischtschew
  • 15.534 Tatius
  • 15.534 Tatowieren

* 17 Bilder dazu:

  • 9Cherbourg
  • 10Deutschland
  • 7Erlangen
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  • 17Japan
  • 6Jena
  • 8Kanal
  • 15Madagaskar
  • 16Persien
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  • 3Sprache
  • 2Sprachstamm
  • 14Südafrika
  • 1_Seite 65.633
  • 13_Seite 65.634
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